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Hundeforum Der Hund
Mischlingsmädchen

Alleine bleiben üben

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Wir nehmen Aktenkoffer, die dann wieder weg gestellt werden ;)

 

Ich handel das eh ein bissi anders. Wenn Hund neu bei uns eingezogen ist, dann darf er nur ein Zimmer haben. Bei uns: Wohnzimmer/Eß-Küchenbereich  (ist eh alles offen ohne Türe) alles andere ist für ihn erst mal geschlossen.

Wenn er sich da heimisch fühlt und alles erkundet hat, dann bekommt er "Zutritt" zum nächsten Zimmer. Wenn Hund dann Treppen alleine laufen kann, dann bekommt er Zugang zum OG - auch da immer wieder ein Zimmer mehr.

Bei uns sind normalerweise immer alle Türen offen - ich selber mag keine geschlossenen Zimmer ;)  :)

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Ich schreibe Dir später nochmal konkret zum Thema.

Auch wenn man Verhaltensweisen verstehen u. einordnen möchte (und man natürlich etwas über die möglichen, dahinter steckenden Motivationen lernen und wissen darf und soll).

Ich halte von der Einordnungssache nicht viel. Gründe:

Die Gefahr einer Miß -/ unvollständigen Interpretation ist gross.

Packt man so etwas Komplexes in eine Schublade (übertrieben gesagt), könnte es nicht nur die Falsche sein, sondern sie könnte auch klemmen, weil gar nicht alles hineinpasst.

Ausserdem kann es einem Flexibilität nehmen, immer wieder neu auf den Hund zu gucken und den eigenen Umgang anzupassen. Oder einfach überhaupt unvoreingenommen den Hund zu betrachten.

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Nochmal Meldung.

 

Du schriebst, was los wäre, wenn der Hund 30 min lang jault.

Erstens tut er das ja nicht und ausserdem wären 30 min alleine lassen momentan ohnehin zu viel.

 

Ich würde das so angehen, dass ich den Fokus gar nicht auf´s Alleinebleiben richte und erstmal einfach  nur die "kleinen Gänge" ohne sie erledige (Briefkasten, Müll, etc.).

 

Wie Junkersfrau schon schrieb: sie muss sich erstmal sicher fühlen können in ihrer neuen Umgebung und mit Dir. Daraus ergeben sich meist automatisch auch andere positive Dinge. Für´s Alleinebleiben reicht erstmal, dass Du immer wieder kommst nach kurzer Zeit. Berichte mal, wie das klappt.

 

Weiter fragst Du, ob es bei diesem Thema Unterschiede gibt zwischen Tierheimhunden und gut sozialisierten Welpen.

Das lässt sich nicht pauschal beantworten (abgesehen davon, dass Dein Hund ja kein Welpe mehr ist). Falls Dein Hund im Tierheim geboren wurde und regelmässig Kontakt zu Menschen hatte, die Mutterhündin weder ängstlich noch abwehrend ihrer Umwelt gegenüber war, ist der Unterschied zu einer "normalen" Aufzucht nicht so gross. Ausser, dass die Kleinen ab 4-6 Wochen vielleicht nicht viel von ihrer Umwelt ansonsten mitbekommen haben, wenn sie dauerhaft im Zwinger waren.

 

Du siehst schon: würde, hätte - Fahrradkette  :) ...all diese Informationen hast Du wahrscheinlich nicht, auch nicht, ob sie davor auf der Strasse oder bereits in einem Haushalt gelebt hat und wenn, dann jeweils wie, usw.

 

Und selbst wenn Du diese Informationen hättest, bleibt immer noch jeder Hund ein Individuum, wie Du an den unterschiedlichen hier bisher geschriebenen Beispielen siehst. Vielleicht lebte er mit anderen Hunden zusammen im Zwinger, vielleicht aber auch alleine und der einzige Kontakt waren Menschen, die Futter brachten oder mal ´nen Streichler...man weiss es nicht und es spielt auch keine grosse Rolle jetzt.

 

Zu Deinen Fragen, wie es bei anderen lief:

 

Beim Welpen habe ich es so gemacht wie die meisten: einleben und parallel immer schon kleine Gänge. Dann langsam erweitert, Nachbarn gebeten, mir "Meldung" zu machen. Vor Geschäften warten lassen und später Betreuung organisiert, wenn Hund wirklich mal länger alleine bleiben sollte.

 

Der Cattledog kam mit 4 Monaten aus dem Tierheim und lebte dann fast ausschliesslich im Caravan. Auch hier wurde in kleinen Schritten geübt und er konnte sowohl in Haus als auch Caravan alleine gelassen werden.

 

Der jetzige Hund kam etwa 6 jährig aus dem Tierheim und aus Zwingerhaltung. Bei ihm hätte ich sicherlich schon nach 4 Wochen weggehen können. Habe es aber trotzdem sicherheitshalber so aufgebaut wie beim Welpen. Das erste mal 1 h weg war ich, als er abends schlafen ging. 

 

Ich habe alle Hunde immer darüber informiert, dass ich gehe: sicht - und/oder hörbar. Dabei hat sich vermutlich ein Muster ergeben. Das machte für den Hund dann klar, dass er da bleibt. Extra desensibilisiert (Schlüsselklappern, Schuhe an - u.ausziehen) habe ich nie.

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Ich habe alle Hunde immer darüber informiert, dass ich gehe: sicht - und/oder hörbar. Dabei hat sich vermutlich ein Muster ergeben. Das machte für den Hund dann klar, dass er da bleibt. Extra desensibilisiert (Schlüsselklappern, Schuhe an - u.ausziehen) habe ich nie.

So mache ich das auch, es ist ein Ritual, das ihr Sicherheit gibt.

 

Bei uns heißt es "bleib hier, ich komm gleich wieder". Längere Zeiten heißen "bleib hier, ich geh einkaufen".

Diese Wendung "ich komm gleich wieder" habe ich nicht nur in dem Zusammenhang, sondern auch in anderen Situationen draußen verwendet, zB wenn sie in der Hundeschulstunde irgendwo angebunden wurde und ich für ein paar Minuten um die Ecke ging / wenn sie im Auto warten muss / wenn sie im Platz liegen muss und ich mich entferne / wenn ich sie auf dem Hundeplatz jemand in die Hand drücke, um aufs Klo zu gehen: ich komm gleich wieder heißt für den Hund genau das und nach zig Wiederholungen merkt er sich die Worte und glaubt dran.

Von wortlos gehen halte ich nichts, Tschuli würde dann vermutlich meinen, ich hätte sie vergessen und hartnäckig nach mir rufen :D

Und dass bei der Rückkehr begrüßt wird, ist selbstverständlich, alles andere würde den Hund verunsichern und verwirren.

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Ich habe (hatte?) das Thema gerade aktuell: mein fast vierjähriger Rüde ist seit Welpenzeiten immer auf der Terrasse geblieben, wenn wir weg waren. Das ging von Anfang an (mit der üblichen Steigerung) problemlos, irgendwann kam die Phase von "mal gucken was sich alles schreddern lässt" und irgendwann (so mit 8/9 Monaten) probierte er seine Stimme in allen Tonlagen aus, war aber nicht der Rede wert.

Nun sind wir umgezogen. In eine dem Hund bestens bekannte Wohnung. Ich hatte die ersten drei Wochen lang Besuch, außerdem waren viele Feiertage, und so konnten wir die Alleine-Bleiben-Phasen wie von Welpen an wieder langsam steigern (ob das gut war, weiß ich jetzt nicht, denn vielleicht war er dadurch insgesamt einfach viel zu selten alleine). Alles kein Thema.

Tja, und dann die ersten Tage ohne Besuch und normale Arbeitszeiten (Hund bleibt vier Stunden alleine) ... und einen Tag ging es gut, am nächsten hat er dauer-geheult, am nächsten alles ruhig, dann dauer-Gebell. Und der hat Stimme, da haben nicht nur die nächsten Nachbarn was davon

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Vielen herzlichen Dank euch allen!!!

Ich hab mir viel mitgenommen und über einiges nachgedacht. Es geht schon ganz gut wenn sie kurz alleine bleibt! Ich steigere es in den nächsten Wochen allmählich und hoffe dass es so gut weitergeht!!

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Ihr seid spitze! Danke für eure vielen Rückmeldungen.

 

Ihr möchte euch dezidiert einladen mir ganz ehrlich Rückmeldung zu geben, auch wenn es kritisch ist, ich möchte ja einen guten weg finden. Vor allem Lexx und Fangmich, eure Worte sind voll ok. Und ja ich neige dazu "zuviel Theater" zu machen das gebe ich zu. Die Vorstellung dass unser haus wie eine baustelle aussieht wenn ich heim komme stresst mich. Aber richtig weh tut mir die Vorstellung dass ich im büro bin und der Hund daheim leidet. Die Tierschutzleute meinten, ich kann dem Hund schon was zutrauen, Tierschutzhunde halten einiges aus.

 

es ist schon so dass sie mir wenn ich daheim bin meistens nachgeht. sie legt sich dann irgendwo in meiner Nähe hin. geh ich zu oft herum wirds ihr zu doof und sie schläft einige Zeit am selben Ort weiter. Klimper ich mit dem schlüssel steht sie sofort neben mir. (ich klimper jetzt sehr oft mit dem Schlüssel oder ziehe die Jacke/Schuhe an und wieder aus um sie dara zu gewöhnen).

Dieses nachgehen interpretiere ich nicht als Trenungsangst, denn wir haben ja noch keine Bindung nach 1 Woche (?) - ich habe eher das Gefühl sie möchte kontrollieren wo ich bin.

hach ich bin gerade total froh, Deinen Beitrag hier gefunden zu haben und lese mal interessiert mit. Denn auch ich habe seit 1 Woche einen Hund aus dem Tierschutzt, 6 Monate alt und kennt bisher nichts bis auf einen Zwinger. Nun muss ich ab morgen auch wieder arbeiten... da der Hund nicht Auto fährt und somit nicht mit kann, war ich ganz schön am schwitzen, was ich nun tun soll. Ich habe jetzt erstmal eine Tagesbetreuung und muss nun das Alleinbleiben üben. Ich habe noch eine erfahrene Hündin die problemlos alleine bleibt - aber mir ist nicht geheuer dabei, die Hunde schon gemeinsam allein zu lassen. Der Kleine wird nun in die Pubertät kommen und sicherlich noch seine Stellung im Rudel austesten wollen... er ist zwar (noch) kleiner als sie, aber man weiss ja nie. Von daher... ich lese hier mal erstmal mit :)

 

Und falls es Dich beruhigt: Auch ich mache mir wohl um alles viel zu viele Gedanken  :blink:  liegt vielleicht am Sternzeichen. Nervt mich auch selbst, weil man das ja automatisch auch auf die Hunde überträgt. Menschen, die einfach mal "machen" statt alle Worst-Case-Szenarien zehnmal gedanklich durchzuspielen haben es sicher in solchen Fällen leichter. MIR graut es nämlich auch davor, nach Haus zu kommen und eine verwüstete Wohnung vorzufinden. Muss ich ganz ehrlich sagen.

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Hallo Sapient! Wir läuft's bei euch?

Also bei uns geht's gut. Wir sind gerade bei 1 Stunde alleine bleiben.

Sie bekommt einen Kong und ganz leise Radio im Hintergrund. Hab sie mit Babyphon kontrolliert und die schläft oder döst sobald der King leergefressen ist. Einmal hat sie kurz gebellt aber ich weiss nicht warum (ob wegen alleine sein oder ein Geräusch).

Ich finde es läuft prima und ich überlege nun wie ich steigern soll. Macht es für einen Hund einen Unterschied in wir jetzt auf 1 Stunde 30 Minuten steigern oder auf 2 Stunden? Hat er so ein präzises Zeitgefühl? Ich möchte mir nicht vertun mit dem alleine bleiben aber in 10 Tagen muss sie 4 Stunden alleine sein, deshalb muss ich langsam ans steigern denken.

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