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Hundeforum Der Hund
acerino

Hund erzieht Hund - Video

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Jim, der Shiba, ist extrem frustriert und Jack angespannt. Die Situation geht über einen längeren Zeitraum, natürlich nicht so lange angespannt, weil Jim immer wieder mal geht, aber am Ende genauso frustriert ist wie vor seiner Pause.

Bei einem Shiba kann sowas nach hinten losgehen, noch ist er vielleuicht nicht alt genug, um es zur Eskalation zu bringen, vielleicht erträgt ers auch für immer, das weiß ich nicht. Aber zuträglich sich einen souveränen Shiba mit hoher Impulskontrolle zu erziehen, ist das nicht.

Jack tut mir ganz ehrlich richtig leid. Eigentlich mag ers gar nicht fressen, aber aufgeben kann ers nicht, kein souveränes Verhalten für mich, sondern eine unnötige Anspannung.

Natürlich geht`s den Hunden in dem Video in dieser Situation nicht besonders gut, beiden nicht, wahrscheinlich fehlt ihnen einfach die Möglichkeit, die Situation aufzulösen oder zu verlassen. Dennoch, es ist Hundeverhalten, und das finde ich immer spannend und aufschlussreich.

Ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit, in der Tschuli Gretel "erzogen" hat, dieser Prozess hat sich über etwa ein halbes Jahr gezogen. Tschuli (damals 5 Jahre alt) war oft genervt, oft gestresst, trotzdem hat sie das durchgezogen. Es war ihr erster Welpe zum Erziehen, und ja, sie war manchmal etwas unsouverän und unangemessen hart. Sie hatte jederzeit die Möglichkeit, Situationen aus dem Weg zu gehen, nachzugeben oder draufzuhauen. Dennoch wurde -und daran erinnert mich dieses Video- oft stundenlang über etwas diskutiert, manchmal einfach ein Apfel oder ein Schweineohr, dass zum Tabu erklärt war und bewacht wurde. Manchmal so nebenher, mit nur einem Auge. Der Gegenstand ist ja nur ein Hilfsmittel, sozusagen, um Rechte, Freiheiten, Rang klarzumachen.

Gretel war oft sehr frustriert, wir haben trotzdem selten eingegriffen, weil wir darauf vertraut haben, dass Tschuli das richtig macht (obwohl es nach außen oft hart und kleinkariert gewirkt hat).

Und, das Wichtigste, Gretel hat durchaus etwas gelernt, wenn es auch eine Weile gedauert hat: nämlich dass Tschuli einen Willen hat, bereit ist, diesen durchzusetzen, keinen Spaß versteht wenn sie das vorher ankündigt und manchmal auch von Herzen großzügig und nachlässig und verkaspert sein kann. Auch das kündigt sie an :)

Aber ich schweife ab.

Tschuli hat ihr Ziel erreicht, zwischen den beiden herrscht absolute Harmonie und Klarheit darüber, wer was zu sagen hat, wer sich welche Freiheiten rausnehmen darf. Eine innige, freundschaftliche, dennoch hierarchisch geprägte Beziehung.

Edit

Was ich eigentlich sagen wollte: wenn man nur dieses Video sieht, ohne die Hunde zu kennen, kann das genauso eine Erziehungs- oder Demonstrationsgeschichte sein von zwei Hunden, die es einfach (noch?) nicht besser wissen.

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Und interessant, dass das Video wieder eine Ressourcenverteidigungsgeschichte ist...

 

Jetzt sind auch noch meine eingestellten Links nicht angenehm?

Das tut mir aber leid.

Wie schade dass es in einem so großen Forum keine anderen Themen gibt, an denen man sich statt dessen beteiligen könnte.

So bist du ja dazu gezwungen einfach zu ertragen was ich einstelle und kannst auch nicht selber weitere Videos einstellen. 

Welch grausame Welt.

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Ich hätte lieber meine Fragen beantwortet, weil du ja meinest, das mache den Unterschied zwischen Theorie und Praxis.


Nein, ich finde es einfach interessant. Es geht ja um "Hund erzieht Hund". Dass es halt sowas ist, was damit assoziiert wird... mehr nicht. Ich finde es aufrichtig interessant.

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Bei meinen ersten beiden Hunden - Mutter und Tochter - gab es auch sehr oft Diskussionen um Essen oder Spielzeug. Die ältere war da sehr bestimmend und ging in der Regel davon aus, dass alles ihr gehörte. Und machte das sehr deutlich.

Es gab also von unserer Seite aus praktisch keine Leckerli, wenigstens nichts, was sich länger hielt, und kaum Spielzeug.

 

Die Ältere hortete, was sie kriegen konnte auf ihrem Stuhl und "besaß" es im wahrsten Sinne des Wortes.

Die jüngere lag stumm davor und guckte nur.

Und dann stand die Ältere manchmal nach einiger Zeit auf und überliess das bewachte Teil einfach so ihrer Tochter, die dann damit auf ihre Decke abzog. Ohne Streit.

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@Juline

Vielleicht liegt es an meiner Einstellung, dass ich Machtdemonstrationen ablehne und überhaupt ein Problem mit Autoritäten habe (und mich gerne gegen sie auflehne), dass ich das bei Hunden, die viel weniger diktatorisch veranlangt sind, kritisch sehe.

ch mag auch Akumas kontrollierendes Verhalten nicht. Es wird immer besser, dennoch ist es mir fast schon zuwider. Dabei liebe ich diesen Hund über alles (mehr als Yoma, ja!) udn weiß, dass er einfach imemr noch Unsicherheiten zeigt, wenn er so kontrollierend ist.
Dabei habe ich mich erst gestern wahnsinnig gefreut, dass ich draußen Bilder mit beiden machen konnte (Einzelportraits), und Akuma mit tollen Fischleckerlis in Position bringen konnte, ohne dass er Yoma auch nur beachtet hat. Das war mal UNDENKBAR. Dass er da mal loslassen kann, nicht alles zu kontrollieren und zu beanspruchen. Je mehr er das lernt, desto mehr kommt er in die Richtung Souveränität.

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 dass ich Machtdemonstrationen ablehne und überhaupt ein Problem mit Autoritäten habe

Hunde nicht :D

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Hunde nicht :D

 

Doch, freilich. Meine z.B.

Massiv.

Und viele andere, die ich betreue.

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Gut, dann lass mich anders formulieren: viele Hunde nicht.

 

Ich kenne weniger Hunde, denen Autorität, Macht, Rang  sehr wenig oder nichts bedeuten (soweit ich das als Mensch überhaupt beurteilen kann) als solche, denen diese Dinge in unterschiedlich starker Ausprägung wichtig sind (das empfinde ich dann allerdings als offensichtlich).

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Gut, dann lass mich anders formulieren: viele Hunde nicht.

 

Ich kenne weniger Hunde, denen Autorität, Macht, Rang  sehr wenig oder nichts bedeuten (soweit ich das als Mensch überhaupt beurteilen kann) als solche, denen diese Dinge in unterschiedlich starker Ausprägung wichtig sind (das empfinde ich dann allerdings als offensichtlich).

Das hängt auch von der eigenen Wahrnehmung an. Ich kenne sehr viele Hunde, die sowas wie einen Rang überhaupt nicht kennen. ;)

Die bei Autoritäten ihre Bedrüfnisse z.B. mit Gegenwehr geltend machen. Nicht, weil sie "Macht" ausüben wollen, sondern weil sie sich nicht unterdrücken lassen wollen. Sie wollen lieber eine Orientierungshilfe, die ihre Bedürfnisse befriedigen kann ♥

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Die bei Autoritäten ihre Bedrüfnisse z.B. mit Gegenwehr geltend machen. Nicht, weil sie "Macht" ausüben wollen, sondern weil sie sich nicht unterdrücken lassen wollen.

Autorität im eigentlichen Sinn hat nichts mit Unterdrückung zu tun.

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