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Hundeforum Der Hund
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Übernachtungswelpi und wie gehts weiter?

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Guten Morgen...

ich muss mich mal ausheulen. Bei uns in der Nachbarschaft ist ein kleiner Welpe eingezogen. Damals "so 7-8 oder so" Wochen alt. Die kleine Maus lebt nun gut einen Monat bei ihren neuen Besitzern, zwei Brüdern und was ich so mitbekomme ( ich sehe die Wohnung vom Fenster aus, meine Tochter und ihre beste Freundin sind häufiger bei ihnen, Welpe gucken, da die Herrchen die Onkel der Freundin sind) wird die kleine Maus eher nicht so optimal gehalten.

Gassi,zwei mal am Tag, wenn überhaupt, mal nur nachts. Beide arbeiten, die kleine ist den ganzen Tag allein. Manchmal darf die Nichte sie dann abholen und mit ins Restaurant ihrer Eltern nehmen. 

Letztens ist ihr jemand so auf die Pfote getreten, das sie nun nur noch dreibeinig läuft, Tierarzt "hat mal geguckt, aber ist angebrochen, kann man nix machen". Sie ist nicht stubenrein, wird in ihr Pipi getaucht und geschüttelt.

Ich hab versucht ihnen ein Welpenbuch zu schenken "soll mich um meinen Scheiß kümmern". Meine Tochter ist tapfer hingestiefelt und hat ihm gesagt, wenn was ist, kann er uns fragen, wenn die Kleine nicht mehr erwünscht ist, kann sie zu uns bevor er ihr was tut, da kam eine ähnliche Reaktion. Einer der beiden ist netter, er versucht wenigstens alles richtig zu machen, hört auf Tipps, liebt die Kleine, aber richtig kümmern ist trotzdem nicht. Schon allein wegen dem Allein bleiben für Stunden... (8-12, je nachdem was los ist, ob man noch weg geht...).

 

Gestern klingelte mein Handy, die Nichte, das kleine hätte so komische rote Augen. Ob ich mal gucken könnte. Bin hin, die Augen sehen wirklich miserabel aus. Ich sagte, sie muss zum Tierarzt, spätestens Montag! (Es war Freitag spät abends,keiner gewillt mit ihr da hin zu fahren und Aufschlag zu zahlen. Außerdem war sie doch erst! Eine Stunde später kam der nächste Anruf, er ist über Nacht bis morgen abend nicht da, die Nichte sollte aufpassen, deren Eltern haben aber nein gesagt, weil sie ja nicht stubenrein ist. Nun ratet mal, wer auf meinem Schoß liegt...

 

Und nun ist es definitv zu spät... ich will die Kleine morgen nicht wieder rausgeben, sie ist so lieb, so bemüht alles gut zu machen, ich würde gerne morgen früh mit ihr zum Tierarzt, aber wir müssen sie früh morgens bei der Nichte abliefern, und wer soll das bezahlen? (Was ich tun würde, wenn ich könnte, und wenn ich nicht das Gefühl hätte, das war ihr Ziel...). Liam mag das kleine, murrt sie als an, weil sie an ihm rumleckt und er genervt ist, dann geht er weg und wenn das Kleine fiept, kommt er sofort und leckt sie ab, dann leckt sie wieder zurück und als so weiter. Als sie aufm Sofa lag, legte er sich zu ihr und sie schlief an seine Pfoten gerollt´ein...

 

Und ich weiß nicht wie ich reagieren soll, habe kaum ein Auge zu gemacht. Ruf ich das Veterinäramt? Reicht das schon,damit die tätig werden? Wie soll ich die Sachen beweisen? Außerdem ist dann meine Tochter ihre beste Freundin los und sie hat es eh so sch... schwer gerade. Versuche ich sie ihm abzukaufen? Dann holt er sich bestimmt n neuen Welpen...  zumal finanziell eigentlich nicht drin... mein Angebot, auf die Kleine aufzupassen, wenn er lange nicht da ist, hat er schon bekommen... 

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Oh jeh, das hört sich nicht gut an. Schlimm wie sich Leute einen Welpi holen und sich nicht darum kümmern.

Meiner Meinung solltest du dir erstmal klar darüber werden ob du das schaffst und wirklich den Welpen übernehmen kannst. Zeitlich/finanziell etc....

Auf jeden fall würde ich weiter an die Vernunft der Menschen appellieren. Weiter anbieten das du dich zeitlich kümmern kannst.

Ich finde das wirklich schwierig wenn sie mit euch bekannt sind und deine Tochter dort zum spielen ist. Dennoch muss der Welpe ja auch tierärztlich versorgt werden. Und ehrlich wenn sich die Besitzer auch hier nicht um den Hund kümmern und ärztlich versorgen lassen, bleibt doch nur die Möglichkeit das du zum Tierarzt fährst inklusive bezahlen oder das Veterinäramt eingeschaltet wird.

Ätzend sowas!

Vielleicht sind ja hier Leute die auch mit der rechtlichen Lage auskennen, ab wann fängt Tierquälerei laut Gesetz an...usw.

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Guten morgen,

 

emotional kann ich das sehr gut verstehen, aber ich glaube, dass rechtlich da bisher kaum eine Chance besteht. Ich weiß nicht wie vernachlässigt ein Hund sein muss, damit da das Vet. Amt eingreift *hm.

 

Meine Idee wäre auch es im Guten zu versuchen. Eventuell kannst du es ja so versuchen: Die Kleine war ja mit Einwilligung der Besitzer bei dir zum Übernachten, oder? Du könntest beim Zurückbringen den netteren der Brüder drauf ansprechen, dass die Kleine ja noch nicht stubenrein ist, du aber ein bisschen mit ihr geübt hättest und sie gut drauf reagiert. Ob du das mit ihr zu Ende trainieren darfst, dann würde sie ja nicht mehr sooft ins Haus machen ( da sollte doch von Besitzerseite Interesse dran bestehen, oder?)

 

So wie ich das raushöre sind es Hundeneulinge, die vielleicht einfach bloß falsche Quellen haben, und dnach den Welpen erziehen. das klingt nämlich sehr nach veraltetem Wissen, dass sie irgendwo aufgeschnappt haben.

 

Ich denke du kannst nur versuchen passiv zu helfen, aber nicht zu oft und zu sehr, da du sie sonst vor den Kopf stößt. Ganz langsam Vertrauen aufbauen zu den Besitzern könnte da besser helfen. Einfach auch mal einen netten Hundeschwatz, wenn du sie "zufällig" beim Gassi gehen triffst.

 

Ich drücke euch die Daumen und es würde mich freuen, wenn du weiter berichtest.

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Hallo,

 

für mich klingt das eher so, als hätte die Nichte den Hund "weitergereicht" und die eigentlichen Besitzer wissen gar nicht, dass der Hund nicht bei der Nichte ist.

 

Rechtlich gesehen... schwierig.

Einfach so behalten geht nicht - fällt das unter Diebstahl? Verweigerung der Herausgabe fremden Eigentums?

 

Vet-Amt einschalten - an und für sich angebracht, bei verwahrlosten Hunden.

Allerdings kann man ziemlich sicher sein, dass selbst bei "anonymer" Anzeige der Name irgendwann von irgendwem zu irgendwem durchsickert.

 

Ich würde auch versuchen mit dem netteren der beiden Brüder zu sprechen - fragen, ob sie nicht einen Tagessitter benötigen, wenn sie nicht Zuhause sind (natürlich nur, sofern du selbst die Zeit dazu hast). Vielleicht können sie sich keinen "richtigen" Hundesitter leisten? Argumentieren kann man durchaus damit, dass der Hund dann ja schneller stubenrein wird, weil man einfach öfter mit ihm rausgeht, etc.

 

Ich halte dir die Daumen und würde mich freuen, wenn du weiter berichtest.

 

Liebe Grüße

Birgit

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Ach Gott, was für ein Dilemma... :( Da kann ich jetzt gar nix raten, weil rechtlich ist eine Sache, die emotionale die andere. Vetamt einschalten ist ja auch blöd, aber durchaus sinnvoll.

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Drück den Leuten 200 Euro in die Hand, sag ihnen, dass Sie den Hund per Klage zurückholen müssen, weil freiwillig gibst Du ihn nicht in diese Umstände zurück. Du warst beim TA, der hat Vernachlässigung diagnostiziert, sie sollen das Geld nehmen, sich schämen und sich nie wieder blicken lassen.

Und lass Dir ggf. Papiere, Impfausweis etc. geben. So dass der Hund Deiner wird. Zeugen nicht vergessen!

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Vielleicht kannst du alleine mit dem Netteren aushandeln, dass der Hund zu euch kann, wenn keiner dort ist? Der scheint deinem Bericht nach für Argumente zugänglich zu sein und sich acuh für das Wohl des Hundes zu interessieren. Hier sehe ich die größten Chancen.

 

VetAmt wäre sicherlich richtig, allerdings habe ich Zweifel, dass die eine Handhabe finden - und die versch. VetÄmter zeigen auch sehr unterschiedliche Motivation, da sehe ich sogar das größere Risiko.

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Na, die Klage gewinnen die aber locker *seufz* ich mag den Tip nicht. Ausserdem hängt da mehr dran, als nur das Welpi, das wurde ja schon geschrieben. Vielleicht kannst Du über die Mutter des anderen Mädchens was erreichen? Mit der mal reden, dass das offensichtlich so alles nicht geht? Tut mir leid, dass ich auch keinen wirklich konstruktiven Vorschlag habe...

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Uh, also das kam heut nacht übermüdet und ratlos falsch rüber, Herrchen wußte, das sie hier ist und hat sogar noch ihr Körbchen gebracht, damit sie nicht alles so fremd ist. Wie gesagt, einer der beiden kümmert sich und liebt die Kleine auch, was sämtlich Vorhaben nur schwieriger macht. Wir haben heute lange geredet, Mann und ich wie mit befreundeten Hundehaltern. Ich werde den beiden noch mal sehr deutlich anbieten, sie zu uns zu bringen, wenn sie sonst allein wäre.  Das aRgument mit dem Stubenreintraining werd ich auf jedenfall bringen, vielen Dank dafür! Außerdem werde ich nachher wenn er das Körbchen holt, mit ihm deutlich reden, das die Kleine dringend zu einem Tierarzt gehört.  Der andere der beiden hat mich vorhin schon wieder blöd angemacht * Augenroll* Naja, die kostenlosen Medikamente hat er trotzdem genommen.... doofes Helfersyndrom ;)

 

Sollte sich in den nächsten Tagen nichts ändern, werden wir gemeinsam das Ordungsamt rufen, eine der Nachbarinnen (Auch Hundebesitzerin) hat da ganz gute Kontakte. Untätig zusehen können und werden wir alle nicht mehr. Zumal sich die Leute in dem Haus wo das Kleine wohnt schon massiv über Geräusche und Geruch bewschweren. Und sollte das Welpi sein Zuhause verlieren, hat es schon ein neues. Auch das ist geklärt. 

 

Ich werde weiter berichten, und danke euch allen, es hilft manchmal schon, einfach nur mit neutralen Menschen zu reden :)

 

 

Edit sagt noch, reden gestaltet sich sehr schwer, bis auf die Nichte (beste Freundin meiner Tochter, 10 Jahre) und die beiden Herrchen spricht keiner in der Familie deutsch und mein Chinesisch reicht leider für solche Gespräche nicht aus ;)

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Also bei Vernachlässigung ist bei mir eine Grenze erreicht, die ich nicht tollerieren kann. Da würde ich ungemütlich und deutlich werden. Entweder die kümmern sich um den Hund - und > 8 Stunden alleine lassen gilt nicht als "kümmern" oder sie müssen den Hund halt abgeben und da würde ich eine Mischung aus Druck &Lösung anbieten einschlagen. Wie geschrieben. Pragmatisch, ohne Ordnungsamt, Vetärinäramt oder irgendwas, was nur Mühe macht. Hund auslösen, fertig.

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