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Hundeforum Der Hund
Assira

"Bindungsarbeit" mit Herdenschutzhundmix (bitte um Ratschläge)

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Mein Eindruck nach Deinen Erzählungen: Du hast n richtig schlauen Hund :-) Sie weiß, was sie kann, sie weiß was Du kannst und entsprechend trifft sie ihre eigenen Entscheidungen. Mangelnde Bindung, im emotionalen Sinn seh ich darin nicht.

Offensichtlich hat sie ein fixes Köpfchen und langweilt sich schnell, wenn es in Richtung Routine geht. Das Beispiel mit dem Strandspaziergang fand ich dafür am eindrücklichsten. Dreimal wart ihr da, dreimal hatte sie Spaß mit Dir und dann war's genug. Ausserhalb gabs ja schließlich noch viel mehr zu entdecken, kann sie ja nichts dafür, wenn Dir das nicht (rechtzeitig) auffällt ;-)

Mein Rat: Sorge für Abwechslung, so wie Du es ja teilweise schon tust. Geh mit ihr in immer wieder andere Situationen und vermeide stumpfe, langweilige Routine. Weiters möchte ich Dir raten, Deinen Hund früher aus seinem Geschehen zu holen. Wenn der Rückruf nicht sicher klappt, dann warte nicht bis sie sich entsprechend weit entfernt hat sondern hole sie weit vorher schon immer wieder zu Dir ran. Eine echte Herausforderung wird es vermutlich sein, sie immer wieder variabel zu belohnen, auch das passt zu meinem Eindruck, dass sie kein Hund für Routinen ist.

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Ich sehe aus der Beschreibung schon Tendenzen zum HSH. Man darf nicht vergessen der Hund ist erst 16 Monate und bei Sam unserem HSH Mix kamen die typischen Eigenschaften immer mehr zwischen 2-3 Jahren raus.

 

Man muss viel Geduld mitbringen und bei nem HSH einfach nicht erwarten das der z.B. bei nem Rückruf sofort angerannt kommt. Hauptsache er kommt :-) Ob er sich dabei nochmal vergewissert das hinter uns wirklich nix ist oder es erstmal dazur bis der Rückruf von den Ohren erstmal im Hundehirn ankommt, verarbeitet werden muss, sprich es 1-2 Sekunden dauert bis realisiert wird das da jemand ruft ist mir wumpe. Ich hab auch jeden Blickkontakt gelobt. Meistens verbal weil draussen wird eher selten Leckerlie genommen. Falls doch, rein in den Hund damit. :-)

 

Lass dich am besten nicht verunsichern und versuch Methoden bei denen du dich nicht wohl fühlst. Bei Sam merke ich wie sensibel der auf meine Stimmungen reagiert und irgendwas vorgaukeln bringt bei Hunden eh nix.

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Guten Morgen - und danke für eure "Teilnahme",

 

ich habe doch einiges aus euren Berichten herausgelesen wozu ich spontan "ja, ganz genau so" sagen würde,

 

Natürlich ist sie eine Mixtur, mit Familiennamen quasi eine hochwohlgeborene  "de la rue", und da weiss man nie, was in der Wundertüte drin ist. Ihren schwach ausgeprägten Schutztrieb finde ich z.B. sehr, sehr angenehm. Ansonsten pendelt sie zwischen ruhig, ausgeglichen und extremem Temperamentsbündel. Auch das passt für mich perfekt, wenngleich das den Spaziergang recht abwechslungsreich macht. Sie schnuffelt oft 3 km lang an der Schlepp die Gegend ab, ohne die Länge der Leine auszunutzen. Plötzlich nimmt sie Witterung (muss nicht immer Sicht sein) auf, und fetzt wie ein Katapult in das Seil, das uns verbindet. Dabei ist schon mal eine Kette gerissen, und meiner Schulter war es auch nicht zuträglich. Gottseidank blieb sie unverletzt. Ihr Revierradius liegt bei etwa 5km ... ach ja: sie hat die Grösse ihrer Mutter mitbekommen, soll heissen, sie ist eher klein mit ca. 62cm/27kg. Auch das passt gut zu mir.

 

@ kareki:  natürlich komme ich ins Grübeln, ob's mit der Bindung passt, wenn ich sie auf einem Platz rufe, und sie schert sich keinen Deut um mich. Ich bin ohr quasi schnurzegal. Anderseits möchte ich nicht mehrmals rufen, denn sie soll ja nicht lernen, dass es egal ist was ich von ihr möchte. HJingehen und anleinen? WIe denn, sie lässt mich in solch einem Fall doch nur auf 1m an sich ran und freut sich wie ein Schneekönig über mein Unvermögen .... Aussage vom Trainer: "schlechte Bindung, kein Respekt, die braucht DIch nicht...."   Fazit: ich bin verunsichert und auch ein bisserl unglücklich über die SItuation (nicht über meinen Hund)

Aktivitäten an der Schlepp muss ich mir ohnehin stets neu ausdenken, weil sie  a) nicht so oft das selbe machen möchte und B) wenn ich es nicht anbiete, wir nicht gemeinsam was unternehmen, sondern nur nebeneinander, verbunden mit einem Strick. (und das würde mich traurig machen).

 

@ Bibi: oh, ja - auch Assira spuckt mir Leckerlies vor die Füsse, und beginnt dann noch demonstrativ ein Loch Richtung Australien zu graben um mir ihre Ungeduld zu demonstrieren, fdalls ich unterwegs stehen bleibe und mit jemandem plaudere ;-)  Hier hab' ich ein Erfolgsrezept: Hin und wieder mache ich beim Spaziergang halt, setze mich in die Wiese und tue nichts .... anfangs war's ein Kampf, mitlerweile dauert es nicht mehr lange, und sie legt sich entspannt neben mich  (klappt auch im Möbelhaus bei den Sofas).

Die Sache mit der "schwammigen Konsequenz"  ist wohl meine persönliche, grösste Schwäche - auch wenn ich mir das ungern eingestehe, weil sie ja oftmals aus Misserfolg, Unsicherheit, Hilflosigkeit entsteht. Ignoranz ggü. meinem Mädchen schaffe ich definitiv nicht, das macht mir ein unangenehmes Gefühl, zumal sie ohnehin kein aufdringlicher Hund ist. Streicheleinheiten mag sie aber schon sehr gerne !!!

Longieren hab ich noch nicht probiert, allerdings versuchen wir uns seit kurzem in Nasenarbeit am Fährtenquadrat. Die Begeisterung hält sich dabei in Grenzen (sie mag auch nicht Preydummy suchen), obwohl sie draussen sehr sehr viel schnuffelt. Man kann sehen und hören, wie die Nase arbeitet .....

 

@ KleinEmma:  wir gehen 2x täglich spazieren, jeweils gute 5km. Pro Tour mache ich max. 4-5 Abrufübungen, die ich mit "weiter" auflöse. Wenn wir zwischendurch z.B. über Strohballen SItz-Platz_Steh-Übungen oder solcherlei DInge einbauen, sind es weniger, denn unser Spaziergang soll ja keine Schulstunde sein sonder Platz für gemeinsamen "Unfug" bieten. Wenn wir einen Tag erwischen, an dem viele Traktoren, Mähdrescher uns anderes auf den Feldwegen unterwegs sind, fällt spezielles Abrufen überhaupt aus, denn ich verlange von ihr, sich neben mich zu setzen, bis das Fahrzeug vorbei gefahren ist. (Das klappt vorbildlich mit "stop Auto"!)

Ausflüge gibt's mindestens 2x die Woche (so hat sie auch das Autofahren lieben gelernt) muss nicht weit sein, aber bitte spannend z.B. Mangalitza füttern, Steppenrinder, Angus oder Wasserbüffel besuchen, beim Familienbesuch mit 2 Schäferhgündinnen herumtollen, Liftfahren und Möbelhaustour bei IKEA, im Baumarkt neben dem Wagen hergehen, schnuffeln im Pflanzencenter, fremde Tiere im Tierpark besuchen, oder einfach nur in die nahegelegene Hundeauslaufzone zum Herumfetzen, etc. etc. 

 

omg, das ist wieder ein ganze "Litanei" geworden ..... ;-)

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 ..... Sie weiß, was sie kann, sie weiß was Du kannst und entsprechend trifft sie ihre eigenen Entscheidungen. .....

 

ich denke, allein damit hast Du es auf den Punkt gebracht .....  ich fühle mich nur manchmal so klein und unfähig, denn sie ist unglaublich aufmerksam

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Ok, dann hat sie ja wirklich genug Abwechslung.

 

Für mich liest sich das wirklich gut, was ihr so gemeinsam macht. Auch das mit den Pausen beim Spaziergang (hinsetzen und nichts tun) finde ich gut. 

 

Vielleicht liegt es einfach an der Konsequenz bzw. der fehlenden deinerseits, dass sie vielleicht merkt: Och, sooo ernst musst du Frauchen gar nicht nehmen :) 

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Man muss viel Geduld mitbringen und bei nem HSH einfach nicht erwarten das der z.B. bei nem Rückruf sofort angerannt kommt. Hauptsache er kommt :-) Ob er sich dabei nochmal vergewissert das hinter uns wirklich nix ist oder es erstmal dazur bis der Rückruf von den Ohren erstmal im Hundehirn ankommt, verarbeitet werden muss, sprich es 1-2 Sekunden dauert bis realisiert wird das da jemand ruft ist mir wumpe. Ich hab auch jeden Blickkontakt gelobt. Meistens verbal weil draussen wird eher selten Leckerlie genommen. Falls doch, rein in den Hund damit. :-)

 

Lass dich am besten nicht verunsichern und versuch Methoden bei denen du dich nicht wohl fühlst. Bei Sam merke ich wie sensibel der auf meine Stimmungen reagiert und irgendwas vorgaukeln bringt bei Hunden eh nix.

 

Genau das ist es, was mich in der HuSchu ein bisserl verunsichert hat. Ich möchte ihr gerne die Zeit zum Überlegen/Entscheiden geben, fühle mich aber gedrängt, wenn Trainer gleich sagt: "Du musst DIch da jetzt durchsetzen". MIr ist lieber, ich warte  eine Minute bevor ich ein zweites Mal ruf und der Hund glaubt, ich hab's beim 1.Mal nicht ernst gemeint.

Liege ich hier falsch mit meiner Ansicht? Ich möchte meinen Hund nicht vermenschlichen, aber ich hab seinerzeit bei meinen Kindern auch nicht tausendmal gepredigt (OK, da hatte ich zusätzlich das Mittel der Erklärung) 

Das Problem dabei: Hund entscheidet gerne gegen meine Wünsche .... (wobei es sicher nix ändert, wenn ich mehrmals schrei, dann ignoriert sie halt meine mehrmaligen Anweisungen)

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@ Bibi: oh, ja - auch Assira spuckt mir Leckerlies vor die Füsse, und beginnt dann noch demonstrativ ein Loch Richtung Australien zu graben um mir ihre Ungeduld zu demonstrieren, fdalls ich unterwegs stehen bleibe und mit jemandem plaudere ;-)  Hier hab' ich ein Erfolgsrezept: Hin und wieder mache ich beim Spaziergang halt, setze mich in die Wiese und tue nichts .... anfangs war's ein Kampf, mitlerweile dauert es nicht mehr lange, und sie legt sich entspannt neben mich  (klappt auch im Möbelhaus bei den Sofas).

Die Sache mit der "schwammigen Konsequenz"  ist wohl meine persönliche, grösste Schwäche - auch wenn ich mir das ungern eingestehe, weil sie ja oftmals aus Misserfolg, Unsicherheit, Hilflosigkeit entsteht. Ignoranz ggü. meinem Mädchen schaffe ich definitiv nicht, das macht mir ein unangenehmes Gefühl, zumal sie ohnehin kein aufdringlicher Hund ist. Streicheleinheiten mag sie aber schon sehr gerne !!!

Longieren hab ich noch nicht probiert, allerdings versuchen wir uns seit kurzem in Nasenarbeit am Fährtenquadrat. Die Begeisterung hält sich dabei in Grenzen (sie mag auch nicht Preydummy suchen), obwohl sie draussen sehr sehr viel schnuffelt. Man kann sehen und hören, wie die Nase arbeitet .....

 

 

 

Ist doch super, habe ich mit Kyra auch oft gemacht

Einfach hinsetzten und nichts tun, also ich tu nichts und Kyra paßt auf.Ihr Schutztrieb ist vorhanden wenn auch nicht von Anfang an

 

Ist doch super wenn du deine Schwäche erkannt hast

Wichtig ist das du dann an Tagen wo du vielleicht mit Freunden unterwegs bist oder nicht gut drauf bist es einfach läßt ansonsten versuch daran zu arbeiten

Streicheleinheiten sind gut, mag meine Hündin auch und wie du sie lobst ist ja egal :)

Ihr werdet noch was finden was euch beiden Spaß macht, wir haben hinterher nur noch getrailt und ein wenig mit dem Futterdummy gearbeitet

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Ach ja - noch ein Frage:  es werden ja von verschiedenen Laboren sog. Rassebestimmungstests für Mischlingshunde angeboten. Hat da jemand Erfahrung?

Klar würde mich interessieren, welche Pflänzchen sich im "Blumenstrauss Assira" verbergen, habe jedoch nur bedingt Vertrauen zu solchen Tests. Über die Sinnhaftigkeit/Notwendigkeit kann man ohnehin streiten, das liegt im eigenen Ermessen .....  ;-)

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Das Problem bei diesen Tests ist, dass sie vermutlich nicht auf genau das Testen, was in ihr drinsteckt - da sind meist keine Herdenschutzhunde aufgeführt und auch keine anderen mittel- und osteuropäischen Rassen.

Eine weitere Frage ist, ob dich so ein Test weiterbringt.. mir hat er geholfen, aber ich kenne sehr viele Leute, denen das gar nichts gebracht hat oder die das sogar noch mehr verunsicherte, weil die "rassetypischen Merkmale" in ihrem Mischlingshund nicht zu finden waren.

 

Ich kann dich absolut verstehen. Mir fällt es manchmal noch immer schwer, Smilla nicht zu rufen, wenn mir das jemand rät, mir ein Kommando mal zu sparen, auch wenn der Hund dann unerzogen wird und die Leine konsequent dranzulassen, selbst wenn das zu unangenehmen Kommentaren führt.

Es ist nicht einfach, wenn der eigene Hund so eigensinnig, so stur ist und einem das Gefühl gibt, die eigenen Entscheidungen seien nutzlos, man selbst sei inkompetent - dazu ggf. noch er Vergleich zu "normalen" Hunden und die eigene Erwartungshaltung, einen wohlerzogenen Hund haben zu wollen sowie die Gedanken, dass der Hund so viel mehr dürfte, würde er doch bloß hören..

 

Ich würde vielleicht statt eines Rückrufes erst mal ausprobieren, ob ihr ein Abbruchsignal mehr liegt - du rufst, sie bleibt stehen und verharrt, bis du kommst. Dann könnte sie zumindest die für sie interessante Situation weiter beobachten und du kannst die mitnehmen oder noch eine Weile daran teilnehmen.

Dem Hund hier liegt das überhaupt nicht, aber von Zeit zu Zeit kann ich sie auch auf der Stelle verweilen lassen, wenn ich denke, sie käme nicht zurück. Ich setze mich dann in kleinem, aber für sie offensichtlichem Abstand zu ihr und schaue, was für sie interessant ist. Wendet sie sich zu mir, belohne ich.

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Ich halte nicht viel von diesen Rassebestimmungen aber das muss man selbst entscheiden

 

Zu der HS kann ich dir auch noch was erzählen :o

Mir wurde damals in der Gruppenarbeit gesagt mein Hund würde den Ablauf stören weil sie sich zu langsam hinsetzt, zu langsam ins Platz geht und und und

Meine Hündin hat diese Kommandos sauber und auch aus der Bewegung ausgeführt aber nicht wie ein Urknall

Da ich den Ablauf nicht weiter stören wollte mit meiner langsamen Hündin habe ich die HS verlassen ;)

Wenn du kein gutes Gefühl hast mit der HS dann sprich mit ihnen, wenn sie sich nicht auf euch einlassen dann ´musst du schauen ob das die richtige Wahl ist

 

Mit vielen gleichen Kommandos und oder schreien wirst du nicht weiterkommen

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