Jump to content
Hundeforum Der Hund
gast

Aversionsverhalten

Empfohlene Beiträge

Hey

@Hans Georg: Der auf seine Funktion reduzierte Mensch ist für mich das Ergebnis einer nur an Leistung orientierten Gesellschaft. Ist denn nicht der damit einher gehende Verlust an Empathiefähigkeit der Grund dafür, dass "Konzepte" zum Zweck der Herstellung einer "besseren Gesellschaft" übergestülpt werden müssen?

Nun, leider ist das ein weites Feld und lässt sich nicht zwischen Tür und Angel behandeln, nur soviel.

Böses Wort „Gutmenschen“ zeigt eindrücklich wohin uns die letzten 70ig Jahre an übergestülpten Sozial-Hygiene geführt haben, aus einem Schuldkomplex wurde ein unnatürliches Helfersyndrom, bis hin zur irrationalen Selbstaufgabe, mehr an Empathie geht nicht, was das Gegenteil von dem ist was du mit „Der auf seine Funktion reduzierte Mensch ist für mich das Ergebnis einer nur an Leistung orientierten Gesellschaft“ bezeichnest.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hey
Zitat: hansgeorg:
„Wenn wir über Strafen in der Erziehung nachdenken und sprechen, dann sollten nicht nur die Nebenwirkungen, als die leitenden Massstäbe herangeziehen, die wir natürlich auch im Hinterkopf behalten sollten, sondern.

Jeder kann sich die Frage stellen, wie würde ich lieber erzogen werden, mit Spaß und Freude am Lernen, oder mit einer mehr oder weniger aversiven/unangenehmen Lernmethode.“
 

Insofern ist diese Fragestellung, die doch offensichtlich eindeutig beantwortet werden KÖNNTE, aufgrund der Komplexität der dahinter steckenden Problemstellungen gar nicht so eindeutig zu beantworten.

So führt doch schon alleine die Feststellung, die offensichtlich erreichte verbesserte Lebensqualität wäre durch den Einsatz von aversiven Lernmethoden möglich gewesen, zu der (möglichen) Schlussfolgerung: Es ist egal, ob die Führungsposition aversiv oder kognitiv etabliert wurde, weil mit beiden Möglichkeiten die Basis für ein Lernen mit Spaß und Freude erreicht wird.


So wie ich die Frage in den Raum gestellt habe, bzw. gedacht habe, ist sie prinzipiell nicht allzu schwer zu beantworten, wenn wir sie von uns auf andere Individuen transformieren.

Mag ich es lieber, wenn mir Erziehung/Lernen aversiv eingeprügelt, oder durch Motivation mit Spaß und Freude am Lernen nahegebracht wird.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hier trifft dann auch wieder diese Aussage von dir:

Ja sicherlich, aber reduktionistische Erkenntnisse müssen dann auch oft wieder in ihren Gesamtzusammenhang gestellt werden, der ist meist äußerst komplex und bietet keine einfachen Lösungen.

 

 

 

voll und ganz zu - oder?

 

:think:

Das Zitat bezieht sich auf, die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die hier eine klare Sprache sprechen.

 

Soll heißen, ein Schwalbe macht noch keinen Sommer, so macht auch kein einzelnes Hormon das Verhalten, Stichwort: Oxytocin.

 

Das ist es, was ich mit reduktionistisch Ansatz einerseits und komplex im Zusammenhang andererseits gemeint/gedacht habe, daher bietet es keine so ganz einfachen Lösungen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Naja, von einprügeln redet aber doch keiner der hier Beteiligten.

Wir reden über nein oder nicht nein sagen.

Da kann man zumindest drüber diskutieren. Über prügeln möchte hier niemand diskutieren, scheint mir.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Mag ich es lieber, wenn mir Erziehung/Lernen aversiv eingeprügelt, oder durch Motivation mit Spaß und Freude am Lernen nahegebracht wird.

 

Natürlich durch Motivation und Freude. Aber die Frage ist zu einfach bzw. spiegelt die Realität nicht wieder.

Es gab z.B. einfach Sachen die hätte ich nie gerne gemacht egal mit welcher Motivation. Da war dann Druck nötig.

 

Aber ich gebe dir recht das man generell auch das Ganze aus der Sicht des Gegenübers betrachten sollte. Wenigstens ab und zu.

Ob man dazu transformieren muss weis ich nicht^^

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hey

Naja, von einprügeln redet aber doch keiner der hier Beteiligten.

Wir reden über nein oder nicht nein sagen.

Da kann man zumindest drüber diskutieren. Über prügeln möchte hier niemand diskutieren, scheint mir.

Nun,man darf doch mal etwas überspitzt formulieren.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hey

Natürlich durch Motivation und Freude. Aber die Frage ist zu einfach bzw. spiegelt die Realität nicht wieder.

Es gab z.B. einfach Sachen die hätte ich nie gerne gemacht egal mit welcher Motivation. Da war dann Druck nötig.

 

Aber ich gebe dir recht das man generell auch das Ganze aus der Sicht des Gegenübers betrachten sollte. Wenigstens ab und zu.

Ob man dazu transformieren muss weis ich nicht^^

Nun, das ist nun mal die Kunst des Lehrens, auch Lerninhalte die man nicht so gerne gelernt hat (aus heutiger Sicht), so zu vermitteln und zu motivieren, dass du sie mit Spaß und Freude gelernt hättest, das meine ich, natürlich sieht die Realität meist anders aus, wie du es sagst. .

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Es geht bei der Erziehung doch nicht nur um Vermittlung von Lerninhalten sondern auch um Rechte und Pflichten.

z.B. zuhause mit anpacken. Auch da kann ich mit Motivation arbeiten aber ich werde nie erreichen das eine Pflicht auch gerne ausgeführt wird. (die man grundsätzlich nicht mag)

 

Als Beispiel:

Rasenmähen. Hab ich gehasst, hasse ich noch heute. Die Motivation war hoch (20 D-Mark) und die Pflicht wurde auch erledigt.

Nur wüsste ich nicht wie es irgendjemand geschafft hätte mir das Rasenmähen so zu verkaufen das ich das wirklich gerne gemacht hätte.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hey

Es geht bei der Erziehung doch nicht nur um Vermittlung von Lerninhalten sondern auch um Rechte und Pflichten.

z.B. zuhause mit anpacken. Auch da kann ich mit Motivation arbeiten aber ich werde nie erreichen das eine Pflicht auch gerne ausgeführt wird. (die man grundsätzlich nicht mag)

 

Als Beispiel:

Rasenmähen. Hab ich gehasst, hasse ich noch heute. Die Motivation war hoch (20 D-Mark) und die Pflicht wurde auch erledigt.

Nur wüsste ich nicht wie es irgendjemand geschafft hätte mir das Rasenmähen so zu verkaufen das ich das wirklich gerne gemacht hätte.

Nun, es geht immer um Lerninhalte, auch bei Rechten und Pflichten, da beisst die Maus keinen Faden ab, das ist richtig.

Nun, gibt es intrinsische/extrinsische Motivationen, du mähst nicht gerne, dafür freut es dich aber, wenn du das sauer verdiente Geld z. B. ausgeben kannst.

Du lernst also, dass auch unangenehme Dinge, zum Spaß und zur Freude beitragen können, wenn du das Geld bekommst, oder dir was gönnen kannst, oder du dafür ein besonderes lob bekommst, es sich also irgendwie lohnt.

Oder anders, direkte oder indirekte Verstärkung/Belohnung zeigt Wirkung.

Ein Beutetier das panisch vor einem Beutegreife flüchtet und es schafft zu entkommen verstärkt/belohnt sich, da es überlebt hat.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hey

Nun, leider ist das ein weites Feld und lässt sich nicht zwischen Tür und Angel behandeln, nur soviel.

Böses Wort „Gutmenschen“ zeigt eindrücklich wohin uns die letzten 70ig Jahre an übergestülpten Sozial-Hygiene geführt haben, aus einem Schuldkomplex wurde ein unnatürliches Helfersyndrom, bis hin zur irrationalen Selbstaufgabe, mehr an Empathie geht nicht, was das Gegenteil von dem ist was du mit „Der auf seine Funktion reduzierte Mensch ist für mich das Ergebnis einer nur an Leistung orientierten Gesellschaft“ bezeichnest.

Was ist für Dich Empathie?

Irrationale Selsbtaufgabe, Helfersyndrom usw. haben nichts mit echter Empathiefähigkeit zu tun. Ein "Gutmensch" kann ebenso ein empathieloser Narzisst sein.

 

http://www.umsetzungsberatung.de/psychologie/empathie.php

https://www.philognosie.net/kommunikation/einfuehlungsvermoegen-was-ist-empathie-bedeutung-definition

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.