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Hundeforum Der Hund
Fiona01

"Border Collie Betsys Intelligenz" - Wie sieht es bei eurem Hund aus?

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Spike kann das ebenfalls, aber nur bei wenigen Spielzeugen. Wenn er ein neues bekommen hat, das wir noch nicht benannt haben und ihm sagen, er soll "das Neue" holen, geht er zielgerichtet hin und holt es. Auch, wenn wir nicht "das Neue" sagen, sondern einen anderen Begriff nutzen. Er würde sich dennoch keine 350 Spielzeuge merken können oder wollen - dafür kann er Begriffe sehr gut auseinanderhalten und lernt Worte für Dinge ganz fix, hat dafür aber kein sehr gutes Problemlösungsverhalten, ganz anders als Smilla.

Das kann unser Gassi-Begleithund auch, also "noch einmal".  :D

 

Ich bin sehr signalfaul, weshalb Smilla anstelle diverser Kommandos, die Verbote bedeuten, einfach nur "nein" kann. "Nein" heißt je nach Situation "Steh nicht auf", "Geh nicht dorthin", "Schau ihn nicht an", "Bleib nicht stehen" und wird immer gegeben, wenn ich denke, sie führt eine Handlung aus, die ich gerade nicht gebrauchen kann. "Nein" ist auch unser "Bleib"-Kommando. Mit "Nein" kann man sogar verhalten formen, indem man alles, was sie macht, mit "nein" kommentiert, bis sie das gewünschte Verhalten zeigt.  ^_^

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Das Spike das kann, finde ich echt eine stramme Leistung. :) Meine Hunde könnten es nicht. 

 

Bei dem, wie du es mit Smilla machst, habe ich eine andere Vorgehensweise. ( Ich weiß, dass du jetzt nur ein Beispiel bringen wolltest, schreibs aber trotzdem hier noch rein. :) ) Ich versuche möglichst wenig zu verneinen, dafür aber eine Alternative zu bieten, die der Hund dann richtig machen kann. Beispiel: Minos nimmt vorne zu viel Abstand auf im Freilauf. Dann gebe ich ihm ein "Halt" und belohne seine Ausführung mit Lob. 

Oder er bekommt ein "Hinter", wo ich dann sein Zurückkehren zu mir und sich hinter mir einordnen belohne. :) Ich gehe also nicht den Weg des Verneinens, sondern versuche so umzulenken, dass er für sein Alternativverhalten direkt belohnt wird.

Du wartest, bis Smilla eine Alternative anbietet, was sie dann ja auch zu tun scheint. :)

 

Dieses Video fand ich übrigens auch interessant. Fly kann ein Platz, will es aber nicht richtig ausüben (sehr wahrscheinlich, weil ihr der Untergrund zu rau ist) und schlägt mir einen Kompromiss vor. Als die Kamera dann wegen meiner bescheidenen Kameraführung sie ausblendet, dreht sie sich und .... ! :D Sie will also eigentlich "gefallen" und mein Kommando ausüben, aber eben anders als ursprünglich gedacht: 

 

 

Und hier nochmal Minos mit "Noch einmal" in zwei aufeinander folgenden Übungen:

 

 

Hier das Zweite und dann kombiniert mit "Halt". Ich muss allerdings gestehen, dass ich da einmal, als er nach links läuft und schnüffelt, also eigentlich schon steht, gepennt habe, als ich ihm da das "noch einmal" gegeben habe. Er macht danach aber auch weiter. 

 

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Fiona, deine Hunde würde ich gerne mal live kennenlernen. Wirklich klasse, die Videos und lustig, wie Fly dir eine Alternative anbietet :)

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Wenn du mal wieder in Deutschland und auch mal in meiner Ecke bist, Marion, können wir das gerne mal machen. :)

Ich kann dir auch jetzt schon sagen, dass Minos deine Emma lieben würde und ich käme auch mal endlich dazu, sie zu knuddeln. ;):)

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Ich schaue deine Videos auch immer wieder gerne :)

So bekommt man auch immer mal wieder Ideen, was man so unterwegs mit dem Hund machen kann, klasse :klatsch:

Deine beiden süßen sind ja auch echt zu toll.

Den hohen Popo, den dir Fly anbietet ist einfach zu niedlich ❤

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Das Spike das kann, finde ich echt eine stramme Leistung. :) Meine Hunde könnten es nicht. 

 

Bei dem, wie du es mit Smilla machst, habe ich eine andere Vorgehensweise. ( Ich weiß, dass du jetzt nur ein Beispiel bringen wolltest, schreibs aber trotzdem hier noch rein. :) ) Ich versuche möglichst wenig zu verneinen, dafür aber eine Alternative zu bieten, die der Hund dann richtig machen kann. Beispiel: Minos nimmt vorne zu viel Abstand auf im Freilauf. Dann gebe ich ihm ein "Halt" und belohne seine Ausführung mit Lob. 

Oder er bekommt ein "Hinter", wo ich dann sein Zurückkehren zu mir und sich hinter mir einordnen belohne. :) Ich gehe also nicht den Weg des Verneinens, sondern versuche so umzulenken, dass er für sein Alternativverhalten direkt belohnt wird.

Du wartest, bis Smilla eine Alternative anbietet, was sie dann ja auch zu tun scheint. :)

 

Ich mache das mit dem "Verneinen" ganz bewusst. Smilla findet Kommandos ziemlich doof, unabhängig davon, wie sie aufgebaut wurden (allesamt positiv und hochwertig), sie lässt sich auch äußerst ungern ansprechen, deshalb vermeide ich es so gut wie möglich, unnötig viel mit ihr in verbale Kommunikation zu treten und gebe lieber ein Signal, das sie schon kennt. Sie "braucht" dann auch kein Alternativverhalten, sie weiß, dass sie stattdessen alles tun kann, was nicht verboten wurde - sie darf sich also meist ihr eigenes Alternativverhalten suchen, was viel besser klappt als ein oder zwei trainierte alternative Verhaltensweisen einzufordern. Wenn sie also nicht zum Hund darf oder dem Jogger nicht nachrennen soll, darf sie stattdessen alles andere - schnüffeln, markieren, bei Fuß gehen, mich anspielen, sich hinlegen, sich hinsetzen, ihm nachstarren, mich Kraft ihres Bettelblickes um Futter bringen :wub: 

Wenn sie selbst keine Alternative findet, biete ich ihr natürlich eine an oder schaue, ob sie nicht doch eine in Ansätzen zeigt, die ich dann verstärken kann. Da verbiete ich nicht, aber in meinen Augen nehme ich ihr durch die Alternative mehr Freiheit als durch das Verbot, was jedoch durchaus so gewollt ist, da sie i.d.R. zu abgelenkt ist, um sinnvoll mit ihrer Freiheit umzugehen.

Die Ausführung des "Neins" wird, je nach Situation, auch belohnt und mit der Belohnung endet das Kommando dann.

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Fly ist ja echt 'ne Nummer :wub:

Macht die Verbeugung.

Vermutlich war ihr der Baumstumpf zu wackelig, wenn sie liegen sollte :)

Aber echt spannend, dass sie dir das gleich zwei mal angeboten hat.

Und Minos – mei, ein Traumbub :wub:

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Ich versuche möglichst wenig zu verneinen, dafür aber eine Alternative zu bieten, die der Hund dann richtig machen kann. Beispiel: Minos nimmt vorne zu viel Abstand auf im Freilauf. Dann gebe ich ihm ein "Halt" und belohne seine Ausführung mit Lob. 

Oder er bekommt ein "Hinter", wo ich dann sein Zurückkehren zu mir und sich hinter mir einordnen belohne. :) Ich gehe also nicht den Weg des Verneinens, sondern versuche so umzulenken, dass er für sein Alternativverhalten direkt belohnt wird.

Du wartest, bis Smilla eine Alternative anbietet, was sie dann ja auch zu tun scheint. :)

Geht mir ähnlich.

Klar gibt's hier auch ein "nein" o.ä. Und auf ein "nein" bekomme ich auch ein Alternativangebot vom Hund.

Dennoch versuche ich dem Hund eher zu sagen was er tun soll, nicht was er bleiben lassen soll. Bzw es gibt ein "Nein" und sofort ein "du bitte dies".

Und schon sind wir wieder im grünen, positiven Bereich :)

Ist ja ähnlich wie mit Kindern.

Sag einem Kind "nicht die Finger in die Steckdose stecken" und was macht es…? :D

Freunde hatten da lieber ihrem "Entdecker" Kind beigebracht "Hände an die Ohren!". Finger nicht in der Steckdose, Kind gelobt :D

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@ Andrea: Danke schön! :knutsch

 

Das freut mich, dass du das als Anregung siehst, denn so ist es auch gedacht. :)

 

@Schnee für Smilla,

 

in der Medizin sagt man, wer heilt hat Recht. Auf dich und Smilla umgewandelt würde ich das so interpretieren, dass ihr Beide euren Weg zur Kommunikation gefunden habt und das ist schön und absolut richtig. Man muss ja auch immer bedenken, dass jeder Hund ein Indiviuum ist mit seinen Vorlieben oder dem, was er/sie nicht mag und nicht ankommen würde. :)

 

Ich könnte jetzt bei Minos mal ausprobieren, ob er mir auch eine Alternative bieten würde. Vielleicht bräuchte ich ihn dann auch gar nicht "umleiten"! ?

 

@Calissa: Danke schön! :)

 

Wackelig war an dem Stamm eigentlich nichts, aber da Fly ja immer so ihre Geheimnisse hat, kommt es letztendlich darauf auch nicht an. Sie hat mir gezeigt, ich weiß, was du von mir willst, aber ich kann dir für den Moment nur das hier bieten, eben den Popo nach oben. Das ist dann für mich auch ok und ich habe die Situation aufgelöst. :)

 

Zu dem, wie du es mit Tanis machst, finde ich auch gut und die "Hände anne Ohren Situation" dazu ist echt passend. ;):D

 

Eine Sache habe ich jetzt noch, die ich hier zeigen möchte. Da geht es mir aber um den Aufbau. 

Bei einem Halt geht man in der Regel den Weg, dass man das mit Leine und Hund am Körper übt. Dann und wenn das sitzt, kann man die Leine lang lassen, das Kommando abfragen und zum Schluss im Freilauf üben. Das ist der "normale" Weg.

 

Es gibt aber auch noch eine Alternative, in Bezug darauf, wie unterschiedlich ein Lernweg sein kann:

Ich habe es bei meinen Hunden z. B. so gemacht, dass ich ihnen das Wort, mit dem ich eine Sache belegen wollte, in eine Situation reingerufen habe. Beispiel und wieder mit "Halt". Die Hunde sind im Freilauf. Beide steuern einen Punkt an, wo ich sehen kann, sie kommen gleich zum Stehen. Vielleicht deshalb, weil irgendwo etwas total Klasse riecht, oder oder oder.

Dann habe ich den Moment des Stehenbleibens abgepasst und ihnen dann ein "Halt" zugerufen. Beide guckten mich dann erst einmal kurz verdutzt an. Beim zweiten, dritten, vierten Mal aber, hatten sie verstanden, dass sie halten. Dann konnte ich das Wort übernehmen.

 

Hier auf diesem Video genauso. Minos pendelte auf einer Strecke von rechts nach links, weil er eine Fährte verfolgte. Dann gab ich ihm ein rechts und ein links bei Spurwechsel. Anfangs ein Fragezeichen bei ihm im Gesicht. Bei jedem Wechsel, den ich dann wieder mit rechts und links belegte und  anfangs auch noch mit Körpersprache und Fingerzeig unterstützte, wurde es ihm klar, was ich meinte.

 

Heute kann ich ihn entsprechend nach links und rechts schicken, was dann wieder Sinn macht, wenn die Hunde offline sind und ein Fahrrad nähert sich. :)

Fly kann das aber nicht. Sie hatte an der Stelle ihre Grenze erreicht. Sie kann ich dann mit Fingerzeig wegdirigieren, muss dann aber viel näher an sie heran, damit sie das umsetzt.

 

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Ich habe eine Weile über unser Thema hier nachgedacht und glaube, dass jeder Hund auf seine Weise intelligent ist.

Wir als HH sind dabei der Knackpunkt.

Jeder Hund braucht einen anderen Ansatzpunkt und ich rede nicht von Dressur.

Die mag ich nicht, sondern ich wollte meinen Hunden immer das anbieten, was ihnen Spaß macht und sie brauchen.

Heute habe ich mal wieder gemerkt, dass dies von Hund zu Hund total unterschiedlich ist.

Wir waren heute im Baumarkt mit Blümchen.

Wir haben immer unsere Hunde mitgenommen.

Frydward und Laila sind mit uns gelaufen, da wo wir hinwollten und gut.

Nicht so Blümchen, sie muss alles erkunden und würde Stunden dort zubringen.

Allerdings merkte ich bei ihr Unsicherheit, sie nahm sehr oft Blickkontakt zu mir auf.

Als ich diesen Blickkontakt "beantwortete", indem ich ihr den Weg vorgab (also z.B. links, rechts oder halt )

wurde sie augenblicklich wieder sicher.

Auch das halte ich für Intelligenz, wenn dir dein Hund eine Kommunikation anbietet und dich bittet, ihm zur Seite zustehen.

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