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Erklärungen zu Begriffen und Vorgehen von HTS

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Das ging mir gestern beim Anschauen des Videos von Bina Lunzer zur Leinenführigkeit durch den Kopf....ich würde den Hund nicht mit Futter belohnen, wenn er sich nach dem Ziehen nach hinten orientiert. Sie empfiehlt das zwar auch nur am Anfang, ich finde es aber für den Hund schwieriger als ohne diese Belohnung.

 

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Genau. Das meine ich.

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Was sollen nur Handtargets da bewirken? Handtargets sind ein Werkzeug für Draußen, die man dann einbinden muss. Die einfach nur ein bisschen zu üben bringt gar nichts?

Leider ist es so, dass Markertraining einen relativ langen Vorlauf braucht, aber dann sehr steil ansteigt und nachhaltige ansteigende Verbesserungen bringt, wenns gut gemacht ist.

Abersive Methoden bringen ganz schnell Erfolge und dann stagniert es. Wirkt also genau umgekehrt (und kann Nebenwirkungen haben, die man nicht haben will).

Deshalb ist es für Anwender manchmal nicht ganz nachvollziehbar, weil die Anfangserfolge so minimal klein sind, während bei "natürlichen" *hust* Methoden schnell sichtbare Erfolge passieren.

Ich begleite derzeit eine junge Frau, deren Hund massiv Beute verteidigt, auch soziale Ressourcen, unsicher ist, nicht alleine bleiben kann, etc.

Am Anfang hat sie meine Vorschläge auch nicht recht verstanden und es gab fast keien Erfolge. Ich habe ihr natürlich genau erklärt, warum wir so vorgehen. Dennoch war da ein bisschen Ungeduld dabei (verständlich). Die Erkenntnis erstaml außerhalb des Problems zu arbeiten für eine Basis, ist schwierig.

Aber nun nach einigen Wochen sind enorme Verbesserungen aufgetreten und so arbeitet es sich natürlich motiviert, auch auf Hundehalterseite.

Die Leinenführigkeit per handtarget......es ist mehrstufig aufgebaut. Emma hat es nur deutlich mehr verunsichert.

Aversion arbeite ich auch nicht...denn ich kenne ja nun die Definition laut marcolinos Post.

Ein Meide oder Fluchtverhalten erzeuge ich nicht bei Emma, auch nicht situativ.

Sonst ließe sich dieser Erfolg bei der angstagression gegenüber Menschen auch nicht erklären. Übrigends haben wir auch keinen schnellen Erfolg.....es ging zwar direkt in die positive Richtung, aber nach einem halben Jahr bin ich mit Emma erst soweit das sie sich nicht abduckt bei fremden Menschen oder agressiv reagiert. Ich wünsche mir das die irgendwann einmal vollkommen neutral reagiert. Dieser Prozess wird noch lange dauern.

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Da kommt es doch auch wieder auf den Hund an den ich vor mir stehen habe. Bei Naikey komme ich mit dem Mischen der Methoden sehr gut klar. Ihn hat es unglaublich viel Sicherheit gegeben, das ich ihm immer wieder deutlich gesagt habe was ich gut finde und was ich absolut nicht tolerieren werde. 

 

Beispiel: Seine Aggression gegen Hunde ich musste schon das fixieren abbrechen, weil seine Handlungskette Sehen-Fixieren-Hund angreifen-Die Olle hinten an der Leine zusammenbeißen war. Das ganze war dermaßen gut Konditioniert das ich, wenn ich das fixieren laufen gelassen habe keinerlei Kontrolle mehr hatte.  Klar habe ich mit großen Distanzen gearbeitet aber es gab keine Distanz auf die er seine Handlungskette nicht gefahren hat. Nachdem ich angefangen habe das fixieren abzubrechen und dann sofort alternativ Verhalten angeboten habe wurde es besser. 

 

Fino ist da ganz anders bei ihm würde genau das auftreten was hier beschrieben ist. Leinenführigkeit war ein ganz großes Thema als er Jung war eben weil ich genau diese Handlungskette aufgebaut habe ohne es zu wissen. Bei ihm wäre es auch fatal ein "Nein" zu Keksen.

 

Eine Trainerin hat versucht in seinen jungen Jahren ihm das aufheben von Stöckchen abzugewöhnen , indem sie die Stöcke getauscht hat, danach hat mein Hund den halben Wald aufgesammelt um Kekse zu bekommen.

Bei ihm darf ich auch nicht vermischen. Er ist auch zu 99% ohne aversiv Reize erzogen (soweit wie möglich und nie absichtlich eingesetzt) worden von mir, weil es für ihn und mich der passende Weg war. Bei Naikey und mir war es halt der andere Weg.

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@Chau77
Ach so, es ging um Leinenführigkeit? Aber was hat das mit Umweltunsicherheit zu tun? Außer dass eine schlechte Leinenführigkeit darauf zurückgeführt werden kann?


Möchtest du eine neutrale Reaktion, weil du glaubst, dass das besser ist?
Ich möchte lieber eine positive haben, die dann irgendwann gefiltert wird. Also dass der Hund vielleicht den AUslöser noch wahrnimmt, aber es ihn nicht mehr tangiert, aber dennoche in gutes Gefühl bei ihm auslöst, weil ich das so trainiert habe. Das ist auch ein Sicherheitsnetz gegen Rückfälle.


***

Verhaltensabbrüche gibte s auch im belihnungsbasierten Training... unerwünschtes Verhalten MUSS abgebrochen werden, ansonsten bekommt man keinen Fuß in die Tür. Nur nicht aversiv, das ist der Unterschied.

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@Chau77

Ach so, es ging um Leinenführigkeit? Aber was hat das mit Umweltunsicherheit zu tun? Außer dass eine schlechte Leinenführigkeit darauf zurückgeführt werden kann?

Möchtest du eine neutrale Reaktion, weil du glaubst, dass das besser ist?

Ich möchte lieber eine positive haben, die dann irgendwann gefiltert wird. Also dass der Hund vielleicht den AUslöser noch wahrnimmt, aber es ihn nicht mehr tangiert, aber dennoche in gutes Gefühl bei ihm auslöst, weil ich das so trainiert habe. Das ist auch ein Sicherheitsnetz gegen Rückfälle.

***

Verhaltensabbrüche gibte s auch im belihnungsbasierten Training... unerwünschtes Verhalten MUSS abgebrochen werden, ansonsten bekommt man keinen Fuß in die Tür. Nur nicht aversiv, das ist der Unterschied.

Zum zehnten mal: durch eine gute leinenführigkeit wurde Emma erstmal umweltneutraler. Somit ließen die Aggressionen gegenüber Menschen nach. Dabei hat mir HTS sehr geholfen, im Vorfeld war es nicht möglich über positive stimuli dies zu erreichen. Das Gegenteil war der fall ich habe Emma in ihrer agressivität bestätigt. HTS schließt ja nicht aus das nun positiv verknüpft wird. Am Wochenende blieb Emma das erste mal mit unserer Babysitterin und den Kids alleine zuhause. Ich vertraue ihr nun. Die Babysitterin kennt sie noch nicht sehr lange aber ich habe ihr in meiner "Führungsposition" endlich auch positive reite gegenüber den aggressiv auslösenden Reizen geben können.

Wenn ich es nur neutral halte kann ich den Hund ja für keine Sekunde aus den Augen lassen, natürlich sind nicht alle Problem wie weg....einige Probleme ja, der Stress ist raus etc...letzten Endes fühlt man sich ja auch souveräner wenn es alles so toll funktioniert. Das wiederum kommt natürlich auch bei den Hunden an. Es kotzt mich ehrlich gesagt an was teilweise gedacht wird. Bzw.... Frage mich wie manch einer früher mit seinem Hund umgegangen ist. Im übrigen hatte ich vor HTS tatsächlich Situationen wo ich Emma angebrüllt habe, auch sehr souverän denke ich heute. Das tut mir leid.

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Da kommt es doch auch wieder auf den Hund an den ich vor mir stehen habe. Bei Naikey komme ich mit dem Mischen der Methoden sehr gut klar. Ihn hat es unglaublich viel Sicherheit gegeben, das ich ihm immer wieder deutlich gesagt habe was ich gut finde und was ich absolut nicht tolerieren werde.

Beispiel: Seine Aggression gegen Hunde ich musste schon das fixieren abbrechen, weil seine Handlungskette Sehen-Fixieren-Hund angreifen-Die Olle hinten an der Leine zusammenbeißen war. Das ganze war dermaßen gut Konditioniert das ich, wenn ich das fixieren laufen gelassen habe keinerlei Kontrolle mehr hatte. Klar habe ich mit großen Distanzen gearbeitet aber es gab keine Distanz auf die er seine Handlungskette nicht gefahren hat. Nachdem ich angefangen habe das fixieren abzubrechen und dann sofort alternativ Verhalten angeboten habe wurde es besser.

Fino ist da ganz anders bei ihm würde genau das auftreten was hier beschrieben ist. Leinenführigkeit war ein ganz großes Thema als er Jung war eben weil ich genau diese Handlungskette aufgebaut habe ohne es zu wissen. Bei ihm wäre es auch fatal ein "Nein" zu Keksen.

Eine Trainerin hat versucht in seinen jungen Jahren ihm das aufheben von Stöckchen abzugewöhnen , indem sie die Stöcke getauscht hat, danach hat mein Hund den halben Wald aufgesammelt um Kekse zu bekommen.

Bei ihm darf ich auch nicht vermischen. Er ist auch zu 99% ohne aversiv Reize erzogen (soweit wie möglich und nie absichtlich eingesetzt) worden von mir, weil es für ihn und mich der passende Weg war. Bei Naikey und mir war es halt der andere Weg.

Sehe ich auch so....bei unserem aktuellen pflegehunde Henne ich überhaupt nicht, wozu auch. Sie denkt fast immer rückwärts also wird alles nach vorne positiv bestätigt. Das war es

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Nun kommt es auf den Hund an. Manche Hunde verknüpfen total genau, manche ungenau (merkt man imme ran den Sachen, was sie nicht tuns ollen XD) - bei manchen Hunden kann auch das Bestätigen der Alternative, das nichts mehr mit dem Verbot zu tun hat, dazu führen, dass das Nein von vorher aufgeweicht wird.

Passiert leider hin und wieder und ist so für viele Menschen erstmal nicht nachvollziehbar. Deshalb bin ich auch der Meinung, dass Timing zwar wichtig ist, aber man es nicht überbewerten sollte. Selbst wenn man genau beim Timen ist, kann man an Bello Wolfsherz geraten, der das schön auf den Kopf stellt.

Das stimmt sicherlich, genaues Timing meint bei manchem Hund den Bruchteil einer Sekunde, bei anderen geht's etwas langsamer zu im Kopf (mein Labbi ist ne Schnecke im Vergleich zu den Schäfern)

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DAS (normales Meideverhalten) versteht er sicherlich, aber es kan durchaus abgeschwächt werden, wenn ich danach fürs runtergehen ein Leckerli gebe. Das ist gemeint.

Ein ganz alltägliches Beispiel für den Effekt ist Leinenführigkeit.

Und zwar man bleibt stehen, wennd er Hund zieht und lässt locker, wenn er weitergeht. und gibt dann noch ein Leckerli. Kann sein, dass er irgendwann auf das Stehenbleiben "besteht", weil das eine Voraussetzung fürs Leckerli ist oder aber es klappt gleich gar nicht  mehr.

 

 

Das liegt daran, dass schlaue Hunde lernen, wenn sie was unerwünschtes Tun, anschließend ein Leckerlie kommt,, ohne dass Alternativverhalten gezeigt wird, das führt in der Tat dazu, dass solche Hunde dann gezielt solche Situationen suchen, um belohnt zu werden. Das ist ein alter Hut hat aber nichts mit meinem Vorgehen zu tun.

 

Diesen Fehler hab ich viele Male bei HH erkannt, sie drauf hingewiesen, dass sie  dem Hund damit das Fehlverhalten förmlich antrainiert haben.  Leckerlie sind in dem Fall keine gute Idee, das ist richtig. Aber Versöhnlichkeit ist eine andere Sache und Alternativverhalten loben auch.

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Zum zehnten mal: durch eine gute leinenführigkeit wurde Emma erstmal umweltneutraler.

 

Es kotzt mich ehrlich gesagt an was teilweise gedacht wird. Bzw.... Frage mich wie manch einer früher mit seinem Hund umgegangen ist. 

 

 

Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Du aus Hilflosigkeit Emma anfangs mal angebrüllt hast.

 

Du solltest aber auch zusätzlich verstehen, dass nicht jeder Hund wie Emma ist und es Hunde gibt, die eine tiefergreifende Artaggression haben (manchmal auch dazu noch tatsächlich genetisch bedingt), tiefergehende/anders gelagerte  Ängste haben, wo durch eine generell vermehrte Grenzziehung/Management sich beileibe nicht die bestehenden Probleme lösen lassen.

 

Die Erfahrung mit unterschiedlichsten Hunden ist immer ein Vorteil. Nicht jeder kann sie kriegen und deshalb ist es legitim, dass jemand sagt: funktioniert. Und dass jemand sagt: funktioniert nicht.

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