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Zuwachs trotz "besitzergreifenden" Ersthund ?

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Hallo Zusammen,

seit über 3 Jahren habe ich nun einen kastr. Rüden aus dem Tierschutz (Alter unbekannt, da Fundtier). Er war ein extremer Angsthund und kannte nichts, die Baustellen waren schier endlos... wir haben sehr viel allein und mit Trainer geübt und nach "all der Zeit" ist er ein (fast) "problemloser" Hund.

Nun woIlte ich schon immer zwei Hunde halten. Frage mich aber, ob das langfristig gesehen für uns überhaupt passt. Vielleicht habt ihr ja eine Einschätzung? 

Mein Rüde ist recht sozialverträglich. Trifft er auf andere Hunde, wird meist nur geschnüffelt und er geht weiter. Spielen tut er nur ganz selten. Ansonsten ist er recht klar in der Körpersprache, wenn ihm ein Hund zu lang hinterherläuft oder zu lang beschnüffelt, guckt er diesen erst ein paar Mal "scharf" an, zeigt später Zähne und/oder verbellt. Das aber nur, wenn der andere ihm auf die Pelle rückt und nicht mehr in Ruhe lässt. An der Leine lasse ich keine direkten Kontakte zu, aber wenn uns doch mal einer vor die Nase läuft, passiert nix. Außer der fremde Hund rennt uns längere Zeit hinterher, dann wird wieder gedroht.

So weit nix schlimmes (meiner Meinung nach).

 

Nun sehe ich allerdings ein Problem darin, dass er sehr besitzergreifend ist bzw. seine Ressourcen verteidigt. Wenn wir mit einer Hundegruppe spazieren und alle bspw. um mich Sitz machen und jeder Hund ein Leckerchen bekommt, ist alles i.O. Aber wehe, mein Hund hat irgendwas und ein anderer (egal ob Mensch/Tier) nähert sich ihm... dann wird rumgekeift und sehr stark verbellt. Damit könnte ich aber noch leben.

Jedoch "verteidigt" er auch mich. Ich darf keine anderen Hunde streicheln, auch wenn Hunde um meine Beine herumlaufen oder direkt neben mir stehen, verbellt meiner diese und schnappt notfalls nach. Das unterbinde ich zwar sofort, aber langfristig konnte ich das noch nicht "abstellen". Er hört dann auf, fängt aber sofort wieder an, wenn sich ein Hund mir nähert.

Einzige Ausnahme: Es ist ein Hund (zu 90% Hündin), mit der er gerne spielt. Dann wird allerdings diese vor anderen Hunden verteidigt. Gemeinsam Spielen der Hunde dann immer durch meinen unterbrochen/unterbunden etc... 

Wenn bei uns Zuhause Hunde zu Besuch waren (sehr selten vorgekommen), wurde auch lautstark alles verteidigt und sich dann grummelnd versteckt (als ich ihn aufgefordert habe, ruhig zu sein).

 

Beim Zweithund dachte ich an einen souveränen ausgewachsenen/älteren Rüden. Zum einen als Ausgleich zu meinem doch eher nervösen Tierchen und zum anderen tue ich ihm mit einem noch recht aufgedrehten Junghund sicher keinen Gefallen. Und mit einer Hündin provoziere ich glaube ich das Verhalten noch eher.

 

Und so denke ich viel über einen zweiten Hund nach und bin mir unsicher, ob ich am Ende nur Rangeleien heraufbeschwöre. Oder ob diese Ressourcenverteidigung von meinem nicht noch annähernd "normal für einen Hund" sind? Was ich jedenfalls vermeiden mag, ist ein ständiges verteidigen des Zweithundes durch meinen ersten oder eine permanente Verteidigung sämtlicher Ressourcen (Fressen, Schlafstelle, Spielzeug, ich etc...). Mit Training habe ich kein Problem, wir sind ja seit Jahren dabei, aber es soll eben kein Dauerzustand sein...

 

Hat Jemand einen Rat? Erfahrungen...? 

 

Danke euch :)

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Ich denke, ein Zweithund würde Euch gut tun und ihm auf Dauer Entlastung verschaffen. 

Eine Hündin wäre meine Wahl, warum kann ich gar nicht genau sagen. Aber wenn es ein Rüde sein soll, dann einen kastrierten (sonst wird dein Kastrat angebaggert und das würde ich ihm nicht antun). 

 

Ich persönlich finde es nicht gut, dass man fremde Hunde füttert, dein Rüde anscheinend auch nicht. Kannst du das nicht lassen? Du belohnst damit nur betteln. 

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Mein erster Impuls: "Nein. Lass es sein."

Und ich schreibe es einfach mal auch.

Mir ist schon klar, dass ein 2. oft auch eine Bereicherung sein kann. Das 2 Hunde toll sind. Das viele Hundehalter danach streben.

Ich sehe das anders. (ich hatte bereits 2 Hunde, möchte die Zeit nicht missen, jedoch auch keinen 2. mehr haben)

Du schreibst, Ihr habt viel erreicht zusammen. Ihr seit zusammengewachsen.

Geniesse die Zeit. Ihr 2. Eingespielt, zusammen. Ein Team.

Von der Beschreibung her macht Dein Hund nicht den Eindruck, als sei ein 2. Hund die totale Bereicherung. Hundekontakte hat er ja.

u. U. holst Du Dir Stress ins Haus, auch für ihn und er wird zurückstecken müssen. Muss man ihm das zumuten?

Natürlich. Nicht schwarz malen im Ganzen.

Das kann auch klappen und Du findest DEN 2. Hund.

Ich kenne viele Hunde"pärchen" die eine super Beziehung haben.

Aber ich kenne mehr die einfach nur so zusammenleben. Ohne rechte Bindung zueinander. Das schadet nun auch keinem. Aber Nutzen ist auch keiner da.

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Ich persönlich finde es nicht gut, dass man fremde Hunde füttert, dein Rüde anscheinend auch nicht. Kannst du das nicht lassen? Du belohnst damit nur betteln. 

 

Es sind keine fremden Hunde, sondern welche, mit denen wir regelmäßig trainieren. Das erfolgt in Absprache. Ich würde nie fremde Hunde einfach so füttern :). Dass da mal Leckerchen im Spiel sind ist selten, ich wollte eigentlich damit nur deutlich machen, wann "problematische" Situationen auftauchen und wann nicht. Nur, damit man sich das als Außenstehender besser vorstellen kann...

 

Danke jedenfalls für deine Meinung. Sollte es einen zweiten Rüden geben, tendiere ich auch zu einem kastrierten. Wir haben mit intakten Rüden regelmäßig das Problem, dass diese meinen Hund sehr oft sehr penetrant beschnuppern (was er wie beschrieben hasst). Als suchten sie die Hündin in ihm oder wissen nicht "was" er ist ;-)

 

und zu velvetypoison (sorry, keine Ahnung wie ich 2 verschiedene Beiträge zitiere :))

Von der Beschreibung her macht Dein Hund nicht den Eindruck, als sei ein 2. Hund die totale Bereicherung. Hundekontakte hat er ja. 

u. U. holst Du Dir Stress ins Haus, auch für ihn und er wird zurückstecken müssen. Muss man ihm das zumuten? 

Auch danke erstmal :) Genau das ist halt auch meine Befürchtung, die mich dazu motivierte, mal eure Meinung zu hören. Ich will nichts erzwingen, was ihn möglicherweise stresst oder unentwegt unter "Konkurrenzangst" setzt und Streitigkeiten hervorruft... 

Es gibt durchaus Hunde, die er supertoll findet und die mich auch dazu verleiten, an einen Zweithund zu denken. Auch weil wir dann nicht mehr so abhängig von anderen Hundehaltern sein müssten (davon gibt es hier nicht so viele, die ihre -erzogenen- Hunde frei laufen lassen :D) Aber gerade bei einer Hündin hätte ich eben die Angst, dass er sie nur als "seins" verteidigt. 

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Ich würde in ein Tierheim gehen oder Hunde auf Pflegestellen besuchen und deinen Rüden selbst entscheiden lassen, bzw. das Kennenlernen Schritt für Schritt stattfinden lassen. Ich würde mehrmals mit den Hunde gemeinsam spazieren gehen und erst dann den Hund endgültig adoptieren. 

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Zu einem ressourcenverteidigendem Hund noch einen Hund dazu.....hm ich denke, da muss man schon genau wissen, worauf man sich einlässt und auch wie man damit umgeht und trainiert.

Eventuell holst du dir damit den Stress, den du draußen mit anderen Hunden hast, auch noch ins Haus und da ist es halt immer aktuell, nicht nur während eines Spaziergangs. 

Natürlich kann es klappen, aber anfangs sicher nicht ohne Hindernisse und Konflikte....das muss einem bewusst sein.

 

Ich würde erst mal mit deinem Hund an dieser Sache arbeiten, bevor ich da noch einen zweiten Hund hinzuhole, der womöglich auch irgendeine "Macke" mitbringt, an die man auch noch arbeiten muss.

Klingt jetzt ein wenig schwarzmalerisch, aber meiner Erfahrung nach ist das häufig der Fall. 

 

Und auch wenn ein Hund, andere Hunde draußen mitunter super findet, muss das Zuhause nicht unbedingt auch so sein.

 

Meine Hündin verteidigt ebenfalls gegenüber anderen Hunden - vor allem Futter. Auch gegenüber meinem Rüden, der ja mit in der Wohnung lebt und da hat es schon auch vereinzelt richtig gekracht, womit ich umgehen muss und woran ich arbeiten muss. Ansonsten verstehen sie sich gut, aber wie velvetypoison schon erwähnt hat - sie leben zusammen, könnten aber auch gut jeder allein für sich sein. 

Draußen mit anderen Hunden muss ich auch immer ein Auge drauf haben. 

Sie wäre der ideale Einzelhund, sag ich so wie es ist. Wäre sie mein Ersthund gewesen, wäre kein zweiter dazugekommen. 

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Mein Bauch sagt hier ja warum nicht. Ich würde auch zu einem gefestigten älteren Hund tendieren. Wobei mir das Geschlecht egal wäre.

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Hm... Mein Bauch sagt "nein".

So wie ich das lesen, braucht dein Hund andere Hunde nur bedingt.

Er hat regelmäßig die Möglichkeit, mit anderen Hunden zu agieren.

Er braucht Individualdistanz.

Er verteidigt dich, bzw. signalisiert, dass er andere Hund zu nah an dir dran, nicht duldet.

Ich habe nach deiner Beschreibung nicht den Eindruck, dass ein hündischer Mitbewohner eine Bereicherung für deinen wäre.

Vor Jahren habe ich auch mal über einen 2. Hund nachgedacht, aber mein Rüde braucht andere Hunde nicht.

Beim Vorbesitzer lebte er mit einem anderen Rüden zusammen, die beiden kamen ins TH und dort hat meiner klar gezeigt, dass er völlig ohne den anderen auskommt.

HuKontakte kann er täglich haben, außer kurz schnuppern ist da aber kein Interesse.

Haben wir Hundebesuch, zieht er sich häufig in ein anderes Zimmer zurück, auch wenn der Besuchshund nur brav in der anderen Ecke des Raumes liegt.

Mir wurde klar, dass ich meinem Hund keinen Gefallen mit einem 2. Hund tu, und verzichte.

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Ich würde es nicht tun.

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Also, ein klein bisschen liest sich das wie Akuma. Wäre er mein Ersthund gewesen, auf KEINEN Fall wäre en zweiter eingezogen.

Ich würde es nicht machen, da man zum Problem, das Arbeit erfordert nur noch andere Probleme dazunimmt.

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