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Hundeforum Der Hund
gast

Aus dem Urteil gegen C. Millan

Empfohlene Beiträge

Hallo,

 

Julchen...mal angenommen, Du hast panische Angst vor Spinnen. 

Nun "therapiere" ich das, indem ich Dich mit dem Auslöser konfrontiere, jegliche Deiner Reaktionen aber deckele. Für jeden Aufschrei kriegste einen Knuff in den Magen oder einen Stoß in den Nacken. Für jedes Zurückweichen ebenfalls und ich dränge Dich näher an die Spinne heran. 

 

Was wirst Du tun? Du wirst irgendwann jeden Fluchtversuch unterlassen (bringt ja nix, ich halte Dich fest und knuffe). Du wirst auch nicht mehr aufschreien (ich schlage Dir dafür ja in den Nacken). 

Nun wirkst Du irgendwann nach außen "ruhig". Ich habe Deine Reaktion (das Symptom) wegtrainiert. Wie findest Du aber die Spinne? Wie geht es Dir innerlich? 

Liebe Grüße

 

BETTY und Ronja

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Sein Ziel ist, die Hunde in erlernte Hilflosigkeit zu werfen. Ich glaube nicht, dass er bei seinen "Red Zone Dogs" irgendwas anderes als einen Hund, der nicht mehr eigenständig entscheidet und nur noch gehemmt ist, möchte - eine andere Möglichkeit gibt es meines Erachtens auch nicht, außer, die Hunde attackieren ihren Besitzer und werden daraufhin eingeschläfert.

Das von mir rot markierte -darf ich fragen, wie du das meinst?

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Es ist auch ein wenig scheinheilig, dass jemand der solch rauhe Methoden verwendet als "Flüsterer" bezeichnet wird. Bei diesem Wort hat man eigentlich ganz andere Assoziationen.

 

Wenn ich da an diese bekannte Pferdeflüsterin denke, die eine Zeit lang im Fernsehen kam und darauf bestand das man dem Pferd nicht auf den Hals klopft sondern streichelt.

Obwohl ich gestehen muss ich habe als Kind auch immer geklopft, weil das eben auch immer alle so gemacht haben. Ich hatte da nie auch nur eine Sekunde darüber nachgedacht, das ein Pferd ein Streicheln bevorzugen könnte.

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Hallo,

 

auch beim Hund galt das Klopfen der Seite lange als Lob. 

Ich selbst beobachte heute noch Halter, die das machen und sehe deutlich an der Körpersprache der Hunde, daß diese es NICHT als Lob wahrnehmen. Die finden das eher unangenehm.

Stammt wohl auch aus der Vermenschlichung, dem sprichwörtlichen Auf-Die-Schulter-Klopfen als Anerkennung.

 

Liebe Grüße

 

BETTY und Ronja

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Definitiv. Im guten Fall erkennt der Hund durch den Rest der Körpersprache, Stimmung und Stimme, dass sein Halter gerade wohlwollend ist.

 

Ich habe vor einiger Zeit von einem neuen Team im Training nebenbei ein kurzes Video gemacht (kennt man ja auch zuhauf aus dem Netz), weil die Halterin nicht sah und verstand, dass ihr Hund das nicht als Lob empfand (auch noch von oben auf den Kopf).

 

In Zeitlupe konnte sie es dann selbst ganz deutlich sehen und war erschrocken. Dann kam zudem noch raus, dass sie den Hund häufig per Hand bestraft hatte, weil ihr v.A. im Junghundalter die Nerven durchgingen.

 

Nun übt sie neue Alternativen - und davon habe ich dann auch wieder nebenbei ein Video gemacht. Jo - sie kann den Unterschied jetzt schon sehr gut erkennen und freut sich  :) . Der Hund auch zunehmend...

 

Sorry, für den kleinen und nicht so wichtigen Exkurs - passte einfach gerade.

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Ich trau es mich gar nicht zu sagen. .Arvid findet es klasse wenn man auf seinem Rücken trommelt ,echt wahr .

Das klopfen hab ich mir schon bei den Pferden abgewöhnt.

Ich mach das nicht um zu loben eher im Spiel .

Der Hund hat nen Vogel ;)

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Wer seinen Hund ehrlich versucht zu verstehen und ihn mit Konsequenz und Liebe erzieht braucht solche "Gurus" nicht, versetzt Euch alle in die Euch anvertrauten Hunde und behandelt sie bitte so, wie ihr selbst behandelt werden möchtet.

LG Gabi

 

Da gib ich Dir volkommen Recht.

 

Wenn ich meinen Hund kenne, brauche ich niemanden, keinen C.M, keinen Rütter und wie sie alle heißen.

 

Mal ein Beispiel

Devito mein verstorbener Engel hatte fürchterlich Angst bei Gewitter, Silvester und Co ihn zu beruhigen wäre fatal gewesen.

Wenn ich ihn betütelt hätte, wäre alles noch viel schlimmer geworden.

Peppino hat genau das gleich Thema am laufen, wenn Peppino Angst hat und ich ihn ganz fest an mich drücke beruhigt er sich ganz schnell und fährt runter.

 

Das kommt immer auf die Persönlichkeit des Hundes an, was für ihn das beste ist.

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Das von mir rot markierte -darf ich fragen, wie du das meinst?

 

Ich meine damit, dass ein derart aversiv "trainierter" Hund keine andere Möglichkeit hat, als sich zu fügen (Hilflosigkeit) oder sich im Ausnahmefall drastisch zu wehren.

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Ah ok danke, ich dachte du meinst, dass "Red Zone Dogs" nicht anders beherrschbar /behandelbar seien als durch Verhaltenshemmung.

Hätte mich sehr gewundert, das von dir zu lesen :)

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Ich denke sogar, dass gerade "Red Zone Dogs" (von denen ich bislang vielleicht einen bei C.M. gesehen habe) gar nicht über Verhaltenshemmung behandelbar sind. Das kann man m.E. bei kleinen Problemen machen - da ist es auch nicht gut/wünschenswert, aber wesentlich effektiver und vermutlich weniger folgenschwer.

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