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Hundeforum Der Hund
MimiZoe

Welpe bellt mich an und beißt :(

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Hallo zusammen!

Ich brauche dringend Rat, ich bin grad total am Verzweifeln mit meinem Labrador Welpen.

Henry ist jetzt 14 Wochen alt und seit 4 Wochen bei uns. Bis vor ca. Einer Woche lief eigentlich alles recht gut, aber nun wird er ziemlich aufmüpfig, ja fast schon aggressiv und ich weiß nicht warum und wie ich dem begeben soll. Möglicherweise herrscht bei mir mittlerweile auch eine Art Betriebsblindheit... Daher bin ich dankbar um jede Einschätzung, jede Kritik und jeden Rat von einem Unbeteiligten!

Das konkrete Problem: Zu Beginn ließ sich Henry von einem bestimmten "nein" oder einem anderen tiefen Laut recht schnell davon abbringen, z.b. etwas anzuknabbern. Aber seit etwa einer Woche interessiert ihn das nicht mehr die Bohne. Sage ich nein, ziehe ihn sanft aber bestimmt von etwas weg (z.b. Dem Sofa, das er bearbeiten will), dann werd ich frech angebellt und sogar in die Hand gebissen. Daraufhin sage ich, wie ich es in dem erziehungsratgeber gelesen hab, laut "au" und verlasse den Ort des Geschehens und ignoriere ihn. Was passiert? Er knabbert weiter und das Spiel beginnt von vorn.

Ich habe natürlich auch schon andere Methoden ausprobiert. Ich habe, wenn er mich gebissen und angebellt hat, mich bestimmt vor ihm aufgebaut und gewartet, bis er still wird. Funktioniert leider auch nicht, davon wird er manchmal sogar nur noch wilder.

Dann habe ich versucht, alternativverhalten zu belohnen. Wenn er sich also z.b. ein Sofakissen geschnappt und damit wie blöde durch die Wohnung gerannt ist, habe ich es ihm mit "aus" (das Kommando kann er schon) abgenommen und im Gegenzug ein leckerli gereicht. Problem: er verknüpft jetz Sachen klauen mit leckerli kriegen.

Was also kann ich tun??? Ich fürchte nämlich, dass wir uns auf einem ganz ganz falschen Weg befinden. Dass mein Welpe mich ankläfft und beißt, geht ja eigentlich gar nicht.

Kurz zu unserem Tagesablauf:

Wir stehen gegen 6.00 uhr auf und machen gleich einen etwa 15 minütigen Spaziergang um den Block. Danach gibt es eine kurze Runde spielen und dann Frühstück. Danach döst er meist noch ein bisschen.

Am späten Vormittag ist er immer recht aufgedreht, da haben wir früher im Garten getobt und machen jetzt seit ein paar Tagen einen etwa 30 minütigen (Bindungs-)Spaziergang in der freien Natur.

Am Nachmittag gibt es manchmal Besuch von einer Freundin, schwägerin oder der oma, manchmal fahren wir auch dort hin zu besuch. wenn wir alleine sind, spielen wir ab und zu und ansonsten versuche ich zu arbeiten (arbeite im HomE office) und er pennt oder kaut auf seinem Spielzeug/ kauknochen rum.

Abends gehen wir nochmal die kleine 15 Minuten runde, um ca 22 uhr geht's ins Bett.

So, was meint ihr?Ist er vielleicht schon im Zahnwechsel und dreht deswegen so hohl? Bekommt er zu viel Aufmerksamkeit und ist es nicht gewohnt, wenn er ignoriert wird? Ist er unausgelastet? Oder überfordert? Danke schonmal für eure Antworten!

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Willkommen im Club der Welpenbesitzer/innen... :D

Unser Bolle wurde in seinen "schlimmen Zeiten" durchaus im Haus (Körbchen) angeleint, damit der runterkommen konnte. Der hat sich zu anfangs gewehrt wie sonst was, aber da musste er durch.

Der versucht auch immer wieder mal Stunts wie Kissen oder Decken schreddern - mit einem NEIN! geht das aber eigentlich. Oft genug wiederholt jedenfalls... :D Oft gehe ich auch aus dem Raum, je nachdem. Es fällt mir ab und zu auch schwer, die Ruhe zu bewahren, aber da muss man eben durch. Hätte sich Bolle ernsthaft an dem Mobiliar vergreifen wollen, hätte ich ihn kommentarlos angeleint, wenn alles andere nicht gefruchtet hätte. Inzwischen geht das alles ganz gut, auch zu viel Beachtung war für Bolle nix... Aber macht man ja automatisch bei derart süßen Welpen... :D

Und nein, mehr Programm halte ich eher für schädlich - der Hund muss Ruhe (geben) lernen.

Nachtrag: Auch Bolle hat zu Anfang meine Hand schreddern wollen - aber denke dran, mit Aggression hat das absolut nichts zu tun. Welpen nehmen einfach alles in die Schnauze und so was wie Beißhemmung müssen die erst noch lernen. Und als Mensch braucht es manchmal einen langen Atem. :yes:

Und wenn die Zähne Probleme machen: Kausachen en masse anbieten.

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Unsere erste Hündin neigte auch dazu im überdrehten Zustand völlig am Appel zu kreisen. Wir hatten in der Wand sine kleine Halterung die sie auch in ihrem Körbchen hielt. Navh anfänglichem Gemaule und diversen Unmutsbekundungen hat sie geschlafen. Und so würde ich das wieder machen...eine Ansage vielleicht ine zweite mit etwas deutlicherem ton und dann kommentarlos im Körbchen anleinen. Ansonsten klingt dein Programm für mich nicht so als wäre es zu wenig für einen 14 Wochen alten Hund.

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Das sehe ich wie Hilde. Mehr Programm braucht es nicht. der kleine Mann muss tatsächlich lernen, zur Ruhe zu kommen.

Ich arbeite grundsätzlich mit einem Geschirr und wenn meine Welpen aufmüpfig wurden, habe ich sie an der Leine so kurz genommen, dass sie nicht vor und zurück konnten und ohne einen Ton meinerseits gewartet, bis sie sich beruhigt und entspannt hatten. Das merkst du daran, dass die Hunde sich dann zumeist hinsetzen.

 

Erst dann ist ein Hund in der Lage, dir überhaupt zuzuhören. Wenn er bellt oder mit Sofakissen in der Wohnung rumrennt, hat er tausend Sachen im Kopf aber sicherlich nicht, dir zuzuhören. Das durch ruhige Festhalten vermittelst du dem Hund zum einen natürliche Autorität und zum anderen, dass es erst wieder Aufmerksamkeit gibt, wenn er sich ruhig verhält.

 

Durch das ständige "Nein" erreichst du wenig bis gar nichts, wenn nach dem "Nein" nicht eine Konsequenz erfolgt, bzw. du dem Hund eine Aufgabe gibst. das kein ein simples  "sitz" sein. Aber zunächst ist ist es meiner Erfahrung nach wichtig, dass der junge Mann lernt, die Füße still zu halten.

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Das Hunde_baby_ ist nicht aufmüpfig, sondern gestresst und frustriert...

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Das Hunde_baby_ ist nicht aufmüpfig, sondern gestresst und frustriert...

Hilfreich wäre, wenn du mir Tipps geben könntest, was die Gründe für doe Frustration sind? Soweit war ich nämlich auch schon. ..

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Können wir hellsehen? Leider nicht. :D daher können wir die Frage nach dem Warum auch nicht beantworten - falls es Frust ist. Welpen sind eben ab und an nervtötend und verstehen tue ich auch nicht alles. Ist mir aber auch wurscht solange ich einen Weg finde, dem Welpen "Manieren" beizubringen, Grenzen zu setzen. Und ja, das kann einen jungen Hund frustrieren.

Man kennt ja die Szene mit kleinen Kindern im Supermarkt, die schreiend auf dem Boden liegen weil sie etwas nicht bekommen... :D

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Ständiges Verbieten führt zu Frust. Statt dem Hund zu sagen, was er alles nicht machen soll, sollt eman ihm zeigen, wass er stattdessen machen könnte.
Das allerwichtigste für ein Hundebaby ist Ruhe lernen und spielerisch Dinge entdecken.

Auch eine Beißhemmung muss ein Hund erst lernen... konkrete Tipps gibt es noch nicht von mir, da ich zu wenige Infos zum Hund, eurer Situation und überhaupt habe.
Ich wäre aber für weniger "Arbeit" mit dem Welpen, sondern für viel mehr Gelassenheit.

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Man kennt ja die Szene mit kleinen Kindern im Supermarkt, die schreiend auf dem Boden liegen weil sie etwas nicht bekommen... :D

Das klingt absolut einleuchtend für mich :D

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Ständiges Verbieten führt zu Frust. Statt dem Hund zu sagen, was er alles nicht machen soll, sollt eman ihm zeigen, wass er stattdessen machen könnte.

Das allerwichtigste für ein Hundebaby ist Ruhe lernen und spielerisch Dinge entdecken.

Auch eine Beißhemmung muss ein Hund erst lernen... konkrete Tipps gibt es noch nicht von mir, da ich zu wenige Infos zum Hund, eurer Situation und überhaupt habe.

Ich wäre aber für weniger "Arbeit" mit dem Welpen, sondern für viel mehr Gelassenheit.

Mehr Gelassenheit wünsche ich mir auch... Vermutlich spürt der Knirps ja auch, dass mich das ziemlich frustriert. Es ist mein erster Hund und ich will alles richtig machen.. Vielleicht setze ich mich dabei auch zu sehr unter Druck.

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