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Hundeforum Der Hund
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Verschiedene Herangehensweisen am Beispiel Finn und Leinenbegegnung

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Hallo zusammen!

 

ich hab da mal ne Frage... bzw. ich hab grad, angestoßen durch den HTS-Thread, Lust bekommen mal den Finn und mich als konkretes Beispiel für die verschiedenen Herangehensweisen der unterschiedlichen Erziehungsrichtungen herzugeben :) ich hab da nämlich ein "Problem"

 

Das Cattletier ist bei Hundebegegnungen mit und ohne Leine nicht wirklich als entspannt zu bezeichnen :kaffee:

 

Mein Wunsch wäre es aber, dass er da deutlich entspannter reingehen kann :)

 

 

Fangen wir mal an der Leine an...

 

stand im Moment ist:

 

ich kann seinen Wohlfühlabstand einhalten, geht halt nur, wenn ich auch ausweichen kann...

ich kann ihn "abstellen" mit blocken und touchieren, funktioniert, macht uns aber keinen Spaß, weil die Spannung bleibt...

ich kann "huien" (Kurzform: Finn sieht Hund, ich sage hui und schieb nen Keks rein...) funktioniert, aber entspannt ist anders... und Kekse muss ich dabei haben...

ich kann sagen "schau" oder "fuß" und hab ihn im Arbeitsmodus, klappt perfekt, ist aber nu auch das Gegenteil von entspannt...

ich kann ihm ein Spielie ins Maul stopfen, dann kann es bei zu großer Spannung passieren, dass er es dem anderen vor die Füße spuckt und ihn anbrüllt...

 

 

Das nur mal als Ausgangspunkt :)

 

Wenn ich jetzt lese, dass Tina mit HTS nicht glücklich war, inzwischen andere Wege geht und Sammy seitdem entspannt durchs Leben geht, dann macht mich das neugiereig :)

 

Noch zu Finn selber:

 

ACD, 7 Jahre (glaub ich :D ), vom Typ unsicher, haut drauf, wenn er nicht weiter weiß, ist ohne Leine nicht netter als mit, fährt schnell hoch, sehr beuteorientiert, lässt sich von Charlie durch ein Zucken mit dem Ohr losschicken um den, den Charlie grad doof findet zu hauen (allerdings nur bei Erstkontakt, später nicht mehr) macht andere nicht kaputt (wenn man den Tinitus nicht als Körperverletzung zählt) und kann durchaus, wenn er alleine auf mental starke Hunde trifft auch darauf verzichten doof zu sein...

 

wenn ich möchte, dass es mit anderen Hunden klappt, braucht er vor dem direkten zusammentreffen einfach eine Weile um den anderen zu beobachten. Das kann auf dem Spaziergang sein, wenn man die ersten Meter beide noch an der Leine hat oder hier Zuhause getrennt durch Kindergitter etc...

 

 

Klar braucht ihr mehr Infos, aber bevor ich hier Romane zusammenerzähle, dacht ich mir, machen wir das gezielt und ihr fragt einfach nach dem, was ihr wissen wollt?

 

Mir fehl da im Moment einfach das zündende Puzzleteil... also her mit euren Ideen!

 

Helena

 

PS: keine Sorge, ich renn jetzt nicht einfach los und probiere alles aus! ;) Ich würde mich schlicht über ein bisschen praxisorientierte Tips und der regen Diskussion über das für und wider freuen!

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*auch*

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Was mir als wichtigste Info noch fehlt:

Das konkrete Ziel und zwar ganz detailliert.

Manche haben das Ziel, einfach nur ruhig an anderen Hunden vorbei zu kommen, auch wenns eng wird => klappt oft gut über Unterordnung, indem der Hund sich beim Passieren nicht mit dem anderen auseinandersetzen darf.

Manche haben das Ziel, dass der Hund sich mit anderen nicht mehr offensichtlich befassen will => das klappt dann über das Erzeugen von Meideverhalten......usw.

Wie soll also das Verhalten im Einzelnen vom Hund verändert werden. Wie zeigt er sich jetzt und wie soll er sich zeigen?

Was wurde schon wie probiert und hatte welche Ergebnisse zur Folge usw....

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Na zumindest das Ziel steht ja deutlich da :-)

 

Das Cattletier ist bei Hundebegegnungen mit und ohne Leine nicht wirklich als entspannt zu bezeichnen :kaffee:

 

Mein Wunsch wäre es aber, dass er da deutlich entspannter reingehen kann :)

Management bei Begegnungen klappt offensichtlich ganz gut, aber schön und entspannt ist es eben nicht. Bin auch gespannt, was so an Vorschlägen kommt.

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huiuiui... Fragen über Fragen :D sehr fein!

 

also... ich bemüh mich das alles zu beantworten...

 

Das Ziel ist für mich eigentlich die Eierlegende Wollmilchsau :D

 

nee, im Ernst, ich kann im Grunde nah an anderen Hunden vorbei kommen, wenn ich ihn in den "Unterordnungsmodus" hole... für mich nur nicht befriedigend, weil ich merke, dass er mich dann zwar ganz angestrengt anstarrt, aber eigentich schaut er durch mich durch und "flüchtet" sich nur in eine Position, die er kennt und die er als sicher empfindet, weil er vom Hundeplatz her kennt, dass da nie einer nah gekommen ist...

 

so weit so gut, als Notfallmanagement super, allerdings darf dann halt auch wirklich keiner an uns rankommen... und wie gesagt, er erträgt es nicht den anderen Hund anzuschauen ohne laut zu werden und/oder in die Leine zu rasseln...

 

Der Istzustand beinhaltet, dass er reflexartig reagiert. Ich möchte im Grunde, dass er sich mit dem anderen Hund auseinandersetzen kann! Das ist für mich der Punkt, an den ich mit dem, was ich bisher gemacht habe nich rankomme!

 

Würde ich gar nichts machen, dann würde eine Begegnung, mit einem Hund, den er näher kommen sieht so ablaufen, dass er den anderen sieht und sein Puls steigt, er fängt an zu fiepen und wird hektischer und fängt an zu zappeln, wird sein Wohlfühlabstand unterschritten, würde er fix kreischend in der Leine hängen. 

 

Überrascht ihn der Hund, hängt er ohne mein Zutun im besten Fall lautlos auf 2 Beinen in der Leine, wenn er den Hund noch nicht orten kann, sieht er ihn direkt wirds gleich laut...

 

läuft der Hund gar frei auf ihn zu, geht die Lutzi erst recht ab...

 

hängt natürlich auch immer vom Gegenüber ab... aber selbst Hildes Jacky, die in GV einfach frei vorbeigeschlendert kam, hat ihn hochgehen lassen... begegnen wir Hunden, die an der Leine entspannt an uns vorbei gehen, dann zappelt er ein klitzkleines bisschen und fiept leise, kann aber ruhig bleiben, wenn der andere uns fixiert oder gar selber was macht, geht ohne management meinerseits nix... hab ich dann kekse dabei, kann ich ihn huien und er bleibt ruhig...

 

Bei freien Begegnungen kann es sein, dass er im gestreckten Galopp hinrast und direkt doof wird oder aber stehen bleibt und schnüffelt, da hat er die Faust aber immer schon drohend erhoben, damit der andere ja weiß, dass er blöd sein kann, wenn er muss... eigentlich will er das aber gar nicht... es gab hier irgendwo ein Video mit Coffie von Anja Bärenkind, da haben wir das zu Beobachtungszwecken einfach laufen lassen und da sieht man, dass er mehrmals bei mir nachfragt und lieber mit mir weggehen würde als Coffie zu erklären, dass er gewisse Dinge nicht mag... das passiert aber nur, wenn er das Gefühl hat, der andere kann ihm was entgegensetzen... trifft er auf Hunde, die genauso schnöseln wie er, dann wirds halt laut...

 

Mehr wie laut wirds normal nicht ohne Grund, aber das ist vor allem für andre Hundehalter oft schon zu viel... deswegen hat er eigetnlich gar keine freien Hundebegegnungen, die nicht von mir moderiert werden und bei denen er nicht vorher angeleint schonmal schauen kann...

 

Nehme ich ihm an der Leine die Möglichkeit nach vorne zu gehen, ohne ihm eine Alternative anzubieten, will er eigentlich einfach nur weg aus der Situation. 

 

Mein Anliegen ist es eigentlich, es ihm irgendwann einfach selber überlassen zu können, was er machen möchte, ohne dass ich viel agieren muss... Wenn er dann mal einen Hund doof findet, dann ist das für mich auch in Ordnung! ich mag keinen Hund haben, der stoisch alles über sich ergehen lässt, weil ich das so will, sondern einen Hund, der schon auch bescheid sagen darf, wenn ihm was nicht passt, aber doch bitte nicht profilaktisch und vor allem einen, der nicht solchen Stress in diesen Begegnungen hat!

 

Wir haben ja immer auch Gasthunde hier, da klappt das, aber eben weil ich die Erstbegegnung so gestalte, dass es für ihn passt und den ersten Dampf rausnehme... aber ich mag auch mal entspannt in Hundeauslaufgebiete gehen und Finn laufen lassen können oder je nach Gegenüber auch anleinen und STRESSFREI (nicht nur leise) aneinander vorbei kommen... Sowas wie der Grundewald ist für mich mit Finn fast Sperrgebiet... und das mag ich nicht so haben!

 

Als Miro bzw. Ronja noch da waren, sind die Hunde einfach öfter Zuhause oder im Auto geblieben, weil man mit 3 großen Hunden nun nicht unbedingt ins Restaurant geht... Jetzt sinds nur noch 2 und ich würde sie gerne entspannt mitnehmen können ohne ausschau halten zu müssen, ob da irgendwo ein Hund kommt, damit ich früh genug was machen kann...

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Deutlich entspannter - darunter kann ich mir aber nichts wirklich konkretes vorstellen.

Deutlich entspannter als wie?

Dazu gehört die Körpersprache - die Distanzen, ab wo er auslöst, in welcher Intensität er auslöst, welche Verhaltensweisen zeigt er in welchen Begegnungen usw.

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Yep, das interssiert mich auch.

Wega ist ohne Leine harmlos uninteressiert, an der Leine manchmal (wann ist mir nicht klar) mühsam. Zu handeln ist sie, aber es ist etwas mühsam.

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Ich muss jetzt dann ins Bett und kann erst später oder morgen noch was dazu sagen. 

Hast Du einen Link zu dem Video oder auch an der Videos , die das Verhalten in unterschiedlichen Begegnungssituationen zeigen?

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muss ich schauen... Erstbegegnungen gibt es wenige auf Video... das Coffie-Video müsste irgendwo sein... ich schau mal, ob ich das ausgegraben kriege...

 

sonst kann ich am Sonntag mal nochmal Filmen... da gehen wir ja mit ein paar Leuten spazieren... allerdings reagiert er anders auf viele Hunde als auf einen einzelnen... er ist ja nicht doof :D

 

ach so, er neigt auch dazu zu mobben :kaffee:

 

Wenn er Hunde nicht kennt, dann testet er sie aus, indem er von hinten vorbei gerannt kommt... reagieren sie da schreckhaft, dann würde er beim nächsten vorbeirennen mal in die Luft schnappen und beim nächsten dann im Zweifel auch mal in die Hinterbeine... :Oo zeigt ihm der andere Hund, dass er zwar nett, aber kein Opfer ist, hört das sofort auf, kriegt er Kontra kann es sein, dass er drauf einsteigt, ist der andere Hund nicht in der Lage ihm zu erklären, dass das kacke ist, dann würde er das weiter ausbauen... darf er halt nicht... weiß er auch :D

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