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Hundeforum Der Hund
Missyble

Erkennt ein Hund, wenn ein anderer z. B. blind ist?

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Hallo @ all,

 

fragt mich jetzt nicht, wie ich auf diese Frage komme, es kam mir einfach in den Sinn. Ich würde gerne Wissen ob ein Hund erkennt, wenn ein anderer Behindert ist, z. Bsp. blind oder taub? Verhalten sich Hunde solchen Hunden anders? Merkt ein Hund, das z. Bsp. zähnefletschen nichts bringt, weil der andere Hund es nicht sieht und ändert sein Verhalten diesem Hund gegenüber?

 

Mal angenommen, ein Hund aggiert bei jedem Hund gleich, egal ober er Behindert ist, oder nicht, stelle ich es mir zum Teil schwer vor, solche Hunde zu vergesellschaften, denn ein blinder Hund kann bestimmte Signale ja gar nicht sehen. Ich gehe davon aus, das blinde oder taube Hunde andere Fähigkeiten entwickeln, um gut durchs Leben zu kommen, aber komplett ausgleichen können sie es sicherlich nicht. Wie interagiert da ein Mensch, wenn er Beispielsweise zu seinem gesunden Hund einen Behinderten Hund dazu nimmt?

 

Gibt es Hunde, die in der Lage sind, auf solche Hunde einzugehen, andere wiederum nicht?

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Also Emma hatte ganz schnell raus, dass sie sich Lucky nicht von hinten nähern sollte. Er war fast taub und hat sich erschrocken, wenn sich jemand von hinten näherte. Also ist Emma einen Bogen gelaufen, um sich dann von vorne zu nähern.

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Mein Nicky, der ja eigentlich" kein gutes Sozialverhalten" hat, hat eine blinde Freundin. Er hat sich ihr von Anfang an sehr vorsichtig genähert, nie angerempelt und macht auch keine Anstalten bei ihr, seine wilden Spielchen und Annäherungsversuche zu machen.

Scheinbar hat er schon bei der ersten Annäherung bemerkt, dass sie auf seine Signale nicht reagiert.

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Ich habe auch das Gefühl, dass sich Hunde darauf einstellen können. Ich könnte mir auch vorstellen, dass der Hund mit Behinderung Simmungen riechen kann, da das Gegenüber entsprechende Hormone produziert.

Wir haben gerade im Tierheim einen blinden und tauben Hund. Es war kein großes Problem, ihn mit anderen Hunden zu vergesellschaften. Er versteht sie auch ohne sie zu sehen und zu hören.

Aber das funktioniert vielleicht nicht mit jedem Hund. Es gibt sicher einige, die viel zu ungestüm sind als Rücksicht auf den behinderten Hund nehmen zu können

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Ich habe derzeit am Wochenende immer eine spät (und fast) erblindete Malteser- Havaneser- Mix- Hündin in Pflege, die schon sehr betagt ist und einige Zeit damit verbringt, langsam aber ausdauernd durch die Wohnung zu wandern, überall anzudotzen (nicht so tragisch, da ihr geringes Gewicht Beulen erst gar nicht entstehen lässt, außerdem hat sie einen gut mit Haar gepolsterten Kopf und stoppt schon bei Haarberührung), abzudrehen, weiter zu wandern, gelegentlich gegen Oggis Füße zu stoßen u.s.w. Ich finde dieses Hundchen extrem anstrengend, da es auch unterwegs permanent in Bewegung ist, ständig um die Füße läuft und sich mit der Leine um Beine verheddert, ich ständig aufpassen muss, dass ich sie nicht trete, sie - vermutlich demenzbedingt - bei allen möglichen Bedürfnissen und Missempfindungen hysterisch kreischt u.s.w.

Oggi findet sie überhaupt nicht anstrengend. Es stört ihn nicht, wenn sie in der Küche unter ihm rumwuselt, er schreckt nicht empört hoch, wenn sie gegen seinen Po läuft, man sieht ihm keine Genervtheit an, wenn sie im Auto mal wieder in höchsten und lautesten Tönen kreischt.

Sie ist gegen alle fremden Hunde äußerst giftig, wenn sie sie beschnuppern wollen. Gegen Oggi nicht (mehr). Sie liegt am liebsten im größten Hundebett (Karenins), Oggi liegt am liebsten gar nicht in bodennahen Hundebetten. Inzwischen aber legt er sich immer wieder mal ganz dicht zu ihr und sie lässt das auch zu. Und obwohl Oggilein sonst nicht der allergeschickteste Hund ist, schafft er es zuverlässig, der Kleinen nicht auf die Füßchen zu treten. Er ist wirklich geduldig und sanft mit ihr und lässt eine Nähe zu, die ihm sonst immer unangenehm ist. Ich meine, er "weiß" um ihre Behinderung und ist deswegen besonders vorsichtig mit ihr. 

 

Nala hat ein paar Mal versucht, mit ihr zu spielen und die Bemühungen mangels Erfolg eingestellt. Aber auch sie stört sich nicht an Ginas kleinen Rempeleien und ist vorsichtig mit ihr.  

 

Mein wunderbarer Herr Maier hat von sich aus die schwerhörige und dadurch orientierungsgestörte uralte Nurmi im Auge behalten und bei Bedarf eingeholt, gestoppt, zum Umdrehen und dann zum Folgen aufgefordert und sie so zu mir zurück geführt. Das war sehr beeindruckend zu beobachten! Da er sonst eigentlich ständig andere wichtige und amüsante Geschäfte zu erledigen hatte, fand ich das besonders bemerkenswert, hieß es doch, dass er sich gewissermaßen verantwortlich fühlte und er ein Bewusstsein für ihr Alter bzw. ihre Unsicherheit haben musste. 

 

Ich bin sicher, dass Hunde ein Empfinden für die Einschränkungen anderer Hunde und auch Menschen haben. Was sie daraus machen, ist dann wohl mehr eine Frage des Verhältnisses zu diesem Lebewesen als der Wahrnehmung. 

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Ich bin sicher, dass Hunde ein Empfinden für die Einschränkungen anderer Hunde und auch Menschen haben.

 

So sind auch meine Erfahrungen.

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Der Schweizer Sennen von Freunden ist vor zwei Jahren erblindet

Kyra mochte ihn noch nie und mag ihn jetzt noch weniger weil er ja starrt. Sie meidet ihn und legt sich meist so das sie ihn nicht sieht

Die beiden ergänzen sich jetzt, er sieht nichts und Kyra hört kaum noch was

 

Ansonsten ist mir das nur aufgefallen wenn wir ältere Hunde mit hatten, das dann Rücksicht drauf genommen wurde

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Wir treffen gelegentlich einen steinalten Dackel der komplett blind ist. Er hat auch einen ziemlich unsicheren Gang und läuft schon mal gegen meine beiden.  

 

Als Fino noch jünger war fand er den Dackel echt gruselig, mittlerweile hat er sich an ihn gewöhnt und nimmt es dem kleinen auch nicht krumm , wenn er mal unter ihm durchläuft oder gegen seine Beine läuft.  Naikey hat noch nie in irgendeiner Weise Notiz von dem Dackel genommen. Seine Interaktion mit ihm beschränkt sich darauf das er stehen bleibt , wenn der Dackel gegen ihn läuft oder seinen Weg kreuzt sonst ist ihm der Dackel gänzlich egal.

 

An der Nordsee haben wir am Freilauf Strand vor 2 Jahren zum ersten Mal einen drei Beinigen Hund getroffen, den wiederum fand Naik dermaßen spannend, das ich ihn zügig einsammeln musste, weil der arme Rüde es irgendwann wirklich nicht mehr lustig fand das Naikey ihm permanent hinterher maschierte und ständig die Stelle abschnuppern wollte, wo eigentlich das Bein sein sollte. Wäre es nicht so unangenehm für den anderen Hund gewesen ,hätte ich mich echt wegschmeißen können. Ihm fehlte ein Vorderbein. 

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Mein letzter Shar-Pei Rüde war auf dem linken Auge blind. Er wurde immer wieder von Hunden von  links attackiert bzw. gebissen.

Meiner Meinung nach konnten sie dieses Auge nicht lesen bzw. den starren/toten Blick nicht zuordnen und deswegen gingen immer wieder fremde Hunde auf ihn los.

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Also als das Flusentrudchen in der letzten Zeit fast nichts mehr sah und hörte,konnte sich Aaron nicht wirklich drauf einstellen.

So hat sie halt seine Signale übersehen und überhört,und es kam ab und an zu Reibereien.

Ich weiß nicht,ob es anders gewesen wäre,wenn diese Einschränkungen von Anfang an da gewesen wären.Oder das Größenverhältnis anders .

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