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Hundeforum Der Hund
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BARF(EN) - eine Religion?

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Mich stört nicht nur der religiös-fanatische Charakter der BARFer, die das mit Feuer und Schwert in die Welt tragen, sondern auch die Ernährungsmythen, die BARFer von einer BARFseite zur anderen tragen und sich kein bisschen weiterbilden wollen, dass es eben nicht so natürlich, gut und richtig für alle Hunde ist.

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Der Hund ist immer noch ein Beutefresser genauso wie der Wolf.

Nur weil 3 Enzyme in einer größeren Menge als beim Wolf vorhanden sind, hat sich am Verdauungstrakt nichts geändert.

Wäre er ein Pflanzenfresser, dann hätte er Mahlzähne.

 

Würde der Hund sich in der Natur selbst ernähren müssen, dann würde er Beute machen und diese fressen.

Er würde keine Pflanzen und kein Getreide fressen.

 

Eine natürliche Nahrung ist nun mal das Gesündeste. Wenn ein Hund diese nicht verträgt, würde ich mich fragen, was mit dem Hund nicht stimmt und die Ursache herausfinden.

Du weißt nicht, was der Hund dann fressen würde, Vielleicht wäre er auch ein Aasfresser, der das frisst, was andere ihm übrig lassen.

Wölfe lieben Müll übrigens auch, wie Füchse.

BARF hingegen ist nicht einmal "natürlich". Es ist ein menschenerdachtes Modell, das GLAUBT, es wäre natürlich, dabei ist es einfach nur ein Versuch, teilweise sogar ein schlechter.

PS. Es gibt genügend Hunde, die von Profis errechnete udn immer wieder nachjustierte BARF-Rationen nicht vertragen oder gar körperliche Schäden von der Überfleischung davontragen, weil sie eben nicht wissen, dass sie angeblich (Gemüse/)Fleischfresser sein sollen.

Genau dein Beitrag ist stellvertretend für BARF = Religion bei manchen Zeitgenossen.

Wie natürlich kann eine Ernährung sein, die haarklein errechnet werden muss, um vollwertig und ausgewogen zu sein? Davon abgesehen leiden Wildtiere nicht selten an Ernährungsmängeln, weil die Natur eben nicht alles besser weiß und großartig aufdeckt wie im Schlaraffenland.

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Ich glaube, vor allem sollte man sich vor den Extremen hüten. Auf beiden Seiten.

 

Nahrungsmittel komplett zu denaturieren KANN nicht gut sein. Das taugt beim Menschen nicht richtig, und beim Hund auch nicht. Deshalb hat für mich Trockenfutter immer eher einen Leckerchenstatus (kleine Sünden machen das Leben lebenswert, nur die großen bringen uns um), und das Billigzeug ist dabei ungefähr so ernährungstechnisch wertvoll wie Chips und Cola. Das ist das eine Extrem.

 

Auf der anderen Seite sehe ich auch nicht, wieso ein Hund wie ein "Überwolf" gefüttert werden sollte. Ich kenne mehr als einen Hund, der sich im Garten auch mal das Gemüse selbst ausgräbt, habe also an der reinen Beutetierthese meine Zweifel. Und als prima Opportunist wird ein Hund alle möglichen "gefundenen Fressen" genauso wenig ausschlagen wie ein Wolf, wenn der die Gelegenheit dazu hat. Wäre ja auch schön blöd. Womit wir beim anderen Extrem wären.

 

Dazwischen ist die Bandbreite aber ziemlich groß. Und wieso auch nicht?

 

Viele Jahre lang habe ich meine Hunde überwiegend roh gefüttert. Was nicht heißt, dass es nicht gebackene oder auch fertig gekaufte Kekse gab. Sie mein Joghurt mit ausgeschleckt haben. Oder wenn ich beispielsweise für mich Rührei mit Kartoffeln und Spinat gekocht habe, ein Teil davon auch mal einfach als Hauptfutter im Napf gelandet ist. Wieso auch nicht? Es hat geschmeckt (was ja nun auch ein gutes Stück Lebensqualität ausmacht!), es ist ihnen bekommen, sie waren fit und hatten tolles Fell - alles gut.

 

Nun hat der Krümel aber trotz Frischfütterung diverse Allergien. Und hat beschlossen, dass er das, was er haben darf, in Rohform einfach schrecklich findet. Soll ich ihn nun also rein aus Prinzip zwingen? Wenn er eh schon so eingeschränkt ist, ihm dann auch noch täglich etwas vorsetzen, das ihm so gar nicht schmeckt? Nee, da wären wir wieder bei der Lebensqualität. Also bekommt er jetzt eine Mischung aus einem hochwertigen Dosenfutter (weil er beispielsweise auch Eierschalenpulver nicht verträgt, und irgendwo müssen ja nun auch die Mineralien herkommen) und gekochtem, das dann auch als Leckerli. Nicht das, was ich mir so wünschen würde, auch nicht das, was ER sich so wünschen würde, aber unterm Strich der beste Kompromiss.

 

Klar gibt es in den Extremen für mich Grenzen. Einen Hund nur von TroFu zu ernähren, da sträubt sich alles in mir. Genau wie bei der Zusammensetzung vieler günstiger Futtermarken. Ich hätte aber auch Bauchschmerzen, meinen Hund rein von kompletten Beutetieren zu ernähren, obwohl mein Trend schon sehr zur Frisch- und Rohernährung geht. Aber zwischen diesen Extremen kann man sich gut bewegen, und da sollte sich auch für jedes individuelle Hund-Mensch-Gespann eine passende Lösung finden lassen.

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Ich glaube, vor allem sollte man sich vor den Extremen hüten. Auf beiden Seiten.

 

Nahrungsmittel komplett zu denaturieren KANN nicht gut sein. Das taugt beim Menschen nicht richtig, und beim Hund auch nicht. Deshalb hat für mich Trockenfutter [....]

Was zu beweisen wäre, ob das nicht gut sein KANN.

Ich finde es eher kulinarisch langweilig. Morgen gibt es für Akuma mal "BARF", einfach nur, weil ich ausprobieren mag, wie Gemüse in Rohzustand (allerdings gesalzen udn wahrscheinlich mit Eigelb) ankommt und wie ers verträgt.

Yoma rührt das gar nicht erst an, der bekommt seine gekochte Ration.

Ist also ein Experiment. Weil mir BARF ohne Kohlenydrate aber sehr unsympathisch ist, gibt es definitiv eine gekochte Kompenente im Mahl.

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Zum Artikel:

 

Barfer haben keine Gottheit, verehren keine heiligen Objekte – sie füttern einfach nur ihre Hunde nach dem Vorbild der Natur. Sie orientieren sich an reellen, seit Tausenden von Jahren in einem riesigen Feldversuch namens Evolution gemachten Erfahrungen.

Und nein, genau das tun sie eben nicht. :)
Weder ist BARF naturnah, noch ist das, was im BARF-Napf landet, mit dem zu vergleichen, was die Hunde seit Jahrtausenden so bekommen.

Und genau das stört mich daran: Die Verdrehung der Wirklichkeit. Das hat für mich was Fanatisches, denn es gibt zahlreiche Belege dafür, dass der Hund kein "BARF" bekam. ;)


Übrigens auch der Tenor im Thread geht in die Richtung: "Ich bin überzeugt". Genau: Überzeugung und keine objektiven Fakten. Warum? Die gibt es für BARF gar nicht. Ist ja auch nicht schlimm, solange nicht so argumentiert wird wie in dem Artikel: "Naturnah/Evolutionäres Vorbild"...

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Das ist zb eine dieser Schubladen, die ich meine. Man schreibt, dass man barft/frisch füttert und schon gehst du automatisch davon aus, dass derjenige das macht, weil er de Wolf nachahmt......

Ich hab eigentlich gestern schon dazu geantwortet, scheinbar gab es jedoch mit dem Abschicken ein Problem. ...oder ich bin heute noch blind *grins* dann verzeiht bitte....

Der Satz den du zitiert, und fett hervogehoben hast, bezog sich nicht auf Barfer, sonder allgemein auf die Ernährung des Hundes. Hab ich ja auch so geschrieben. Möglichst hoher Fleischanteil, getreidefrei etc.

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Übrigens auch der Tenor im Thread geht in die Richtung: "Ich bin überzeugt". Genau: Überzeugung und keine objektiven Fakten. Warum? Die gibt es für BARF gar nicht.

Hm.

Für mich ergeben sich die Argumente PRO Frischfütterung (als Barfer sehe ich mich nicht) genaugenommen aus den Argumenten GEGEN Trockenfutter, und diese beruhen auf Fakten, die dem aktuellen Stand der Ernährungswissenschaft entsprechen. Sehe ich also durchaus als objektiv an.

Um es an ein paar Beispielen zu verdeutlichen: man weiß, dass tierische Eiweiße für den Hund besser verwertbar und wertvoller (Aminosäurezusammensetzung) sind als pflanzliche. Man weiß außerdem, dass zuviele KH Verdauungs- und Gesundheitsprobleme verursachen können und für einen Überwiegend-Carnivore keine natürliche Nahrung darstellen.

Beides steckt in größerer Menge in TroFu (KH müssen in recht großer Menge drin sein, sonst könnte man keine Kroketten backen).

Weiterhin müssen diverse (nicht deklarationspfluichtige) Konservierungsstoffe enthalten sein, die zT im Verdacht stehen, krebserregend zu sein.

Der Wassergehalt von nur 10%, was bei Tieren, die nicht genug trinken, zu dauerhafter latenter Dehydrierung führen kann mit all ihren Folgen für die Gesundheit.

Und nicht zuletzt der Zusatz synthetischer Vitamine, hoch(über-?)dosiert, damit sie bis zum MHD nicht unter die Grenze fallen.

Das sind für mich objektive Argumente.

Allerdings bin ich bei den Alternativen ziemlich offen, ob das jetzt Kochen, Dose, Barf oder eine Mischung daraus ist.

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Juline, ich bin überrascht. Bitte schicke mir die Quelle, die beweist, dass alle Hunde tierische Proteine beser verwerten als pflanzliche? Die Erfahrungen bei den Selbstkochern geht da sehr weit auseinander (selbiges gilt für Fette oder den Anteil an Kohlehydraten). Das geht sogar soweit, dass nicht wenige Selbstkocher einen relativ geringen Prozentsatz an Fleisch verfüttern.

Es kristallisiert sich im Gegenzug immer mehr heraus, dass eine fleischlastige Ernährung bei Hunden sogar gesundheiltliche Nachteile hat, z.B. hier angeschnitten:
http://www.heiltierarzt.de/hunde-katzen-richtige-ernaehrung/fehler-beim-barfen-kohlehydrate-mangel-ueberschuss.htm

Deshalb widerspricht sich das auch mit  "dem Wissen" (das du da hast, für die mir die Quellen fehlen) --> weder Getreide noch andere Kohlenhydtrate, auch in größerer Menge, sind de facto für jeden Hund nicht empfehlenswert. Es gibt eben keine objektive Beweise, dass der Hund damit Probleme hat.

Das Gegenteil ist der Fall. Hauptallergieauslöser, zumindest in sehr großem Verdacht stehend, sind die Proteine des Rindes und nicht die "bösen" Getreideproteine. Das heißt nicht, dass jeder Hund Getreide essen soll (und bevor es kommt: Auch Menschen essen keine unverarbeiteten Getreidekörner. Erst aufgeschlossen sind auch die für uns verdaulich).

Vom Trockenfutter spreche ich gar nicht unbedingt. Ob nun ein Nierenschaden aus Überfleischung oder Dehydrierung wird dem Hund egal sein.

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Wie gesagt ich kenne beide Seiten als Ex Barferin. Aber als Barfer hatte ich nicht diesen Eindruck, weil es ja momentan als Allheilmittel und das einzig richtige gehandelt wird. Es ist im Trend und TF ist out.

Ich und andere aber schon, darum geht es ja gerade. Natürlich empfindet das jeder anders, aber mit ist es schon oft aufgefallen, dass die Reaktion "die Barfer schon wieder :rolleyes: " kommt, obwohl man das weder fanatisch noch als Religion betreibt.

Ich habe auch noch nicht erlebt das wenn jemand nach Barf gefragt hat, jeder zweite Beitrag auf einmal ums Trockenfutter geht.

Das stimmt, das finde ich aber eigentlich nachvollziehbar, weil die Gründe, die Frischfütterung sprechen ganz andere sind als die für Trockenfutter. Trockenfutter ist praktisch und günstig, aber das ein Hund Trockenfutter besser verträgt als Frischfutter, ist eben relativ selten, auch wenn es natürlich vorkommt (meine Berta war so ein Fall, aber die hat Trofu beharrrlich verweigert)! Dementsprechend selten wird jemand zu Trofu raten, wenn jemand eine Barffrage hat. Wenn aber jemand z. B. schreibt, dass sein Hund so gar kein frisches Futter verträgt oder mag (!), das bei Trofu aber beides ganz anders aussieht, dann würde ich z. B. auch sagen: Dann fütter doch Trofu. :)

Und ich sehe schon noch einen Unterschied, ob jemand speziell nach TF fragt und der Hund damit eigentlich keine Probleme (wie z. Bsp. von dir erwähntes Kratzen oder Durchfall) hat, oder der Hund solche Symptome zeigt. Auch sehe ich einen unterschied darin, ob man fragt ob auch interesse an anderen Fütterungsmethoden besteht oder aber jemandem unterschwellig gesagt wird, das Barf sowieso das einig gesunde ist.

 

Ja, klar, aber mein Eindruck ist, dass es ein paar Figuren gibt, die nur Barf gelten lassen und das auch permanent äußern müssen (wobei sich das hier echt in Grenzen hält), die meisten das aber höchstens als Vorschlag einbringen.

Es ist aber auch schwierig, wenn man eine Fütterungsart, die man selbst nunmal für gut oder sogar besser befindet, so rüberzubringen, dass andere sich nicht auf den Schlips getreten fühlen. Wie soll man das machen? Man kann doch nur schreiben, wie man es selbst macht und aus welchen Gründen und wie man es z. B. bei einem bestimmten Problem machen würde - und dass man das dann logischerweise besser findet, liegt doch in der Natur der Sache!

Aber wie auch schon im ersten Beitrag geschrieben, ist es mein persönliches empfinden, muss also nichts mit der Realität zu tun haben.

 

Geht mir genauso, das ist natürlich auch nur mein persönliches Empfinden, weil ich Frischfüttern vorziehe. Obwohl Ylvi z. B. gerade eine Tüte Trofu auffuttern muss, die ich günstig geschossen habe (3 Kilo Defu Sonderposten :D . Das habe ich für den Urlaub gekauft, aber Feli mag es nicht).

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