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Hundeforum Der Hund
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Willi Wollmatingen zum Thema Strafe

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Achso - das bezog sich auf eine Facebook-Diskussion. Im Netz schwirrte da wirklich ne Menge rum, was ziemlich flach und unvollständig ausgedrückt wurde. 

Im Real-Life bekam ich da aber vor Jahren schon sehr genaue, detaillierte Erklärungen dazu. 

 

Geschirrgriff ist aber schon noch ne andere Nummer, als  als in der Öffentlichkeit stehender, bekannter Hundetrainer die Anwendung positiver Strafe zu verleugnen und als "Korrektur" dazustellen - ganz unabhängig davon, ob mans notwendig findet oder nicht. Dasselbe mit Kommunikation ANSTATT Konditionierung.

 

Über kurz oder lang wird da aber wohl auch irgendwann das Verkleiden in Worthülsen nicht mehr helfen, um es anders darzustellen, als es ist.

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Über kurz oder lang wird da aber wohl auch irgendwann das Verkleiden in Worthülsen nicht mehr helfen, um es anders darzustellen, als es ist.

 

Das ist zumindest zu wünschen.

Nur sollte bitte klar sein, dass diese Worthülsen nicht nur von Baumann und co gebucht werden. Sondern auch "rein positiv" arbeitende Trainer geschickt darin sind, ihre Arbeit zu verkaufen.

 

Ehrlichkeit mit Kunden, sich selbst und vor allem mit dem Hund sollte erklärtes Ziel sein.

Da halten sich nur nicht alle dran - Methodenübergreifend und nicht auf einen Erziehungszweig beschränkt.

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Ehrlichkeit mit Kunden, sich selbst und vor allem mit dem Hund sollte erklärtes Ziel sein.

 

Zustimm! ;)

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Leider muss man sich denke ich aber auch an seine Kunden anpassen. Manche werden ja heute schon fast hysterisch wenn man es mal ausspricht. In Baumanns Buch "Ich lauf schon mal vor" gibt es übrigens ein ganzes Kapitel gegen die "Strafe". Ich finde Baumann und seine Bücher übrigens sehr gut und empfehlenswert.

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Okay, Artikel jetzt gelesen. Bei manchen Sachen finde ich schon, dass Begrifflichkeiten einen Unterschied machen können (z.B. ist "Putzfrau" halt echt geschlechtsspezifisch und ich würde nie "Putzmann" sagen, weil das einfach komisch klingt. Da find ich Raumpfleger/Raumpflegerin schon besser, auch wenn es natürlich am Beruf und der Geschlechterverteilung im Beruf nix ändert). Aber zu behaupten, man straft nicht, und dann so "korrigieren" oder wie man es nennen mag... also das ist schon ein Level von absurd, da kann ich nur noch die Brauen heben. Na ja, von Baumann habe ich allerdings eh eine bestimmte Meinung.

 

Ich finde das Video ehrlich gesagt etwas unheimlich. Solche Aggression mit Wasseflasche "unterdrücken" kann auf Dauer gut gehen, muss aber nicht. Ich versteh auch nicht, wieso der Hund gleich direkt aus der Hand/Tube Futter kriegen soll, was ja auch Richtung "flooding" geht. Hund sichern und aus der Ferne erst mal Futter werfen und/oder Besitzer füttern lassen im Sinne der Gegenkonditionierung scheint mir logischer? Disclaimer, dass ich selbst da keine Erfahrung habe, aber ich meine, das auch so schon mal von Trainern mit dem "Spezielgebiet" mitbekommen zu haben.

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Ich denke dass Baumann einfach eine eigene Interpretation von Strafe hat. Ich hab es jetzt nicht mehr genau im Kopf, aber so weit ich mich erinnere hat eine Strafe für ihn immer auch einen moralischen aspekt. Das Wissen etwas falsch gemacht zu haben. So in ser Art. Ein Hund kann aus seiner sicht keine "Fehler" begehen, sondern wird halt eben nur in der Situation in seinem Verhalten (emotionslos) korrigiert. Er sagt von sich selbst dass er Praktiker ist. Ich kann mir gut vorstellen dass er es mit Wörtern nicht so genau nimmt.Habt ihr Bücher von ihm gelesen?

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Hmm, finde ich echrlich gesagt einen sehr komischen Strafbegriff. Das Ziel von Strafen ist ja oft zu einem großen Teil oder in erster Linie die Verhaltensänderung. Auch wenn Eltern ihre Kinder bestrafen, früher und leider auch heute ja teils sehr körperlich, stand da ja oft die Erziehung und nicht die Moral im Fokus, und ich sehe oft, dass Leute meinen, körperliche Strafen auch bei Kindern sind okay, wenn man sie "emotionslos" andwendet.

 

Und in der Lerntheorie nach Skinner ist dieses Ziel der Verhaltensänderung ja der absolute Fokus: Strafend ist, was (auf bestimmte Weise) dazu führt, dass ein Verhalten weniger ausgeführt wird. Vielleicht auch kein absolut intuitiver Strafbegriff, für mich aber sinnvoller, weil eine Verhaltensänderung ja mit Strafen meistens herbeigeführt werden soll.

 

(ETA: Bücher von Baumann habe ich nicht, mehr Erklärung würd ich da auch gerne lesen.)

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Ich suche es heute abend raus und tippe die wichtigsten sachen ab ok? :-)

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Ich suche es heute abend raus und tippe die wichtigsten sachen ab ok? :-)

 

Fänd ich sehr interessant, danke!

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Ich habs jetzt schon gefunden, wenn ich mit fdem zitieren gegen irgendwelche Regeln verstoße, bitte löschen!

 

Das ist jetzt nochmal aus "Ich lauf schon mal vor", S. 423  aus dem Kapitel Plädoyer gegen die Strafe.

 

"Der Hund denkt sicher nicht darüber nach , ob das, was er gerade tut, falsch oder richtig ist. Er handelt auf der Grundlage seiner ererbten Verhaltensweisen primär nach Bedürfnissen, die sich im Zeitraum seines Lebens aus positiven und negativen Erfahrungen manifestiert haben. (...)

 

Allein das Umdenken in der Terminologie -Korrektur anstelle Bestrafung - erweitert und bereichert den Horizont dafür, dass Hunde nie in unserem Sinne falsch oder gar böse agieren. (...)

 

Die Strafe als solche ist juristisch, moralisch und damit auch im Empfinden der meisten Menschen eindeutig und zweifelsfrei definiert. Strafe bedeutet Schuld und Sühne, Strafe folgt Unrecht, (..)

 

Nicht wenige Hundebesitzer übertragen diese Vorstellung auf ihren Vierbeiner und sperren sie einfach weg, nachdem diese ein unerwünschtes Verhalten gezeigt hatten.

 

 

Das Kapitel geht über 3 Seiten. Hatte jetzt nicht Lust alles abzuschreiben. Wenn ich noch etwas genaueres raussuchen soll, dann sag es einfach :-) Aber ich denke es wird deutlich wie Baumann die Strafe sieht...

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