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Hundeforum Der Hund
gast

Erklärungen zu Begriffen und Vorgehen von HTS

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

von Freigeist: Geschrieben vor 57 Minuten

 

Ich find die diplomatischen Worte ja echt nett, nur ... nunja.

 

Man liest ja ganz klar heraus, welche Diskussionsteilnehmer es immer und immer wieder auf die persönliche Ebene ziehen, auf richtig schäbige Art.

Einerseits wird einem vorgeworfen, man würde ja nur in Fachchinesisch reden und könne diese Begriffe nichtmal erklären (unwahr, sie wurden mehrfach erklärt) - für HTS-Worte solle man sich dann aber bitte ein Smartphone zulegen plus irgendeine App, damit man die Begriffe nachschlagen kann - DAS ist ja völlig legitim.

 

Hier wird mit zweierlei Maß gemessen

 

 

 

aus gegebenem Anlass komme ich auf das Thema zurück. Zur Erklärung, warum ich nicht sofort antworten konnte, der andere Thread geht so rasend schnell vorwärts, dass man nicht immer sofort alle Beiträge liest oder dann den Faden verliert, weil andere Beiträge interessanter sind. Zudem bin ich derzeit sehr eingespannt, weil meine Mutter im Krankenhaus liegt (sehr kritisch) und ich eigentlich keinen Nerv für weitere fruchtlose Diskussionen habe, die sich nur im Kreise drehen, weil eigentlich gar keine Bereitschaft da ist, verstehen zu wollen.  Das Forum ist für mich eher ein Zeitvertreib, um auf andere Gedanken zu kommen, wenn es aber in Stress ausartet, klinke ich mich gerne aus und das hab ich die letzten Stunde versucht.

 

Ich dachte mir auch, dass die Sache wesentlich besser durch Anita Balser direkt erklärt werden kann und hab deshalb auf die App verwiesen, wo sie selber in diversen Videos diverse Dinge erklärt, ich finde die App sehr praktisch. Dass das ein unverzeihliches Sakrileg ist, war mir nicht bewusst!

 

Nun denn, ich hab mich dennoch hingesetzt und den Versuch gestartet, dabei ist mir bewusst geworden, dass es nicht damit getan ist einen losgelösten Begriff zu erklären, da man von einem zum anderen kommt. Ich soll aber auch keine Gebrauchsanweisungen schreiben, wie mir schon vorgeworfen wurde. Da bin ich also in einer Zwickmühle. Ich hab dennoch den Versuch gemacht umfassend zu erklären, es wird aber etwas ausführlicher und drum hab ich es gestern auch nicht mehr geschafft.

 

Vorweg, meine Erklärungen hier sind selbstverständlich eine Reflexion dessen, was ich bei HTS gelernt habe und daher werden auch viele meiner Sätze denen von Anita gleichen, das hab ich bewusst gemacht, soweit es mir möglich ist, weil ich so nah wie möglich am Original bleiben will. Was aber nicht heißt, dass ich evtl. das eine oder andere nicht ganz vollständig oder nicht ganz richtig erkläre oder meine eigene Sichtweise gebildet habe und etwas subjektiv eingefärbt ist, man möge also meine Fehler und Andersinterpreationen nicht Anita Balser vorwerfen!

 

Außerdem soll es keine Anleitung zum Nachmachen sein, sondern lediglich dazu beitragen, etwas mehr Klarheit zu bekommen, worüber ich spreche!!! Es ist nur ein Ausschnitt vom Ganzen, um alles zu erklären, müsste man ein Buch schreiben! Es ist also nur das Nötigste, um eine Idee zu bekommen. Es ist wichtig, ein HTS-Trainer genau erklärt, wie und ob man im Einzelfall  so oder so vorgeht, oder eben nicht und dazu muss er den Hund und den Menschen sehen, um keine Fehler zu machen! Das ist mir mittlerweile sehr klar geworden, weil ich mitbekommen habe, dass es doch immer wieder zu argen Missverständnissen kommt und manche meinen, es ginge nur darum, Techniken anzuwenden, manches wird dann falsch verstanden, anderes weggelassen, so wird man mit Garantie aber scheitern! Die Technik wie man korrigiert ist lediglich ein Baustein im Gesamten.

 

Zunächst noch eins, HTS (HundeTeamSchule) hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt! Wo früher grün gelb rot, die sog. Ampel (dazu spaeter mehr) immer gleich angewendet wurde, ist man heute sehr viel differenzierter, es gibt Hunde die mehrmals Chancen bekommen, es gibt Hunde, die sofort taktil korrigiert werden, es gibt Hunde, die gar nicht korrigiert werden, es gibt Hunde, die zum Vorwärtsdenken motiviert werden, je nach dem welcher Typus Hund es ist. HTS unterscheidet da sehr genau.

 

Die Begriffe, die oft fallen, sind in fett hervorgehoben.

 

Vorwärtsdenken ist immer verbunden mit einer Vorwärtsbewegung des Hundes, z.B. auf einen Außenreiz zu. Dieses Vorwärtsdenken wird in Energieniveaus von 0 bis +10 aufgeteilt.

 

Rückwärtsdenken ist umgekehrt verbunden mit einer rückwärtsgerichteten Bewegung des Hundes und auch wieder von Level 0 bis -10 aufgeteilt.

 

0 wäre, der Hund würde schlafen oder dösen! +10 waere völliges Ausrasten, -10 waere panische Flucht.

VorwärtsDenken deshalb, weil bevor eine Aktion zu sehen ist, der Gedanke davor bereits im Kopf gefasst wurde, das ist nicht anders als bei uns Menschen und bei manchen Hunden weiß man einfach schon bevor sie eine Aktion starten, dass sie sowieso den Gedanken gefasst haben, dass gibt also einen Vorsprung beim eigenen Handeln.

 

Ziel der Arbeit bei Hunden, die zu Level +8 bis +10 neigen ist es, einen einigermaßen konstanten Level von +2 bis +4 mittels Korrektur zu halten (gechillte Hunde), also einen Hund, der aufmerksam und denkend ist, aber nicht mehr überschießt auf +8 bis +10. (Spielen oder spezielle Hundeplatzarbeit ausgenommen, da ist Level +10 ok, wär aber für die Anfangszeit nicht gerade produktiv, aber später, wenn man Level +10-Situationen im Griff hat, bei den meisten Hunden kein Thema mehr!)

 

Eine typische Vorwärtsdenksituation wäre z.B. eine Level +10-Situation, wenn meine Hunde im Auto völlig ausrasten, nur weil ein fremder Mensch  sich zu mir ans Auto begibt oder Hund an der straffen Leine auf zwei Beinen pöbelt Artgenossen an und wär bereit zu beißen. Auf diesem Niveau ist der Hund für nichts mehr erreichbar, egal ob man mit Fleischwurst, Zuwendung oder mit Backsteinen arbeitet, deshalb wird in diesem Level +8 bis + 10 NICHT korrigiert!!!

 

Auch Level +8 vermeidet man zu korrigieren, denn die Korrektur müsste unfair stark ausfallen, denkbar wären Notfallsituationen. Deshalb beginnt die Arbeit immer auf einem möglichst niedrigen Level von +2 bis +3 oder + 3 bis +4 auf einem geringen Energieniveau, wo man ihn noch mit angemessener Einwirkung erreichen kann. Man sucht also Situationen, wo Hunde sich leicht hochfahren, die uns z.B. aber gar nicht stören müssen, wir stören uns ja nur an Level 8-10-Situation, aber da ist man chancenlos, z.B. wenn Hund anfängt nach vorne zu gehen, statt hinter uns zu laufen, ware eine Level+4Situation, wo man noch rankommt mit angemessener Korrektur!

 

Also man schaut z.B. bei meinen Hunden im Auto (oder zu Hause bevor man das Haus verlässt), bevor sie austicken, wann fangen sie an, vorwärtszudenken, wann fangen sie an die fremde Person am Auto wahrzunehmen und die Ohren und den Körper nach vorne zu richten oder den Kopf nach vorne zu schieben, damit die Augen besser unter der Abdeckung durchschauen können, oder an den Ausgang vorzugehen das wäre dann z.B. +3 bis +4, noch ohne zu bellen. Dazu braucht man in der Regel einen Trainer-Helfer, der die Körpersprache des Hundes sehr gut lesen kann und sich darauf konzentriert und einem genau sagt, wann dieser Moment des Vorwärtsdenken einsetzt und einem auch vorher erklärt hat, wie man diesen Hund dann speziell korrigieren soll, und dann wird vorwärtsdenken solange beharrlich angemessen ohne jegliche Steigerung an den jeweiligen Hund korrigiert, bis Rückwärtsdenken einsetzt. Rückwärtsdenken in diesem Fall wäre, Hund nimmt die Pfote zurück oder legt die Ohren an oder geht einen oder mehrere Schritte rückwärts oder wendet den Kopf ab etc. also alles was rückwärtsgerichtet ist, man kann auch sagen, er zeigt sich kurz devot und dann abwartend, wo er vorher fordernd war. Das kann der Moment sein, wo man innige Zuwendung schenkt, kommt auf den Hund an, manche Hunde fahren sich dann sofort wieder auf Level +7, dann ist das jetzt nicht der richtige Zeitpunkt! Ziel ist, den Hund von 4+ auf 3+ oder 2+ zu bringen, ein Zustand, wo der Hund aufmerksam und gesprächsbereit ist, im Kopf klar, mehr nicht, sobald das erreicht ist, folgen weitere Schritte auf die ich nicht weiter eingehe, weil das zu individuell und langatmig wird (wie gesagt Buch).

 

Es ist nicht erwünscht, den Hund auf Level -10 zu bringen, das wäre z.B. panische Flucht,  es ist auch nicht erwünscht, dass der Hund auf Level -1 gebracht wird. Lediglich von +4 auf +3 oder +2.

 

Bei meinen Hunden war es so, dass Dunja sofort beim ersten ditsch (mit der flachen Hand auf das weiche Netzgewebe der Pettube geditscht plus adaptiertes Knurren wie gscht in Kombination mit Körperspannung/Willenskraft) hinter die anderen Hunden in der Pettube gegangen ist, die anderen sind vorne sitzen geblieben und haben weiter den Hals vorgereckt, deshalb wurde für die nochmal gedicht,  Dalida brauchte dann den dritten Ditsch auf die Pettube. Hat jemand keine Pettube, wird die Autotüre oder Autoklappe entsprechend oft auf und zu gemacht, das kann bei manchen Hunden auch deutlich länger dauern, wichtig ist, die Intensität wird nicht gesteigert, man bleibt lediglich beharrlich und wartet bis der Hund das erste Mal rückwärts denkt! Hat man Hunde, die nicht vorwärts denken, wird selbstverständlich nicht korrigiert, es kann auch sein bei mehreren Hunden, dass einer sofort aus dem Auto genommen wird und der andere noch abwarten muss bis er rückwärts denkt!

 

Dann wird anschließend schrittweise der Aussenreiz gesteigert, z.B. Hund darf aus dem Auto und Umwelt wahrnehmen, aber langsam auf dem Energie-Level +2+3. Schnell nach vorne sprinten, sobald die Leine in Sicht kommt oder der Karabiner eingehängt wird, wäre z.B. Level +6-+8 und sollte tunlichst vermieden werden, man lässt den Hund nicht mit Level +6 aus dem Auto aussteigen, möglichst auch nicht mit Level +5! Jede Erhöhung des Energielevels vom erreichten Zustand +2 oder +3, also schnelle Vorwärtsbewegung im Auto wird korrigiert, auch der fordernde Blick im Auto unter die Autoklappe, wo es raus geht, kann schon Level +5 sein, es wird also darauf geachtet, dass weiterhin das Energielevel nicht erhöht wird. Es ist immer besser, Fehler im Auto zu korrigieren und wirklich Level+2 zu erreichen, statt mit Level+4 oder +5 auszusteigen, denn jeder Fehler der im Auto korrigiert wird, spart mindestens 3 Korrekturen draußen, weil ein Hund mit Level +5 am Start mehr Fehler macht und schwieriger zu korrigieren ist. Ist der Hund ausgestiegen, wird sich sortiert und darauf geachtet, dass der Hund in seiner Umwelt angekommen ist, man läuft nicht sofort drauf los.

 

Dann kommen weitere Außenreize hinzu, immer darauf bedacht, den Energielevel nicht wieder zu erhöhen und Korrekturen bei den ersten Anzeichen einzusetzen, z.B. an der Leine vorauseilen wäre wieder mehr als Level +4, deshalb bleiben die Hunde „vorerst“ hinter einem auf Level +2 bis +3 und dürfen eine gedachte rote Linie vor meinen Füßen nicht überschreiten, die Überschreitung würde sofort wieder Level erhöhen. Da so das Erregungsniveau erst gar nicht so hoch fährt, dass die Hunde bei Hundebegegungen ausrasten, hat man meistens schon am 1. Tag das Ergebnis, dass man an lockerer Leine an Hundebegegungen problemlos vorbei kommt, bei mir hat das 3 Durchgänge mit Fremdhunden gebraucht, wobei dann lediglich ich korrigiert wurde, z.B. nicht zurückzuschauen, nicht langsamer zu werden, weiter zu atmen, die Leine locker zu lassen, etc. und selbst Freilauf ohne Leine mit Hundebegegnungen, ist möglich, bei mir am Tag 2.

 

Je nachdem, welchen Stand man mit seinen Hunden hat und wie gut man den Hund lesen kann und Vorwärtsdenken im Ansatz erkennen kann und bereit ist das nicht zu bewerten, sondern zu korrigieren, ist man dann relativ schnell soweit, dass man keine Level +10 mehr an der Leine oder im Auto hat und zusätzlich passiert oft, dass sich auch andere Situationen, die nicht explizit trainiert wurden zu Hause nicht mehr einstellen, wie z.B. bei mir das Thema mit dem Staubsauger oder das Thema mit Besuchern bei Anika oder das Kommandos auf einmal wesentlich besser befolgt werden, Abruf bei Wild z.B., einfach weil unter geringer Erregung und bei hoher Aufmerksamkeit die Folgsamkeit einfacher ist.

 

Hat sich der Alltag eingependelt auf Level +2 bis +4 dürfen die Hunde sich auch wieder nach vorne bewegen, wenn sie es wollen, vorausgesetzt sie bleiben ansprechbar und halten von selber einen Radius, indem sie gesprächsbereit sein können, in der Regel ist das nicht mehr als 10 m, meist sogar deutlich weniger, man ist also gemeinsam unterwegs, statt dass sich einer verabschiedet und sein eigenes Ding macht.

 

Es geht also darum, Ruhe herzustellen, Ruhe einzufordern und nicht zuzulassen, dass sich das Energieniveau langsam hochschraubt, weil es Hunden, die zu Level 10-Situationen neigen nicht gut tut und solche Hunde sich sehr schnell hochschrauben können! Haben solche Hunde aber mal erfahren, wie gut es tut, sich nicht mehr aufzuregen, bleiben sie ganz von selber in diesem Level, so dass Korrekturen nur noch selten nötig sind.

 

Es geht nicht darum, Hunde zu deckeln und nicht mehr denken zu lassen, das würde sich im Minusbereich bewegen, im Gegenteil, genau das soll vermieden werden, wir wollen keine Hunde, die im Minusbereich sind. Hunde im Minusbereich werden dagegen zum Vorwärtsdenken auf +2 bis +4 animiert!

 

Zugleich ist erforderlich, dass man die reaktiven Hunde zwingend aktiv präventiv vor unerwünschten Kontakten schützt, sei es Hund, sei es Mensch, wenn die Hunde mit solchen Außenreizen auf Level +10-Situationen kommen.,d.h. solange sie die Situation nicht selbst händeln können. Mit mehr Ruhe kommen die Hunde ganz von selbst auf Lösungen, die man dann loben kann.

 

Denn ich kann von meinem Hund nicht erwarten, dass er sich um Außenreize nicht mehr kümmert und ihn dann belästigen lassen, d.h. man baut eine Schutzzone auf, die Individualdistanz, die der Hund braucht, um sich sicher zu fühlen, darf nicht unterschritten werden, solange er keine Kontakte will. Meine Judy und Dalida sind schon geraume Zeit soweit, dass sie von sich aus gezielt manche Hunde kontakten wollen, die zu ihrem Energielevel passen, bei ungeeigneten Hunden sorge ich rechtzeitig dafür, dass wir ausweichen.

 

Dunja ist noch nicht ganz soweit (wir wurden ja leider auch wieder durch unliebsame Begegnungen zurückgeworfen), sie ist eine Hündin, die stark zum Rückwärtsdenken neigt. Sie kann es aber, wenn es ihr die anderen vormachen und sie Zeit zum Denken bekommt.

 

Sobald Rückwärtsdenken gezeigt wird, darf nicht korrigiert werden! Logisch, man würde ja zu -2 noch was daraufladen und wäre dann bei –4 oder noch weiter unten, das ist nicht erwünscht! Solche Hunde, die stark rückwärtsdenken, werden zum Vorwärtsdenken motiviert, z.B. durch ganz bestimmte Art von Spiel, wo Erfolgserlebnisse einfließen, Ziel ist es, sie auf Level +2 bis +5 zu bekommen.

 

Das ganze richtet sich also an der Energie aus und deshalb ist es wichtig, dass wir mit Energie korrigieren, die ist nur da, wenn man einen Entschluss gefasst hat, was man will und einen Standpunkt eingenommen hat. Es ist nicht erwünscht, dass man überkocht wie ein Dampfkocher und seine Launen auslebt, es geht um kontrollierte Energie, angemessen, um 1-2 Stufen runterzufahren.

Enorm wichtig ist es, dass man sich auch die Zeit für innige Zuneigung nimmt, es muss immer ein Ausgleich da sein. Wichtig ist, dass man niemals mit Wut im Bauch oder Zorn oder frustriert korrigiert. Da man aber bei sehr geringen Leveln korrigiert, passiert das nicht, mir jedenfalls ist es noch nie seit HTS passiert.

 

'Das hat nichts mit Esotherik zu tun. Jeder kann das unterscheiden, ob ein Hund Level 10 oder Level 0 ist oder Level -10.

 

Für die Korrektur, ob gelb ob rot, wird nicht bewertet nach der Situation oder dem momentanten Energielevel des Hundes, sondern wirklich das Level, dass dieser Hund im höchsten Erregungslevel aufwendet, um an sein Ziel zu kommen, ist das Level dass für die Korrektur angewendet wird. Wie gesagt, es geht dabei nicht darum, dass Kraft darin steckt, sondern Willenskraft/Entschlossenheit/Körperspannung/Blick.

 

Eine Situation, die uns völlig egal ist, oder noch egal ist, kann dem Hund genauso wichtig sein,in der Regel unterscheidet er nicht nach wichtig unwichtig, sondern nur "ich will..." und das ist Vorwärtsdenken. Es wird also grundsätzlich nur unterschieben, ob vorwärtsdenken einsetzt und das so früh wie möglich korrigiert.  Man sucht sich also den Anfang, wo die kleinste Energiesteigerung erkennbar wird und setzt sich da durch im Alltag. So erntet man Respekt und Achtsamkeit und es kommt erst gar nicht mehr zu Level 10 Situationen, sofern keine Übergriffigkeiten/Missachtungen der Individualdistanz durch Hunde oder Menschen erfolgen

 

Wir neigen dazu, diese  kleinen Situation weniger ernst zu nehmen als z.B. wenn er Besuch anpöbelt oder der Arm halb ausgekugelt wird beim Leinelaufen, wir korrigieren deshalb solche Situationen ungern wo nur ein bisschen an der Leine gezogen wird oder wo nur ein bisschen Besuch angemotzt wird, und damit ohne Willenskraft und damit ohne Energie. Wir lassen das also durchgehen oder korrigieren nur ein bisschen, dann steigert sich der Hund und wir korrigieren ein bisschen mehr und genau das ist falsch. Je höher das Energielevel des Hundes, je höher steigt in der Regel auch unseres, wir bewegen uns also mit in der Spirale und man wird unfair und unangemessen. Wenn also was nicht klappt, sollte man immer über den Anfang nachdenken und über sein grün, damit sind wir beim nächsten Begriff.

 

Denn es fallen immer wieder die Begriffe grün, gelb rot in Zusammenhang mit HTS.

 

Grün: Beschreibt unsere Ausstrahlung, wenn wir ausgeglichen, uns wohl fühlen  und im hier und jetzt sind und eine gute ausgeglichene Energie haben. Wenn wir krank sind, ist unser Grün schwach, wenn wir wütend sind ebenso, wenn wir Gedanken nachhängen, ebenso. Vielleicht entspricht es dem chinesischen CHI. Mit einem optimalen Grün braucht man kaum korrigieren, die Hunde sind wesentlich aufmerksamer und gesprächsbereiter. Deshalb ist es als aller erstes immer wichtig, sich über sein Grün klar zu werden, wenn die Hunde problematisch sind, man kann nichts fordern, wenn man nicht bereit ist zu geben!

 

Gelb: ist die Ankündigung einer taktilen Korrektur/Zurechtweisung und ist eine Adaption des hündischen Knurrens (da macht AB auch keinen Hehl draus, es ist mit Nichten so, dass sie versucht die Dinge nicht beim Namen zu nennen, aber ich finde es sehr clever Farben zu benutzen, weil man so wesentlich besser Regeln visualisieren kann ohne staendnig über Theorien nachzudenken). Das adaptierte Knurren, also gelb, ist bevorzugt ein Geräusch oder einsilbiger Ton, Ey, Na, Schnippen mit den Fingern, Schnalzen mit der Zunge oder Gscht, oder ssst, xxt oder psstt, je nachdem womit der HH am besten sein Gelb, seine Warnung,  vermitteln kann. Gelb ist  immer verbunden mit einer entschlossenen Grundhaltung und einer Zielgerichtetheit auf den Hund, also Augen und Hand weisen auf den Hund („Du bist gemeint“), das Ganze mit einer gewissen Körperspannung, die Entschlossenheit signalisiert. Aber keine Worte! Worte deshalb nicht, weil sie Emotionen transportieren und man dadurch seine neutrale Grundhaltung (also sein Grün) verlässt, sobald sich Worte im Kopf bilden, wird im Hirn was angestoßen und damit verändert sich auch die Grundhaltung! Übrigens gilt das auch für Hundenamen mit Negativbedeutung, wie Teufel, Terrorkrümel, etc. Nomen est Omen!

 

Rot: folgt dann auf Gelb, wenn gelb zu schwach war, sich durchzusetzen, allerdings ist nicht immer bei jedem Hund sofort rot die Konsequenz auf gelb.  Rot entspricht einem adaptiertem hündischen  Erziehungsschnappen oder abschnappen, es ist nicht das Beschädigungsbeißen gemeint, bei dem Blut fließt! ein adaptiertes hündisches Erziehungsabschnappen könnte sein, ein Anstubsen, das kein nerviges Pieken sein soll,  ein Auflegen der flachen Hand mit Druckhalten, ein Festhalten, eine Berührung mit dem seitlichen Fußspann (kein Stoßen oder Kicken), gerade bei Chis eher praktikabel, weil das runterbücken viel bedrohlicher wirkt und unerwünscht ist.

 

Bei manchen vorwärtsdenkenden Hunden wird immer wieder eine Chance gegeben und nur gelb beharrlich angewendet, bei anderen kann auch anfangs nur rot nötig sein, oder auch eine Mischung, mit mehr oder weniger gelb und rot, das kommt auf den einzelnen vorwärtsdenkenden Hund an. Deshalb ist es wichtig, dass man beim Gelb entschlossen und zielgerichtet handelt und nicht nur irgendwelche Geräusche von sich gibt, damit man möglichst wenig Rot einsetzen muss! Aber noch wichtiger ist es auf sein Grün zu achten! Es wird bewusst darauf verzichtet, Schmerzen oder Schrecken zuzufügen, es geht nur um die Andeutung, man könnte, wenn man wollte, deshalb wird auch auf Disk und Klapperdosen verzichtet. Ja, das ist eine gewisse Form von Drohen, aber durch das Gleichgewicht von Respekt und Zuwendung wird  diese Form der Drohung, da angemessen das Vertrauen nicht beeinträchtigen. Ich gehe von normalen Hunden aus von Otto-Normalverbraucher und nicht von hochgradig deprivierten oder traumatisierten Hunden, die werden anders behandelt!

 

Wenn man zu bequem ist und nur Geräusche macht (denn das funktioniert in der Tat am Anfang auch) wird man erleben, dass nach 2-3 Wochen alles verpufft ist, die Hunde nehmen einen nicht mehr ernst, jetzt fängt man an, heftiger zu korrigieren, aber genau das ist falsch, das ist nicht das was HTS versucht den Leuten beizubringen, was aber sehr viele aus Bequemlichkeit oder falschem Verständnis machen, sie machen nur reine Technik ohne dass der Willen und die Entschlossenheit, Willenskraft, Überzeugung, dabei ist, dadurch wird keine Energie beim Hund ankommen, es wird ein rein konditioniertes Abbruchsignal dass wirkungslos werden wird nach kurzer Zeit. Das schwierigste bei dem Ganzen ist in der Tat, sich dessen bewusst zu werden und es zum Alltag werden zu lassen, dass man wenn man korrigiert, das immer mit der nötigen Energie macht und sich nicht beeinflussen lässt, weil Leute zuschauen, von denen man weiß, dass sie das zum Kotzen finden. Ein weiterer typischer Fehler ist eben das Bewerten von Situationen und dann an die Situation angemessen zu korrigieren, statt sich am Hund und dessen Level+10-Energie beim Korrigieren auszurichten und immer im Anfang zu korrigieren.

 

Rot ist also eine taktile Berührung in Kombination mit Gelb, die NICHT weh tun soll, und auch nicht einschüchtern soll. Aber sowas wie einen AHA- oder Hoppala-Effekt ausüben und es soll selbstverständlich nicht angenehm sein, sondern so, dass der Hund sagt, darauf kann ich auch verzichten, das finde ich doof, ähnlich wie wenn man im Kino sitzt und einer vor mir hat einen Hut auf und ich sag erst, hallo, würden sie den Hut abnehmen und der hört nicht und dann stups ich ihn an und er reagiert. Dem hau ich auch keine rein, dass er Aua schreit. Energie heißt nicht, dass das blaue Flecke machen soll, sondern, dass die Entschlossenheit dahinter steht, hier gilt auch, ein Blick sagt mehr als 1000 Worte, wenn der Blick nicht entschlossen auf den Hund gerichtet ist (es kommt nicht drauf an, dass der Hund den Blick erwidert!), wird Gelb und Rot nicht ankommen, er wird u.U. nicht mal merken, dass er gemeint ist, wenn man mehrere Hunde hat, daran sieht man auch wie wenig einschüchternd das ganze ist, denn meine anderen Hunde, die grade nicht gemeint sind, scheren sich einen Dreck darum, ob ich gerade gelb sende, also ein adaptiertes Drohknurren mache, sie wissen, sie können nicht gemeint sein, selbst wenn sie genau daneben stehen und selbst wenn ich niemanden von ihnen meine, weil ich grad am Telefon was erkläre.

 

Die Berührung (rot) soll den Hund lediglich zum Rückwärtsdenken um 1 bis 2 Stufen bringen und damit aufmerksam und gesprächsbereit machen. Bleibt Rot ohne Wirkung wird beharrlich weiter taktil korrigiert, also weiter rot, aber die Intensität wird nicht gesteigert, man achtet nur darauf, dass man die Energie beibehält!  Man setzt immer mit der Energie/Willenskraft an, die der Hund auf Level 10 entwickelt. Diese Energie ist sehr unterschiedlich von Hund zu Hund! Wenn ihr Hunde auf dem Hundeplatz bei Begegnung seht, wie die laufen, wie sie stehen, die einen stehen dumm in der Gegend rum, die anderen wissen genau was sie wollen, die haben einen Plan, die gehen zielgerichtet, die haben Ausstrahlung/Präsenz. Diese Kraft ist gemeint.

 

Endziel ist, dass man im Grün ist und kein gelb oder rot mehr braucht! Und je nach Vorkenntnissen, Talent und Charakter kann das relative schnell schon sehr große Fortschritte bringen. Ich brauche rot heute so gut wie gar nicht mehr für meine Hunde, die meiste Zeit sind wir im Grün unterwegs. Die meisten Dinge haben sich von selbst erledigt, es ist einfach nicht mehr aufgetreten nach dem HTS-Training, wie das Bellen an der Haustüre oder das Anbellen und Attackieren des Staubsaugers, es hat gereicht dass ich mir vorgenommen habe, dass ich das im Ansatz schon nicht mehr dulden werde (Grün).

 

Es ist also klar, dass nicht korrigiert wird mit gelb oder rot, wenn die Hunde in der Hundebewegung ausrasten (Level +8 bis +10), weil sie sich von anderen Hunden provoziert fühlen (dahingestellt ob zu recht oder unrecht), das waere unangemessen und ungerecht!!!

 

Sondern ich achte beim Verlassen des Hauses als erstes auf mein grün! Als nächstes auf das Energielevel der Hunde und korrigiere ggf. mit gelb, wenn nötig, mit fortschreitendem Training ist das immer weniger nötig, weil mein grün immer besser wird. Dieser Punkt war mir übrigens Anfangs auch nicht klar, ich hab anfangs auch in der Hundebegegnung korrigiert, was mich sofort zurückgeworfen hat im Training, konnte ich aber wieder gut ausbügeln.

 

Nochwas will ich anmerken, ich war wirklich mehr als baff, als ich las, dass man mir unterstellt, ich würde mit Plastikflaschen gegen die Box donnern, wenn meine Hunde im Auto nicht ruhig sind, abgesehen davon, dass ich gar keine Korrekturen am Auto seit dem Training bei HTS mehr brauche und ich will gar nicht wissen, was sonst noch an Behauptungen hinter meinem Rücken herumschwirrt! Allein das zeugt schon von der Art und Weise wie manche hier Unterstellungen verbreiten, soviel zur sachlichen Diskussion!

 

Meine Hunde bellen zwar durchaus noch im Auto, wenn ich nicht in wahrnehmbarer Nähe bin, aber das sollen und dürfen sie auch. Mir wurde gesagt, ich sollte mir das gut überlegen, ob das wirklich Sinn macht auch auf Distanz abzustellen, denn so eine Alarmanlage kann immerhin Autodiebe abhalten, deshalb hab ich auf Distanz zum Auto auch weiter Bellen zugelassen.

 

Wenn ich erkennen kann, dass Fragen gestellt werden, weil man verstehen will, beantworte ich die gerne. Ich werde aber auf posting, die lediglich mit Bewertungen/Beurteilungen kommen und mir erklären wollen, warum das alles Schwachsinn ist, nicht mehr antworten. Mir ist klar, dass jetzt ein Teil der User loswettern wird und das in Bausch und Bogen für völlig unzumutbar verdammen wird, und die Gegenargumente kenne ich auch schon alle. Manche wollen eben nur sehen, was sie sehen wollen. Mir ist auch klar, dass man der Ansicht ist, das genauso gut positive aufgebaut hinzubekommen. Mir war es nicht möglich und mit diesem Weg war es mir sehr leicht möglich, er liegt mir wesentlich mehr, ist eben genau das was zu mir und meinen Hunden passt, es tut mir gut, weil auch ich mich runter fahre und ruhig und gelassen werden kann.

 

Ich hoffe trotzdem, dass es für den einen oder andere hilfreich ist, als Anregung, sich in dieser Richtung professionellen Rat zu holen.

 

Falls die Forenleitung der Ansicht ist, sowas gehört nicht gepostet, mögen sie es unverzüglich löschen.

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Für mich war es hilfreich ,Danke.

Deckt sich im Grunde mit meiner Haltung /Umgang.

Wenn ich mal reich bin :) vertiefen ich es vielleicht genauer.

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Erstmal Danke für die Mühe, die du dir beim Schreiben gemacht hast.

 

Einer (oder zwei) Begrifflichkeiten sind nicht aufgetaucht, die mich aber besonders interessieren würden:

 

Wie stehst du zu der Aussage bzw dem ehemaligen (?) Slogan von HTS "Wir konditionieren nicht, wir kommunizieren"?

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Ich kenne HTS absolut nicht, werde mir das mal in Ruhe durch lesen. ... und danke für deine Ausführung.

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Ich gebe zu, der Satz ist nicht genial! :D.

 

Ich interpretiere das so, dass das was ich oben beschrieben habe eben hauptsächlich nicht durch Konditionierung funktioniert, sondern durch die innere Einstellung und Energiemanagement und sich dadurch eine wesentlich stärkere Aufmerksamkeit einstellt, die Hunde fragen ab und erwarten Antworten, es entsteht eine andere Form von Beziehung, z.B. der Blick wird jetzt nicht auf einen gerichtet weil der Hund auf Leckerlie wartet, sondern weil er mir mitteilen will, ich hab da was gesehen, was sagst du dazu, oder "mach was Mami" oder "ich will lieber ausweichen" etc.. und umgekehrt versuch ich eben hündisch adaptiert zu kommunizieren, was ich nicht will, oder auch was ich will. Das ist die Kommunikation, die gemeint ist, die im Vordergrund steht. Natürlich wird irgendwo immer auch konditioniert. Aber waere es reine Konditionierung, wie erklärt sich dann, dass meine Anika zu Hause den Staubsauger nicht mehr angebellt hat, den sie Zeitlebens immer attakiert und angebellt hat? Dass sie auf einmal freundlich mit Besuchern sein konnte, wo sie vorher alle weg haben wollte? Und zwar ohne dass ich zu Hause irgendwas gemacht hätte, ich hab ledlich vorher mental den Entschluss gefasst. Oder dass nie mehr im Auto gebellt wurde, obwohl wir das ja nichtmal richtig geübt haben? Und nein, die Korrekturen waren eben nicht so dermaßen einschüchtern, dass sie sich nicht mehr trauen. Sie fühlen sich einfach nicht mehr verantwortlich.

 

Es ist für mich eine andere Ebene, die sich sehr gut anfühlt.

 

Für mich ist heute ganz ehrlich nicht mehr entscheidend, ob sich das wissenschaftlich erklären lässt oder nicht, ich bin sicher, eines Tages wird es auch dafür eine Erklärung geben. Ich hab mich früher mit den ganzen Theorien sehr intensive befasst, hat mich nur total verkopft gemacht und der Faden zu den Hunden ist irgendwo abgerissen, jetzt haben wir ihn wieder gefunden und ich lass ihn nicht mehr los. d.h. aber nicht, dass ich keine konditionierten Kommandos mehr verwende, die sind sogar noch besser abrufbar geworden. Ich nutze aber die Klassiker wie Sitz und vor allem Platz oder Komm so gut wie gar nicht mehr, einfach weil ich sie nicht mehr brauche.

 

Die erwähnte App heißt übrigens YapYap und man kann sich da auch noch viel mehr Infos holen.

 

Off-topic: bitte nicht wundern, dass immer so viele Tippfehler in meinen Texten sind, ich hab hier eine saublöde Autokorrektur englisch, die alles immer wieder zurücksetzt, normal mach ich kaum Tippfehler. Ich kann das leider nicht abstellen.

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;) ok.

Ich finde es schön, wenn Leute es schaffen ihren "Faden" zu finden und damit Erfolge erzielen.

 

Mir persönlich ist das mit den Levels etwas zu "doof". Ich weiß, es sind, genau wie die Farben, lediglich "Krücken" für die Menschen, damit die sich leichter an einer Form des Trainings orientieren können (zu Beginn).
Aber das ist mir wirklich zu schablonenhaft - in der Praxis ist es dann vlt ganz anders. Ich weiß es nicht.

 

Kommunikation und Konditionierung gehen Hand in Hand - aber das hast du ja schon selber angemerkt.

Schade finde ich, dass das oft beim Hundeschulgänger nicht anzukommen scheint.

Da glauben wirklich viele, sie würden nicht konditionieren. Da werd ich wirklich blass und frage mich, wie die unfallfrei mit dem Hund vor die Tür kommen. 
(obwohl man natürlich nix über Theorie wissen muss, um Hunde halbwegs anständig führen zu können)

 

 

Naja.... HTS und Balser waren noch nie was für mich.
Aber schön, wenn andere darin ihren Weg gefunden haben.

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Danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, meine Fragen so ausführlich zu beantworten! (ich habe nur das Eingangsposting gelesen, und schon dabei ist mir fast meine Badewanne übergelaufen, weil ich sie darüber vergessen habe *g)

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Ich weiß noch nicht, ob ich die Lust dazu habe, etwas zum eigentlichen Thema zu schreiben. (...)

 

Vielleicht kommentierst du demnächst erst, wenn du dir wirklich sicher bist.

Das wär dann vielleicht wirklich hilfreich.

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Danke das du dir soviel Mühe gemacht hast. HTS ist mir jetzt ein ganzes Stück klarer und ich habe mein Halbwissen darüber wieder etwas ergänzen können. Mir war absolut nicht klar das HTS nicht in hoher Erregungslage rein korrigiert auch wenn ich tausend und ein Thema über die Arbeit von HTS hier gelesen habe. 

HTS in seiner Reinform passt immer noch nicht zu mir und meinen Hunden aber wenn es zu dir und deinen Hunden passt dann finde ich es toll das du diesen Weg gehst und trotz Gegenwind dazu stehst.

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;) ok.

Ich finde es schön, wenn Leute es schaffen ihren "Faden" zu finden und damit Erfolge erzielen.

 

Mir persönlich ist das mit den Levels etwas zu "doof". Ich weiß, es sind, genau wie die Farben, lediglich "Krücken" für die Menschen, damit die sich leichter an einer Form des Trainings orientieren können (zu Beginn).

Aber das ist mir wirklich zu schablonenhaft - in der Praxis ist es dann vlt ganz anders. Ich weiß es nicht.

 

Kommunikation und Konditionierung gehen Hand in Hand - aber das hast du ja schon selber angemerkt.

Schade finde ich, dass das oft beim Hundeschulgänger nicht anzukommen scheint.

Da glauben wirklich viele, sie würden nicht konditionieren. Da werd ich wirklich blass und frage mich, wie die unfallfrei mit dem Hund vor die Tür kommen. 

(obwohl man natürlich nix über Theorie wissen muss, um Hunde halbwegs anständig führen zu können)

 

 

Naja.... HTS und Balser waren noch nie was für mich.

Aber schön, wenn andere darin ihren Weg gefunden haben.

 

genau so ist es. Ich denke, viele Menschen haben das intuitiv drauf, insbesondere, wenn man mit Tieren aufgewachsen ist, ohne sich Gedanken um Farben und Levels zu machen, ist man aber erstmal verkopft und hat sein Bauchgefühl verloren, bzw. ist total verunsichert, weil man staendig gepredigt bekommt, ein aversives Nein würde das Vertrauen brechen (mir ging es damals nach Animal Learn so, ich hatte das Gefühl alles falsch gemacht zu haben und standing ein schlechtes Gewissen), ist man nicht mehr in der Lage intuitiv richtig zu handeln, man ist gehemmt. Mir hat es jedenfalls sehr geholfen, loszulassen und mich zu überprüfen. Heute denk ich auch nicht über Farben oder Levels nach, das ist wie mit der Gangschaltung beim Autofahren, das kommt von automatisch.

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