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Hundeforum Der Hund
Betty2168

Die beliebten „Alpha“-Trainingsmethoden schaden mehr als sie nutzen

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CM ist, seit die Promis ihn nicht mehr buchen, auch in Amerika auf dem absteigenden Ast

Ist das so, ja? Das wusste ich nicht.

Weißt du, warum?

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Wie es in Amerika mit seiner Beliebtheit aussieht weiß ich nicht. Deshalb gehe ich schlicht von dem aus, was ich hier wahrnehmen kann. Das schließt ein, die Sendung läuft auf Sixx quasi im Dauereinsatz. Hundehalter bringen ihn auf der Straße und der Wiese immer wieder als Vorbild. Letztes Jahr tourt er durch Deutschland und verkauft reichlich Tickets. So gesehen ist das Thema offenbar leider im breiten Bewusstsein immer noch nicht durch, so gern ich das auch sähe.

 

Natürlich wirkt das auf erfahrene User hier im Forum anders. Ich kann gut verstehen, dass du es mittlerweile langweilig findest. Auf der anderen Seite habe ich aber gerade wieder von vorhin frisch die Zahlen von Mark im Hinterkopf, wie viele Nichtuser hier jeden Tag reinschauen und recherchieren. Und so gesehen empfinde ich persönlich es als ebensowenig unnötig, darüber immer wieder aufzuklären, wie ich es unnötig finde, wenn die mehr oder weniger gleichen Anfängerfragen zum x-ten mal gestellt werden. Mag aber natürlich sein, dass das nur mein Eindruck ist; vielleicht ergänzen ja noch andere IHRE Einschätzung, wie aktuell das "Phänomen CM" noch ist?

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Wie gross ist der Marktanteil von Sixx?

Vielleicht ist es bei euch so, dass Hunde runtergedrückt werden oder so, hier habe ich noch keinen Alphawurf (zum ersten mal hier gehört) gesehen.

CM ist bei den Hollywood Promis unten durch, seit sich vor ein paar Jahren einer dieser Promis über seine Methoden aufgeregt hat. Wer es war weiss ich nicht. Aber seither wird er nur noch von C-Promis gebucht und tourt vor allem durch Gegenden, wo man noch seine Uraltfilmen auf VHS hat.

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Na ja, "bei euch" ist wohl relativ; ich wohne in einer Großstadt, und von daher bekommt man hier meist die volle Bandbreite zu sehen.

 

Aber diese Info aus den USA machen mir Hoffnung, dass auch das dann früher oder später hier ankommt und der ganze Spuk irgendwann ein Ende hat. (Wobei die kleine mahnende Stimme in meinem Hinterkopf darauf beharrt, dass dann der nächste Guru mit abenteuerlichen Thesen auftauchen wird... Aber das muss man eh nehmen wie es kommt.)

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Hallo,

 

nur um das klarzustellen, mir geht es hier rein überhaupt gar nicht um CM. Daß er in der Studie nun erwähnt wird, bzw. seine Sendung Anlass zu der Studie war, um darzustellen, was aversiv bedeutet, war gar nicht meine Ausgangsmotivation.

Mir ging es um die Zahlen aus der Studie, wie sich Aggressionsverhalten und aversives Training zueinander verhalten. Laßt bitte CM aus der Diskussion hier heraus. Um ihn ging es mir nicht.

 

Diese Ergebnisse aus der Studie finde ich interessant:
 

Am häufigsten trat Aggression als Reaktion auf aversive (oder strafende) Eingriffe auf, selbst wenn diese indirekt waren:

• Schlagen oder Treten des Hundes (41% der Besitzer berichteten von Aggression)
• Den Hund anknurren (41%)
• Den Hund zwingen, ein Objekt aus dem Maul zu geben (38%)
• „Alpharolle“ (den Hund auf den Rücken zwingen und ihn unten halten) (31%)
• „Dominance down“ (den Hund auf die Seite zwingen) (29%)
• Die Wangen oder das Nackenfell packen (26%)
• Den Hund zum Wegschauen zwingen (den Hund anstarren, bis er wegschaut) (30%)
• Den Hund mit einer Wasserpistole oder Spraydose besprühen (20%)
• „Nein“ rufen (15%)
• Zwangsexposition (den Hund etwas aussetzen, vor dem er sich fürchtet – wie Fliesen, Geräusche oder Menschen) (12%)

 

Dagegen haben non-aversive Methoden seltener eine aggressive Reaktion hervorgerufen:

 

• Dem Hund beibringen, für alles Sitz zu machen, das er will (nur 2% der Besitzer geben eine aggressive Reaktion an)
• Den Hund für Augenkontakt belohnen (2%)
• Tausch von Futter gegen ein Objekt im Maul, anstatt die Ausgabe des Objekts zu erzwingen (6%)
• Den Hund für „Schau“ belohnen (0%)

Und auch wenn sie von 2009 ist, wird sich daran heute nicht viel ändern. Hunde ticken ja 6 oder 7 Jahre später nicht plötzlich anders.

 

Liebe Grüße

 

BETTY und Ronja

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Ich hab neulich auch einen interessanten englischen Artikel darüber gelesen, wie auf aversive Methoden oft "gutes" Verhalten+Lob/Leckerlie direkt folgen, was dazu führen kann, dass der aversive Reiz quasi unabsichtlich gegenkonditioniert wird, sodass das auch mit ein Grund ist, warum Hunde oft "abstumpfen" und die Besitzer dann meinen, x macht dem Hund ja nichts, also muss aus x nun y werden und das ist für sie völlig legitim; und dann geht's unter Umständen noch mal genauso. Da ging es auch um eine Studie bei Ratten, wo Elektroschocks über Futter positiv konditioniert wurden.

 

Über aversiv zu arbeiten wäre mir viel zu riskant, denn bis ich so weit wäre, das mit möglichst wenig (und trotzdem nicht ohne) Nebenwirkungen tun zu können, in der Zeit hab ich dann auch gelernt, wie ich ohne aversiv wirklich kompetent arbeite.

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Hallo,

 

das ist die berühmte Verhaltenskette, die man unbewußt aufbaut.

Simples Beispiel:

Hund bellt anderen an...Leinenruck...Hund guckt einen an...Fein und Leckerchen...

Er wird vielleicht in Zukunft nicht mehr so arg bellen und vielleicht nicht mehr 10x, sondern nur noch 1 oder 2x und sich dann zum Halter umdrehen, um das Leckerchen zu bekommen. Der Leinenruck wurde als Ankündigung für das Leckerchen konditioniert. 
 

Hat jetzt nichts mit aggressiver Reaktion auf aversives Verhalten zu tun, aber zeigt auch, daß aversive Methoden völlig daneben gehen können.

 

Liebe Grüße

 

BETTY und Ronja

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Ok. ohne CM.

 

Aber die Beispiele die dort gebracht werden,das "nein" mal ausgenommen,sind das schon recht krasse Beispiele.

 

Aversive Einwirkungen können auch anders,vor allen Dingen auf den Hund abgestimmt,angewendet werden,wenn es

dann sein muss.

 

Die non-aversiven Beispiele,zeigen doch nur völlig labidare Situationen,ohne auf die Problematik von wirklichem Aggressionsverhalten ,einzugehen.

 

Was soll bitte das Beispiel in dieser Studie,Hund beibringen für alles sitz zu machen was er will???

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Aber die Beispiele die dort gebracht werden,das "nein" mal ausgenommen,sind das schon recht krasse Beispiele.

 

Also so was wie anknurren, zum Wegschauen zwingen und was aus dem Maul nehmen, find ich jetzt nicht so "krass" und sehe vergleichbare Dinge auch öfter, auch anschreien etc. ist ja keine Seltenheit. Leider seh ich auch nocht oft gewaltsam runter drücken.

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Ok. ohne CM.

 

Aber die Beispiele die dort gebracht werden,das "nein" mal ausgenommen,sind das schon recht krasse Beispiele.

 

Aversive Einwirkungen können auch anders,vor allen Dingen auf den Hund abgestimmt,angewendet werden,wenn es

dann sein muss.

 

Die non-aversiven Beispiele,zeigen doch nur völlig labidare Situationen,ohne auf die Problematik von wirklichem Aggressionsverhalten ,einzugehen.

 

Was soll bitte das Beispiel in dieser Studie,Hund beibringen für alles sitz zu machen was er will???

 

Wenn ein Hund nicht sofort zu einem anderen Hund hinlaufen darf, wenn er nicht sofort mit dem Kopf in die Futterschüssel stürzen darf, wenn er mir das Spielie nicht aus der Hand reißen darf, wenn er unsicher wird und etwas nicht genau einschätzen kann........in vielen Situationen ist das eine sehr gute Möglichkeit, eine positive Grenze aufzuzeigen und eine Hilfe, die den Hund abwarten lernen lassen kann. Im Sitz fällt das vielen Hunden leichter, als im Stehen.

 

Ich verstehe nicht, was Du meinst. Diese Beispiele?

 

• Dem Hund beibringen, für alles Sitz zu machen, das er will (nur 2% der Besitzer geben eine aggressive Reaktion an)

 

Könnte zB als Alternativverhalten für Barriere-Frustration aufgebaut werden, aus der sich schnell mal Aggression entwickeln kann und selbst wenns schon Aggression geworden ist, ist es eine gute, mögliche Alternative, um an diesem Problem zu arbeiten.

Anstatt zB mittels dieser Mapnahme zu arbeiten: 

• Den Hund mit einer Wasserpistole oder Spraydose besprühen (20%)

 

 

 

• Den Hund für Augenkontakt belohnen (2%)

anstatt Aufmerksamkeit per taktiler oder verbaler  Aversivreize einzufordern

• Tausch von Futter gegen ein Objekt im Maul, anstatt die Ausgabe des Objekts zu erzwingen (6%)

So können massiv Resourcenverteidigende Hunde sehr gut lernen, Ressourcenaggression abzubauen, anstatt mittels zB. folgende Massnahmen zu ergreifen, die man im Zusammenhang dieses Problems mit Aggressionsverhalten immer wieder antrifft:

• Den Hund zwingen, ein Objekt aus dem Maul zu geben (38%)

• „Alpharolle“ (den Hund auf den Rücken zwingen und ihn unten halten) (31%)

• „Dominance down“ (den Hund auf die Seite zwingen) (29%)

• Die Wangen oder das Nackenfell packen (26%)

• Den Hund zum Wegschauen zwingen (den Hund anstarren, bis er wegschaut) (30%)

• Den Hund mit einer Wasserpistole oder Spraydose besprühen (20%)

• „Nein“ rufen (15%)

 

 

• Den Hund für „Schau“ belohnen (0%)

Wieder anstatt das Erzwingen von Aufmerksamkeit, eine sehr gute Möglichkeit, den Ausdruck von Aggressionen situativ zu verhindern.

 

Oder was meintest Du?

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