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Hundeforum Der Hund
Havianer

Kleine Zicke - Ist das okay?

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Hallo,

unsere zweieinhalb Jahre junge Havaneserdame entwickelt sich immer mehr zu einer kleinen Zicke, wenn es um den Kontakt zu anderen Hunden geht. Auf die wenigen Hunde die sie kennt (immer Weibchen) läuft sie freudig zu und es wird kurz zur Begrüßung gegenseitig geschnuppert.

Bei allen anderen Hunden lässt sie überhaupt keinen Kontakt zu, egal ob männlich oder weiblich. Bemerkt sie beim Spaziergang unbekannte Hunde, ändert sie die Richtung (Freilauf) oder versteckt sich hinterm Menschen (Leinenführung). Sie hat überhaupt kein Interesse an jeglicher Begegung. Kommt einer nah dran, dann kommt sofort das typische Verbeißen mit Knurren, das sehr effektiv vom Westi bis Rotti alle abschreckt. Vor allem aber die Halter dieser Hunde sind erschreckt, vielleicht auch verängstigt, das Streit entsteht. Gehen Halter und Hund weiter, zeigt unsere Hündin doch Interesse, indem sie stehen bleibt und hinterher guckt oder auch mal in Richtung des weggehenden Hundes geht. Sie hat irgendwie nicht in sich, dass die Begrüßung ein gegenseitiges Ritual ist. Sie verbeißt seit über einem Jahr wirklich jeden noch so freundlichen Hund (m und w), der nur neugierig begrüßen und schnuppern will. Es liegt also nicht an den anderen, sondern an uns, aber sollen wir was tun oder ist das Verhalten immer normal?

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Hm, zwei Dinge würden mich da interessieren: Glaubst du, dass sie Angst hat/unsicher ist? Und leidest du darunter bzw. stört es dich sehr?

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Warum muss sie denn unbedingt Kontakt haben, wenn sie so deutlich zeigt, dass sie das nicht will?

Es ist nunmal nicht jeder Hund auf so etwas erpicht.

Sie ist seit über einem Jahr der jugendlichen Phase entwachsen in der man noch jeden Hund toll findet, ganz einfach.

 

Lass einfach nicht mehr zu das fremde Hunde sie belästigen, wenn sie schon bei euch Schutz sucht und von sich aus einen Bogen macht.

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Hallo,

 

wie reagierst Du denn seit 1 Jahr darauf, daß sie ausweicht und bei Dir Schutz sucht...!?

Ich vermute mal, Du hast es unbewußt noch verstärkt, daß sie so reagiert. Ist nicht böse gemeint, aber wenn man bei den Ansätzen nicht reagiert und dem Hund keinen Support bietet, muß er selbst eine Taktik finden, sich fremde Hunde vom Pelz zu halten. Notfalls eben mit Keifen und Wegschnappen. 

 

Liebe Grüße

 

BETTY und Ronja

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Obwohl ihr noch nie etwas "Ungewöhnliches" mit anderen Hunden passiert ist, fürchtet sie sich offenbar vor Ihnen. Wenn es denn Angst wäre, dann gibt es zumindest mal die beiden Varianten es mit den Ängsten so zu belassen oder eben diese Ängste abzubauen. Im ersten Fall bleibt alles so. Natürlich kann sie sich hinter uns verstecken. Wir fürchten die Vierbeiner nicht, die uns täglich begegnen. Variante 1 spart uns Mühe. Einen kleinen ängstlichen Hund ziehe ich dem Draufgänger sogar vor  :)  Der Hund allerdings, und um den geht es hier, behält seine Ängste oder verstärkt diese noch. Das ist eher meine Befürchtung und hinzu kommt, dass sich nicht jeder fremde Hund das Gezicke gefallen lässt. Rüden verstehen es ja häufig einen Korb zu bekommen, Weibchen können sich bedroht fühlen und dann? Beim Gassi-Gehen sind Begegungen mit anderen unausweichlich. Wenn sie frei läuft und ich merke, dass sie stehen bleibt und in eine andere Richtung will, nehme ich sie an die Leine. Entweder warten wir dann bis der andere Hund vorbei ist (sie versteckt sich hinter mir) oder wir gehen an dem anderen vorbei (sie läuft direkt hinter mir, bis die anderen auf gleicher Höhe sind und dann geht sie vor und dreht sich aber laufend um). Hierbei passiert es, dass andere Hunde sehr interessiert sind und den direkten Kontakt suchen.

Grundsätzlich ist meine Vermutung, dass sie anderen Hunden nicht abgeneigt ist. Ich beobachte, dass manche Hunde sie gar nicht (mehr) beachten beim Vorbei laufen. Dann dreht sie sich aber zu diesen hin und wedelt auch schon mal mit der Rute, so als ob sie den Kontakt sucht. Kommt es dann doch zu einem direkten Kontakt, wird sie gleich wieder garstig. Je mehr ich nun drüber nachdenke, desto mehr meine ich, dass eine Korrektur dieses Verhaltens die bessere Alternative ist.

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Wega hat, in einen abgeschwächten Mass, das auch gemacht. Einfach mal präventiv den anderen anschnauzen. Bei ihr war es wohl schon Angst, sie hat das vor allem bei grösseren Hunden gemacht. Passiert ist ihr auch nie erwas, nur ein kleinerer Hund hat sie mal ein bisschen angegriffen.

Ich habe ihr die anderen Hunde schöngefüttert und schöngeredet, also mit ihr über den netten Hund geplaudert, der gerade kommt, und ein paar Leckerlis verteilt.

Genützt hat es, sie begegnet jetzt den Hunden meistens mit Desinteresse oder manchmal auch mit einer gewissen Neugier, ist halt ihre Art.

Wichtig ist mir ja vor allem, dass es entspannt zugeht, wenn sie Kontakt will ok, wenn nicht auch.

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Angst haben ist nie schön! Daher würde ich versuchen, dran zu arbeiten.

Sie muss fremde Hunde ja nicht lieben, aber angemessen damit umgehen. Das wäre für dich sicher netter, aber in erster Linie auch für sie! :)

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Gab es vlt. mal ein unschönes Erlebnis für deinen Hund ? Muss nichts heftiges gewesen sein.

 

Als dieses Verhalten begann, war deine Hündin zu diesem Zeitpunkt Läufig ?

 

 

Ich weiß es jetzt nicht genau aber gibt es nicht auch so etwas wie eine Dauerläufigkeit ?

 

Wie steht es mit der Eifersucht bei deinem Hund?

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Wenn sie frei läuft und ich merke, dass sie stehen bleibt und in eine andere Richtung will, nehme ich sie an die Leine. Entweder warten wir dann bis der andere Hund vorbei ist (sie versteckt sich hinter mir)

Aufmerksamer von dir wäre es, ihr die "kleine Flucht", nämlich etwas mehr Distanz, zu ermöglichen. Durch das Anleinen machst du sie hilflos und zwingst sie in die Nähe des furchteinflößenden Hundes, was ihre Angst eher verstärkt als vermindert.

 

Gleichzeitiges Gegenkonditionieren (Schönfüttern) kann sinnvoll sein.

 

Grundsätzlich ist meine Vermutung, dass sie anderen Hunden nicht abgeneigt ist.

Bei den meisten Hunden wohnen zwei Seelen ach in ihrer Brust :) man nennt das gemischte Motivation.

Einerseits suchen sie Artgenossenkontakt, andererseits fürchten sie Hunde, meistens weil sie ungeübt und damit unsicher sind im Umgang mit fremden Hunden.

Vllt gibt es bei euch eine Hundeschule, die Kleinhund- Spielstunden anbietet? Da könnte eine Annäherung unter den Blicken eines Trainers geübt werden.

Ansonsten wäre mein erster Schritt, mir über ihre Bedürfnisse klar zu werden und ihr diese zu gewähren. Das ist wohl in erster Linie ein sicherer Abstand. Also ausweichen (lassen), wenn angeleint dann Bogen laufen, Kontakt nur, wenn sie das ausdrücklich wünscht.

 

Und, wenn möglich, freundliche, unbedrohliche Kleinhunde zum gemeinsamen Gassi auftreiben :)

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Gab es vlt. mal ein unschönes Erlebnis für deinen Hund ? Muss nichts heftiges gewesen sein.

 

Als dieses Verhalten begann, war deine Hündin zu diesem Zeitpunkt Läufig ?

 

 

Ich weiß es jetzt nicht genau aber gibt es nicht auch so etwas wie eine Dauerläufigkeit ?

 

Wie steht es mit der Eifersucht bei deinem Hund?

 

Aus unserer Sicht gab es kein "traumatisierendes" Erlebnis. Sie wurde nie gebissen, umgeworfen oder weiter als 15 Meter gejagt. Es gab immer wieder Hunde, die sie stark bedrängt, kurz gejagt und aggressiv angebellt oder plump nur spielen wollten. Das war hier und da auch schon recht heftig. Sie hat sich immer auf den Rücken gelegt, gequiekt bzw. haben die anderen von ihr abgelassen. Das sah für mich nie unnatürlich aus. Aus der Sicht eines 5 Kilo Hundes mag das anders gewesen sein. In Einzelfällen reicht es vielleicht schon, um das Vertrauen in die Spezies zu verlieren.

Während der Läufigkeit bleiben wir immer im Garten oder in Hausnähe. Sie ist nicht sterilisiert. Ich glaube, das Problem kam erst einige Monate nach der ersten Läufigkeit. Anfangs war es ein einzelner Verbiss/Schnappen ohne Vorwarnung. Jetzt knurrt sie erst, zeigt ihre Zähne und schnappt dann los wie so ein kleiner Giftzwerg. Kommt dann aber auch ganz schnell wieder runter, wenn die anderen weiter ziehen.

Eifersüchtig ist sie nicht, wenn wir andere Hunde anfassen oder füttern. Ärgerlich macht es sie, wenn ihre drei Leute sich umarmen oder streiten. Dann will sie auch dabei sein. Das ist typisch für diese Rasse.

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