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Kann ein 10jähriger Hund noch lernen, entspannt alleine zu bleiben?

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Guten Abend,

 

es geht um eine 10,5jährige Hütemix-Hündin, die noch im Tierheim sitzt und auf ein neues Zuhause wartet.

 

Ihre größte Baustelle:

Sie kann nicht alleine bleiben und zerlegt dann Türen, die sie nicht öffnen kann.

Mit "Zerlegen" ist das komplette Zerstören von Türen gemeint.

 

Mir ist klar, dass so ein Problem nicht von heute auf morgen abtrainiert werden kann und dass es viel Zeit und Geduld in Anspruch nehmen wird.

 

Hat jemand Erfahrungen mit Hunden, dessen Alleinsein-Problem derart ausgeprägt war und sich über 10 Jahre gefestigt hat?

 

Meint ihr, es gibt eine reale Chance, das in den Griff zu bekommen?

 

Danke für's Lesen.

Über Antworten und Erfahrungsberichte würde ich mich freuen.

 

Viele Grüße!

 

 

 

 

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Bei unserem Pudelchen haben wir es damals nicht mehr geschafft, der war irgendwie derart traumatisiert. Mein erster Hund hat auch zerstört, wenn er in einem Zimmer allein war. Hatte er das ganze Haus zur Verfügung ging es. Der war aber auch erst ca. 4 Jahre alt.

Ob das nun am Alter festzumachen ist - keine Ahnung. Skeptisch wäre ich da in jedem Fall. Verbesserungen kann man erwarten, aber wie weitreichend...?

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Mein Hund war nie alleine und als er dann zu mir kam, habe ich 2 Jahre lang mit Übungen und Homöopathie und Medikamenten und und und versucht das in den Griff zu bekommen. Hat nicht geklappt.

Aufgehört zu jaulen hat er dann vor ungefär 2 Monaten von alleine durch Änderung meiner Einstellung.

Ich dachte auch dass das schon klappt. Jetzt sehe ich das anders. Bestimmt gibt es Hunde die das lernen können, auch im Alter der eine besser der andere weniger gut und mancher vielleicht garnicht.

Ich würde nach der Erfahrung die ich mit meinem gemacht habe definitiv keinen Hund mehr nehmen, bei dem ich von anfang an weiß das es ein riesen Problem ist. Aber wer weiß man soll ja auch niemals nie sagen.

 

Aber ich wüsste gerne noch, woher weiß man dass der Hund die Türen auseinandernimmt wenn er im Tierheim sitzt? Wie lang ist er denn schon da?

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Aber ich wüsste gerne noch, woher weiß man dass der Hund die Türen auseinandernimmt wenn er im Tierheim sitzt? Wie lang ist er denn schon da?

 

Die Hündin befindet sich seit 6 Monaten im Tierheim, sie ist ein "Scheidungsopfer".

Laut Vorbesitzer kann sie nicht alleine bleiben und zerlegt Türen, die sie nicht öffnen kann.

Im Tierheim schafft sie es nicht, die vorhandenen Türen zu zerstören (sind ja auch andere Türen).

Sobald sie in den Zwinger mit Auslauf, in welchem sich noch zwei Rüden befinden, gebracht wird, beginnt sie zu heulen.

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Das musste mein Hund mit 14 noch lernen. Sie hat die Türen zwar nicht zerlegt, aber so einige Kratzer reingehauen bei dem Versuch, sie zu öffnen.

Ich habe sie vor 13 Jahren aus dem Tierheim geholt mit eben diesem "Problem". Laut Tierheim wurde sie von den Vorbesitzern tagelang allein gelassen. Kein Wunder, dass sie dann so reagiert, denke ich. Das war für uns damals aber kein Hindernis, weil sie ohnehin immer mit dabei sein sollte und wenn wir mal was vorhatten, was nur ohne hund geht, haben sich Freunde darum gerissen, den Babysitter zu spielen.

Nachdem ich mich habe scheiden lassen, war auch der Großteil dieser Freunde weg. Dazu kommt, dass man als Single auch öfter mal weggehen möchte und plötzlich ganz andere Hobbies für sich findet. So war ich mehr oder weniger gezwungen, sie öfter mal allein zu lassen, sei es eine stunde zum einkaufen, zwei Stunden zum schwimmen in der Schwimmhalle oder ein paar mehr Stunden für einen Kinoabend. Zu dieser Zeit war sie etwa 14 Jahre alt.

Es hat lange gedauert, aber mittlerweile kommt sie ganz gut zurecht. Sie schläft zwar nicht und starrt nur aus dem Fenster, aber sie bellt jetzt nur noch wenn ich komme und nicht mehr durchgängig. Das ganze funktioniert aber nur in ihrer gewohnten Umgebung. Wenn wir beispielsweise bei meinem Freund sind und lassen Sie dort allein, veranstaltet sie ein Heulkonzert über Stunden, macht alle Türen auf, die nicht abgeschlossen sind und wühlt sich über die gesamte Couch. Meistens hört sie uns nicht, wenn wir kommen, weil sie schon schwer hört und uns nicht sehen kann. Dann finden wir sie inmitten von Kissen auf der Couch vor, heulend wie ein Wolf!

Ich würde also sagen, mit ganz viel Geduld ist das durchaus möglich. Ich finde, es kommt auch immer darauf an, warum ein Hund dieses Theater veranstaltet. Macht er es, weil er sauer ist, dass er nicht mit kann oder macht er es, weil er tatsächlich Verlustängste hat. Letzteres wird sicher länger dauern, das wegzubekommen.

LG Lissy

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Oh heulen kenne ich nur zu gut. ;)

Und hat sich das Verhalten in den 10 Jahren gefestigt oder wurde sie eigentlich immer mit in die Arbeit, zum Einkaufen etc. genommen und hat das Alleinbleiben einfach nur nicht gelernt? Ob sich das so jetzt überhaupt noch feststellen lässt?

Hattest du denn schon ein Gespräch mit den Tierpflegern? Wie schätzen sie sie ein?

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Das musste mein Hund mit 14 noch lernen. Sie hat die Türen zwar nicht zerlegt, aber so einige Kratzer reingehauen bei dem Versuch, sie zu öffnen.

Ich habe sie vor 13 Jahren aus dem Tierheim geholt mit eben diesem "Problem". Laut Tierheim wurde sie von den Vorbesitzern tagelang allein gelassen. Kein Wunder, dass sie dann so reagiert, denke ich. Das war für uns damals aber kein Hindernis, weil sie ohnehin immer mit dabei sein sollte und wenn wir mal was vorhatten, was nur ohne hund geht, haben sich Freunde darum gerissen, den Babysitter zu spielen.

 

 

Meinen konnte ich bspw auch nirgens hingeben da hat er das selbe gemacht, auch bei meinen Eltern die mit im Haus sind.

Es wäre wichtig zu wissen warum sie Stress hat.

Meiner hatte das nur wenn ich gegangen bin. Deshalb war es eben egal ob jemand in der Wohnung war, oder ob ich ihn zu meinen Eltern gegeben habe.

Ich glaube ja immer noch dran das es möglich ist einem Hund das mit Geduld beizubringen, ich glaube aber auch das es Kandidaten gibt, die so viel Stress haben, dass die es nie lernen.

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Naja, ein Heulkonzert ist für mich nicht "allein bleiben können". Das hat der Pudel auch gemacht, ich finde das zu stressig für den Hund.

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Auf welchen Beitrag war das jetzt gemeint?

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Das kann Dir leider keine Glaskugel sagen ;)

Es gibt genau so Hunde, die es lernen, als auch Hunde, die es nie lernen.

Ich denke, man sollte sich bei Bekanntheit des Problems auf das "worst case-Szenario" einrichten, wenn man dies nicht stemmen kann, Finger weg!
Es nutzt dem Hund gar nichts, wenn er wieder wegkommt und evtl. neu traumatisiert durch den erneuten Verlust eines Zuhauses wieder in die Vermittlung geht.
Gerade ein Trennungsproblem, wird mit jedem Verlust des Zuhauses schlimmer ...

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