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Hundeforum Der Hund
Junie

Wölfisches Verhalten

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Merkwürdig, was du immer aus meinen Texten rausliest, ich hab doch nicht behauptet, dass Chihuahuas ursprünglicher sind als Shibas. Nur ursprünglicher als der Durchschnitt und das fand ich überraschend, dass gerade der Chi nicht da gelandet ist, wo die meisten ihn vermutet hätten, nänlich eben nicht am anderen Ende von Shiba und Co, er liegt relativ unterhalb dem Durchschnitt, wenn ich jetzt mal Shibas weit unten ansiedle, Schäferhund z.B. stand noch weiter über Chis, deutlich oberhalb dem Durchschnitt, Chis sind nicht in der Gruppe der sonstigen Kleinhunde, die fallen da raus, ich glaub sie waren nah bei den Windhunden. Falls du die Studie noch hast, kannst du ja mal reinschauen. Nr. 82 oder 86 oder so ähnlich. Es hat sich bestätigt, dass Chis eine relativ alte Rasse sind und nicht wie die meisten Hunderassen relativ jüngeren Datums.  Wenn du die Studie aufmerksam gelesen hättest, hättest du das auch im Gedächtnis behalten müssen, denn es wurde extra drauf hingewiesen, dass das die große Überraschung war bzw. auffällig war, dass sie so alten Ursprungs sind und anderen wölfischen Ursprung haben als der größere Teil der verbreiteten Hunderassen.

Ich verstehe nicht, was du meinst. Sie sind Nachfahren einer ursprünglichen mexikanischen Rasse, aber keine Urhunde? Deshalb für mich mit deutschen Spitzen vergleichbar. Urhunde, wie Shibas das sind, sind seit Jahrtausende unveränderte Hunde. ;)

Aber das spielt alles keine Rolle, denn selbst sehr ursprüngliche Hunde sind keine Wölfe, sondern eben Hunde, auch wenn sie viel ursprüngliches HUNDEverhalten zeigen.

 

 

Zum Rudelgeheul,  auch da hab ich nicht behauptet, dass das Einzelhunde nicht machen, aber im Rudel ist es stärker vorhanden und kommt ganz anders zum Tragen, weil die sich ständig gegenseitig neu animieren, die hören von selber unter Umständen gar nicht mehr auf, wenn die mal anfangen, solange der fehlende nicht zurückkommt. 

Verstehe ich immer noch nicht. Schlittehunde heulen gerne nach ihren Sozialpartnern, da heulen sie halt, wenn die Menschen weg sind. Klar, dass ein zweite rund dritr da mit einsteigen wird, aber sie machen es in Einzelhaltung ebenso, weil vor allem der Mensch der wichtige Sozialpartner ist (deshalb können Siberian Huskys auch ind er Gruppe oftmals nicht gut alleine bleiben).

 

Auch hab ich nicht behauptet, dass Wölfe genauso auf menschliche Gesten reagieren wie Hunde, sondern, dass man damals das so veröffentlicht hat, dass "Fingerzeig" von Wölfen nicht beachtet wird, etc. etc. 

Welche "österreichischen Wissenschaftler" haben das so pubiliziert?

 

Aber egal, es ist wie es ist, ich seh die Dinge grundsätzlich anders als du, das muss wohl so sein, damit du happy bist. 

 

Es ist müsig, sich mit dir auseinanderzusetzen, deshalb lass ich es jetzt!

Ich diskutiere mit dir verschiedene Standpunkte. Sachlich. Ich würde dich bitten, ebenfalls sachlich zu bleiben.

und im übrigen weiße ich nicht "immer" darauf hin, sondern grade einmal!  Ich hab nunmal Chis und kenn mich mit denen sehr gut aus, du hast Shibas und kennst dich bei deinen gut aus.

Du hast das "in dieser Diskussion" vergessen. ;)

Ich sehe da einfach nicht wirklich wölfisches Verhalten, das ist alles.

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Lucky heulte wie ein Wolf, wenn er alleine Zuhause war. Also wolfsähnlich, auch mit sehr langgezogenem Geheul und das sehr zur Freude aller Nachbarn :D Wir haben zuerst gedacht, unser Nachbar erzählt uns Märchen. Aber dann hörten wir ihn, als wir bei Nachbarn zu Besuch waren, ohne Lucky. 

 

Wir treffen uns mit einigen Leuten an Vollmond, mit Lagerfeuer und so. Es sind immer viele Hunde dabei. Wenn dann einer von uns Menschen Wolfsgeheul imitiert, stimmen die meisten Hunde mit ein. Ja, wir sind erwachsen, auch wenn das manchmal nicht so wirkt...

 

Und dann noch was zum Wolfsgehege. Wir waren diesen Sommer in einem Wildfreipark in Frankreich. Direkt am Eingang war ein Wolfsgehege. Die reagierten ziemlich "böse" auf Emma. Sie hielten sie im Blick und als wir losgingen, liefen sie mit. Emma wollte Distanz halten und die Wölfe nicht anschauen, was ja auch schlau war. Diese Wölfe hatten aber scheinbar oft unangenehme Kontakte zu Hunden gehabt. Am Gehege hing ein Schild, man solle seine Hunde nicht die Wölfe anbellen lassen. 

 

Anders sah es nämlich vor vielen Jahren aus. Wir gingen irgendwo (weiß den Ort nicht mehr) in einem Wald spazieren und der Weg führte ein Stück unterhalb eines Wolfsgeheges vorbei. Wir hatten die Wölfe noch nicht bemerkt und sahen nur, dass unser damaliger Rüde einfror. Er war normalerweise ein Rüde, der sich gerne mit anderen Rüden anlege, also immer son bisschen Proll. Jetzt sahen wir unseren Hund, der ziemlich kleinlaut wurde und sich gar nicht mehr traute weiterzugehen. Wir schauten nach oben und sahen die Wölfe dort stehen, ganz still, mit Blick auf unseren Hund.

 

Wie so ein Aufeinandertreffen in freier Wildbahn aussehen würde, weiß ich nicht. Würde mich aber interessieren. 

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interessante Diskussionen. Ihr seht das teils richtig eng. Da wundert man sich, dass in fast jedem Tierschutzhund mittlerweile ein Wolf vermutet wird, weil er sich in irgendeiner Art und Weise ursprünglich oder in Augen vieler wölfisch verhält..

 

Für mich ist wenn ein Hund ein sehr ausgeprägtes Instinktverhalten hat, dass der Eigenschutz immer das Wichtigste ist, dass man zuerst wegrennt, wegspringt und dann schaut ob es wirklich ein Problem ist und das eben nicht zeitversetzt, sondern sofort als Reflex. Auch das Misstrauen Fremden gegenüber, egal ob Menschen, Dingen oder auch Situationen, dass man nicht blind irgendwo reinrennt, sondern alles sehr überlegt macht. 

 

Heulen? Ich kenn viele Hunde - auch Wolfhunde - die nicht heulen, dagegen aber auch viele normale Hunde, denen man alles ansieht nur den Wolf nicht mehr, die gerne und viel heulen. Ich hab auch keine Ahnung was nun der Unterschied zwischen Wolfheulen, Hundeheulen oder sonst was ist. Ich hab da nie auf Unterschiede geachtet und mir deswegen auch nie Gedanken gemacht. Ich denke meine heulen wölfisch, einfach wegen der Nähe zum Wolf, aber in wie weit genau? Keine Ahnung, idR find ich es nur laut :D und intensiv, weil es eben eine Tonlage ist die wirklich weit getragen wird.. 

 

Video zum Thema heulen.. 

 

da waren wir wandern und Hiro ist vor gelaufen und wir waren ihm zu langsam und deswegen hat er sich immer exponierte Plätze gesucht und geheult.. Waren in der Wolfsschlucht, also passend ;)

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Für mich ist wenn ein Hund ein sehr ausgeprägtes Instinktverhalten hat, dass der Eigenschutz immer das Wichtigste ist, dass man zuerst wegrennt, wegspringt und dann schaut ob es wirklich ein Problem ist und das eben nicht zeitversetzt, sondern sofort als Reflex. Auch das Misstrauen Fremden gegenüber, egal ob Menschen, Dingen oder auch Situationen, dass man nicht blind irgendwo reinrennt, sondern alles sehr überlegt macht. 

 

 

 

 

 

Dann wäre Emma ursprünglich oder wölfisch, wenn ich nach diesen Gesichtspunkten gehen würde. 

 

In anderen Bereichen wäre sie aber in der Natur ziemlich verloren. Sie bekommt z.B. meistens nicht mit, wenn sich etwas von hinten nähert. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft sie erschrocken wegsprang, als ein Hund schon direkt hinter ihr stand.

Sie würde wahrscheinlich auch verhungern, denn sie verliert Kaninchen sehr schnell (innerhalber einer halben bis ganzen Minute) aus den Augen, wenn sie denen nachrennt.

 

Naja, vielleicht würde sie sich vegetarisch ernähren, denn sie pflückt sich Mandeln vom Baum und knackt die und holt sich die Früchte vom Johannisbrotbaum als Leckerli.

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Sie würde wahrscheinlich auch verhungern, denn sie verliert Kaninchen sehr schnell (innerhalber einer halben bis ganzen Minute) aus den Augen, wenn sie denen nachrennt.

 

Das ist nicht unbedingt gesagt.

Tiere, die darauf angewiesen sind, sich selber zu ernähren, lernen sehr schnell ihre Methoden zu verfeinern und kommen dann auch zum Ziel.

 

Jetzt ist es für Emma ein Spass, nicht lebensnotwendig.

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Schönes Video, Junie!

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Kareki, nur soviel zu Chis, alles was man bisher von Ihrer Abstammung weiß ist nicht bewiesen, es sind Vermutungen. Es gibt einige Indizien, dass sie bereits im alten Ägypten ihren Ursprung haben könnten und die genetische Forschung hat auch festgestellt, dass ausnahmslos alle Kleinhunde  eine Gensequenz  gemeinsam haben, die nur  Kleinhunde und ein kleiner mittelasiatischer Kleinwolf besitzen, der Ursprung dürfte Mesopotamien sein und wie sie nach Mexiko gekommen sind, vermutlich genauso wie die Kultur der Maya und Inkas nach Amerika gekommen ist, auch da vermutet man einen Zusammenhang mit Ägypten, weil es einfach erstaunlich viele Parallelen gibt kulturell.  Ich sage nicht, dass der Chi damals zu Altägyptischen Zeiten schon exakt so aussah wie heute, aber er dürfte bereits sehr klein gewesen sein, unter 6 kg und große Ähnlichkeit gehabt haben, jedenfalls hat die Studie auch hervorgebracht, dass die Gene, die die Rasse ausmachen bereits wesentlich älter ist, als einige 100 Jahre, auf die sich die Mexikothese stützt. 

 

Ein Shiba wird nicht durch Urknall als Shiba auf die Welt gekommen sein, der hat genauso eine Entwicklung durchgemacht bis er als Rasse so da stand wie er heute da steht.

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Dann wäre Emma ursprünglich oder wölfisch, wenn ich nach diesen Gesichtspunkten gehen würde. 

das ist eben das was ich bei Hiro als wölfisch betrachte, dass ein Hund sich ähnlich verhält kann sein, ist ja auch eine Art, aber meist ist es die Intensität, die den Unterschied ausmacht und es ist mit Worten schwer zu beschreiben. Man muss das erleben. Es würde auch niemals passieren, dass sich wer an uns ranschleicht, weil seine Instinkte eben immer hellwach sind. Also er ist einfach immer ein Ticken aufmerksamer, irgendwie immer auf dem Sprung, auch wenn er total gechillt ist, arbeiten seine Instinkte und das kenn ich von keinem Hund. Es geht nicht um das "ups, da ist was, ich spring weg", weil die Reaktion zeig ich auch, wenn man mich richtig erschreckt, sondern um alles. Es ist wirklich schwer mit Worten zu fassen was ich meine und ich kenn es in der Art und Weise nur bei ihm. Nicht mal sein Sohn ist so drauf, andere Wolfhunde, die ich kenne zeigen diese Intensität auch nicht

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Kareki, nur soviel zu Chis, alles was man bisher von Ihrer Abstammung weiß ist nicht bewiesen, es sind Vermutungen. Es gibt einige Indizien, dass sie bereits im alten Ägypten ihren Ursprung haben könnten und die genetische Forschung hat auch festgestellt, dass ausnahmslos alle Kleinhunde  eine Gensequenz  gemeinsam haben, die nur  Kleinhunde und ein kleiner mittelasiatischer Kleinwolf besitzen, der Ursprung dürfte Mesopotamien sein und wie sie nach Mexiko gekommen sind, vermutlich genauso wie die Kultur der Maya und Inkas nach Amerika gekommen ist, auch da vermutet man einen Zusammenhang mit Ägypten, weil es einfach erstaunlich viele Parallelen gibt kulturell.  Ich sage nicht, dass der Chi damals zu Altägyptischen Zeiten schon exakt so aussah wie heute, aber er dürfte bereits sehr klein gewesen sein, unter 6 kg und große Ähnlichkeit gehabt haben, jedenfalls hat die Studie auch hervorgebracht, dass die Gene, die die Rasse ausmachen bereits wesentlich älter ist, als einige 100 Jahre, auf die sich die Mexikothese stützt. 

 

Ein Shiba wird nicht durch Urknall als Shiba auf die Welt gekommen sein, der hat genauso eine Entwicklung durchgemacht bis er als Rasse so da stand wie er heute da steht.

Genanalysen lügen nicht unbedingt. Wenn bewiesen wurde, und das ist ja nun ziemlich aktuell, dass der Chihuahua von mexikanischen Urhunden abstammt, dann ist er, rein von der Domestikation her, kein Dinosaurier unter den Hunden. Wann genau udn wie er entstanden ist, ist dabei gar nicht wichtig, weil selbst ein Hund, der seit der Steinzeit aus einem anderen Hund entstanden ist, kein Urhund ist. ;)

Mir geht es nichtd arum, wie alt die Gene des Vofahren sind, sondern ab wann der Chihuahua ein Chihuahua ist. Er gehört einfach nicht zu den ältesten Hunderassen der Welt.

Nein, aber Genanalysen haben bestätigt, dass es den Shiba seit mindestens 8000-10000 Jahren genetisch unverändert gibt und das ist ne ganz andere Hausnummer, findest du nicht?

@Junie

Ja, ich sehe das sehr eng. Weil Hunde und heutige Wölfe einfach so verschieden sind und das auch großartig ist. Dabei liebe ich Wölfe. ♥

Ich kann auch verstehen, dass man Heulen als Wolfsverhalten beim Hund interpretiert, aber keiner interpretiert Bellen bei Wölfen als Hundeverhalten. Ist doch schizophren. :)

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schon spannend, wie ähnlich und doch unterschiedlich Hunde und Wölfe sind :)

 

So ähnlich, dass eine Vermischung in den USA zu sowohl vermutlich den Farbschlägen der Timberwölfe (schwarz gibt es nicht bei den Europäischen oder Asiatischen und Afrikanischen Wölfen) geführt hat als auch vermutlich der Grund war, warum die Eastern Coyotes überhaupt so entstanden sind wie sie sind.

 

Die EC (auch manchmal Coydog oder Coywolf genannt) haben recht viel Hunde-DNA und auch Wolfs-DNA neben der (überwiegenden) Kojoten-DNA.

 

http://www.iflscience.com/plants-and-animals/yes-eastern-coyotes-are-hybrids-coywolf-not-thing

 

Ja, ich sehe das sehr eng. Weil Hunde und heutige Wölfe einfach so verschieden sind und das auch großartig ist. 

 

 

So wirklich total unterschiedlich können sie ja nicht sein, denn sonst gäbe es keine Vermischung. Auch bei den wiedergekehrten Wölfen in der Lausitz gab es zunächst (weil kein Wolf zur Verfügung stand) Mischungen mit (mindestens einem) Hund. Die ersten Welpen in der Lausitz waren Wolf/Hund-Mischlinge. Erst als ein passender Wolfsrüde hinzu wanderte waren es "richtige" Wölfe. Die Mischlinge wurden, soweit ich weiß, eingefangen (oder nicht alle?). Man wollte unbedingt vermeiden, dass die Wolfsgegner noch mehr Brennholz für ihr Feuer erhielten und daher so gut es geht garantieren, dass die Wölfe keine Mischlinge sind.

 

 

Und natürlich sind die Tiere ANDERS. Aber selbst Wolf und Kojote können sich soweit verständigen, dass sie sich miteinander paaren können (wenn es nötig ist), und Wolf und Hund können dies auch.

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