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Hundeforum Der Hund
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Aversionsverhalten

Empfohlene Beiträge

Hm ...

 

Katze:Maus = Mensch:Hund

 

:think:

 

Überbleibsel eines einst sicheren Verhaltensinventars ...  :think:

 

Der Neandertaler in uns - oder so?

 

:think:

 

:lol:  Nu frage ich mich auch gerade, wie wir von Aversionsverhalten Hund-Mensch zu Katze-Maus gekommen sind. 

 

Irgendwie sind wir doch alle ein bisschen Neandertaler, oder  :lol:

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Ja, stimmt hansgeorg. Ist halt immer schwer die Motivation von Lebewesen als Außenstehender zu erklären, bzw. es ist schlicht nicht möglich zu wissen, warum ein Lebewesen dies und jenes tut oder nicht tut. Alles ist nur Spekulation. Vielleicht steckt nicht hinter allem, was Tiere tun, ein Sinn. Menschen machen ja auch viele unsinnige Sachen, obwohl unser Hirn zu mehr fähig wäre :D

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Hey

Schönes Beispiel für Vieldeutigkeit. ;)

 

Wir sagen: das Kind spielt mit seinen Freunden. Wir sagen auch: das Kind spielt mit dem Ball.

Zurück zur Katze: ich bin ziemlich sicher, dass die Katze spielt. Ich bin extrem sicher, dass die Maus äußerst ungern der Ball ist.  Ich bin auch sicher, dass die Katze den Unterschied zwischen Maus und Ball (er)kennt. Ich bin allerdings sehr unsicher ob dieser Unterschied für die Katze relevant erscheint.

Ich meine es mit meiner Frage allerdings sehr eindeutig, die Maus als lebende Beute.

„Spielt die Katze tatsächlich mit der Maus?“

Gäbe es wissenschaftlichen keine klaren Erkenntnisse (experimenteller Art), hätte ich die Frage so nicht gestellt.

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Ok, ich versuchs noch mal:

 

Nein, es ist auch für die Katze keine Spiel.

 

Dieses Verhalten gehört zum Jagdverhalten der Katze, Aus dieser Sicht ist es also ein selbstbelohnendes Verhalten, bei dem alleine durch die Aktion ein befriedigendes Gefühl erzeugt wird, was ich zuvor schon als Lustempfinden bezeichnet habe.

 

Verfolge ich diesen Gedankengang weiter, dann würde das bedeuten: Auch beim Menschen ist der Einsatz von aversiven Handlungen Bestandteil des - wenn auch sehr, sehr abgeflachten - genetisch verankerten Jagdverhaltens, und verursacht dementsprechend bei Erfolg ein Lustempfinden.

 

Da muss ich für mich noch etwas drauf rumkauen ...  :unsure:

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Wenn du bereits die klaren Erkenntnisse wissenschaftlicher Art kennst, warum teilst du uns diese Erkenntnisse nicht mit?

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Hey

Wenn du bereits die klaren Erkenntnisse wissenschaftlicher Art kennst, warum teilst du uns diese Erkenntnisse nicht mit?

Diese Frage kann ich dir sehr eindeutig beantworten, zuvor noch eine Anmerkung.

Den Menschen ist es lieber, sie bekommen eine glaubhafte aber falsche Antwort, als eine Antwort die einiges offen lässt, oder immer noch besser als keine Antwort ist.

Will sagen, Menschen gehen sehr kreativ damit um, ihre wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Erkenntnissein in ihre Erklärungsmodelle zu integrieren und/oder zu verarbeiten. Denn sie haben ja gelernt, die Wissenschaft hat das geschrieben, dann ist das auch so, leider sind die Erkenntnisse oft nur reduktionistischer Art.

Warum kläre ich nicht einfach auf, was die Wissenschaft herausgefunden hat?

Nun, mir wird immer wieder durch die Blume oder sehr direkt gesagt, du hast ja keine Hunde, du erziehst ja keine Hunde usw., du bist ja kein Praktiker, du bist ja nur Theoretiker, also bleib mal bei deinen Theorien.

Nun, Praxis ist das eine, dass andere ist die Theorie, die uns die Praxis erst näherbringt und somit mehr oder weniger verstehen lässt.

Nur „Nachdenken“ alleine löst nicht das Problem der fehlenden Erkenntnis, dazu braucht es das wissenschaftliche Experiment, die Praxis unter kontrollierten Bedingungen sozusagen.

Wie man unschwer erkennen kann, hat die Lösung nichts mit dem IQ der Menschen zutun, denn alleine durch Nachdenken lassen sich viele Verhaltensweisen nicht erklären, sondern man muss wissen, also die Lösung kennen, sonst lässt sich die Frage kaum oder nicht beantworten.

Und das soll die Frage aufzeigen, wir können uns den Wolf-Interpretieren und kommen nicht weiter.

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Beziehst du dich hier auf das Experiment von Leyhausen, Hans Georg?

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Hey

Beziehst du dich hier auf das Experiment von Leyhausen, Hans Georg?

Nein.

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Hier noch mal von anderer Stelle etwas zur Vermeidung von Bedrohungsreaktionen, also wie emotionale Furchtkonditionierung funktioniert:

 

Aus: http://www.neuroleadership-online.de/organisation.html

 

 Eine zentrale Rolle spielt in diesem Zusammenhang das Amygdala als Teil des limbischen Systems. Die Vermeidung von Bedrohungsreaktionen basiert auf unbewussten, automatischen und schnellen Prozessen. Diese automatischen Reaktionen beeinflussen die Wahrnehmung, die Problemlösefähigkeit, die Entscheidungsprozesse, die Fähigkeit zur Zusammenarbeit sowie die Motivation eines Menschen negativ. Die Bedeutung für die Praxis ist demnach weitreichend, da die mentale Leistungsfähigkeit des Individuums beeinträchtigt wird. Die reduzierte mentale Leistung wird nach Rock/Page auf folgende Fakten zurückgeführt:

  • Verringerung der allgemein verfügbaren ausführenden Ressourcen im präfrontalen Cortex.
  • Hemmung der Wahrnehmung von eher hintergründigen Signalen, die jedoch wichtig für die Qualität der Problemlösung sind.
  • Steigerung der Aktivität der Amygdala und Verallgemeinerung von Sachverhalten, wodurch nicht immer kausale Zusammenhänge gesehen werden können.

 

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