Jump to content
Hundeforum Der Hund
gast

Verhalten ändern oder damit leben?

Empfohlene Beiträge

Es gibt ja bei allen Hunden Verhaltensweisen, die einen mehr oder weniger stören (Jagen, Leinenpöbeln, nicht alleine bleiben können, Artgenossenunverträglichkeit, Streunen, Dauerkläffen, Fressen von Unrat etc.....).

All diese Dinge könnte man ja trainieren und verbessern, trotzdem nutzt man die Möglichkeiten oft nicht, sondern lebt mit dem Problem. 

Ich zum Beispiel lebe damit, dass meine Hunde draußen Mist fressen, sie lassen es, wenn ich es ihnen sage, aber auch nur dann  :) .

Ich könnte im Gegenzug nicht damit leben, wenn meine Hunde nicht abgeleint werden könnten. Ich würde alles dafür tun, ihnen mehr Freiheit zu gönnen. Für mich ist das schöne an der Hundehaltung unter anderem, dass diese Wesen sich mir aus freien Stücken anschließen und auf mich achten. Mein Malamutemix, meine Podengos..alle konnten frei laufen (nicht überall und immer, aber meistens).

 

Womit könnt ihr leben und womit nicht? Glaubt ihr, dass man Hunde so trainieren kann, dass man die störenden Verhaltensweisen in den Griff kriegen könnte? 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Es kommt immer drauf an :)

Auf den Menschen, auf den Hund.

Bei manchen Hunden sind Verhaltensweisen (teils züchterisch) so stark ausgeprägt, dass ein sein-lassen des Verhaltens ein langer und steiniger Weg ist.

Stört das Verhalten den Menschen dermaßen, dann wird er auch den nötigen Biss mitbringen, das Verhalten abzustellen/umzulenken.

Was ich zum Beispiel null abkann, wenn der Hund ständig an der Leine zieht.

Da bin ich so was von froh, dass mein Großer das von Anfang an nicht getan hat (also keine Lorbeeren für mich ;) )

Was super praktisch ist, dass er einige Zeit alleine bleiben kann.

Das haben wir langsam geübt und ich bin froh, dass ich ihn nicht zum Bäcker mitnehmen muss, wenn ich nur kurz Brötchen holen will.

Ich finde es klasse, dass er eigentlich überall mit kann.

Theoretisch könnten wir auch in die Oper gemeinsam gehen ;)

Dass der Große andere Hunde anpöbel(te), damit konnte, kann und will ich nicht leben.

Denn theoretisch könnte er immer und überall frei laufen.

Die Trödelei des Großen nervt mich auch. Dass er einen Radius einhält, selbstständig aufholt, das kostet mich oft viel Kraft und Nerven. Ich bleibe jedoch dran ;)

Allgemein bin ich der Auffassung, dass man theoretisch jedem Hund beibringen kann immer für seinen Menschen ansprechbar zu sein.

Wie einfach das geht hängt vom Menschen und vom Hund ab :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich kann mittlerweile sehr gut damit leben, dass Vivo nie mit allen Hunden klar kommen wird. Generell mit allen neuen Hunden erstmal ein Problem hat. Ich ihn zwar mit fast allen sozialisiert bekomme, es aber nie klappen wird ihn abzuleinen um das selbst zu klären.

Nicht damit leben konnte ich das er nicht alleine bleibt.

Das haben wir mühsam erarbeitet und auch jetzt ist es immer noch heikel. Den ich kann sehr wohl zur Arbeit gehen oder einmal am Tag irgendwo hin.

Muss ich ihn ein zweites mal alleine lassen an einem Tag findet er das überhaupt nicht gut.

Und er bleibt auch nur mit nem 2. Hund alleine.

Bei Sunny kann ich nicht damit leben, dass sie an der leine rumpöbelt wie ein Beserker seit sie vor ner weile gebissen wurde.

Da trainiere ich hart dran.

Ich kann aber damit leben das sie wirklich alle Deckenbezüge kaputt macht.

Das ist ihr Ding. Seit der Welpenzeit. Sieht scheiße aus aber stört mich nicht mehr.

Mit dem ableinen ist es unterschiedlich.

Können beide jeden tag freilaufen aber vivo nur in 2 Gebieten.

Sunny nur an der leine wäre ein Graus. Die ist so aktiv und rennfreudig und hält nie still das es für beide ne Katastrophe wäre.

Bei vivo merkt man garnicht ob er angeleint oder abgeleint ist. Der bewegt sich immer im selben Radius.

Ist kein enormer renner und liegt meistens einfach auf dem Rücken in ner Wiese

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Wir haben hier im gesamten Gemeindegebiet Leinenpflicht für Hunde über 50cm Stockhöhe. Als wir uns überlegt haben, einen neuen Hund anzuschaffen war das anfänglich für mich ein Grund, einen kleineren Hund zu holen. Mein Mann war aber der Meinung, dass wir uns trotzdem wieder einen weißen Schäferhund zulegen sollten. Wir hatten schon mal einen und mögen die Rasse. Nun muß ich damit leben, dass ich entweder den Hund an der Leine lasse, oder dafür sorge, dass keiner einen Grund hat, uns zu melden, wenn er mal nicht an der Leine ist. D.h. er darf nicht jagen und muß sofort kommen, wenn ich rufe.

Zum Mist fressen: Bei uns gibts viele Schafherden. Bruno liebt die Hinterlassenschaften, verträgt sie aber nicht. Seit er mir am Sonntagmorgen mitten im Ort Schafscheiße auf den Gehweg gespuckt hat, versuche ich zu verhindern, dass er sie frißt.

Bruno bellt mehr als sein Vorgänger. Das wollte ich erst unterbinden, habe mich aber inzwischen damit abgefunden. ER ist halt ein Hund und das gehört wohl dazu. Alleine bleiben ist im Garten kein Problem, nur dass da die Löcher immer größer werden. Auch damit habe ich mich eigentlich abgefunden. Wenn er im Haus tagsüber alleine bleiben soll, muß ich anschließend aufräumen, weil er immer was findet. Sobald es dunkel wird, ist es kein Problem mehr. Also bringe ich ihn, wenn ich tagsüber weg muß und das Wetter für den Garten zu schlecht ist, zur Nachbarin.

Ich denke mal, es kommt immer darauf an, wo die persönliche Schmerzgrenze liegt und was für Möglichkeiten man hat. Mit Erziehung kann man sicher vielles, wenn nicht alles in den Griff bekommen. Nur das ist halt mühsam und manchmal überlegt man, ob einem das Wert ist :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Diese Frage habe ich mir vor einigen Wochen erneut gestellt als wir Bolle zu uns genommen haben.

Was bei mir unbedingt sein muss ist

  1. Allein bleiben können
  2. Freilauf (unter der Voraussetzung dass der Hund keine echte Jagdsau ist)
  3. Verträglichkeit mit anderen Hunden
  4. zugänglich für Menschen jedweden Zustandes (an Krücken, im Rolli, ...)
  5. Verträglichkeit mit Katzen (nicht nur mit den eigenen)

Die Liste ist nicht vollständig, spiegelt aber die wichtigsten Punkte wieder.

 

Die Bellerei von Bolle wenn Tiere im TV zu hören sind, kriegen wir hoffentlich in den Griff - wenn nicht, könnte ich damit leben.

Wenn mir noch was einfällt, ergänze ich das.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Für mich ist auch sehr wichtig, dass mein Hund zum größten Teil freilaufen kann. Mir tun Hunde leid, die immer an der Leine laufen und ich mag es selbst auch nicht, einen Hund dauernd an der Leine führen zu müssen. Darauf liegt auch mein Augenmerk, wenn bei uns ein Hund neu einzieht.

 

Deshalb liegt mein Augenmerk kaum auf Leinenführigkeit. Da meine Hunde nicht oft an der Leine gingen/gehen, könnte ich mit denen keinen Pokal gewinnen, wenn es um Leinenführigkeit geht :D Nur wenn die Hunde von sich aus nicht ziehen (so war Lucky), sieht das wie perfekt trainiert aus.

 

Ich kann mit keinem Hund leben, der auf Menschen aggressiv reagiert. Und ich möchte nicht nochmal einen Hund haben, der auf Artgenossen aggressiv reagiert, also generell auf alle Artgenossen aggressiv reagiert. Dass Emma hier in der Nachbarschaft zwei Feindinnen hat, stört mich nicht. Ich hab auch Menschen, die bei mir keinen Fuß in die Türe bekommen. Aber, nochmal so einen Hund wie Kimba möchte ich nicht haben. Bei ihr ging das Abgewöhnen nur so weit, dass ich sie abrufen konnte. Also, Hund in Sicht, rufen, Kimba kam. Deshalb konnte sie oft freilaufen, weil der Rückruf so gut klappte. Waren wir aber ein Wochenende am Strand mit Wohnmobil, wo meistens noch andere Hundehalter mit uns campierten, musste sie angeleint bleiben. Das ist für mich wirklich schlimm gewesen, weil ich mich dauernd wie zwischen zwei Stühlen fühlte. Saß ich bei Freunden, musste Kimba am Wohnmobil bleiben und schaute dann zu mir rüber. Dann ging ich wieder zum Hund, damit sie nicht alleine ist und konnte mich nicht meinen Freunden widmen. Kamen die Freunde zu uns und hockten vorm Wohnmobil, gabs Zoff, weil sich deren Hunde unserem Wohnmobil, also Kimba, näherten. 

 

Nun werde ich aber so lange ich lebe Hunde von der Straße aufnehmen. Da stecke ich also nicht drin, was die für "Macken" haben. Wäre Emma nun so geworden, würde ich sie trotzdem behalten.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Für mich ist es wichtig das wir im Alltag klar kommen

Heißt das folgende Punkte klappen müssen

 

- alleine bleiben

- Freilauf

- Leinenführigkeit

- mit kleinen und großen Zweibeiner klar kommen

- kein Kläffer ist weil mich das persönlich nervt aber das ist sie GsD nicht

- Vertrauen

 

Was mir sehr schwer gefallen ist und mir eigentlich auch sehr wichtig ist das Kyra mit anderen Hunden klar kommt. Das war anfangs nicht so und es war ein langer Weg das sie sich mit einem kleinen Abstand einfach mit anderen Hunden arrangiert

Das sie keine anderen Hunde mag, damit muss ich leben weil das will ich auch nicht erzwingen

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Mit Felis Angst könnte ich leben, aber das will ich nicht, weil es ihr damit nicht gut geht. Es soll ihr ja gut gehen, das ist das Wichtigste! Man sollte sich bei solchen Dingen also auch immer fragen, ob der Hund damit glücklich ist oder man nicht auch dem Hund zuliebe an etwas arbeiten sollte.

Ob ich es in den Griff bekomme, ist eine andere Frage.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Och, ich denke, man gewöhnt sich dran.

 

Eva, auch wenn du jetzt sagst du könntest nicht damit leben, deine Hunde immer angeleint zu lassen - das wäre sicherlich anders, wenn du mal einen Hund hast, der sich davon macht um zu jagen, auch wenn du mit allen dir erdenklichen Mitteln daran arbeitest.

 

Dann lebst du halt damit, dass er an der (langen) Leine bleiben muss, und auch damit kann man sich arrangieren. Kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass du damit nicht doch irgendwie klar kommst :)

 

 

Ich selber bin ehrlich gesagt zu faul gewesen, um einen wirklich super-duper-sicheren Rückruf zu trainieren - vor allem weil ich im Wald trotzdem den Hund angeleint gelassen hätte. Dafür hab ich ihn zu oft einfach mal abdampfen lassen weil ich ihn eben nicht immer an der Leine haben wollte.  Das Risiko war und ist mir zu groß, und wenn er eh dran bleibt, warum dann so viel Mühe in einen Rückruf investieren, den ich, wenn es drauf ankommt, sowieso nie auf die Probe stelle?

 

 

Aber Lemmy ist ja durchaus ableinbar. Nur halt nicht in Wald und Flur, wo die Rehe hinter jeder Ecke stehen ;)

 

Alleine bleiben wäre schon toll - aber auch hier arrangiert man sich, wenn es nicht anders geht.

Von daher kann ich für mich sagen: Was sich ändern lässt werde ich sicher ändern wenn es mich stört, und wenn es nicht geht - dann lebe ich damit :)

 

Dafür hab ich mir meinen Hund ausgesucht, und bin es ihm schuldig mit dem was er so mitbringt auch zu leben. Er muss es ja auch.

 

 

 

Wobei, wie Kerstin sagt: Angst ist ja etwas, was den Hund extrem einschränkt in seinem Wohlgefühl. Das würde ich auf jeden Fall so gut wie möglich reduzieren, denn das ist ja nichts was vorrangig MIR ein Problem bereitet, sondern dem Hund.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Barney kann nicht mehr alleine bleiben seit kein zweiter Hund mehr dabei ist.

Er konnte es mit Zweithund perfekt, vorher als Einzelhund fiel es ihm auch schon sehr schwer.

 

Ich lebe damit. So bringe ich ihn morgens zur Tagesbetreuung und hole ihn Abends wieder ab und wenn ich mit Freunden weg möchte dann bleibt er bei ihr und ihrem Hund, wo das Alleinebleiben dann wieder klappt.

 

Könnte ich es ändern?

Weiß nicht. Ich bin der Auffassung ein Hund der einfach Stress mit dem Alleinebleiben hat kann das nicht vollends lernen. Entweder er kanns und man kann es ausbauen, oder er kann es nicht und man trainiert das mal so 1-2 Stündchen klappen (was bei Barney auch gerade geht).

 

Es stört aber auch nicht. Er fügt sich problemlos in die Gruppe der Hundesitterin ein und die Ganztagesbetreuung erspart mir eine Menge Stress während mein Hund ausgelastet und glücklich ist.

 

Hätte ich diese Möglichkeit nicht würde ich mir was überlegen müssen.

 

Ansonsten will ich an Barney Garnichts rumtrainieren. Er frisst draußen nichts, er kann überall mit hin, er arrangiert sich mit allen und auch wenn er nicht betatscht werden mag, stört mich das garnicht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Mayas Kampf zurück ins Leben

      Ich hatte im Thema Sauerlandtreffen schon kurz drüber geschrieben, hier nun also Mayas eigener thread.   Am Dienstag, den 9. April wurde Maya von einem wesentlich größerem Hund attackiert und geschüttelt. Nachdem der andere weg war, lag Maya regungslos, lautlos auf der Wiese. Lediglich ihre Augen bewegten sich. Vorsichtig nahm ich sie auf, eilte zum Auto und fuhr zum Tierarzt. Unterwegs rief ich an, damit man alles vorbereitete. Als wir in der laufenden Sprech

      in Hundekrankheiten

    • Leben im Alentejo

      Emma und ihr Mensch erzählen aus ihrer portugiesischen Heimat

      in Plauderecke

    • Welches Verhalten Eures Hundes......

      ......würde andere Hundehalter eher abschrecken, wenn sie Euren Hund nehmen müssten?   Äußerst hypothetisch, aber auch äußerst spannend, finde ich.

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Verhalten nach Scheinträchtigkeit

      Hallo liebes Forum,   nachdem unser Mädchen (1 Jahr und 3 Monate) das erste Mal läufig war, wurde sie scheinträchtig. Sie hat sehr wenig gefressen und war insgesamt (also fast 3 Monate) sehr ruhig. Sie hat wunderbar gehört, war leinenführig, hat niemanden mehr angesprungen, war nicht mehr so hektisch, hat sich anderen Hunden gegenüber netter verhalten (fast unterwürfig) usw. Wir dachten anfangs - wow, jetzt hat sie aber einen Schub Richtung Erwachsensein hingelegt - aber das war wohl e

      in Junghunde

    • Tierheim Aixopluc: FOC, 4 Jahre, Epagneul Breton - hatte bisher nicht viel Glück im Leben

      FOC: Epagneul Breton, Rüde, geb.: Dezember 2013, Gewicht: 25 kg, Höhe: 56 cm   FOC wurde ursprünglich im Tierheim geboren, nachdem seine Mutter tragend abgegeben wurde. Nur drei Tage später gebar sie dort ihre Welpen, die auch bald ein Zuhause fanden. Nun aber kam FOC zurück. Seine Familie ist in eine Wohnung gezogen, in der keine Hunde erlaubt sind. Und scheinbar hatte er es dort auch nicht wirklich gut. Zunächst zeigte sich der hübsche Rüde ängstlich, bellte alle Menschen a

      in Erfolgreiche Vermittlungen

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.