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Hundeforum Der Hund
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Aversionsverhalten

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Chibambola: Da sieht man einfach, dass du dir die Dinge so zusammenreimst wie du sie brauchst. 

 

keineswegs wird losgelöst von jeglicher Problematik einfach so ohne Grund korrigiert. Aber wenn man nicht verstehen will, versteht man eben auch nicht. 

 

 

 Vielleicht liest du dir noch mal deine posts durch, denn dort hast du beschrieben, wie du bei einem Seminar bei Anita Balser gelernt hast, dieses Ampel-System bei deinen Hunden anzuwenden. GELERNT hast ANZUWENDEN.

Zur weiteren Erläuterung hast du dann ein Video eingestellt von dem Welpen, an welchem Anita Balser die Konditionierung zum Verhaltensabbruch demonstriert hat. Das war im Zusammenhang Kommunikation statt Konditionierung.

Ich kann mich nicht erinnern, dass du erwähnt hast, Anita Balser hätte dich auf einem Spaziergang begleitet und dort die Konditionierung vorgenommen in einer der Situationen, die für dich mit deinen Hunden problematisch waren.

Statt dessen hast du dieses Handling wie im Video gezeigt auf dem Seminar geübt. Dieses Üben ist die emotionale Furchtkonditionierung - alle späteren Anwendungen sind nur noch ein ABRUFEN dieser Konditionierung.

 

Weder beim Einüben dieser Vorgehensweise auf dem Seminar noch bei dem gezeigten Video lag irgendein Anlass vor, den man als Problem hätte bezeichnen können.

Es ging allein um das Etablieren der Verhaltenshemmung über Schreckreize.

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DAS ist völlig falsch! Ich hab das Video nicht eingestellt, um zu zeigen, wie ich gelernt habe, meine Hunde zu korrigieren! Ich habe so wie auf dem Vidoe überhaupt nicht gearbeitet, absolut nicht! Ich habe einmal das Video neu verlinkt, weil jemand wissen wollte, von welchem Video die Rede ist. Ich habe als das Video von jemandem eingestellt und disktuert wurde, und von totaler iEnschüchterung die Rede war, lediglich Erklärungen abgegeben, wie man das Video nicht verstehen darf, und darauf hingewiesen, dass es keine Anleitung ist, wie man  Welpen die Beißhemmung beibringt, sondern das es ein Ausschnitt eines Seminars ist, um das Prinzip zu erklären, und nicht zur Nachahmung dient,und ich habe erklärt, dass ich so mit meinen Welpen nicht umgehen würde.  Bei allen anderen videos hab ich betont, dass es von Hund zu Hund sehr unterschiedlich sein kann, wie korrigiert wird und ich kein Fan von den Videos bin, weil man viel falsch machen kann, wenn man nur nachmacht. So wie du das hier darstellst, ist einfach völlig falsch!

 

Und das ist nicht die Antwort auf meine Frage mit Max!

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Das war eine PM, auf die ich keine Antwort erhalten habe, wo ich bereits auf das Missverständnis mit dem Wlepenvideo hingewiesen habe:

Hallo Marcolino,

 

Dein letztes Posting im Forum fand ich super! Auch wenn du am Ende letzter Satz wieder den Blickwinkel der Nichtaversivler einnimmst. Da dachte ich noch, na endlich, jetzt samma beieinand, wie wir in Bayern sagen. D.h. endlich kommen wir auf einen gemeinsamen Punkt. Die ersten postings der User waren dann auch sehr erleuchtend, endlich kommen sie aus den Löchern, aber H.G. sorry, der schiebt wieder alles in die Ecke aversiv = Schmerzen/Angst. Ich weiß nicht, wie wir von diesem Punkt wegkommen können? Im Grunde ist das Wort aversiv ebenso emotional belegt, dass es sofort dieses Bild erzeugt, obwohl ich überzeugt bin, dass man da unterscheiden muss und eigentlich am besten ein anderes Wort benutzen müsste, aber das wäre dann ja wieder unwissenschaftlich und beschönigend/hinters Licht führen.

 

Wenn du jetzt noch verstehen würdest, warum ich es wichtig finde, frühzeitig angemessene Grenzen aufzuzeigen in kleinen Dingen, statt zu warten, bis die kleinen Dinge sich zu Problemen auswachsen, gäb es glaub ich gar keinen Dissenz mehr.

 

Der erste Teil deines PM. Ja, genauso war das, ein wunderbares Erlebnis, eine wunderbare Zeit. Bitte vergiss aber nicht, dass ich damals noch kein HTS Schuler war. Ich hab mich redlich bemüht allen Anforderungen einer kareki oder Duoungleich gerecht zu werden, die Welpen hatten bei mir Narrenfreiheit bis auf Notfallsituationen und zwar auch noch weit über die Pubertät hinaus. Genau das war wohl dann auch das Problem, ich hab die Verantwortung meiner Mutterhündin Judy übertragen und die war damit überfordert, als Chiqui die Kooperation einstellte.

 

Teil 2. Welpenvideo: Zu diesem Welpen-Video hab ich deshalb so geantwortet, weil es darum ging, zu erklären, warum so vorgegangen wird.

 

Das Problem ist, dass du den Text isoliert von allem anderen bewertest, was ich sonst noch in dieser und anderen Diskussionen geschrieben habe. Ich kann doch nicht zu jedem post, sämtliche Wenn und Abers dazu packen, dann wird langsam ein Buch draus. Abgesehen davon, dass es genauso wieder überlesen wird, denn es ist nun mal hier so, dass sich die Kritiker immer nur die Punkte rauspicken, die ihnen grade aufstoßen, der Rest wird völlig ignoriert, statt mal zu sagen, find ich gut von dir, dass du auch positiv arbeitest oder zuzugeben, dass sie selber auch aversiv arbeiten. Les mal in den alten threads nach! Das hier ist der erste Thread, wo mal ans Tageslicht kam, dass auch Duoungleich bewusst aversiv Grenzen setzt, wenn sie es für nötig empfindet, auch du hast dich bisher sehr bedeckt gehalten dazu. Natürlich hast du Recht, wenn man nur diesen Text liest, könnte man meinen, man muss den Welpen erstmal nur aversiv behandeln, und dann kommt alles von selbst ins Lot. Sorry, so sollte es natürlich nicht rüberkommen.

 

Ich geh eigentlich davon aus, dass man auch die Dinge im Kopf behält, die ich sonst noch zum Thema gesagt habe, z.B. dass ich so wenig wie möglich aversiv und sie viel wie möglich positiv arbeite. Dass ich immer drauf achte, so viel Freiheit wie möglich, aber so viel Grenzen wie nötig zu geben, dass der Rahmen sich dem Hund anpassen muss, je weiter man im Training ist, je weiter wird der Rahmen, dass Zuwendung an oberster Stelle kommt, dass ich erwünschtes Verhalten auch lobe, dass Kommandos nur positiv erlernt werden, dass man immer versöhnlich sein muss, niemals in Wut oder Zorn korrigieren darf, niemals in hohem Energielevel, dass meine Hunde ausgesprochen vieles dürfen, wie im Bett schlafen, vom Tisch abbekommen, zur Türe laufen, als erste durch die Türe gehen, auf mir liegen, etc.

 

 Dann zu einem weiteren Gedankengang. 

Was du über die Mutter-Kind-Bindung geschrieben hast, und dass das Kind auch lernen muss in dieser Sozialbindung sowohl mit positiven als auch negativen Einflüssen klar zu kommen, wobei die Liebende Seite immer das Schwergewicht hat, und dass solche Kinder stabiler im Leben stehen, besser mit Niederlagen, Frust etc. klar kommen, sich sicherer fühlen, glücklicher sind, kann ich nur 100 % unterschreiben! Dazu gibt es auch eine Studie, die von Baumann immer zitiert wird, leider hab ich die noch nicht vollständig lesen können. Dasselbe gilt für mich auch für Hunde, keine Frage.

 

Nun ist es aber so, dass Welpen ja im Normalfall beim Züchter auch Kontakt mit Menschen haben, vom 1. Tag an zumindest mit dem Züchter. Es findet also zugleich eine Prägung auf Menschen statt. Ich kann dir Folgendes schildern. Die Welpen reagieren sobald sie mich als Welpen wahrnehmen ausgesprochen kontaktfreudig, die wollen quasi permanent der 1. sein, der von mir geknuddelt wird, sie wollen permanent auf den Schoß, angefasst werden, das Gesicht lecken etc. Man kann sich dem gar nicht entziehen, das läuft automatisch ab. Es ist sogar so, dass ich für die Welpen noch wichtiger bin als die Mutter. Komm ich ins Zimmer, werd ich jedes Mal gefeiert, bei der Mutter ist das nicht ganz so intensiv und ausgiebig wie bei mir, obwohl ich exakt genau so viel mit den Welpen zusammen bin wie die Mutter, ich hab in der Zeit nie gearbeitet und Einkäufe und Besorgungen etc. hat mein Lebenspartner die ersten 6 Wochen übernommen, bis ich mit die Welpen mitnehmen konnte. Ich bin überzeugt, dass das genetisch in Hunden fixiert ist, denn ich habe auch Fohlen vom 1. Tag an aufwachsen sehen, betreut und das ist ein Unterschied von Tag und Nacht! Den Welpen ist es ein zutiefstes inneres Bedürfnis mit Menschen engsten Kontakt zu haben, das hat man bei keiner anderen Tierart. Noch was, das bezieht sich nicht nur auf den Züchter, bei meinen Welpen war das bei jedem Menschen so, ich hab vom 1. Tag an Besucher zu den Welpen gelassen (die ich kannte, Fremde erst ab der 5. Woche). Jetzt kann man sagen, die bekommen da doch noch gar nichts mit. DOCH, sie spüren dich, sie riechen dich, sie können unterbewusst, deine Glückshormone aufnehmen, jeder, der Welpen sieht und anfasst, wird Glückshormone ausschütten und ebenso tut es dann auch der Welpe.

 

Und jetzt der nächste Punkt. Ebenso nehmen die Welpen auch Stresshormone war, Adrenalin, Chortisol etc.  Drum wenn die Mutterhündin Stress hat, wird man auch Welpen haben, die Stresssymtpome zeigen. Auch das vom ersten Tag an. Es geht noch weiter, sogar im Mutterleib ist das schon der Fall für alle Hormone, da sie im Blutkreislauf sind. Je glücklicher die Trächtigkeit abläuft, je entspannter die Nestzeit. Je mehr Stress, je mehr Schreikind. Genauso beim Hund. Meine Welpen haben selten gejammert, mal wenn eins den Weg ins Nest nicht gefunden hat, sonst waren die absolut entspannt und ruhig und haben höchstens vor sich hingegrunzt. Nicht mal beim Wiegen haben meine gekräht. Ich kenne Würfe von anderen Züchtern, teils sind sie auch ruhig, teils aber richtige Krakeler. Auch hier überträgt sich die Kräkeligkeit des Züchters, der Umwelt auf die Hunde vom 1. Tag an, nicht weil sie den Züchter hören können, sondern weil der Stress verbreitet, der sich auf die Hündin und die Welpen überträgt! Eine Hündin die korrigiert, schüttet in dem Moment keine Glückshormone aus, sondern Stresshormone. anschließend putzt sie aber ausgiebig, wieder Glückshormone. Das macht etwas mit den Welpen, auch hirnmäßig. Gibt noch keine Studien dazu, aber wird noch kommen, bin ich sicher. Zu sagen, ein Welpe lernt in den ersten 3 Wochen nichts, ist zu kurz gegriffen. Er lernt genau das, was du beschrieben hast, nämlich Urvertrauen, zu wissen, dass die Welt nicht untergeht, wenn mal kurz schlechte Stimmung ist, bei Hilfeschrei sofort Mama parat steht und hilft etc.

 

Noch was, die Welpen nehmen auch Temperatur war und es ist enorm wichtig für die Hirnentwicklung, dass sie Temperaturreizen ausgesetzt werden, also auch aversive Reize. Welpen, die bei ständig gleicher Temperatur aufwachsen die ersten 3 Wochen (unnatürlich), entwickeln sich langsamer, sind später gesundheitlich anfällig, stressanfälliger, kommen mit Temperaturschwankungen schwerer zurecht als erwachsene, sind weniger intelligent, weniger Synapsen bilden sich. Gibt es eine Studie von Schweizer Verhaltensbiologen-Ehepaar. Aversiver Reiz: Kälte, macht das. Wann aber haben Welpen Kältereize. In den ersten Lebenstagen nur wenn die Mutter mal kurz am Austreten oder Fressen (meine haben zum Fressen das Nest nicht verlassen, ich hab ihnen breiiges Futter vorgehalten - also imitiertes Vorwürgen), was anderes hätten meine Hündinnen nicht gefressen. Ansonsten wärmt sie die Welpen die erste Woche fast ständig, aber eben nicht ständig. Nach der 1. Woche nimmt sie aber ganz bewusst immer öfter und länger Auszeiten. Die Hündin einer Züchterkollegin, die die die Welpen auch zur Stubenreinheit erzog, hat sich nach der 1. Woche ab und zu kurz hinter das Nest gesetzt, mit der Schnauze den Vorhang (Himmelbett) zur Seite geschoben ist dann zwei Schritte zurück gegangen und hat von da aus die Welpen beobachtet, sobald einer unruhig wurde, ist sie sofort ins Nest zurück, ums Nest herum von vorne wieder rein, um ihn zu beruhigen. Meine Hündinnen sind nach einer Woche ab und zu zu mir ins Bett gekommen, um die Auszeit einzuführen, immer die Welpen im Visier. Die machen das also ganz bewusst und der Welpe lernt was daraus. Auch da also bewusster aversiver Reiz, denn sobald die Mutter das Nest verlässt, kühlen die Welpen nach und nach aus, sie werden unruhig, müssen sich bemühen, ins Warme zu kommen, evtl. findet einer den Anschluss zum Wurf nicht, Stress, rufen die Mutter oder um Hilfe, instinktiv, sicherlich, Mutter kommt, putzt sofort, alles ist gut, wieder warm, wieder sicher, wunderbar.  Ist wohl auch Konditionierung, Hilfeschrei/Mama kommt/Sicherheit.

 

Ebenso seh ich das mit anderen aversiven Reizen, die nach und nach wohl dosiert zum richtigen Zeitpunkt hinzukommen MÜSSEN im natürlichen Umgang sozialer Wesen! Aversive Reize, die aushaltbar sind, die in Maßen im Leben vorkommen, die niemals Übergewicht haben dürfen, aber gelernt werden müssen, ausgehalten zu werden, um stabil fürs Leben zu sein. Vieles davon ist instinktiv, aber das darf man heute ja auch nicht mehr sagen. Es ist jedenfalls nichts, worüber sich Hündinnen groß Gedanken machen, das haben die auch nicht lernen müssen, sie machen es einfach.

 

Mich würde interessieren, was du annimmst, wie lange es dauert, bis ein Welpe, der mit 8 oder 12 Wochen beim HH einzieht, dann soviel Bindung/Vertrauen aufgebaut hat, dass man ihn angemessen korrigieren darf in deinen Augen, also mal ein Ey, falls er das Tischbein zernagt oder die Pflanzen anknabbert oder draußen an Abfall rangehen will? Angemessen bedeutet für mich mit stumpfer Nadel, also es tut nicht weh, es macht keine Angst, es macht einen AHA-Effekt und keinen HILFE-Effekt (jedenfalls ist das das Ziel und alles andere wäre ein Fehler, den es zu vermeiden gilt)?

 

Ich werde dir dann anschließend meine Gedanken zu diesem Punkt wann ist die Bindung ausreichend, um korrigieren zu dürfen, mitteilen.

 

 Ich denke, du hast selbst schon festgestellt, dass ich keineswegs ein Mensch bin, der unüberlegt einfach mal so aus Spaß oder Machtgefühbefriedigung seine Hunde korrigiert. Auch Anita Balser ist kein solcher Mensch, ihr ist enorm wichtig, dass HH und Hund ein sehr inniges liebevolles Verhältnis haben, für sie ist das so selbstverständlich, dass sie nicht ständig betont, dass das Nr. 1 sein muss. Mir geht es da genauso, ich schreib das nicht so oft dazu, wenn ich jemandem erkläre, wie ich korrigiere, dadurch entsteht wohl der Eindruck, ich würde nur korrigieren und zwar jede Kleinigkeit, aber so ist das nicht. Wenn ich sage, bei mir kommt zuerst die Korrektur, dann meine ich damit nicht, dass Zuwendung an Nr. 2 kommt, sondern dass erlernte Kommandos über positive Belohnung an Nr. 2 kommt. Heute würde ich meine Welpen so erziehen, dass ich Kommandos erst nach einem halben Jahr trainieren würde. Zuerst käme Zuwendung im Überfluss und Korrektur, falls im Alltag nötig, aber dann so früh wie möglich. Warum, weil du in dem Moment, wo die Beziehung wie du es beschrieben hast in der Mutter-Kind-Beziehung gefestigt ist, Kommandos dann fast automatisch sehr schnell gelernt werden, da wird nämlich nichts mehr in Frage gestellt, da besteht Respekt im positiven natürlichen Sinne wie bei liebenden Eltern und Kindern, und die Sicherheit, dass alles was man vom Kind/Junghund einfordert auch zu seinem Besten ist, Mutter würde nichts tun, was mir schadet, nicht so gedacht, aber so empfunden, eine autoritative Erziehung eben.

 

Jedenfalls war im letzten post von dir für mich klar, dass es kaum Unterschiede gibt, indem wie wir mit Hunden umgehen. Ein Außensstehender würde sich vermutlich fragen, was wir überhaupt zu diskutierenhaben, wo wir doch eh dasselbe machen.

 

Da schon wieder das Thema Welpenvideo aufkam, hab ich den Text hier nochmal gepostet, da ich denke, dass er zumindest für Mitleser aufschlussreich sein könnte. Auch wenn er dir scheinbar nur lästig war. Oder warum hast du nicht mehr drauf geantwortet?

 

Auch hier habe ich wieder mal betont, dass ich in Kleinen Dingen anfange zu korrigieren und mitnichten völlig grundlos. 

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Irgendwie kommen wir immer wieder an den Punkt, wo wir anfangen zu urteilen: Ist dieses uns jenes Verhalten schon aversiv? Darf ich überhaupt ein „Nein“ sagen? Mache ich mit einem Körperblock bei meinem Hund etwas kaputt an der Beziehung?

 

Dabei ist es viel, viel simpler:

 

Lemmy/Friderieke hat es schön treffend formuliert: Schau auf euren Hund!

 

Diese Aussage bezieht sich aber nicht ausschließlich auf die Reaktion unseres Hundes in einem Moment, wo wir VIELLEICHT aversiv handeln.

 

Sie bezieht sich auf den gesamten Hund, auf die Mensch-Hund-Konstellation.

 

In der menschlichen Psychologie kennt man schon seit Langem ein Phänomen, dass in der Mutter-Kind (Eltern-Kind)-Beziehung vorhanden ist: Der SICHERE-BASIS-EFFEKT.

Dieser besagt, dass ein Kind MUTIGER, KREATIVER, SELBSTBEWUSSTER auftritt, sobald die MUTTER (Eltern) sich auch nur in dessen NÄHE BEFINDET.

In jüngerer Zeit wurde nun festgestellt, dass genau dieser SICHERE-BASIS-EFFEKT auch in der Hund-Mensch-Beziehung möglich ist, und auch in vielen Hund-Mensch-Beziehungen vorhanden ist.

 

Nun sind Eltern aber nicht immer lieb.

 

Eltern geben Liebe, Fürsorge, Nestwärme. Sie leiten aber auch an, stellen Regeln auf, setzen Grenzen, erteilen Verbote. Manchmal schimpfen sie auch fürchterlich, handeln (aus Sicht des Kindes) ungerecht und willkürlich.

 

Es gibt den Begriff der „Übermutter“ – einer Mutter, die anscheinend ihr gesamtes Leben darauf einstellt, bloß Alles für ihre Kinder RICHTIG zu tun. Kinder solcher Übermütter haben enorme Probleme, eine Beziehung als Erwachsene aufzubauen, weil sie ihre Partner immer mit der perfekten Mutter vergleichen – und an diese können die Partner nicht ranreichen. Solche Kinder haben nie gelernt, mit Konflikten umzugehen, ihnen fehlen Konfliktlösungsstrategien.

 

In einer normalen Eltern-Kind-Beziehung lernen Kinder, basierend auf der von der Natur vorgegebenen Mutter-Kind-Bindung, vor Allem EINES: Egal wie sehr es auch donnert, wie dunkel die Gewitterwolken auch sind bei einer Auseinandersetzung, wie unverstanden sich das Kind fühlt, wenn es glaubt, ungerecht behandelt worden zu sein, oder wie ungeliebt ein Kind sich nach einem Krach fühlt – DIE LIEBE DER ELTERN BLEIBT!

 

Darauf baut Versöhnung auf, das gibt der Seele Stabilität, um später als Erwachsener nicht bei jeder Auseinandersetzung mit dem Partner direkt die Trennung vorzunehmen … sondern sich wieder zu versöhnen und gemeinsam nach einer Lösung für ein Problem zu suchen.

 

Unsere Hunde ticken genau so.

 

Auch ihnen wird in der Welpenstube das gesamte Spektrum an hündischem Verhalten angeboten, basierend auf der Mutterhündin-Welpen-Bindung.

 

Deshalb ist es müssig, sich zu fragen, ob ein „Nein“ erlaubt ist oder nicht, ob wir Überhundehalter werden müssen oder nicht.

 

Die Frage ist viel simpler, aber auch viel grundlegender:

 

Wollen wir unsere Hunde das Fürchten lehren – oder wollen wir einen sichere-Basis-Effekt?

 

Genau hier greift Lemmy/Frideriekes Rat: Schaut auf eure Hunde! Schaut euch eure Beziehung zu ihnen an!

 

Vielleicht erkennt ihr dann, das eigentlich Alles im Lot ist

Vielleicht erkennt ihr auch, dass ihr an manchen Stellen zu verbissen Energie aufwändet für ein Problem und der gemeinsame Spaß zu kurz kommt.

 

Vielleicht erkennt ihr auch, dass ihr weniger auf die Meinung und Anforderungen Anderer Wert legen solltet, und dafür lieber mehr auf das schauen solltet, was gut ist in eurer Hund-Mensch-Beziehung.

 

Denn Eines ist Fakt: je mehr Raum wir dem Schönen und Guten geben – desto weniger Raum ist für das übrig, was vielleicht nicht so gut scheint. Und so manches Problem löst sich dann von alleine in Luft auf … ;)

 

Ich bezog mich auf diesen post.

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DAS ist völlig falsch! Ich hab das Video nicht eingestellt, um zu zeigen, wie ich gelernt habe, meine Hunde zu korrigieren! Ich habe so wie auf dem Vidoe überhaupt nicht gearbeitet, absolut nicht! Ich habe einmal das Video neu verlinkt, weil jemand wissen wollte, von welchem Video die Rede ist. Ich habe als das Video von jemandem eingestellt und disktuert wurde, und von totaler iEnschüchterung die Rede war, lediglich Erklärungen abgegeben, wie man das Video nicht verstehen darf, und darauf hingewiesen, dass es keine Anleitung ist, wie man  Welpen die Beißhemmung beibringt, sondern das es ein Ausschnitt eines Seminars ist, um das Prinzip zu erklären, und nicht zur Nachahmung dient,und ich habe erklärt, dass ich so mit meinen Welpen nicht umgehen würde.  Bei allen anderen videos hab ich betont, dass es von Hund zu Hund sehr unterschiedlich sein kann, wie korrigiert wird und ich kein Fan von den Videos bin, weil man viel falsch machen kann, wenn man nur nachmacht. So wie du das hier darstellst, ist einfach völlig falsch!

 

Und das ist nicht die Antwort auf meine Frage mit Max!

 

Du hast also bei HTS NICHT gelernt, einen Schreckreiz mit einem entsprechenden Laut (gscht) zu verbinden und zum Zwecke der Verhaltenshemmung (vorwärts in rückwärts verwandeln) anzuwenden?

 

Dann muss ich mich wirklich bei dir entschuldigen, denn dann habe ich deine Vorstellung des Ampel-Systems wirklich fehlinterpretiert, weil ich das ja dann fälschlicherweise auf dein Handeln bezogen habe.

 

Was hast du denn dann bei HTS gelernt, das diese enorme Verhaltensänderung bei deinen Hunden bewirkt hat?

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Ich würde es nicht Schreckreiz nennen und es war anders als in dem Video. Ob ein Hund sofort mit rot korrigiert wird, hängt vom Hundetypus ab und was für den einen ein Hund ein Schreckreiz sein mag, ist es für den anderen Hund eben nicht und umgekehrt, das kommt sehr darauf an, wie man die Dinge richtig abstimmt auf HH und Hund und genau das lernt man. Aber natürlich hab ich unter anderem auch das Prinzip grün, gelb, rot gelernt und wann man es anwendet.

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Ob ein Hund sofort mit rot korrigiert wird, hängt vom Hundetypus ab und was für den einen ein Hund ein Schreckreiz sein mag, ist es für den anderen Hund eben nicht und umgekehrt, das kommt sehr darauf an, wie man die Dinge richtig abstimmt auf HH und Hund und genau das lernt man.
Eben so heftig, dass der Hund  beeindruckt  :unsure: 
ist.

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Jepp, manchmal muss das eben so sein.

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Eben so heftig, dass der Hund  beeindruckt  :unsure: 

ist.

Warst Du noch niemals beeindruckt??

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Beeindruckt sein heißt nicht verstanden haben.

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