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Hundeforum Der Hund
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Dem natürlichen Bewegungsdrang gerecht werden

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Anlässlich dieses Beitrages

 

Natürlich arbeite ich AUCH mit Strafreizen, aber nicht nur und ausschließlich. Alles individuell angepasst. Ob es jemand gutheißt oder nicht, ist jedem sein Bier. Ebenso überlasse ich es jedem gerne, bestimmte Einwirkungen abzulehnen oder ellenlang herum zu feilen. Manch einer hier hat sich schon erfolgreich meine Hilfe gesucht. Ich dränge mich da keinem auf und habe diesbezüglich auch keine Langeweile. Habe eh schon genug zu tun. Persönlich empfinde ich es nur oft als Scheinmoral, wenn jemand kurzfristige, gezielte Einwirkungen am Tier ablehnt, dafür aber zeitlich recht lange eines mit der größten Grundbedürfnisse des Hundes, nämlich seinen Bewegungsdrang, durch Schleppleinen oder sonstige Einschränkungen unterbindet.

 

 würde ich gerne mal um Erfahrungswerte bitten.

 

Was bedeutet "natürlicher Bewegungsdrang"?

 

 

Was bedeutet es, mittels Strafreizen Verhalten dahingehend zu beeinflussen,  dem natürlichen Bewegungsdrang des Hundes, ohne Einschränkungen mittels Schleppleine und sonstigen Einschränkungen, gerecht zu werden?

Was sind "sonstige Einschränkungen"?

Inwiefern wirken Schleppleinen und sonstige Einschränkungen derart beschränkend auf den natürlichen Bewegungsdrang des Hundes, sodass Strafreize zu bevorzugen wären?

In jedem Fall?

Oder gibts da Ausnahmen?

Besteht keine Möglichkeit, dem natürlichen Bewegungsdrang eines Hundes individuell  trotz Schleppleine, gerecht zu werden?

Wenn nein - was fehlt?

Wenn ja -wie?

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Grundlagen für die Entscheidung, ob, wann, warum und in welcher Form Strafreize oder auch Schleppleine /sonstige Einschränkungen hundegerechter erscheinen, sollten in meinen Augen fundiert betrachtete Aspekte bezüglich Strafreizen sein, wie Marcolino HIER sehr gut zusammengefasst hat.

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Also ich kenne genügend Hunde, die sich auch im Freilauf wenig bewegen, bei denen wäre es wohl egal, wenn eine Schlepp dran wäre und Strafreize bräuchte man ja ohnehin nicht, da sie sich sowieso nicht entfernen.

Meine eigenen Hunde waren bisher alle "Renner", die auf dem Feld weite Kreise im Affentempo rennen, selbst der Labbi (bei dem ich annahm, dass er eher zur Faulheit neigt), rennt oft genug auch ohne andere Hunde oder andere Anreize, hat so seine "5 Minuten", wo offensichtlich Energie raus muss oder Lebensfreude oder was weiß ich. Und sowieso rennen alle vor und gucken schon mal, bleiben zurück und kommen angeflitzt, bewegen sich also bei einem Spaziergang erheblich mehr als ich.

Ich könnte mir nicht vorstellen, solche Hunde dauerhaft an einer Leine zu lassen (wäre mir beim Rennen zu gefährlich, ansonsten lästig).

Nun bleibt einem unter Umständen nichts anderes übrig (Auflagen oder potentiell gefährlich oder intensiver Jagdtrieb - ach nein, Motivation), aber ich fände es doof für den Hund und auch für mich.

Aber die Hunde, die ich so herumtrotten sehe (frei), für die wäre es ja keine Einschränkung.

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Bei Fino ist eine Schleppe Null Einschränkung, der entfernt sich mittlerweile von selbst nicht mehr weiter, seit er älter geworden ist. Die Schleppe ist bei ihm oft im Einsatz, wenn wir wandern gehen, braucht er nicht (schleift eh) beruhigt aber die Menschen, die uns entgegen kommen und gibt mir das letzte Fünkchen Sicherheit, das er nicht doch auf dumme Ideen kommt. Auf Wanderungen treffen wir ja doch deutlich mehr Großwild als hier im Pott.

 

Bei Naik ist das Teil ganz definitiv einschränkend typisch Border klebt er mir zwar eh die meiste Zeit an den Hacken springt aber doch mal ganz gern in einen Bach der 30 Meter entfernt ist oder gibt mal gern richtig Fersengeld. Freilauf bekommt er aber nur in einsehbaren Gebiet auf Grund seiner früheren Probleme mit Menschen insbesondere Kindern und Hunden. Er hat sich zwar ein Jahr nichts zu schulden kommen lassen aber lieber Vorsicht als hinterher jammern.

Freilauf hat er ca. 5 mal die Woche ansonsten gibt es die Schleppe dran oder wir fahren Rad. Unglücklich wirkt er auf mich nicht. Trotzdem empfinde ich es sehr einschränkend das er sich nicht ebenso allzeit Frei bewegen kann wie Fino und ich arbeite da an mir das letzte Fünkchen Vertrauen zu ihm aufzubauen um ihm mehr Freiheit gewähren zu können.

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Es kommt doch immer auf den Hund und auf die Dauer an, ob und was der Hund als Einschränkung empfindet. Jacki z.B. hätte in Summe kein großes Problem gehabt, längere Zeit an der (Schlepp)Leine geführt zu werden, da die mit dem zufrieden war was eben so ging. Schöner war es natürlich für sie, mal Hackengas zu geben.

Bolle wäre da eine ganz andere Hausnummer - der ist von Haus aus sehr sportlich und lauf- und spielfreudig. Daran wird sich auch im Alter nichts ändern. Wenn ich den nur an der Leine führen müsste - oje. :D Da kann die Strecke noch so lang sein, aber Bolle muss Knallgas geben können. Radfahren o.ä. müsste ich machen, könnte Bolle so gar nicht in den Freilauf - also Aktivitäten wo der Hund angeleint ist bzw. sein kann und trotzdem Tempo da ist.

Für mich war aber auch immer wichtig, dass der Hund nicht das Gefühl haben muss von Leinenknast. Klar leine ich Bolle an, wenn das mit dem Rückruf nicht klappen wird oder so.

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Rusty ist nach seinem Unfall mit knapp 2 Jahren, nicht mehr frei gelaufen. Auch nicht an der SL. Ich würde jetzt sagen, dass er damit die weiteren 11 Jahre kein Problem hatte. 

Da muss halt das andere Ende der Leine ... laufen.

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Nach Satz. Motsi liebt den Frei lauf. Wenn wir jedoch wandern, ist sie an der Leine, so wie auch Smilla immer an der Leine gelaufen ist. Nach 30 km ist glaube ich, das Laufbedürfnis jedes Hundes erst mal befriedigt.

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Ich denke schon, dass Hunde ganz gut mit der Schleppleine zurecht kommen.

Wichtig wäre mir dann aber zumindest regelmäßiger gesicherter Freilauf.

 

Allerdings habe ich persönlich ein Problem mit der Schlepp. Nicht nur, dass ich mich selten dämlich damit anstelle und mir das Ganze ein halbes Jahr eingeschränktes Laufvermögen aufgrund einer Knochenabsplitterung im Knie eingebracht hat (Tito wollte mal eben Kumpel Pelle begrüßen, der von Hinten angelaufen kam und den ich nicht bemerkt hatte. Schlaufe um Bein, den Rest kann man sich denken) - ich habe immer das Gefühl, ich schränke den normalen Bewegungsablauf meiner Hunde ein.

Daher hat Freilauf für mich oberste Priorität. 

 

Meine Hunde bewegen sich in einem relativ großen Radius, brettern dann mal an mir vorbei oder lassen sich zurückfallen. Dazu bräuchte ich schon eine mindestens 30m Schlepp. Und da kommt meine Bewegungslegasthenie wieder zu tragen. Ständig in Büsche eingewickelt käme ich so niemals vorwärts.

 

Nun hatte ich mich Tito einen Hund, der erstmal nicht frei laufen konnte (Jagdtrieb, schlecht sozialisiert). Das hieß aber nicht im Umkehrschluss, dass der Freilauf (der inzwischen problemlos ist) nur durch Strafreize ermöglicht wurde. Wir haben nach einigen Anlaufschwierigkeiten den richtigen Weg für uns gefunden.

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Ich muss sagen da teile ich Gerhards Meinung. Mir ist auch lieber mal etwas deutlicher mit dem Hund umzugehen und er dafür schneller und mehr Freiheiten hat.

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oh, ich hätte vor ca drei Jahren noch hier viel geschimpft.

Wie kann ein Hund an der Schleppleine laufen, habe ich so gar nicht verstanden.

 

Meine Hunde liefen und laufen immer ohne Leine, so.

 

Stimmt aber nicht.

Seit meiner Hündin muss ich bekennen, sie läuft seit zwei Jahren an der 20m-Schleppleine.

 

Es sei, ich und sie kennen die Umgebung.

 

Sie ist im Hause ein Klebehund, selbst wenn die Terrassentür offen ist.

 

Sie will deutlich nur raus, wenn ich auch mit komme.

 

Aber dann entscheidet sie selber, zu wen sie geht und wem/was sie wieweit nach rennt.

Menschen, Hunde, Hasen usw, alles muss begrüßt. abgeleckt und besichtigt werden.

 

Dann läuft sie mir mit wehenden Ohren hinter her, glücklich, 

 

Aber meine Umgebung mag das nicht.

Also lebt sie an der 20 m-Leine und  ich muss überall hin mit zockeln!

 

 

Kennt ihr noch die Dorfhunde, die so ihre Wege liefen, alle begrüßten und dann 

friedlich und zufrieden wieder nach Hause liefen.

Ich hatte so einen Dackel gekannt, als ich noch in Berlin wohnte, hinter dem Straußberger Platz.

 

Ich muss jetzt jede Bewegung meines Hundes mitmachen, zu doof.

 

Gut, vielleicht könnte ich ihren Selbstentscheidungsdrang mit Strafen minimieren, aber ich will es nicht.

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