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Hundeforum Der Hund
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Aversionsverhalten

Empfohlene Beiträge

Nochmal @Juline: Eine sehr interessante Frage! Ob sie den Rahmen hier sprengt? ... gut möglich, warten wir's mal ab :)

 

Ich bin gespannt, welche Gedanken du von der Arbeit heim bringst :)

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Ok, Marcolino, dann hat der chinesische Fleischer einfach Lust am Spiel mit dem Hund  :P  - von wegen Lustgewinn nicht gleichsetzen mit Lust am Quälen.

 

Ich denke schon, dass manche Menschen Lust empfinden, wenn sie andere Lebewesen quälen. 

 

Und zu den Katzen: Ich kenne jetzt nur gut gefütterte Katzen, die eigentlich keine Maus fangen müssten. Wie gehen Katzen mit ihrer Beute um, die tatsächlich Hunger haben? Das weiß ich nicht, ihr?

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@KleinEmma:  :P  :P  :P

 

Ich habe mir vorhin tatsächlich ein Video reingezogen von so einem Katze-Maus-"Spiel", mit Endhandlung  :unsure:

 

Es gibt z. B. eine Theorie die besagt, dass Katzen von Natur aus mit einer sehr starken Jagdmotivation ausgestattet sind, weil viele Jagden nicht erfolgreich verlaufen (Beute kann entkommen). Unsere Hauskatzen sind Solitärjäger, da ist eine erfolgreiche Jagd weniger wahrscheinlich, als eine Jagd im Verband. Von daher müsste dann (so diese Theorie) zunächst einmal "überschüssige" Jagdmotivation abgearbeitet werden, bevor die ultimate Ursache, der Hunger, beseitigt werden kann. Wie gesagt, eine Theorie.

 

Es gibt etliche Beispiele in freier Natur, wo z. B. ein Rudel Hirsche völlig ruhig und ohne Auslösen von Flucht ein vorbeiziehendes Rudel Wölfe beobachtet. Oder Raub- und Fluchttiere gemeinsam an Wasserstellen trinkend.

Hier scheint es, als könnten die Fluchttiere erkennen, ob ein Raubtier auf Beutefang ist oder nicht. Eine grundlose Flucht ist für ein Fluchttier genauso energieverschwendend und damit schädigend, wie eine grundlose Jagd für Raubtiere.

 

Eines der großen Probleme, die wir mit unseren Hunden haben. Das Jagdverhalten ist genetisch verankert (wenn auch oft stark spezialisiert) - der Auslösereiz (Hunger, Überleben) liegt aber nicht mehr vor. An dessen Stelle sind andere Auslösereize getreten (z. B. sich schnell bewegende Objekte, plötzliche Bewegungen, starke Duftspuren, hohe Motivation zum Stöbern, etc.).

 

Könnten wir die Fehlentwicklung des Sadismus bitte außen vor lassen  :mellow:

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Hey

Nun, auch wenn die Maus bei dieser Interaktion, als leidtragendes Opfer beteiligt ist, zielt meine Frage auf die Katze ab und nicht darauf, wie sich die Maus fühlt, fühlen könnte.

Noch einmal, „Ist das was Katzen mit einer Maus zeigen Spiel, oder etwas ganz Anderes?“

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Also ich glaube, es ist Spiel. Ich könnte mir denken, dass Katzen mit der Beute nicht so umgehen, wenn sie tatsächlich selbst ihr Futter besorgen müssen und Hunger haben. Das ist meine Vermutung. Ich habe bisher nur vollgefressene Katzen beobachtet (z.B. meinen Kater), aber keine freilebenden Katzen, die von keinem Menschen gefüttert werden.

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Ich bin verwirrt  :unsure:

 

Zumindest ist dies Bestandteil des Jagdverhaltens. Das Gleiche macht die Katze ja auch mit einem Wollknäuel, einer Spielzeugmaus, einem Faden. 

 

Hm - also bisher hat sich JEDE Katze, der ich ein solches "Bewegungsspiel" angeboten habe (mit Faden, Grashalm, Spielzeug) auf dieses Angebot eingelassen. 

 

Hat bei mir den Eindruck hinterlassen, als KÖNNE die Katze gar nicht anders als auf solche Bewegungsreize zu reagieren.

 

:think:

 

Edit: Natürlich übt die Katze als Jäger auch Macht über ihre "Beute" aus.

 

In dem Video, welches ich mir angesehen habe, wirkte die Katze zwischendurch auf mich scheinbar gelangweilt oder desinteressiert. Zwischendurch wurde die starr verharrende Maus auch schon mal angestupst, das sah wie eine Aufforderung zum Bewegen aus. 

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Hat das nicht einen Sinn bei Katzen?

Ich meine, dass Katzen ihre Opfer dazu bringen müssen sich

vollständig zu entleeren, bevor sie sie fressen können?

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Hm ...

 

Katze:Maus = Mensch:Hund

 

:think:

 

Überbleibsel eines einst sicheren Verhaltensinventars ...  :think:

 

Der Neandertaler in uns - oder so?

 

:think:

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Anmerkung:

Vor ca. 1,5 – 2 Jahren habe ich die ernsthafte Frage gestellt, „spielt die Katze mit der Maus?“, denn jeder sagt klar, das ist Spiel, was die Katze da macht, wenn sie die Maus nicht tötet, so die allgemeine Interpretation.

Bis heute konnte mir niemand diese Frage beantworten.

 

Schönes Beispiel für Vieldeutigkeit. ;)

 

Wir sagen: das Kind spielt mit seinen Freunden. Wir sagen auch: das Kind spielt mit dem Ball.

Zurück zur Katze: ich bin ziemlich sicher, dass die Katze spielt. Ich bin extrem sicher, dass die Maus äußerst ungern der Ball ist.  Ich bin auch sicher, dass die Katze den Unterschied zwischen Maus und Ball (er)kennt. Ich bin allerdings sehr unsicher ob dieser Unterschied für die Katze relevant erscheint.

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