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Hundeforum Der Hund
Gast

Psychische Misshandlung von Hunden - kennt ihr Fälle?

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Hier gibt es eine HuHalterin, die einen sehr hübschen jetzt ca. 3 jährigen kurzhaarigen Parson Russel Terrier hat.

Ich begegne ihr nur selten, vielleicht weil sie andere Gassizeiten hat.

Neulich bin ich jedoch mit ihr ins Gespräch gekommen, ihr Hund an HB und Flexi, Blaze ohne Leine.

Die Begegnung der Hunde war problemlos, meiner interessiert sich nur wenig für andere Hunde.

Der PRT jedoch wurde sehr kurz gehalten, was mich veranlaßte die Dame zu fragen, ob ihr Hund krank sei, oder aus anderen Gründen keine HuKontakte haben darf.

Was sie antwortete, machte mich sehr betroffen:

Ihr Hund darf lediglich 2x wöchtentlich in der HuSchu Kontakt zu andern Hunden haben.

Darüber hinaus nicht.

Hm...

Während wir da standen, wollte der Terrier Kontkat zu mir aufnehmen, machte an seiner kurzen Flexi ein, zwei Schritte auf mich zu, wurde aber verbal und mit Leine zurückgezogen.

Sehr nett habe ich das hinterfragt: und die Dame sagte, dass der Hund KEINERLEI andere Menschenkontakte haben dürfte.

Hmmm...

Ich fragte dann ganz offen, warum.

Und da sagt sie doch "damit mein Hund nur auf mich hört und nur mich liebt".

Uff. Da blieb mir die Sprache weg... ich habe mich zügigst verabschiedet und bin gegangen.

Das ist für mich seelische Grausamkeit, psychische Mißhandlung dieses Hundes.

NOCH hat der Hund wohl keine Macke, er fügt sich still in sein Schicksal. Vielleicht, weil er es ja nicht anders kennt?

Und eher einen terrier-untypischen ruhigen und ausgeglichenen nicht rebellischen Charakter hat?

Dem Hund geht es augenscheinlich gut, er sieht fantastisch aus, die Dame ist gut situiert und hat ein hohes Bildungsniveau.

Da würde keiner von Tierquälerei sprechen... aber das ist doch... :(

Wie sehr ihr das?

Habt ihr eigene Erlebnisse, Erfahrungen mit seelischer Grausamkeit Hunden gegenüber?

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Urks… Das ist heftig :(

Ein Glück ist mir noch keiner begegnet, der seinen Hund in eine so kleinen goldenen Käfig gesperrt hat.

Hat so was von "Helikopter-Eltern".

Hier läuft auch der eine oder andere Kleinsthund herum, der bei unserem Anblick immer auf den Arm genommen werden.

Die Kleinen gehen auch demenstprechend ab.

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Hab so nen Terrier in der Nachbarschaft! :(

Einmal die Woche Hundeplatz, das wars :(

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Wenn ich mich richtig erinnere gab es erst kürzlich von Betty etwas wo diese Geschichte rein passen würde.

 

Ihr habt nur kurz gesprochen aber könnte es sein das die Frau evtl. Krank ist ? Vlt. eine Depression ?? oder so was???

 

Der Hund wäre dann ihre Seelische Stütze .

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:(  oh man, man sollte die Leute die den HH solche Sachen vermitteln auch mal so halten

Das ist wirklich heftig

 

Ich kenne das nur von einem kleinen Mann mit einem großen Landseer, er durfte nie mit unseren Hunden Kontakt aufnehmen geschweige denn spielen damit er sich nicht dreckig macht

Für ihn war es nur eine Schw......verlängerung

Ich habe mal mitbekommen wie er zu seinem Rassehund gesagt hat das meine Hündin ja nur ein Bastard ist und er sich nicht damit abgeben soll :angry:

Der Hund tat uns allen nur Leid

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Das ist für mich seelische Grausamkeit, psychische Mißhandlung dieses Hundes.
 Soooo schlimm finde ich das nun nicht...immerhin geht sie mit dem Hund spazieren, lebt mit ihm (wahrscheinlich eng) zusammen und besucht mit ihm die Hundeschule, wo er Kontakt haben darf.

 

Und da sagt sie doch "damit mein Hund nur auf mich hört und nur mich liebt".
Die Erklärung klingt schrecklich...ist aber vielleicht gar nicht der Grund. Wahrscheinlich kann er nicht abgeleint werden und ist an der Leine kritisch mit anderen? Deshalb nur Kontakt ohne Leine mit vertrauten Hunden im sicheren Rahmen der Hundeschule? Kann ja sein, wir wissen es nicht.

 

Psychische Misshandlung ist für mich, wenn Martin R. im TV dem Besitzer eines alten Ridgebackrüdens rät, den Hund 6 Wochen lang wie Luft zu behandeln...

Oder die "Schäferhundler" ihre Hunde auf dem Vereinsgelände in dunklen Zwingern unterbringen, nur einmal am Tag ne halbe Stunde hinfahren zum Putzen und Füttern, ein kurzes Stück mit dem Hund laufen und sich eigentlich nur im Rahmen des Hundesports / Schutzdienstes 1-2 mal ne Stunde pro Woche mit dem Hund abgegeben wird. 

Auch die Hunde, die den ganzen Tag alleine sein müssen und auf die Heimkehr ihrer Besitzer warten, die tun mir leid, denn sie verkümmern ja total.

Oder die Hunde von psychisch kranken Personen, die die Launen ihrer Besitzer mittragen müssen, gar nicht Hund sein dürfen..

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Ich fang nu besser gar nicht an, von Fällen zu berichten. Ich lebe ja in Spanien und da sieht es sicher nochmal anders aus, als in Deutschland - vielleicht aber auch nur offensichtlicher.

 

Was mir aber besonders immer wieder auffällt ist, dass fast jeder Hundehalter glaubt, das Richtige für den Hund zu tun. Unser Nachbar ist beispielsweise fest davon überzeugt, sich um eine 5 Monate junge Boxerhündin zu kümmern. Er hat sie an die Kette gelegt, damit sie nicht auf die Straße rennen kann, was ja gefährlich für den Hund wäre. Sie hat eine Hütte, Wasser und meistens auch Futter und das ist in seinen Augen richtig gut für den Hund.

 

Ein anderer Fall: Drei große Hunde, alle "gerettet". Die Halterin liebt es, den ganzen Tag gemütlich zu Hause rumzuhocken und deshalb geht sie davon aus, dass es ihre Hunde so richtig gut haben. Die hocken nämlich auch nur Zuhause rum und bekommen 2 Spaziergänge a 10 Minuten täglich und das an der Leine. Die Hunde sind total durchgeknallt, es gibt nun auch regelmäßig Kämpfe zwischen ihnen, aber sie ist fest davon überzeugt, dass sie ihren Hunden das schönste Leben bietet.

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Unter psychischer Misshandlung verstehe ich etwas ganz anderes:

Nämlich emotionalen Missbrauch.

Menschen betreffend ist das inzwischen schon anerkannt und gut durchformuliert.

Vieles davon kann man auch auf Hunde übertragen.

Zitat aus obigem Link:

  • Erniedrigung, Abwertung und Kritik des Partners: auch in Form von dauerndem Nörgeln, Sarkasmus und einer herablassenden Haltung
  • Ablehnung bzw. Bagatellisierung der Gefühle und Bedürfnisse des Partners
  • Dominanz und Kontrolle des Partners
  • emotionale Erpressung
  • Einschüchterung durch Aggression
  • Mobbing
  • psychische Manipulation
  • Drohungen z.B. in der Form dem Partner Gewalt anzutun oder ihn zu verlassen
  • Missbrauch des Partners als emotionalen Mülleimer und Ablassventil
  • bewusstes Lügen und Vorenthalten von Informationen
  • Strafe durch Liebesentzug, Nichtbeachtung und Verweigerung der Kommunikation
  • Isolation des Partners von anderen nahe stehenden Personen
  • Bewusste Überschreitung persönlicher Grenzen

 

Ob der Russel der Frau aus dem Eingangsbeitrag darunter leidet, nicht mit jedem Hund und Mensch in Kontakt treten zu dürfen, kann man nicht beurteilen, wenn man nicht den gesamten Umgang mit dem Hund kennt, finde ich.

Meinen Nicky konnte ich anfangs auch nicht zu jedem Menschen und Hund hinlassen. Der brauchte den Schutz, NICHT bedrängt zu werden. Der hätte darunter gelitten, wenn ich jeden Hund und Menschen an ihn rangelassen hätte.

 

Psychische Gewalt emotonaler Missbrauch ,  findet in meinen Augen dort statt, wo das Individuum in seinen Emotionen ignoriert wird, der Ausdruck von Emotionen verboten wird oder  durch aversive oder einschüchternde Manipulationen eingeschränkt, bzw. verhindert wird und das erlebt man leider sehr häufig.

 

Der Hund, der sich vor direktem Kontakt mit Artgenossen fürchtet, wird dazu gezwungen, sich still zu verhalten und es auszuhalten, sodass er die Nähestillschweigend  erträgt.

Der Hund, der nicht gelernt hat, dass man Ressourcen nicht zu verteidigen braucht und der dann mit dominierenden Massnahmen und Liebesentzug (Ignorieren) dazu gebracht wird, nach Zuwendung lechzend, nur noch das Verhalten zu zeigen, das der Mensch akzeptiert.

Der Hund, der trotz eindeutiger Beschwichtigungssignalen weiter bedrängt wird, weil er "sich das gefallen lassen können muss".

Der Hund, der draußen nicht sofort auf Rückruf angepest kommt oder "zu wenig aufmerksam ist"  und dann mittels "Verstecken" des Menschen dazu gebracht wird, seinen Menschen nicht mehr aus den Augen zu lassen.

Der Hund, der mittels aversiver Massnahmen dazu gebracht wird, Dinge zu meiden, in der Form von: "Wenn Du Dich entfernst, dann tut Dir "die Umwelt weh" - bei mir bist Du sicher!"

...das fällt für mich unter psychische Gewalt und noch viel mehr (ohne dabei eine abgestufte Wertung abzugeben)

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Ich gehe da total mit EMS konform. Meine Hunde haben auch selten Kontakt zu anderen Hunden. Weil wir hier so ländlich wohnen, treffe ich äußerst selten jemanden. Deswegen habe ich mir ja einen Zweithund angeschafft. Jedoch muss ich ehrlich sagen, ich glaube nicht, das Hades einen Schaden davon getragen hätte, wenn er  Einzelhund geblieben wäre.

 

Ich finde oftmals werden die Hunde dauernd in Hundekontakte geworfen und sind dabei dann eigentlich nur gestresst. Aber die Halter sehen das gar nicht, weil die Hunde ja so schön spielen. Das finde ich schlimmer, als einen Hund der wenig andere Kontakte oder nur ausgesuchte Kontakte haben darf. Und ja, ich möchte auch nicht, das beim Gassigang andere Hunde einfach zu meinen gelaufen kommen, ich hätte gerne das der andere Hund entweder mit seinem Menschen mitläuft ohne meine Hunde begrüßen zu müssen, oder an die Leine genommen wird. Aus dem einfachen Grund das ich meine Hündin nicht ableinen kann und mir das Risiko das sich die Hunde verheddern zu groß ist und weil ich weiß das meine Hündin keinen gesteigerten Wert auf Hundekontakt legt. Sie hat eine große Individualdistanz und setzt die dann auch durch. Und dann ist meine Hündin die böse.....

 

Die Hunde mit denen meine zwei Kontakt haben, kennen sie, können sie einschätzen, da muss nichts geregelt werden, da geht es ruhig zu und die Hunde wissen sich einzuschätzen. Sie vertrauen sich und Hera fühlt sich mit ihnen sicher. Natürlich lernen die beiden auch mal neue Hunde kennen, wenn ich z. Bsp. jemand neuen kennenlerne. Jedoch schau ich auch da, das es passt. Passt es nicht, bleiben die Hunde an der Leine. So versteht sich meine Hündin mit der Hündin meiner Freundin nicht. Meist treffen wir uns also entweder ohne Hunde, oder nur ein Hundepaar kommt mit, oder wir gehen gemeinsam, dann aber an der Leine, ohne Kontakt.

 

Wichtig ist das der Hund ein Sozialleben hat. Mit Menschen oder Hund, egal. Das er nicht ignoriert wird, oder dauerhaft alleine ist. Ich würde sogar sagen, das 10 Stunden alleine sein am Tag, schlimmer, oder grausamer ist, als ein Hund der dauernd bei seinem Frauchen sein darf, aber sonst weniger Sozialkontakte hat.

 

Die Frau beschäftigt sich mit ihrem Hund und lässt ausgesuchte Hundekontakte zu. Ich finde nicht, dass hier eine psychische Misshandlung vorliegt.

Die Begründung ist etwas komisch und für mich nicht nachvollziehbar, vielleicht war die Antwort von ihr auch einfach so dahin gesagt, weil sie keine Lust hatte sich zu rechtfertigen?

 

Für mich fallen Dinge unter psychischer Misshandlung wie: Ignorieren, für den Hund unberechenbar sein, den Hund verängstigen durch Schlagen etc, ihn dauerhaft wegsperren, ihn keinerlei Kontakt zu gönnen, ihn zu isolieren ggü jeglichen Kontakten und Außenreizen, ihn dauerhaft z. Bsp. an einer Kette leben zu lassen und nicht mit ihm Gassi zu gehen usw usf.

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Es gibt so unglaublich viele Huhas, die einem mit großer Selbstzufriedenheit erklären, dass ihnen ein Trainer bei ihren ehemaligen "Problemen" geholfen hat, indem er ihnen erklärte, der Hund tanze ihnen auf der Nase herum und respektiere sie nicht genug und wie sie das ändern können. Ich sehe dabei den Hund an und denke oft: Ja, man sieht's. 

 

Besonders unsichere Hunde scheinen sowohl von ihren Haltern als auch von vielen Trainern dauernd falsch verstanden zu werden. Jede aggressive Äußerung eines Hundes scheint im Keim erstickt werden zu müssen, ungeachtet der Ursachen. Das macht mich manchmal richtig traurig. Ich sehe dann Hunde, die permanent beschwichtigen und sich kaum noch von ihren Menschen weg bewegen und diese Menschen sind noch stolz darauf, auf das Ergebnis ihres Trainings. Schießen dieHunde dann in für sie stressigen Situationen doch mal hervor und versuchen, etwaige Bedrohungen zu vertreiben (ich spreche nicht von Beißattacken), werden sie gegriffen, alpha- umgeworfen, sprüh- gestoßen, geruckt, gehauen... schlimm. 

 

Bemerkenswerterweise sind solche Leute zwar einerseits sehr unglücklich, wenn ihr sonst so "perfekt" funktionierender Hund plötzlich wieder alte Probleme zeigt ("hin und wieder kommt es noch vor..."), aber gleichzeitig ziemlich zuverlässig komplett vernagelt, wenn man versucht, ihnen sanfte Lösungsansätze zu vermitteln. 

Und dabei beginne ich schon immer mit: "So einen Hund hatte ich auch mal!" und warte auf die Nachfrage, wie es denn besser geworden ist. 

Jede andere als die Theorie des respektlosen Hundes scheint ihnen regelrecht Angst zu machen. 

Der Perspektive- Wechsel offenbart die eigenen Fehler und Fehleinschätzungen und das muss vermieden werden. Da bin ich oft echt ratlos. 

Das empfinde ich wirklich als seelische Grausamkeit, wenn Hunde, die ohnehin schon verunsichert sind, noch gegängelt, gedemütigt und gedeckelt werden. 

 

Die schon mal erwähnte Frau mit der hektischen, unsicheren Windhundmixhündin und dem Sprühhalsband ist da so ein Beispiel. 

Oder der Typ mit dem Terriermix, der per Klapperdose "erziehen" wollte und dadurch nur erreichte, dass der Hund außerhalb seines Wirkungskreises schlicht gar nicht mehr kontrollierbar war und jagte, was das Zeug hielt. Hund ist ins Tierheim gewandert.

Ein alter Herr mit jungem Boxer, der von seinem Hund weitgehend ignoriert wird und sich auch gar nicht bemüht, irgendwie interessant für den sehr lustigen und hellwachen Boxerbuben zu werden. Erwischt er seinen Hund schlussendlich, wird der angemotzt und angeleint und fertig. Ich habe ihn nun schon einige Wochen nicht mehr gesehen. Meine Vermutung ist, dass der Hund abgeschafft wurde. 

 

Viele meiner eigenen oder Pflege/Gassi- Hunde kamen aus Haltungen, in denen psychische und z.T. auch physische Misshandlung alltäglich waren. Allen Misshandlungen voran fand ich die Ignoranz dem Hundebedürfnis und seinen Signalen gegenüber am weitesten verbreitet. Und es scheint sehr einfach zu sein, das schön zu reden. 

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