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Hundeforum Der Hund
Missyble

Erkennt ein Hund, wenn ein anderer z. B. blind ist?

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Niemand bezweifelt, dass Hunde die Schwächen anderer zu ihrem Vorteil ausnutzen können, oder? Jedenfalls wissen meine Hunde ziemlich genau, bei welchen Menschen Betteln sinnvoll ist und bei wem es Energieverschwendung ist. Diese Fähigkeit benötigt genauso viel "hineinversetzen".

 

 

Das sehe ich anders iwri. Betteln wird durch den Erfolg belohnt. Es ist eine Lernerfahrung und eigens auf den eigenen Vorteil bedacht. In einen anderen Menschen hineinversetzen muss sich der Hund dafür nicht. Sie probieren es, haben sie Erfolg, probieren sie es weiter und immer wieder. Auch das Verhalten von Menschen die gewillt sind den Hund zu füttern, ist anders, er bekommt Beachtung. Es findet Blickkontakt statt. Und vieles mehr.

 

Ich streite nicht ab, das Hunde soziale Lebewesen sind. Dazu gehört, andere lesen zu können. Stimmungen zu erkennen und sich auch dementsprechend zu verhalten. Ein Gebrechen, eine Schwachstelle zu erkennen ist die eine Sache, diese Dinge brauchte der Urhund, um geziehlt ein Tier aus einer Herde auszusuchen. Nämlich das schwächste, bei dem der Erfolg größer ist. Man legt sich nicht mit dem stärksten an, bei dem man keine Change hat.

 

Eine andere Sache ist es, eine Schwäche zu erkennen, und sich in die Lage eines anderen hineinversetzen zu können. Sich vorstellen zu können, wie es ihm geht, obwohl man nicht dieses Gebrechen hat. Sich bewusst zu sein, der andere kann das nicht weil..... und braucht hier Hilfe um weiter zu kommen. Fehler zu verzeihen, weil man weiß das der andere das nicht ABSICHTLICH gemacht haben KANN....

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Das sehe ich anders iwri. Betteln wird durch den Erfolg belohnt. Es ist eine Lernerfahrung und eigens auf den eigenen Vorteil bedacht. In einen anderen Menschen hineinversetzen muss sich der Hund dafür nicht. Sie probieren es, haben sie Erfolg, probieren sie es weiter und immer wieder. Auch das Verhalten von Menschen die gewillt sind den Hund zu füttern, ist anders, er bekommt Beachtung. Es findet Blickkontakt statt. Und vieles mehr.

 

Meine können das sofort, bei Menschen, die sie nie zuvor gesehen haben. ;)

z.B.: Eine Gruppe von 20 unbekannten Leuten im Garten. Ich komme mit den Hunden dazu. Die beiden werfen einen Blick in die Runde und wissen, wo was abzustauben ist, wo es nur Streicheleinheiten gibt und wo hund grundsätzliche Überzeugungsarbeit leisten muss. Sie wussten auch sofort, dass die Blinde in der Runde zwar grundsätzlich gewillt ist, ihr Essen zu teilen, aber nicht durch Blickkontakt dazu aufgefordert werden kann (meines Wissens hatten beide Hunde vorher keinen näheren Kontakt zu blinden Menschen).

 

Ich denke durchaus, dass auch solche Dinge erlernt werden, weil soziales Verhalten im Grundsatz erlernt ist. Ich bin aber genauso sicher, dass dieses Lernen nicht im Einzelfall erfolgen muss. Ein Hund, der gelernt hat, mit gesunden Sozialpartnern angemessen umzugehen und darin sicher ist, der wird nicht extra lernen müssen, mit behinderten  Sozialpartnern umzugehen. Der schätzt die Lage ein und handelt entsprechend (wobei "entsprechendes Handeln" je nach Temperament und sozialer Situation unterschiedlich sein kann).

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Wir waren mal auf einem Seminar, in dem es um Kommunikation ging (Hund-Mensch und Hund-Hund).

Ein Teilnehmer hatte eine blinde Hündin, die im Laufe dieses Seminars mit einzelnen anderen Hunden zusammengebracht wurde. Jeder einzelne Hund war zuerst irritiert. Und dann je nach Temperament/Neigung/Charakter freundlich und vorsichtig, völlig desinteressiert, oder auch giftig (hier wurde natürlich aufgepaßt, das nichts passiert ist)

 

Mein Fazit: natürlich haben sie wahrgenommen, daß da was anders ist. Und entweder hatten sie Lust sich darauf einzustellen oder nicht. Nur war das eine Fremdbegegnung, die man ja auch ignorieren konnte. Wenn ein behinderter/eingeschränkter Hund mit im Haushalt lebt, ist das ja nochmal was anderes. Da weiß ich von Familien, in denen von Hundeseite viel Rücksicht genommen wurde, aber auch von einigen, in denen der eingeschränkte Hund von den Hundekumpels mächtig schikaniert wurde. Nicht alle Hunde sind zueinander edel, hilfreich und gut ;)

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Merkt ein Hund, das z. Bsp. zähnefletschen nichts bringt, weil der andere Hund es nicht sieht und ändert sein Verhalten diesem Hund gegenüber?

 

 

Butch ist zu 99% taub inzwischen.

Lemmy ist ein Futterdieb,wenn er die Gelegenheit bekommt. Er klaut nicht bei Higgins, wohl aber bei Butch. Früher reichte knurren, dann ging Butch vom Napf weg. Inzwischen hört Butsch das nicht mehr und kaut weiter.

 

 

Mehr habe ich noch nicht durchgetestet, aber ich bin mir zu 99% sicher, dass Lemmy das sch... egal ist, warum Butsch nicht den Napf räumt und ihm, bei weiterer Ignoranz, mal eben drastisch die Leviten lesen würde.

 

Folglich gibt es von mir ein heftiges "Bist du jeck!" wenn ich Lemmy knurren höre (obwohl ich mich ja generell freue, wenn er erst warnt ;) ) - was natürlcih auch damit zusammen hängt, dass ich keine Futterdiebstähle dulde :)

 

 

Ansonsten weiß ich nicht,  wie Lemmy sich benimmt bei behinderten Hunden. Ich glaube eher, dem ist das egal. Wenn der andere sich ihm gegenüber höflich bis zurückhaltend zeigt, ist ihm das egal wie und was der Hund sonst noch hat :) Und ein blinder Macho... keine Ahnung, ob es sowas überhaupt gibt :think: Da könnte ich nur spekulieren, wissen tu ich das nicht.

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ich denke auch das ein anderer Hund schon merkt das was nicht stimmt, also die Schwäche des anderen Hundes der sich auch unterordnet 

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Schikaniert oder gemobbt hat der Aaron die Flusentrude nicht.Und er hat auch wirklich ganz ganz deutlich mehrmals gesagt,daß sie nicht in ihn reinlaufen soll des Nachts.Und nicht einfach über seinen Kauknochen laufen.Aber er hat dann halt irgendwann entsprechend reagiert.

Das Trudchen hat natürlich nicht gewußt ,warum er so gehandelt hat.

Und hat sich dann Nachts einen anderen Schlafplatz gesucht und auch tagsüber ihren Radius eingeschränkt.

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Es ist bei Lemmy auch wirklich nur das Futterklauen, was eventuell Probleme machen könnte. Alles andere ist hier kein Problem, da gibt es keinen Streit. Nur versteht Lemmy halt auch nciht, warum der "sture Bock" plötzlich nicht mehr alles hergibt, was doch eigentlich Mr King Lemmy gehört :D

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Hier ging eine ganze Weile ein sehr alter Cocker Spaniel mit Herrchen an der Leine spazieren. Der Cocker war blind.

 

Meine Hunde habe ich dann angeleint, weil ich das immer so mache, wenn uns ein angeleinter Hund entgegen kommt. Das Herrchen vom Cocker meinte dann aber, der Cocker sei mit allem und jedem verträglich.

Fly sind fremde Hunde meistens egal, aber Minos wollte gerne zu ihm hin. Er ging dann sehr vorsichtig auf den alten Hund zu und beschnupperte ihn auch sehr vorsichtig.

 

Ansonsten hatten wir noch keine Begegnungen mit körperlich beeinträchtigten Hunden.

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Lupo lebt ja seit Jahren schon mit meinem Pflegi Pascha zusammen (lange Geschichte).

Sie kennen sich seit 7 Jahren, damals konnte Pascha noch sehen, war fit & frech, er hatte die Hosen an.

Nun ist er seit fast 2,5 Jahren blind und auch so gut wie taub. Lupo ist einerseits sehr vorsichtig, er traut dem Frieden wohl nicht ganz,

Pascha hatte zu Beginn seiner Demenz & Blindheit ab und zu Ausraster und ist auf Lupo los (ist ein Shih-Tzu 4 kg).

Wenn Lupo aber irgendwo liegt und Pascha auf seiner abendlichen Wandertour zu nahe kommt, dann versteht Lupo

nicht, dass er seine Signale nicht sieht und auch kaum hören kann..Dann zeigt er sämtliche Signale, steht aber nicht auf und geht einfach

weg oder so. Ich hole Pascha dann dort weg und gut ist.

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