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Hundeforum Der Hund
Lissy-und-Missy

Ich bin ratlos...

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Hallo liebe Forengemeinde,

Ich habe ein kleines Problem, mit dem ich aktuell nicht umzugehen weiß und ich hoffe, dass ihr mir vielleicht den einen oder anderen Ratschlag geben könnt.

Folgendes Problem: ab und zu treffe ich auf eine Hundebesitzern, deren Hund scheinbar meinen Hund so gar nicht riechen kann.

Kurz zur Erklärung: in unserer Gegend laufen eigentlich alle Hunde, die einigermaßen verträglich sind ohne Leine. Wir sind hier eine kleine Gemeinde am Rand von Berlin, man kennt sich und die Hunde... Es gibt einige wenige Hunde, die an der Leine laufen, aber die sind dann tatsächlich auch auf Krawall gebürstet. Das weiß man und geht sich entsprechend aus dem Weg. In der Regel trifft man einen Hund mit Besitzer, die Hunde beschnüffeln sich und spielen oder auch nicht - je nach Sympathie... Es läuft aber in der Regel alles friedlich ab. Ich liebe den Umgang hier miteinander und unter den Hundehaltern!

Diese eine Hundebesitzern ist vor etwa zwei Jahren hierher gezogen. Wir hatten uns das erste Mal getroffen und die Hunde waren sich von Anfang an nicht sympathisch. Damals war meine Oma noch recht gut drauf und konnte sich gut durchsetzen. Es gab ein kurzes "Gemotze unter Frauen" und die Fronten waren geklärt. In den folgenden Treffen gingen sich die Hunde einfach weiträumig aus dem Weg.

In letzter Zeit hat diese Hündin offenbar gemerkt, dass meine Oma nicht mehr ganz so gut beisammen ist und "attackiert" sie nun jedes Mal. Es beginnt damit, dass sie, wenn sie die Oma sieht sofort duckend angerannt kommt, mit Bürste auf dem Rücken und wild knurrend. Zuerst ist sie vielleicht zwei Meter vor meinem Hund abgedreht, dann einen Meter, dann hat sie meinen Hund an der Flanke gestreift und das letzte mal fast umgerannt.

Nun ist es so, dass die Oma wirklich nicht mehr in der Lage ist, sich körperlich zu verteidigen. Die Besitzerin "schwört", dass ihr Hund nicht beißt. Ich habe, ehrlich gesagt, keine Lust, das herauszufinden. Aus meiner subjektiven Sicht sieht es aus, als würde diese Hündin sich langsam herantesten, wie weit sie gehen kann. Ich habe die Besitzerin, die ja ihren Hund auch offensichtlich nicht abrufen kann, gebeten, ihren Hund festzuhalten oder an die Leine zu nehmen, eben weil mein Hund 18 Jahre alt ist und überhaupt keine Chance hat, in irgend einer Form zu reagieren. Ergebnis dieser Diskussion war, dass sie lachend weitergelaufen ist und meinte, ich würde übertreiben.

Ich war soooooo irre sauer!!!! Ganz ehrlich, ich weiß nicht, wie ich das nächste Mal reagieren soll. Meine Reaktion bei der letzten Begegnung war, dass ich mich zwischen meinen Hund und ihren Hund gestellt habe, um die Oma zu beschützen. Aber wie lange geht das gut. Ich könnte mich nicht mal davon freisprechen, dass ich beim nächsten Mal nach dem Hund treten werde, bevor etwas schlimmeres passiert. Andererseits denke ich - der Hund kann ja auch nix dafür, dass er so ist, wie er ist... Aber mein Herz schlägt natürlich zuerst für meinen Hund - immer - mir ist es lieber, der andere Hund beißt mich und nicht die Oma!

Reagiere ich über? Nutzen Hunde das Handicap anderer Hunde aus? Unsere allererste Begegnung lief genauso ab. Die andere Hündin reagierte genau so. Damals hat die Oma aber ganz schnell klargestellt, dass SIE der Chef im Ring ist. Nicht bösartig, aber eindringlich, wenn ihr wisst, was ich meine... Sie war nie von sich aus auf Krawall aus, aber wenn ihr ein Hund schräg kam, hat sie ihren Standpunkt unmissverständlich klargestellt. Jetzt kann sie das aber nicht mehr und ich habe das Gefühl, sie versteht auch gar nicht mehr, was da passiert.

Vielleicht ist es noch erwähnenswert, dass es sich wohl um einen adoptierten Straßenhund aus Argentinien handelt... Ach, ich weiß auch nicht... Ich bin einfach der Meinung, dass man als Hundehalter ganz einfach den Hund an die Leine nehmen muss, wenn man - aus welchen Gründen auch immer - nicht in der Lage ist, seinen Hund abzurufen.

Ich bin so hin und hergerissen zwischen den Gedanken "scheiss Köter" und "bekloppte und ignorante Hundehalterin"... und gleichzeitig so hilflos, weil ich nicht weiß, welche Reaktion angemessen ist...

Danke, fürs zuhören bzw. lesen...

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Du reagierst absolut nicht über!!! Hunde merken wenn der andere geschwächt ist. Du bist für den schutz deines hundes versntwortlich, dein hund verlässt sich auf dich. Wir hatten hier im feld auch 2 so kandidaten . Die werden jetzt an die leine genommen wenn sie mich sehen. Herrchen war uneinsichtig. Die hunde hätten meiner nicht wirklich was getan, sind aber immer auf sie losgeschossen ind haben gedroht.ich hab sie dann mal ordentlich zusammen gepfiffen. Das hat bei herrchen gewirkt.verteidige bitte deine alte dame, sie ist jetzt nun mal ein "opfer". Hunde kennen (meist) kein mitleid. Hatte selbst eine 15 jährige und habe eine epi hündin. Wenn die frau nicht hören will ist es blöd für den hund, aber du bist für deinen hund verantwortlich. Der hund kann natürlich nichts dafür. Blocke den hund wenn du willst, nimm ne wassetspritze mit oder was auch immer. Wenn mein hund in gefahr ist oder angst hat, ist mir da jedes mittel recht, auch wenns schaden anrichten würde (immer verhälntismäßig natürlich). Lg

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Nein, du reagierst nicht über...
was du tun kannst? Den Hund konsequent meiden, nochmal der Halterin ins Gewissen reden, denn selbst wenn ihre Hündin nicht beißt, belästigt und schikaniert sie euch.

Schlimmstenfalls mit dem Ordnungsamt drohen...
tatsächlich.


@Lexx
Allerdings ist die Aussage, dass Hunde fast kein Mitleid kennen, nicht richtig. Das Gegenteil ist der Fall.
Hier wird übersehen, dass sich die Hunde NIE GRÜN waren, auch bei deinem Beispiel nicht. Solche Hunde haben natürlich wenig Mitgefühl füreinander.

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Was ist mitleid? Hunde sind empathisch, allerdings vor allem menschen gegenüber. Ich kann nicht bestätigen dass alte und kranke hunde einen besonderen schutz gegenüber anderen hunden genießen. Ganz im gegenteil. Selbst im eigenen rudel. Mit meiner hündin mit epilepsie muss ich bei fremden hunden aufpassen, nicht nur wenn sie anfälle hat. Auch so merken fremde hunde dass sie unter medikamenten steht und sie wird sonst gerne mal attackiert. Bei der 15 jährigen war es auch so, meine beiden mädels kannten sie schon immer gut, sie war bevor wie sie bekamen bestimmt 4, 5x die woche zu besuch und im urlaub. Immer problemlos. Als die tattriger wurde konnte ich sie mit meiner aussiehündin nicht mehr alleine lassen. Und ich kenne sehr, sehr viele hundegespanne bzw alte hunde wo es auch so ist. Sicher gibt es aber auch ausnahmen.

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Wie oft kommt es zu Begegnungen ?

 

Würde es etwas bringen wenn du zu einer anderen Zeit mit deinem Hund gehen würdest ?

 

Oder hast du die Möglichkeit einen anderen Weg zu gehen ? 

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Ich hab zum Großteil die Erfahrungen gemacht, dass die Hunde überwiegend Rücksicht auf schwächere, altere Hunde genommen haben. Ich hab aber auch Ausnahmen erlebt von sozial weniger kompetenten Hunden, dass sie das beschriebene , unschöne Verhalten zeigten.

Oft sind solche Hunde so gepolt, Schwächen auszunutzen, die selber schon gemobbt, massiv unterdrückt wurden und/oder ums Überleben, bzw, um Ressourcen kämpfen mussten, weil nicht genug für alle zur Verfügung stand.

Egal - auf alle Fälle würde ich meine alte Hündin schützen, bzw. hab ich eine ähnliche Situation mit meiner Hündin, die im Sommer das Vestibularsyndrom hatte, inzwischen taub ist und dement wird.

Zu Situationen, in denen ich damit rechnen kann, dass sie diesem Stress ausgesetzt werden würde, nehme ich sie nicht mehr mit. Passierts ansonsten im Alltag, dass ihr einer ans Leder wollen würde, dann regel ich das für sie und schütze sie konsequent. Wurst, was da andere Hundebesitzer davon halten. Ömmi hats nicht verdient, gerempelt und trangsaliert zu werden!

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Sowas ist ärgerlich und ich verstehe dich sehr gut.

Habe hier auch gerade noch einen Uralthund der dement, taub und fast blind ist und beim leichtesten Anrempler einfach mit allen vieren im Matsch liegt.

99 % der Hundehalter die wir in unserem kleinen Radius noch treffen kennen uns - und wenn nicht, sehen sie schon auf die Distanz, dass der Hund wirklich alt ist und nehmen Rücksicht (den eigenen Junghund eben nicht auf uns zurasen lassen auch wenn in rein freundlicher Absicht).

Dafür bin ich sehr dankbar, auch wenn ich persönlich das für selbstverständlich halte.

 

Das 1% Uneinsichtigkeit habe ich natürlich auch kennengelernt. Die Diskussionen kann man sich sparen. Wenn ein anderer Hundehalter die Zusammenhänge und Konsequenzen nicht beim ersten freundlichen Hinweis/Gespräch versteht und dementsprechend handelt, wirst du auch mit weiteren Erklärungsversuchen keinen Erfolg erzielen.

Diese Leute lernen nur über ihre Hunde. Soll heißen: die reagieren erst, wenn negative Konsequenzen für ihre Hunde zu befürchten sind. 

 

Es ist immer der gleiche Mechanismus bei diesen gänzlich uneinsichtigen Menschen.

Wenn sie das so brauchen/wollen, können sie es haben:

 

Solche Hunde bekommen von mir eine kostenlose Flugstunde. Kommentarlos.

Das erzeugt nachhaltiges Meideverhalten bei Hund wie Halter und wir haben unsere Ruhe.

 

Irgendwann ist halt mal Schluss.

Schütze deine Omi!

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Zum Thema Akzeptanz alter Hunde generell:

 

das kommt immer auf die spezifische Hundekonstellation an und die einzelnen Charaktere, die da aufeinandertreffen. Pauschal kann man da gar nichts sagen.

Es gibt einen Haufen Hunde, die sofort erkennen, wann sie einen Alten vor sich haben und damit sehr bewusst und vorsichtig umgehen (fremde wie Hunde des eigenen Haushalts); aber natürlich auch das Gegenteil.

Wo entweder vorher schon eine "Diskussion" stattfand, die aufgrund des Alters nun ein weiteres Mal versucht wird auszufechten oder wo die körperlichen, wie geistigen Veränderungen des Hundes dazu führen, dass andere nicht mehr mit ihm klar kommen (mangelndes EInschätzungsvermögen der neuen Situation etc pp), obwohl es vorher keine Probleme gab.

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Ich kann dich auch sehr gut verstehen, und ich könnte solche Leute an die Wand klatschen! Die können einfach nicht zugeben, dass ihr Hund etwas Unfeines macht.

 

Ich hoffe, du bekommst das geregelt. Evtl. würde ich die Frau bitten, dir zu sagen, zu welchen Zeiten sie nicht hier anzutreffen ist, damit du eine Chance hast, ihr auszuweichen. Vielleicht kapiert sie dann, dass sie euch tatsächlich ein Problem bereitet.

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Es würde ja schon reichen, wenn die Menschen mal erkennen würden, welche Hunde alt, schwach, krank oder sonstwie schützenswert sind und dass ihre geliebten Tutnixe vielleicht nicht immmer so lieb und nett sind wie zuhause auf dem Sofa.

Wenn ich schon lese "sie beißt nicht", geht mir die Hutschnur hoch. Als wäre damit alles in Ordnung.

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