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Frekkas

Zuwachs trotz "besitzergreifenden" Ersthund ?

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Vielen lieben Dank für eure ganzen Antworten!

Die spiegeln so ziemlich genau mein "hin und her" an Gedanken wieder...

 

Letztenendes steht mein jetziger aber natürlich an erster Stelle bei der Entscheidung und nicht mein Wunsch 2 Hunde zu halten. 

 

Zunächst einmal noch etwas zum Licht ins Dunkel bringen: 

Das Alter kann irgendetwas zwischen 4 und 9 sein... ehrlich, ich weiß es nicht. Er war scheinbar ausgewachsen als er zu mir kam und ist noch kein Senior. Aber mehr Eingrenzung konnte noch kein Tierarzt machen (und wir waren aus diversen Gründen bei sehr vielen). Jedenfalls hat er offenbar vorher auf der Straße gelebt und war ziemlich unterernährt.

 

Zum Verhalten: Also, ohne jetzt irgendetwas schönreden zu wollen und sicher kann man diesen Begriff auch verschieden definieren, aber ich erachte meinen Hund durchaus als sozial verträglich. Er hat gegen keinen Hund der Welt per se etwas. Er ist "unbeschwert" mit anderen Hunden in der Gruppe im Freilauf. Er kann ja hinlaufen wo er will, aus dem Weg gehen. Das ist immer neutral, er fixiert keine anderen, "lauert" nicht, stellt keine Hunde etc. Er spielt durchaus (eben nur nicht mit jedem/vielen), hat eine klare Körpersprache und duldet sehr viel, bevor er bspw. einem ihn dauerbeschnüffelten Hund klar macht, dass er es doof findet (und dieses Ermahnen folgt auch noch stufenweise). Er läuft mit mehreren Hunden unterwegs eben einfach mit, je nach Sympathie dann teilweise mit Spielen. Und ja, wenn er spielt, spielt er gern und passt das auch an den anderen Hund an. Wenn der andere eher "vorsichtig" ist, ist meiner das auch. Ansonsten liebt er es mit anderen Hunden zu rennen (mit rennen, nicht jagen..), beugt sich häufig zur Spielaufforderung etc... also, da kann ich nix negatives feststellen. 

Einzige Ausnahmen: er neigt stark dazu, ihm bekannte Hündinnen vor anderen Hunden zu verteidigen / nicht spielen zu lassen und keine anderen Hunde in meiner direkten Nähe mich zu dulden, ohne dass er stänkert. Das sind die beiden problematischen Situationen draußen. Wer mir hier Trainingstipps geben kann (außer unterbrechen, aus Situation raus gehen, anleinen o.ä.), gerne. Ansonsten hat er eine sehr gute Erziehung genossen... 

 

Grundsätzlich ist er auf jeden Fall 1000x unsicherer als dominant. Er ist ziemlich sensibel und neigt definitiv eher dazu, aus Unsicherheit bspw. etwas zu verbellen (letztens erst mit Absperrband passiert, was im Wald hing - kannte er nicht, macht ihm Angst, er will nicht weitergehen, Schwanz eingeklemmt und Rückwärtsgang - wenn man mit ihm zusammen vorbei geht, ist es kein Problem). Ich weiß wie gesagt nicht mehr von seiner Vorgeschichte, außer, dass er mal einen ziemlichen Hieb (durch wen/was auch immer) abbekommen haben muss, da er eine alte Fraktur im Rückenbereich hat (ansonsten ist er gesund). Somit spielt bei ihm denke ich viel Misstrauen mit. Und er wird nicht viel kennengelernt haben auf der Straße im Niemandsland.

 

Das ist auch einer der Gründe, warum ich an einen Zweithund denke. Wir haben so viel trainiert und wenn ich mir seine Entwicklung angucke, ist das wahnsinnig toll zu sehen, was er mittlerweile alles meistert. Ohne Panik zu schieben. Aber ich habe das Gefühl, dass es eine Grenze gibt an Dingen, die ich ihm vermitteln kann (ob mit oder ohne Trainer). Es wäre eben schön, wenn er durch einen souveränen, gefestigten Zweithund, an Sicherheit gewinnt und dadurch weniger Stress hat. Ich kann ihm zwar zeigen, dass Mülltonne, Fahrrad, Schlitten, Auto auf Straße etc. nichts schlimmes sind, aber eben nicht mehr. Er orientiert sich sehr an mir und hat großes Vertrauen, aber ich habe ihn mit souveränen Hunden in verschiedenen Situationen gesehen und es ist definitiv etwas anderes, ob da ein Hund oder ein Mensch ihm zeigt, dass es keinen Grund gibt, Panik zu bekommen.

 

Gleichzeitig habe ich aber Angst, ich könnte mit einem Zweithund Unruhe in ihn hereinbringen. Das will ich auf gar keinen Fall. 

Und auch soll der zweite nicht "einstecken" müssen, weil mein Rüde so eine Mimose mit Stänkerattitüde ist. Es sollen zwei gleichwertige Familienmitglieder sein, aber keine, die sich nur gegenseitig ertragen. Das ist für mich nicht der Sinn von Mehrhundehaltung. Daher wäge ich ja ab... aber eurer Erfahrung nach, scheint das Risiko mehr zu vermasseln als zu gewinnen wohl doch höher.

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