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Hundeforum Der Hund
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Übungen zur Impulskontrolle - Ideensammlung

Empfohlene Beiträge

Ich würde Variante "C" wählen,da ich damit gleichzeitig trainieren kann,das nix vom Boden aufgenommen werden darf,da Giftköder

 

ja heutzutage keine Seltenheit sind.Variante "D" würde das auch ausschliessen,aber wie gesagt,bei "C" schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe.

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(bearbeitet)

Normal war das so: 

Belohnung-> Hund nähert sich dem Napf..darf hinlaufen (Hund macht sein eigenes Ding)

nun

Belohnung-> Mensch schiebt dem Hund den Napf hin (Ziel wird in Kooperation mit dem Menschen erreicht)

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Jetzt - der Hund bleibt quasi dort wo er gerade ist, richtig?

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Ohh auf die Impulskontrolle hab ich bei Ruby SEHR geachtet. Ich wollte partout keinen Jäger (bzw. einen wildernden Jagdhund).

 

Neben der Impulskontrolle am ruhenden Objekt war für uns freilich alles was sich bewegt viel interessanter:

 

Nicht nur, dass Hundi bei einem fliegenden Ball oder einem fliegenden Keks brav geduldig warten muss - nein das olle Frauchen hat dem jungen Setter schon mit ein paar Wochen beigebracht, dass man nahezu IMMER wenn man dem Objekt der Begierde ENDLICH hinterherspurten darf, mindestens einmal ins Platz gerufen wird ;-)

 

Heißt das Stoppen aus vollem Lauf muss einfach Routine werden.

 

Richtig stolz war ich auf die Maus, als sie erstmals die Begegnung mit einem Frisbee hatte. Geworfen für einen fremden Hund, weit vor uns auf einer großen Wiese. Ruby stutze als sie das Frisbee und den rennenden Aussie sah, spurtete los - die Maus war ein paar Monate alt und ich war mir 100%ig sicher, dass ich sie gestoppt bekomme... ich ließ sie etwa die hälfte der Strecke zurücklegen (immernoch im vollspeed) bis der Pfiff erfolgte - auf dem Absatz machte sie kehrt und eine Jackpotbelohnung war ihr sicher.

 

Du solltest versuchen, es einfach in den Alltag zu integrieren.

 

 

 

 

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Ja. Es geht nur darum, dass der Mensch noch wichtiger wird und Hund lernt, sich noch mehr auf den Menschen zu konzentrieren, denn der bringt den Napf.

 

Ich gebe zu, der Unterschied ist nicht sehr groß, aber mir leuchtet die Sinnhaftigkeit durchaus ein.

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Also ich bin da auch eher ein Fan der Balance, und wechsle das deshalb ab. Meine größte Priorität dabei ist, dass mein Hund immer das Gefühl haben muss, die bestmögliche Belohnung zu bekommen. Wenn ich also mit der Reizangel Impulskontrolle spiele, dann würde es keinen Sinn machen, ihm eine andere Belohnung anzubieten - er käme sich "betrogen" vor. Mit den Keksen läuft das verschieden, so dass er aufmerksam bleibt. Manchmal werfe ich, beispielsweise beim Handtargettraining, ein paar Kekse auf den Boden. Schafft er es, am Target zu bleiben, darf er die Kekse einsammeln. Und weiß, da er ja nicht genau gesehen hat wo sie gelandet sind, dass ich sie ihm zeige. Manchmal werfe ich auch ein paar Kekse oder Spielies nach vorne; bleibt er, dann fliegt eine Superbelohnung nach hinten. Es gibt also alles, je nach Situation.

 

Und mein Eindruck ist, dass ich genau damit die Aufmerksamkeit sogar vielleicht noch besser erhalte. Einfach weil die Belohnung oft noch besser ist als der Reiz, aber er nie so genau weiß, wo und wie diese erfolgen wird. Er ist sich nur sicher, DASS sie kommt, und dass ich weiß wie es funktioniert. Das gibt mir eine Rolle, die sicher nicht weniger zentral ist als wenn ich die Belohnung immer bei mir gebe - nur eben mit anderer Bedeutung. Ich bin damit nicht der Verwalter der Belohnungen, sondern der tolle Mensch, der immer weiß wie es am geschicktesten geht. Spannend, mit mehr Bewegung, und für meinen Hund ein Zeichen meiner Kompetenz statt meiner Ressourcenkontrolle. Oh man, ich hoffe das war jetzt halbwegs verständlich...

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Mal ein paar einfache Übungen nach Schwierigkeitsgrad gestaffelt:

 

- Herrchen nah beim Hund, Keks/Spielie in der Hand oder auf dem Boden und Hund darf es erst nach Freigabe nehmen

- Herrchen nah beim Hund, Keks/Spielie fliegt nur ein paar Meter und Hund darf es erst nach Freigabe nehmen

- Herrchen nah beim Hund, Keks/Spielie fliegt nur ein paar Meter, Hund muss eine andere Übung ausführen und darf Keks daraufhin nach Freigabe nehmen

- selben 3 Übungen - nur fliegt das Objekt weiter weg

- selben 3 Übungen - nur fliegt das Objekt weiter weg und Herrchen steht nicht mehr unmittelbar neben dem Hund (weniger direkten Einfluss) bzw. entfernt sich vom Hund

- Keks/Spielie fliegt weit weg, Herrchen entfernt sich, ruft Hund zu sich und schickt den Hund dann weiter zum Keks/Objekt

- Keks/Spielie fliegt weit weg, Herrchen entfernt sich, schickt den Hund zum Keks/Objekt, lässt ihn vor dem erreichen ins Platz legen, Rückruf zum Herrchen(Belohnung beim Herrchen), Freigabe vom Objekt...

 

Das kann man in unendlich feinen Nuancen unterteilen  - je nachdem, wie weit der Hund es mitmacht und wie viel Absicherung notwendig ist.

 

Richtig hart ist es für Ruby, wenn das Objekt ein fliegender Ball ist. Wenn sie loslaufen darf während der Ball noch in der Luft ist und stoppen muss, wenn der Ball aufschlägt (und weiter springt) ;-) Ideal zum Üben. 

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Wie beim barfen auch gilt für mich: Abwechslung muss sein. Bolle ist ja noch recht impulsiv, daher übe ich recht viel und gleichzeitig verliert er schnell die Lust wenn's zu eintönig wird.

 

Edit: Die Übungen hören sich gut an, Kleine Jägerin.

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Silkies, deine Herangehensweise gefällt mir besonders gut!

 

Ich habe die Impulskontrolle bei Futter im Fall Smilla schnell verworfen, weil sie bedauerlicherweise starkes Meideverhalten zeigt, sobald sie Futter ignorieren muss und die Übung dann abbricht.

Stattdessen habe ich praxisnah angefangen und sie für alles, wo ich die Impulskontrolle im Alltag brauche, belohnt. Das hat auch den Hintergrund, dass sie Übungssituationen so schnell durchschaut, dass sie fast nicht mehr lohnenswert sind, da sie entweder sofort das erwünschte Verhalten zeigt oder sich der Übung enzieht. Deshalb habe ich sofort mit alltäglichen Dingen geübt:

 

Gingen wir durch eine vom Laub bedeckte Straße und es wehte ein Blatt, dem Smilla interessiert nachsah, habe ich den Moment, bevor sie den Kopf in Richtung des Blattes bewegte, belohnt. Dann habe ich gezielt welche aufgewirbelt, um sie interessant zu machen, jedes Warten, ruhige Verhalten und jeden Abbruch des Hinterhergehens belohnt.

Sah sie ein Fahrrad, einen Hund oder eine Katze, habe ich ebenso belohnt und gemarkert, wenn sie ruhig war - besonders gefördert habe ich, wenn sie sich bei Katzensichtung hingelegt hat. Dann durfte sie lange beobachten und ich bestärkte jede kleinste Umorientierung mit Futter, Lob und damit, sich der Katze etwas anzunähern. Kam sie mit mir von der Katze weg, habe ich mich sehr gefreut und sie mit Belohnungen überhäuft - meist mit Alternativen zur Katze: Reizangel, Zergel, eine Tüte, aus der sie Futter schlecken konnte, ein Futterball, ein Schnüffelteppich (was schleppt man nicht alles mit).

 

Ich habe vor allem großen Wert darauf gelegt, dass sie anfangs gemeinsam mit mir zum Objekt der Begierde geht, sie aber auch in manchen Bereichen, in denen keine Gefahr ausging (einem Schmetterling nachrennen, zu anderen Hunden gehen, wenn es sich um eine Auslaufwiese handelt, auf der das erlaubt ist), damit sie lernt, dass ich einerseits mit ihr gemeinsam Sachen erlebe, doch ebenso, dass ich nicht diejenige bin, die alles unter Kommando setzt und bei der man sich immer kontrollieren muss.

 

Im Moment sind wir so weit, dass sie mir im Dorf Katzen "anzeigt", indem sie bei Katzensichtung verharrt und mir einen kurzen Blick zuwirft. Dann gehe ich zu ihr, belohne sie, wir sehen uns die Katze an, wenn sie noch beobachten will oder gehen, wenn sie möchte, direkt weiter, was wieder belohnt wird. In Wäldern bleibt sie mitunter stehen, wenn sie Vögel sieht, damit wir diese gemeinsam beobachten können oder damit sie belohnt wird. Mit Verboten habe ich genau das Gegenteil erreicht. Zu anderen Hunden geht sie auch nur noch selten einfach hin, nur, wenn sie diese kennt und genau weiß, dass Kontakt stattfindet und erwünscht ist.

 

Ziel ist irgendwann, dass sie sich beherrschen kann, wenn sie hochgehendes Wild sieht. 

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Wunderbar, genau so hab ich mir den Thread gewünscht :wub:

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