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Hundeforum Der Hund
Missyble

Erkennt ein Hund, wenn ein anderer z. B. blind ist?

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Hier bei uns gab es auch einen blinden und fast tauben Hund. Chicco hat ihn immer ignoriert, jedoch wenn er feststellte das dieser fast gegen irgendetwas gelaufen ist, vorsichtig dort weggeholt.

 

Da er auch viel mit behinderten Kindern zu tun hat merkt er sehr schnell, wenn er einem - für uns nicht offensichtlichen - behinderten Menschen oder Hund gegenübertritt. Dann verhält er sich vorsichtiger und umsichtiger als bei nicht behinderten "Wesen".

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Wenn ich mir z. Bsp. überlege, das Hades es gar nicht mag, wenn ihn beim Schlafen jemand berührt und ein blinder Hund ihn unter Umständen einfach mal anrempelt, müsste ihm schon bewusst werden, dass der andere Hund das nicht absichtlich macht, sondern weil er ihn nicht sehen kann um dieses Verhalten zu akzepieren und nicht zu sanktionieren.

 

Das Hunde durchaus bemerken das mit dem Hund etwas nicht stimmt, kann ich mir schon vorstellen, denn diese Hunde verhalten sich ja anders, können bestimmte Signale nicht wahrnehmen und reagieren entsprechend anders/falsch/komisch. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass sie unsicher sind im Umgang mit diesem Hund es es dadurch so aussehen könnte, als würden sie besonders vorsichtig mit ihm umgehen. Daher ziehlt meine Frage auch eher auf Leute ab, die entweder regelmäßig Kontakt zu einem solchen Hund haben, oder einen solchen bei sich zuhause haben.

 

Und hier würde mich auch die Frage interessieren, wie aggiert der Mensch, wenn z. Bsp. der gesunde Hund ein Verhalten des "kranken" Hundes sanktionieren möchte, das aufgrund der Behinderung entsteht?

Können Hunde wirklich bemerken das der Gegenüber nicht nur komisch in seinem Verhalten ist, sondern dass er z. Bsp. nichts sehen kann und deshalb so reagiert? Das wäre ja eine Vorraussetzung dass ein Hund Rücksicht nimmt und diesem Hund mehr durchgehen lässt, oder anders mit ihm umgeht als mit einem gesunden Hund.

 

Einige Beschreibungen die bisher gemacht wurden, würden darauf hindeuten. Andere wiederrum könnte man z. Bsp. durch Unsicherheit dem anderen Hund gegenüber erklären, oder als normales Verhalten, ohne dass es wirklich wahrgenommen wird.

Mein Rüde holt z. Bsp. Hunde auch zurück, wenn sie sich zuweit von der Gruppe entfernen. Das ein Hund mit einem anderen vorsichtiger umgeht, könnte auf Unsicherheit hindeuten.

Versteht ihr was ich meine? Mich interessiert dieses Thema wirklich. Ich fände es bemerkenswert wenn ein Hund die Gebrechen von anderen Hund wahrnehmen, nachempfinden und Rücksicht nehmen würde. Denn eine Rücksichtnahme schließt ja wiederum ein, sich in einer gewissen Art und Weise auch in den anderen hineinversetzen zu können.

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Versteht ihr was ich meine? Mich interessiert dieses Thema wirklich. Ich fände es bemerkenswert wenn ein Hund die Gebrechen von anderen Hund wahrnehmen, nachempfinden und Rücksicht nehmen würde. Denn eine Rücksichtnahme schließt ja wiederum ein, sich in einer gewissen Art und Weise auch in den anderen hineinversetzen zu können.

Ja, Hunde nehmen Rücksicht auf ein Gebrechen ihres Gegenübers!

Basko ist normalerweise ne *Rampensau* beim Treffen auf bekannte Hunde, er animiert sie doch recht vehement zum Spielen.

Nun haben wir in der Nachbarschaft einen alten, sehr kranken Labbi.

Dem nähert Basko sich SEHR vorsichtig, legt sich vor ihn hin, versucht gaaaaanz vorsichtig, ob er nicht heute doch Lust zum Spielen hat! ;)

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Ich verstehe,was du meinst.

Und natürlich hat das Flusentrudchen ab und zu gerempelt - oder ist über seinen Kauknochen getrampelt.

Und dann gab`s Streß,weil sie seine sehr sehr deutlichen Signale nicht wahrnehmen konnte.Sie hat dann natürlich auch nicht verstanden,warum er plötzlich nach ihr geschnappt hat und schien immer ganz unglücklich...mir tat das richtig weh.

Ich habe mich natürlich bemüht,solche Situationen zu vermeiden - was meist geklappt hat,aber halt nicht immer.

Mein Fazit ist:Aaron hat es nicht gemerkt - bzw. er hat es nicht berücksichtigt.

Zurückgeholt hat er sie aber auf Zuruf - das hat gut funktioniert.

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Ich habe aus verschiedenen Begegnungen der vergangenen Jahre den Eindruck gewonnen, dass “normale, naturnahe“ Hunde spontan ihre Gegenüber mit nahezu unheimlicher Präzision einschätzen und ihr Verhalten sofort drauf einstellen.

Da wird das eigene Verhalten angepasst aber es gibt keinerlei Ausgrenzung von Hunden mit “Behinderung“. Merkt man auch im Spielverhalten.

Wieder mal ein Punkt, bei dem wir Menschen von den Hunden lernen können.

LG

Peter

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Gibt es denn zu dem Thema Literatur oder Forschungen?

 

Hades erweckte bei mir auch den Eindruck von Trauer oder Mitgefühl, als der Doggenrüde meiner Freundin im sterben lag. Er begrüßte ihn nicht wie sonst, ging ruhig hin, stubste ihn mit der Nase an, sah ihn an, ließ die Ohren und Schwänzelchen hängen und ging wieder.

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Hades erweckte bei mir auch den Eindruck von Trauer oder Mitgefühl, als der Doggenrüde meiner Freundin im sterben lag. Er begrüßte ihn nicht wie sonst, ging ruhig hin, stubste ihn mit der Nase an, sah ihn an, ließ die Ohren und Schwänzelchen hängen und ging wieder.

Hunde spüren den nahenden Tod!

Als es Shelly schon sehr schlecht ging, hat Finley schon drei Tage vorher sich sehr verhalten ihr gegenüber gezeigt, ging zu ihr hin, schnupperte sie ab und ging dann wieder, ............ das hat er vorher NIE gemacht!

Und als es Lou nicht mehr so gut ging, hat Shelly sich schon Tage vorher geweigert, das Grundstück auch nur zu betreten!

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Wir passen auf das Pacco nicht in Kyra läuft oder sie anrempelt weil sonst würde sie ihn anpampen

Wie gesagt sie mochte ihn nie, ist ihr viel zu hibbelig, zu laut und jetzt liegt er da uns starrt sie an ..........................ich glaube nicht das meine Hündin da denkt "ach der arme ist ja blind"

Klappt aber alles stressfrei weil wir sind viel zusammen mit dem WoMo weg und solange die 20 cm dazwischen sind ignoriert Kyra ihn

 

Meine Hündin achtet aber wie gesagt auf kleine und auf alte Hunde, das kann sie gut einschätzen aber das ist beim Pacco nicht der Fall

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Ich fände es bemerkenswert wenn ein Hund die Gebrechen von anderen Hund wahrnehmen, nachempfinden und Rücksicht nehmen würde. Denn eine Rücksichtnahme schließt ja wiederum ein, sich in einer gewissen Art und Weise auch in den anderen hineinversetzen zu können.

 

Niemand bezweifelt, dass Hunde die Schwächen anderer zu ihrem Vorteil ausnutzen können, oder? Jedenfalls wissen meine Hunde ziemlich genau, bei welchen Menschen Betteln sinnvoll ist und bei wem es Energieverschwendung ist. Diese Fähigkeit benötigt genauso viel "hineinversetzen".

 

Und ja, meine Hunde können auch Rücksicht nehmen. Wie oben schon geschrieben: das ist weniger eine Frage des "könnens" als des "wollens". Ob ein Hund mit Handycap zum Mobbingopfer wird oder ob die anderen Hunde Rücksicht nehmen ist (ich zitiere Andrea sinngemäß) eine Frage des sozialen Verhältnisses der Hunde.

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Louis konnte sich ziemlich schnell auf Olivias Taubheit und später auch auf ihre (fast) Blindheit umstellen.

Ihre Taubheit kam ja ganz plötzlich, da sie während ihrer letzten OP einen Innenohrinfarkt hatte und somit innerhalb von 45 Minuten taub war.

Louis war nur irritiert, weil sie am Anfang etwas unsicher war, denn sie war immer die Souveräne und hat sehr auf ihn aufgepasst.

Sie hat ihm seit der Zeit auch immer den Vorrang gegeben. Ich hatte das Gefühl, als würde sie ihm ihre Privilegien "abtreten".

Als sie so gut wie nichts mehr sehen konnte, hat sie, wenn wir nicht da waren und nachts,immer in einem XXL Kennel gelebt, damit sie sich nichts antun konnte.

Waren wir im Haus, durfte sie durchs Wohnzimmer tapsen und Louis hat immer geschaut, dass er ihr nicht im Weg stand.

Das war auch der Zeitpunkt, wo er sich immer mehr von ihr separiert hat. Er hat nie mehr mit Olivia alleine im Wohnzimmer geschlafen, er ist immer in die erste Etage gewandert.

In der Küche benutze Olivia immer einen Teppich,den wir ihr extra besorgt hatten, als "Wartezone" für alles mögliche, während Louis brav davor stand. Teppiche waren ja ihre Orientierungspunkte und die hat Louis fast immer gemieden. Seit ihrem Tod nutzt er die Teppiche ausgiebig, besonders den in der Küche.

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