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Hundeforum Der Hund
Missyble

Die Sache mit den triebigen Hunden

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Hm, also den zweiten Hund finde ich schon grenzwertig am Junkieverhalten, muss ich sagen. Klar lässt der sich kontrollieren - das ließ Butch sich zB auch immer - aber so einen heftigen Fokus auf seine Beute hatte der erste Hund zB gar nicht. Auch war das Stresslevel sehr hoch bei dem Rüden.

 

Das kann an der Prüfungssituation liegen, oder am Hundetyp, oder eben auhc an der Ausbildung. kann man jetzt so nicht sagen. Generell würde ich persönlich keinem meiner Hunde irgendeine Objektfixierung beibringen - wenn er eine hat/mitbringt müsste man sehen wie stark und was man damit dann macht - denn ich halte das für nicht gesund.

 

Von daher gefällt mir das Video aus Österreich nun deutlich besser, denn der Hund hat einen Riesen Spaß an der Sache (Rutenbewegung ist komplett anders als beim Rüden) und auch wenn sie ihr Beutestück gerne haben will, so erweckt sie eher den Eindruck, dass ihr alles an dem Sport gefällt, nicht nur der Ärmel.

 

Wie gesagt kann das keiner anhand von Momentaufnahmen endgültig beurteilen. Kann ja durchaus sein, dass der Rüde so aufgeregt ist weil seine Halterin auch gestresst ist. Aber wenn ich die beiden Einteilen müsste in Sportarten, dann wäre der Rüde bei mir beim Trailen oder einer anderen Form von Nasenarbeit, und die Hündin weiterhin beim SchuHuSport.

So jetzt mal ins Blaue hinein zugeteilt, ohne genauer die Tiere zu kennen!

 

(Vorausgesetzt natürlich, der Rüde hat Spaß am Trailen ;) )

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Das gefällt mir auch deutlich besser, ABER: wie gesagt es istceine Prüfung. Die Halterin wird nervös sein, das überträgt sich auf den Hund. Bei meinen ersten trials habe ichveine Disqualifikation nach der anderen eingefahren, weil mein Hund due Schafe gebissen (gegriffen) hat. Das hat sie sonst nieeee gemacht, wirklich nicht. Meine Nervösität. Bei der BH habe ich sie ziemlich angeschrien (trau dich jaaa nicht aus dem Platz aufzustehen ;-) ) Ansonsten sehecich halt einen hochmotivierten Hund der auch keine Aggressionen oder Ängstlichkeit zeigt.

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Ich mag mich auch täuschen, es ist natürlich nur eine Momentaufnahme; aber neben dem, was Lemmy schon sehr treffend bemerkt hat hatte ich zudem noch den Eindruck, dass der Hund im zweiten Clip im Grunde gar nicht mehr wirklich zugehört hat, sondern abgespult. Besonders aufgefallen ist das beim Revieren, aber auch sonst gut zu sehen. Wäre interessant zu wissen, ob der eben beispielsweise aus dem Revieren auch abrufbar wäre?

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Hey

Ich hatte mich schon gestern gedanklich auf den Weg gemacht und wollte etwas ausführlicher Stellungnehmen, das habe ich mir aber heute verkniffen.

Warum?

Teilweise kann ich nicht glauben, was ich da lesen muss, von einem Dr. Ganßloser hätte ich mir mehr erwartet.

 

Diese sieht gerade in der NEUEN Form des Schutzhundesports ein erhöhtes Gefahrenpotenzial, weil hier unterschiedliche Handlungsketten aus mehreren Motivationen miteinander vermengen:

Aggressionsverhalten, soziale Hund-Mensch-Beziehung(in Form von Spiel) UND Beutefangverhalten!

Aggressionsverhalten dient der Kommunikation und hat ihr Hauptziel in der SCHADENVERMEIDUNG.

Hier sind wir leider wieder bei der üblichen Reduktion von Verhalten, dass aber letztlich nur in einem Kontext zu verstehen und beurteilen ist.

Diese Annahme, Zitat, ist daher viel zu kurz gegriffen.

„Aggressionsverhalten dient der Kommunikation und hat ihr Hauptziel in der SCHADENVERMEIDUNG.“

Worum geht es also?

Das Agonistische-Verhalten (Drohen, Imponiergehabe, Aggressionen, Kampf, Flucht usw.) ist mehr als die Summe seiner Teile und darum geht es letztlich.

 

Darf ich fragen in welchem Bereich einer guten Schutzhundeausbildung Aggression eine Rolle spielt?

Und gehört Aggression nicht zum Hund wie zum Menschen dazu? Ist es nicht besser, seine Aggression, die ganz natürlich ist, auch abbauen zu dürfen?

Wenn Experten schon nicht differenzieren wollen, oder können, wie soll es der stinknormale Hundehalter besser und/oder anders wissen.

Nur kurz, die Neurobiologie konnte nachweisen und erklären, was den Unterschied zwischen einer Aggressionsmotivation und Beutemotivation ausmacht, denn es sind jeweils ganz unterschiedliche Hirnregionen beteiligt.

Der Volksmund wusste es schon sehr lange, wenn er vom „eiskalten Killer“ sprach, soll heißen ohne große Emotionen/Gefühle, also letztlich ohne Aggressionen wird Beute gestellt und getötet.

Oder anders, erst mal ohne Wertung:

Den Schutzhund über die Motivation der Aggression auszubilden ist etwas ganz Anderes, als ihn über Beutemotivation auszubilden, da müsste man ansetzen, wenn es ernsthaft diskutiert werden sollte.

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Habe mir jetzt auch die beiden Videos angeschaut.Das erste zeigt einen super ausgebildeten Hund mit dem richtigen Triebverhalten.

 

Beim zweiten Video sieht man einen Hund der trieblich sehr hoch liegt.Man sieht deutlich,das der Hund ständig unter Spannung steht.

 

Das sollte so intensiv eigentlich nicht sein,da der Hund nicht mal in der Lage ist sich richtig zu setzen.Es bleibt immer ein kleiner Abstand zum Boden.

 

Nebenan findet noch ein Fussballspiel statt,dadurch eine Geräuschkulisse,welche auch noch ablenkend auf den Hund wirkt.

Bei dieser hohen Erregungslage des Hundes muss die Hundeführerin schon etwas lauter sprechen.Sie wird ihren Hund am besten kennen.

 

Der Hund ist super ausgebildet und bringt auch sehr gute Veranlagung mit,mir wäre er zu "sprungbereit" und ich hätte wahrscheinlich versucht mehr Ruhe in das ganze zu bringen.

Ist aber nur so eine Idee von mir,da ich den Hund nicht persönlich kenne.

 

Ich würde es nicht so sehen,das wenn das Suchtpotiental extrem hoch ist,Stachel oder Teletak eingesetzt werden müssen.

Ein Suchtpotiental gibt es meiner Meinung nach nicht,wenn die Ausbildung sich nach dem Hund richtet und das ist Sache des Abrichtewartes eines Vereines.

 

Ausserdem gehören zur Schutzhundausbildung auch noch Unterordnung und Fährtenarbeit,um eine VPG oder IPO Prüfung zu bestehen.

 

Also wird der Hund auch auf anderen Ebenen gefördert .Eine gute Schutzhundausbildung muss alle drei Abteilungen im Blick haben .

 

Es sollte Sport bleiben und in erster Linie Spass für beide Seiten bringen,trotzdem kann ein bisschen Ehrgeiz dabei sein,aber nur solange es nicht auf Kosten des Hundes geht.

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@Rico: Ich betrachte es immer von dieser Warte aus, Heiko:

 

 

Zitat Rico, aus "Ricos Umgang mit seinen Hunden": 

Nein Monika ich komme nicht aus dem Schutzhundesport. Im Gegenteil ich habe zu viele Hunde kennengelernt die von Hundeleuten auf dem Platz kaputtgemacht wurden und nicht mehr für sie beherrschbar waren. Ich habe diesen Leuten geholfen so gut es ging und ich habe dafür gesorgt das diese Hund nicht mehr für den Platz zu gebrauchen waren.

 

Du sagst selbst, du hast ZU VIELE Hunde kennengelernt - ich behaupte, die Hunde, die du kennengelernt hast haben noch Glück gehabt, dass ihre Halter noch so viel Verstand übrig hatten, um sich und ihren Hunden kompetente Hilfe zu holen. Diese Hunde stellen allerdings nur einen geringen Anteil der Hunde dar, die tatsächlich über das Training in diesem Sport nicht mehr beherrschbar sind. Das weiß ich leider aus eigener Erfahrung. Ich fahre nicht umsonst jede Woche 70 km, um meinen Hunden ein retrievergerechtes Training bieten zu können. 

 

@Hans Georg: Natürlich ist diese Aussage

 

             "Aggression dient der Kommunikation und hat ihr Hauptziel in der Schadenvermeidung"

 

sehr reduktionistisch ...  :kaffee:

 

Genauso wie die danach folgenden Aussagen zu Spiel und Beutefangverhalten.

 

Diese Aussagen stehen im direktem Zusammenhang und sollten - möglichst einfach und verständlich - dem Leser verdeutlichen, welche Regelkreise hier miteinander vermengt werden. Denn nur aus diesem Verständnis heraus ist es überhaupt möglich, das in diesem Vermengen verborgene Gefahrenpotenzial zu erkennen - was auch von Gansloßer nicht erwähnt und von Baumann nicht verstanden wird.

 

Das gängige Bild der "neuen" Ausbildung im Schutzhundebereich ist doch: Wir packen das Ganze jetzt spielerisch an, und nehmen damit die "Mannschärfe" raus, womit wir einen art- und tierschutzgerechten Umgang mit dem Hund bei der Ausbildung zum Schutzhund erreichen.

 

Das ist der Tenor, gerade bei dem Interview mit Dr. Raiser.

 

Gerade das ist aber Blödsinn und Augenwischerei - und wird von den Meisten gar nicht erkannt.

 

Hierzu mal ein Zitat von D. Feddersen-Petersen aus ihrem Buch "Ausdrucksverhalten beim Hund":

 

"Der Bezug zur Tötung des Kindes Volkan war auch hier gegeben: Die American Staffordshire Terrier wurden auf das Beutefangverhalten am "Objekt Fußball" trainiert. Eine Handlungskette des Hinterherlaufens - Zubeißens - Hin- und Herschüttelns und Apportierens folgte der anderen. Vor Gericht wurde die Vermutung geäußert, die Hunde hätten den Kopf des gefallenen Jungen mit einem Ball verwechselt,, eine Hypothese, die (schrecklicherweise!) wohl nicht zu verwerfen ist."

 

Das ist natürlich keine Mußoption - aber die Wahrscheinlichkeit für solch fehlgeleitetes Beutefangverhalten steigt sicher ins unkalkulierbare, wenn sich das Skalpell in den Händen von Schimpansen befindet.

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Ich schreibe da morgen nochmal mehr zu, nur ganz kurz: ich bin mir zu 100% sicher das jeder hund einen ball von einem menschenkopf unterscheiden kann. Damals hat die hündin soweit ichvweiß den angriff begonnen, derxrüde kam dann dazu. Und es gab bereis vorher mehrere beißvorfälle.

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... und Feddersen-Petersen hat die Gutachten zu diesem Vorfall geschrieben ...

 

Und da du dir ja so völlig sicher bist, dass Hunde immer unterscheiden können, was in unseren Augen erlaubte Beute ist, und was nicht ... sind ja auch sicher all die Todesfälle von Klein(st)hunden, die von großen Hunden totgeschüttelt wurden, nur ausgedacht.

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Nein gar nicht. Das Hundecimmmer unterscheiden können was erlaubte Beute ist habe ich jicht gesagt. Nur das ein Hund weiß was ein Ball und was ein Kopf ist. Das Kind war hier Beute. Heute weiß man dass Hunde sogar Menschen auf Bildern erkennen können. Ubd dann Ball=Kopf? Habe das Buch übrigens auch und schätze es sehr.

Andere Tiere, andere Hunde undcauch Menschen können natürlich für Hunde Beute sein.

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