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Hundeforum Der Hund
Pepper Girl

Sprühhalsband /Unterdrückung aggressives Verhalten im TV

Empfohlene Beiträge

Hallo,

 

ich habe letztes Wochenende Martin Rütter  geschaut und mich beschäftigt/irritiert  seine Bekämpfung der Aggression eines Hundes gegenüber Artgenossen:

 

Er möchte bei einer neunjährigen Hündin nun ein Sprühhalsband zur Unterdrückung der aggressiven Symptome einsetzen.

 

Vorweg,- ich habe nichts gegen Martin Rütter,  mir ist  diese Methoden  allerdings suspekt  und ich frage mich, ob so eine Vorgehensweise nicht 'nach hinten losgeht*, bzw. ein aggressiver Hund dadurch möglicherweise noch aggressiver reagiert,- noch mehr 'Übles' in eine Hundebegegnung interpretiert...... :(

 

Klar würden sie sowas im TV nicht zeigen.....

 

 

wie denkt ihr über diese HAlsbänder?

 

 

Bitte um eine faire pro/contra Auseinandersetzung dieser 'Hilfsmittel'

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Ich halte von unterdrückenden Maßnahmen dieser Art gar nichts. Ob es nun ein Sprühhalsband, Schepperdiscs, Wasserflashcen oder sonstige ängstigende Reize sind, die ohnehin nichts an der emotionalen Antwort des Hundes zum Positiven ändern, spielt für mich keine Rolle.
Einen Unterbrecher aufzubauenm halte ich für sinnvoll, dann arbeite ich lieber an der emotionalen Reaktion des Hundes.

Wie du schon sagst, bei solchen Hilfsmitteln ist die Gefahr der Fehlveknüpfung sogar ganz besonders stark. Wenn man sich dann noch im Timing vertut oder der Hund nicht sofort zu erkennen gibt, dass er das Ding sogar ganz schrecklich findet, will ich die Konsequenzen nicht tragen...

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Vorweg: Ich denke darüber tatsächlich nichts Gutes.

 

Alles, was man dadurch erreicht, kann man genauso gut und deutlich risikoärmer mit einem positiv trainierten und konditionierten Abbruchsignal bzw. Umorientierungssignal erreichen.

Die Gefahr von Fehlverknüpfungen ist recht groß, ich könnte mir gut vorstellen, dass die Hündin andere Hunde noch blöder findet, weil sie lernt, dass Hunde einen zusätzlichen unangenehmen Reiz bedeuten.

Es ist wesentlich effektiver, eine Umorientierung zu trainieren, die einem garantiert, dass der Hund weiterhin ansprechbar bleibt, um dann gezielt ein Alternativverhalten zu etablieren und, für den Notfall, an einem Abbruch oder Rückruf zu arbeiten. Nichts anderes als ein Abbruch ist das Sprühhalsband auch, nur eben ein aversiver, der, wie fast alle aversiven Methoden, die Gefahr der Fehlverknüpfung oder eines ausgeprägten Meideverhaltens mit sich bringt.

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Die Begründung Martin Rütters war in diesem Fall, daß hier eh nichts mehr zu ändern wäre außer die Spymtombekämpfung.

(Hund darf keine Aggression mehr zeigen)

 

...Würde er das Halsband  bei meiner Hündin anwenden, wär diese mit Sicherheit noch aufgeputschter und wütender..

 

könnte mir allerdings vorstellen, daß es nun viele HH  gibt, die sich denken,- Rütter macht das, - ich mach das auch mal.....-

 

der ist ja bekannt, der muß wissen, was richtig ist.....

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@ velvetpoison

diese Seite hab ich auch gesehn, ich sehe das ähnlich....

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Beim Rütter ist auch nichts mehr ohne Futterbeutel, Schlüsselbund und Rütteldose zu retten....

 

Ich halte von ihm nicht viel und finde, dass er es sich nahezu immer viel zu einfach macht, weil er eben nur deckelt und Symptome bekämpft, aber nie eine saubere Verhaltensänderung bewirkt.

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Ja, er benutzt Vieles, um Hunde zu erschrecken und durch negative Verknüpfung von ihrem Verhalten abzubringen,- ist mir auch schon aufgefallen..... wahrscheinlich, weil's eben schnell gehen soll.....

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Jap. Ich trainiere seit circa 3 Monaten ein Umorientierungssignal - nicht in hoher Frequenz, also nicht täglich, weil ich andere Dinge, die mir relevanter zu sein schienen, trainiert habe. Diese Arbeit trug gestern zum ersten Mal Früchte, ebenso ein Alternativverhalten, das ich genausolang trainiere. Bei einem Hund, der gefallen möchte, der bislang ein normales Hundeleben hatte und gesund ist, der sonst kaum Baustellen hat, sollte das deutlich schneller Ergebnisse zeigen. Da könnte man nach drei Monaten schon in der Verhaltensänderung drin sein und den nächsten Schritt gehen.

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Der Rütter konnte mal was und ich tief in seinem Herzen kann ers immer noch. Er hat positive Verstärkung mal salonfähiger gemacht. Aber warum auch immer findet bei ihm keine Weiterentwicklung statt, sogar eher Rückentwicklungen... ich finde ihn mittlerweile bei meinen "No Go"-Trainern auf der Liste.

Jedes Mal, wenn er meint, er muss den Hund so richtig deckeln, damit man den "davon abbricht", schüttle ich den Kopf. Besonders weil ich da keine krass aggressiven Hunde sehe.

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