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Hundeforum Der Hund
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BARF(EN) - eine Religion?

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Der Artikel spricht mir aus der Seele! Es ärgert mich schon lange, dass man sehr schnell in dieser Schublade landet, nur weil man es wagt, frisch zu füttern und das auch mal anderen vorzuschlagen, wenn man es für sinnvoll hält (z. B. der Hund Trofu nicht mag, sich kratzt, Durchfall hat etc.).

 

Außerdem: Wenn jemand nach einem Trockenfutter fragt, dann muss er damit rechnen, dass früher oder später auch jemand fragt "muss es denn Trockenfutter sein?" und damit umgehen können. So etwas gehört mittlerweile einfach zur Internet- bzw. Forenkompetenz dazu.

 

Ich koche ja hauptsächlich (meine Hunde bekommen sonst aber auch alles Mögliche à la ABAM). Wenn ich das z. B. in einer Hundegruppe schreibe, weiß ich ganz genau, dass irgendjemand anfängt mit "Aber warum gibst du das denn nicht roh, du kochst ja alles tot, da sind dann überhaupt keine Vitamine mehr drin, die dein Hund braucht" oder dergleichen. Ja und? Ich habe meine Gründe, wenn ich Lust habe (oder glaube, dass es Sinn ergibt), erkläre ich sie demjenigen, wenn ich keine Lust habe, überlese ich es.

Da ist mein Rücken breit genug, und Argumente sind vorhanden. :)

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Ich vertrete weder die eine noch die andere Ideologie. Das Wort Barf nehme ich schon lange nicht mehr in Mund. Ich füttere frisch, da ich alles mögliche füttere, frisch, wie gekocht. und natürlich gibt's auch diese komischen roten Dinger mit dem Loch in der Mitte als Guddie. ... wenn Motsilein drauf steht - warum den nicht?

 

Aber weils so schön rein/dazu passt.

Ich war letzte Woche auf einem Workshop bei Bina Lunzer zum Thema "Fehlverhalten beim Hund". Es wurde ganz kurz die Ernährung mit angekratzt - waren wirklich nur 2 Sätze und ich hatte heute noch mal Mailkontakt mit ihr, weil ich an einem Satz von ihr noch rumgekaut habe.

 

Sie hat mir sehr ausführlich geantwortet (Danke Bina, falls du den Beitrag hier lesen solltest) und mit auf das Buch von Frau Dr. Julia Fritz verwiesen.

http://www.amazon.de/Hunde-barfen-Alles-%C3%BCber-Rohf%C3%BCtterung/dp/3800178893

 

Hat einer von euch das Buch im Bücherschrank und wenn ja, ist es für einen "Alt-Frischefütterer" empfehlenswert?

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Hm,  ich  bezweifle  allerdings dass das Fleisch  was  in Fertigfutter landet,  hochwertiger/teurer  ist.

Das müsste jede Hausfrau wissen: die Menge macht den Preis. Ich beziehe Trofu im Tonnenpreis. Den hat bei meiner Marke sonst nur die Grosshändler. So ist es auch bei jedem Lebensmittel. Fleisch als Beispiel in Tonnenmengen, haben pro Kg einen weitaus anderen Preis als wenn ein Endverbraucher mal so 20 Kg holt.

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Der Artikel spricht mir aus der Seele! Es ärgert mich schon lange, dass man sehr schnell in dieser Schublade landet, nur weil man es wagt, frisch zu füttern und das auch mal anderen vorzuschlagen, wenn man es für sinnvoll hält (z. B. der Hund Trofu nicht mag, sich kratzt, Durchfall hat etc.).

 

Außerdem: Wenn jemand nach einem Trockenfutter fragt, dann muss er damit rechnen, dass früher oder später auch jemand fragt "muss es denn Trockenfutter sein?" und damit umgehen können. So etwas gehört mittlerweile einfach zur Internet- bzw. Forenkompetenz dazu.

 

Ich glaube nicht das ich jemanden wegen so etwas in eine Schublade stecke. Aber hier sehen wir einfach mal wieder, wie verschieden die eigenen Wahrnehmungen sind. Es wagt jemand frisch zu füttern vs. es wagt jemand Trocken zu füttern.

Wie gesagt ich kenne beide Seiten als Ex Barferin. Aber als Barfer hatte ich nicht diesen Eindruck, weil es ja momentan als Allheilmittel und das einzig richtige gehandelt wird. Es ist im Trend und TF ist out.

Ich habe auch noch nicht erlebt das wenn jemand nach Barf gefragt hat, jeder zweite Beitrag auf einmal ums Trockenfutter geht. Und ich sehe schon noch einen Unterschied, ob jemand speziell nach TF fragt und der Hund damit eigentlich keine Probleme (wie z. Bsp. von dir erwähntes Kratzen oder Durchfall) hat, oder der Hund solche Symptome zeigt. Auch sehe ich einen unterschied darin, ob man fragt ob auch interesse an anderen Fütterungsmethoden besteht oder aber jemandem unterschwellig gesagt wird, das Barf sowieso das einig gesunde ist.

Aber wie auch schon im ersten Beitrag geschrieben, ist es mein persönliches empfinden, muss also nichts mit der Realität zu tun haben.

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Das müsste jede Hausfrau wissen: die Menge macht den Preis. Ich beziehe Trofu im Tonnenpreis. Den hat bei meiner Marke sonst nur die Grosshändler. So ist es auch bei jedem Lebensmittel. Fleisch als Beispiel in Tonnenmengen, haben pro Kg einen weitaus anderen Preis als wenn ein Endverbraucher mal so 20 Kg holt.

Das  ist  richtig,  heisst  aber  nicht automatisch,  dass die Futterhersteller auch hochwertiger  einkaufen, nur  weil  sie Mengenrabatt bekommen  und  darüber   bekomme  ich  als Endverbraucher  meist auch  keine Info...

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Das  ist  richtig,  heisst  aber  nicht automatisch,  dass die Futterhersteller auch hochwertiger  einkaufen, nur  weil  sie Mengenrabatt bekommen  und  darüber   bekomme  ich  als Endverbraucher  meist auch  keine Info...
 

 

Ich denke  dass die dann das "minderwertige" Zeug auch einfach noch billiger bekommen. 

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In erster Linie ist das Futter das gesündeste, das der Hund verträgt.

Das ist eine der Behauptungen, die ich so gar nicht nachvollziehen kann.

Mein Hund verträgt Döner, Pommes und Erdnussflips, wochenlang ohne Durchfall, sie vertrüge (heißt das wirklich vertrüge?) Frolic, Beneful und das Aldi Hühnerfutter, sie verträgt auch magerstes Hackfleisch. Sie könnte auch Reis pur fressen oder 1 Kilo Ochsenziemer am Tag, verträgt sie.

Und ich? Vertrüge täglich Schokolade, Kekse, Rotwein und Chips :D

 

Nein, das Argument halte ich für Unsinn, Verträglichkeit ist kein Zeichen für gesundes Futter.

Genauso wenig kann ich die Aussage ab: ach, barfen ist total easy, mach dich bloß nicht verrückt. Oder: Wolf frisst kein Gemüse // hat keinen Taschenrechner usw.

 

Und zum Thema Barf = Religion und so... es gibt doch in fast allen Bereichen Leute, die etwas fast schon fanatisch betreiben oder lobpreisen. Nicht nur beim Thema Barf.

Ich habe noch niemanden getroffen, der mich missionieren wollte (hätte wollen -ich fütter ja schon frisch) und hoffe, dass ich selbst auch nicht so rüberkomme, obwohl ich es schon für die beste Art zu füttern halte, logisch, sonst würde ich es nicht machen, ist immerhin einiges mehr an Aufwand.

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Das  ist  richtig,  heisst  aber  nicht automatisch,  dass die Futterhersteller auch hochwertiger  einkaufen, nur  weil  sie Mengenrabatt bekommen  und  darüber   bekomme  ich  als Endverbraucher  meist auch  keine Info...

Kommt auf den Hersteller an. Klar gibt es auch da "Discounter". Unterm Strich macht es auch die Produktionsmenge. Umso mehr, desto schwerer einheitliche Qualität der Rohstoffe zu bekommen. Insgesamt kannst du als Endverbraucher aber sehr wohl Kenntnis bekommen.

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Nun ja, ich sprach ja von Hundefutter. Und ja, ich arbeite mich auch von dem, was momentan als hochwertig gilt zu dem weniger hochwertigen durch, wenn das einzige Futter aber Frolic wäre, ja dann würde ich ihm das auch füttern. Und dann wäre es für meinen Hund auch das beste, wenn erst andere Futtersorten/-arten, nicht vertägt. Die Verträglichkeit steht für mich vor Hochwertigkeit, was meint, ich nehme auch ein weniger hochwertiges Futter zu Gunsten der Verträglichkeit, wie bei mir, und aus meinem ersten Beitrag auch herauslesbar, geschehen.

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Ich verstehe was du meinst.

Dennoch kann man -finde ich- die Verträglichkeit nicht pauschal mit "das Gesündeste" gleichsetzen.

 

Vielleicht verträgt ein Hund nur das billigste Discounter-TroFu, dann ist es aber noch kein gesundes Futter. Und auch nicht das "Gesündeste" für diesen Hund. Dafür sind andere Kriterien, die in den Zutaten und der Zusammensetzung begründet sind, zuständig.

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