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Hundeforum Der Hund
Stefanie79

Geweihstücke zum Knabbern

Empfohlene Beiträge

Selbst 10€ Tagessatz wären mir die Sache nicht wert !

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Da sich die Höhe der Tagessätze nach dem Einkommen richtet, tun einem Armen 10 EUR genauso weh, wie einem Reichen 120 EUR.

 

Wobei mir 30 Tagessätze für so eine Lappalie extrem hoch vorkommen, erst recht, wenn es keine Vorstrafen gab. Wahrscheinlich war der Richter selbst Jäger ;) .

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Wahrscheinlich war der Richter selbst Jäger ;) .

 

So viel ich weiss, nicht.

Es ist jedoch ein Unterschied , ob man einsichtig ist oder noch den Lauten macht. Dies spiegelte sich dann im Urteil wieder.

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Jaja... die Männer und ihre Geweihstücke :D

Ich erinner mich an einen Fall, den mir ein Kollege aus dem Forstamt erzählte.

Da war ein Mann, der auf einer Jagd einen großen Hirsch abschoss, der nicht freigegeben war.Nun war er auch wohl nicht explizit NICHT freigegeben, und es entstand ein Rechtstreit um die Trophäe (das Geweih). Der Mann war sich seiner Sache sicher, den Hirsch zurecht geschossen zu haben, das FoA war anderer Meinung.

Nachdem dann der Mann schon das Geweih präpariert hatte und in seinem Wohnzimmer aufhängte, kam es dann zum Urteil: er musste die Trophäe wieder zurück geben.

 

Der Mann war so sauer, dass er anstatt den teuren Versand (so ein Geweih kann schon mal 20+kg wiegen und ist natürlcih auch sperrig) zu zahlen kurzerhand das gesamte Geweih zersägt hat und dann als Puzzle in einer großen Kiste zurück schickte.

 

Schon verrückt, was man sich wegen ein paar Knochen in die Wolle kriegen kann :lol:

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Hallo

 

 

Muss ehrlich gestehen, ich bin wirklich oft mit Jägern zusammen, privat ganz oft. Die meisten haben ja Hunde und Gehörner haben die ja sowieso, ich habe aber nie gesehen, dass diese Hunde das zum knabbern bekommen. Ich denke mal dafür wirds nen Grund geben.Wenn ich aber dran denke frag ich mal nach und melde mich dann wieder.

 

LG

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Ich hab mal son Geweihstück geschenkt bekommen (von einem Futterhersteller). Das Teil liegt hier rum und scheint wenig attraktiv zu sein. Was unsere Hunde toll finden, also alle Hunde der Nachbarschaft, sind Hörner von Schafen oder Ziegen. Die liegen am Stall rum und werden von den Hunden gerne zum Knabbern genutzt. 

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Hallo

 

 

Muss ehrlich gestehen, ich bin wirklich oft mit Jägern zusammen, privat ganz oft. Die meisten haben ja Hunde und Gehörner haben die ja sowieso, ich habe aber nie gesehen, dass diese Hunde das zum knabbern bekommen. Ich denke mal dafür wirds nen Grund geben.Wenn ich aber dran denke frag ich mal nach und melde mich dann wieder.

 

LG

 

Vielleicht mögen deren Hunde das nicht, oder sie sind noch nicht auf die Idee gekommen. Oder es klappert zu laut, wenn der Hund das durch die Wohnung schleudert ;)

 

Ich weiß von einigen Jägern, die hatten "Generationen-Geweihe", an denen jeder neue Hund erstmal ordentlich rumgekaut hat. Das war dann auch ne ganze Schaufel, da war ordentlich Masse dahinter.

 

Horn, also Hufe und Hörner, sind für die Tiere auch wohl leckerer. Und nicht so frustrierend, auf lange Sicht :D So ein Geweih ist ja ewig haltbar, wenn an nicht gerade den Monsterschredder hat.

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Das Urteil ist schon recht ungewöhnlich. Zum einen erfordert § 292 StGB zumindest bedingten Vorsatz, d.h. der "Täter" oder einfach nur Durchschnittsbürger muss WISSEN, dass er in ein fremdes "Jagdtrecht" eingreift. Zum anderen ergeben sich komplizierte Irrtumsprobleme.

Einen nicht vorbestraften Bürger mit 30 Tagessätzen zu belegen ist außer Verhältnis. Das ist letztlich im Verhältnis zu anderen Straftaten eine Belanglosigkeit.

Damit man mal ein Gefühl dafür bekommt, was mit 30 Tagessätzen geahndet wird (nicht vorbestraft):

Zwei Hundehalter treffen sich auf einer Wiese. Ein Hund wird hierbei möglicherweise verletzt. Der eine Hundehalter bittet den anderen um seine Personalien. Dieser reagiert wütend, beleidigt den anderen Hundehalter und wird schließlich gewalttätig und schlägt diesen mehrfach mit der Faust ins Gesicht und auf die Brust. Ergebnis: 5 Tage Krankenhausaufenthalt, 2 Wochen arbeitsunfähig.

Im Rahmen der Hauptverhandlung zeigt sich der angeklagte Hundehalter nicht einsichtig, sondern leugnet die Tat.

Diese "Geweihfälle" sind eher was für eine Einstellung nach § 153 StPO oder ggf. gegen Auflage nach § 153a StPO.

Seit 1950 (!!!) sind gerade mal 56 Fälle zur Verletzung des Jagdtrechts veröffentlicht worden. Zu Geweihen kein einziger Fall. Das ist also eher was für die Presse, die mal über den ganz ungewöhnlichen Fall berichtet, der nahezu nie verhandelt wird. So ist die Realität.

PS.: Nehmt keine Geweihe im Wald mit, die ihr einfach so findet.

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Das Urteil ist schon recht ungewöhnlich. Zum einen erfordert § 292 StGB zumindest bedingten Vorsatz, d.h. der "Täter" oder einfach nur Durchschnittsbürger muss WISSEN, dass er in ein fremdes "Jagdtrecht" eingreift. Zum anderen ergeben sich komplizierte Irrtumsprobleme. Einen nicht vorbestraften Bürger mit 30 Tagessätzen zu belegen ist außer Verhältnis. Das ist letztlich im Verhältnis zu anderen Straftaten eine Belanglosigkeit.

 

Tja Mark, hier muss ich dir mal widersprechen. Der gute Mann WUSSTE, was er tat. Er war mal im Besitz des Jagdscheines, hatte ein eigenes Revier. Ihm wurde wegen diverser Verstöße der Jagdschein entzogen, also auch kein unbeschriebenes Blatt (jedoch nicht wg §292 und nur darauf bezog sich mein Beitrag )

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Sehr interessant, Mark!

Du wirst als Anwalt täglich mit solchen Fällen konfrontiert, von daher gut, wenn du uns mal hinter die Kulisse blicken lässt. :)

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