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Hundeforum Der Hund
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Hunderudel

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Wir sind Primaten, deshalb sehen wir Stellungen/Ränge/Hierarchien (von oben nach unten) auch dort, wo sie wahrscheinlich nicht sind.

Und ja, wie bei Rudelführer, hat da jeder so seine Weisheiten, genau das ist der Punkt. Glaub mir, bei Hunde "in losen Gruppen" wird ein "Anführer" anders gewertet, als ein Rudelführer.

Und wer glaubt, dass Konnotationen nichts mit Verhalten oder Umgang zu tun hat... ist sich der Manipulation durch Sprache nicht bewusst. Anders kannich diese Reaktionen hier nicht mehr deuten. Jo, unterstellt mir Arroganz oder Herablassung.

Hunde sehen nicht von oben nach unten, sondern zirkulierend, wenn man unbedingt von Stellungen sprechen mag. Aufgaben- und Kompetenzverteilung ist doch ein wunderschönes Wort.

!

Vorab- Ich bin nicht gegen dich, denke aber dass du schon polarChat geschädigt bist ;) und deshalb mit ner gewissen Erwartung wie die Leute auf deine Beiträge reagieren, in solche Diskussionen gehst. Du liest dich etwas angepisst ;)

Ich kann nur für mich sprechen: Ich halte schon seit Jahren mehrere Hunde, immer wieder auch wechselnd Pflegehunde und beobachte gern.

Für mich gibt es auch kein "von oben nach unten" oder nen Anführer- jeder Hund hat seine eigenen Bedürfnisse, die jeder versucht auf seine eigene Weise "durchzusetzen" und deshalb sieht mMn jedes Rudel, jede Gruppe oder jedes "Wasauchimmer" anders aus. Das wird in der freien Natur genau so sein. Nicht jede Wolfsfamilie handelt gleich

Ich hab ne Zeitlang auch alles in mich eingesaugt, Bücher gelesen, war auf vielen Seminaren, versucht auf dem neusten Wissenschaftlichen Stand zu sein, aber das reale Leben ist so vielfältig, dass es einfach völlig egal ist, ob es nun Rudel/Gruppe oder Trieb/Motivation heisst.

 

Und wer glaubt, dass Konnotationen nichts mit Verhalten oder Umgang zu tun hat... ist sich der Manipulation durch Sprache nicht bewusst. Anders kannich diese Reaktionen hier nicht mehr deuten. Jo, unterstellt mir Arroganz oder Herablassung

Das  habe  ich auch nicht behauptet.  Natürlich haben  Worte  ne gewisse Macht,  aber  auch  die  sieht  bei jedem anders aus....

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Ich bin mitnichten angepisst.
Ich eiere nur ungern herum und rede nicht um den heißen Brei in Diskussionen. Kurz, prägnat, präzise. Wenns um empathische Dinge geht, kann ich auch anders.

Wenn aber Diagnosen, und das passiert in Foren, gestellt werden, die auf Rudel- oder Triebideen basieren, die es eigentlich gar nicht gibt, dann ist es nicht völlig egal.

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Wenn aber Diagnosen, und das passiert in Foren, gestellt werden, die auf Rudel- oder Triebideen basieren, die es eigentlich gar nicht gibt, dann ist es nicht völlig egal.

MMn  wäre  es da aber sinnvoller, die einzelnen Theorien  richtigzustellen  und  nicht  das Wort  "Rudel" in "wasauchimmer"  umzuändern-aber  ich bin ja auch kein Wissenschaftler ;)

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Wurde doch schon. Allerdings rottet das die Fehlverknüpfungen nicht aus.
Wie beim Hundetraining ersetzt man ein vergiftetes Signal durch ein neues, unverbrauchtes. Ist sehr effektiv. :)

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Ich bin ebenfalls der Meinung, das verbale Formulierungen sehr viel mehr bewirken, als man es sich oft bewusst ist.

 

http://www.aphorismen.de/zitat/19331

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Chibambola schrieb z.B., dass sie beobachten würde wie völlig fremde Hunde auf einem Spaziergang die (Überlebens-)Kompetenzen abstecken würden. Dass sie sich zusammentäten, jemand zum Verteidigen losgeschickt wird, etc. pp. Ich habe dann wohl bisher immer die Einzelgängerhunde gehalten und selbst erlebt, denn soetwas habe ich tatsächlich noch nicht beobachten können. Es wird gespielt, geschnuppert, oder sich ignoriert. Wenn Gefahr drohte, habe ich mich darum gekümmert. Sind die Hunde nur bei mir so "unnormal"?

Auch wenn ich mich mit (erstmal) fremden Hunden zum Spazierengehen getroffen habe, egal wie groß die Gruppe war, Überlebenskompetenzen wurden da nicht abgesteckt. Ist etwas wirklich da, nur weil wir es sehen?

 

Ich kenne keine neutrale Nutzung des Wortes. Wenn die Leute von Rudel reden, dann hängt da für gewöhnlich auch der komplette Rattenschwanz hintendran.

Schlimm finde ich es auch in der Akita"szene". Die Hunde seien auf jeden Fall Rudeltiere und gleichzeitig aber per se vollständig unverträglich. Da wird dann auch geraten, dass sich Kinder bitte niemals vor dem Hund hinlegen oder setzen sollten, weil er sonst über den Kindern in der Rangliste stünde. (Dieser "Tipp" ist kein Witz, wurde tatsächlich so ausgesagt!)

Eine Tierheimmitarbeiterin wollte mir erzählen, dass ich niemals nie zwei Rüden halten könne, wegen der Rangordnung. Dass ich bereits ausgezeichnete Erfahrungen gemacht hatte und es diese Konstellationen zuhauf in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt, die alle sehr gut funktionieren, war egal. ^^

 

Es ist auch oft so, dass ausgerechnet Situationen, in denen ein Hund eher Unsicherheit zeigt, dafür herhalten sollen um einen ranghöheren, souveränen Hund zu beschreiben.

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...

 

Ironie an:

Natürlich sehen einige Hundehalter ihre Hunde als Kinderersatz an, dann gehören Hunde und Mensch biologisch zur gleichen Art und das Wort Rudel passt wieder.

Ironie aus.

Also für mich sind meine Tiere so ein bisschen wie Kinder, insofern als dass sie ein Leben lang abhängig von mir sind, biologisch nicht so ganz der gleichen Art, aber wohl gibt's da psychologische Bande zwischen uns. Darum bezeichne ich meine Hunde und die Katze oft als Rudel: mein Rudel muss jetzt gefüttert, gelüftet, beschmust oder sonstwas werden.

 

Wenn mich jetzt jemand darauf verweist, das der Begriff Rudel in der Kynologie anders besetzt ist, dann ist das ok für mich, weiss ich ja, hindert mich aber nicht daran, den Begriff alltagssprachlich immer mal wieder zu benutzen.

 

Mir fehlt hier ein bisschen Humor :lol:

 

Warum ist ein Iglu rund?

 

 
 
 

Damit die Huskys nicht in die Ecken scheißen.

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Hey

Wurde doch schon. Allerdings rottet das die Fehlverknüpfungen nicht aus.

Wie beim Hundetraining ersetzt man ein vergiftetes Signal durch ein neues, unverbrauchtes. Ist sehr effektiv. :)

 

Nun, du unterschlägst dabei eine Glitzerkleinlichkeit, denn Menschen haben einen großen Vorteil allen anderen Lebewesen gegenüber, das sind ihre Kognitionen, während Hunde hier nur über „Konditionierung“ erreicht werden können, kann man dem Menschen, somit auch dem Hundehalter, die Welt erklären.

Das ist effektiver als alles Andere, oder anders ausgedrückt, Irrtümer sind dazu, dass man sie richtigstellt.

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Auch Konnotationen lassens ich durch Erklärungen nicht einfach ausschalten.
Das Annehmen der Erklärung ist nur der erste Schritt.

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In unserem Forum gibt es eigentlich kein Verständnisproblem, da das Wort "Hunderudel" a la polar-chat definiert wurde. So heißt es in der Erläuterung:
 
"Zwei oder mehr Hunde in einem Haushalt"

 

Damit dürfte jedenfalls hier klar sein was gemeint ist ;-)

 

Oder sollte man noch den Begriff "Haushalt" definieren?

 

PS.: Ist jemand so nett den Rudelbegriff a la Dr. Feddersen-Petersen hier noch mal kurz präsentieren?

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