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Hundeforum Der Hund
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"fauler" Ridgeback?

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Ich muss gerade mal was fragen, ich schildere mal die Umstaende:

Hier gibt es einen Rhodesian Ridgeback, der ist jetzt wohl so 20 Monate alt. Groß und schwer.

Von klein auf unglaublich "stur", wenn er zum Beispiel nicht nach Hause wollte, dann hat er sich mit seinen 7 Monaten mit allen Vieren in den Boden gerammt und die Halterin (die weniger wiegt als ihr Hund) hat ihn mit NICHTS weiterbewegen können. Nicht mit Leckerlies, nicht mit einladenden Bewegungen, spielen, locken, warten, ziehen, schieben, in die Hocke gehen, sich zum Clown machen, sauer werden - alles egal, der stand wie eine Statue. Richtung Heimat ging es nur, wenn ein anderer Hund ein gutes Stück mit ging. Beim "Trainer" war man wohl ... ohne sichtbares Ergebnis.

Der Hund hört zumindest draußen wirklich NULL, manchmal denke ich, der ist vielleicht taub, weil er wirklich überhaupt gar nicht auf irgendeinen Menschen reagiert (ist er aber nicht, Hunde hört er nämlich). Nun spielt kaum noch wer mit ihm oder lässt überhaupt Kontakt zu, aus verschiedenen Gründen: er legte oft die Pfote auf den Rücken und da gab es wohl schon ein paar Rüden, die das uncool fanden und es kam zu Auseinandersetzungen (ohne Schäden). Außerdem drückt er die anderen Hunde wohl gerne im Nacken auf die Erde und hält sie da fest, ohne Knurren oder so, einfach, weil er's kann (so sieht es aus). Er rammelt mittlerweile nahezu alles und jeden, was auch alle (Hunde und Halter) uncool finden und zu allem Überfluss ist es fast unmöglich, ihn vom anderen Hund runterzuziehen, da er unglaublich fest klammert mit den riesigen Pfoten. Das konnten wir heute feststellen, da es mit Oliver bisher keine Probleme gab - heute hat der Ridge aber ansatzlos gerammelt und Oliver hat massiv geknurrt, als er sich nicht befreien konnte und ich bin sofort dazwischen und habe mit viel Mühe den Ridge beiseite genommen (boah, ist der schwer!), damit Oliver nicht ausgerechnet mit diesem Koloss seine erste Prügelei startet und vor allem, um ihm zu helfen.

Wir haben die Hunde dann angeleint und sind noch ein Stück gegangen, beide gut drauf und alles gut, da gab es keine Spur von Spannung.

Jetzt kommen wir zur Frage: die Halterin überlegt, den Hund kastrieren zu lassen (was ich echt verstehen kann, meiner ist ja schon schlimm, aber der ...). Ihre größte Befürchtung sei aber, dass der Hund noch fauler werde, als er schon sei. Er steige nicht ins Auto, sondern stelle die Vorderpfoten rein und warte, dass man das Hinterteil reinhebe. Er weigere sich nach 18 Uhr, aus dem Haus zu gehen, es sei absolut unmöglich, ihn zu einer Abendrunde zu bewegen. Nach kurzen Spielsequenzen mit schnellen Hunden (die er nicht rammeln kann, weil sie schneller und wendiger sind als er) liege er auf der Wiese und bräuchte wirklich lange, ehe er zum Aufstehen und weitergehen zu bewegen wäre (gut 20 Minuten). Vorher steht er einfach nicht auf. Nicht mit Leckerchen und nicht mit "sanfter Gewalt". Aber normales Spazierengehen, auch eine Stunde, mache ihm nichts aus.

Ich dachte, der ist vielleicht krank, Herzfehler oder sowas. Oder ist das bei so schweren Hunden einfach so, auch in so jungem Alter? Also er wiegt sicher 60 Kilo, oder auch deutlich mehr. Aber er kann rennen (habe ich heute gesehen) und auch recht hoch springen, es sieht also nicht aus, als wenn er zum Beispiel Rückenschmerzen hätte. Aber dass er so absolut Bewegung verweigert, sowohl abends (obwohl er da ausgeruht ist) als auch nach kurzem, anstrengenden Spiel, oder beim Einsteigen ins Auto, das ist doch seltsam, oder? Meint ihr, das ist einfach so seine Art, oder man sollte da irgendwas untersuchen lassen? Ich habe nichts dazu gesagt, weil ich mich mit Krankheitsbildern nicht gut auskenne und weiß, dass die Frau sofort zum Tierarzt rennt und sich verrückt macht ... ich kenne auch keinen anderen Ridgeback und weiß nicht, ob die gerne mal einfach so ihr Ding machen oder eben NICHT machen. Hmmmm, was meint ihr? Soll ich ihr den Tip geben, den Hund mal durchchecken zu lassen, oder ist das eben seine Art?

Mache mir ein bisschen Sorgen um den Hund, aber nun will ich mich auch nicht einfach einmischen und die Pferde scheu machen.

Die Frau ist nett, aber es ist ihr erster Hund. Sie würde ihn sofort untersuchen lassen, wenn ich ihr das nahe lege, also daran würde es sicher nicht scheitern.

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Die frühere Ridgebackhündin einer Kollegin war auch sehr lethargisch und stur, aber gegen das, was Du erzählst erscheint sie mir im Nachinein wie das reinste Energiebündel.

 

Jetzt hat sie wieder eine Ridgebackhündin, die total lebhaft ist und macht sichb ernsthaft Gedanken über Einzeltraining, weil sie den Hund eigentlich nicht händeln kann. Ich schätze, sie wiegt ungefähr soviel wie der Hund.

 

Was Du beschreibst erscheint mir krankhaft, aber ich kenne mich einfach nicht guut genus aus, um das zu beurteilen.

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Also die Rigdebacks die ich hier kenne sind alle sehr stur. Ziehen ihr Ding durch, haben mangelhafte Kooperationsbereitschaft, sind aber ansonsten recht freundlich. Hab aber auch schon von welche gehört, die sich Hunden gegenüber schlecht benehmen.

Ich kenne da ja einiges von meinem Barsoi. :rolleyes: Wenn der nicht will, legt er sich hin und ist durch absolut nichts dazu zu bewegen aufzustehen. Ich kann den 50kg Hund auch nicht heben. Da hilft nur warten, bis er wieder weitergeht. ;) Von selbst ins Auto steigen hat unser Zweiter erst nach gut zwei Jahren gelernt. Hat sich auch immer reinheben lassen.

Aber ich wusste ja was ich mir ins Haus hole. Das scheint bei deiner Bekannten nicht so recht gegeben zu sein. :unsure:

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Ich kenne drei Ridgebacks (und eine nicht mehr lebende Hündin auch), die waren/sind alle nicht gerade spritzig. tendenziell eher sehr vorsichtig, fast scheu. Einer davon ist echt ein Kalb (aber nicht fett, und 60 kg bekommt der sicher nicht auf die Waage), und der ist schon sehr ... laaaaaaang....saaaam. Aber nicht faul, nur eben sehr vorsichtig. Und sowas wie du beschreibst macht er auch nicht.

 

Die Hündinnen (beide beim gleichen Besitzer) sind sehr nett und umgänglich, aber leider viel zu dick. Das macht sie zwar nicht so faul, aber hilft sicher auch nicht.

 

Ich finde auch, das klingt entweder wie ein extrem eigensinniger Hund, oder tatsächlich etwas gesundheitliches, zB ein Herzfehler. Grade bei solchen Kolossen würde ich das wohl mal überprüfen.

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Ich würd auch TA vorschlagen! Befürchte aber, dass der Umgang mit dem Hund ingesamt auf den falschen Füßen steht.

 

Die Nachbarn meiner Schwester haben einen Ridgeback auch in dem Alter und der ist recht munter, fidel, freundlich und willig. Und früher hab ich mich öfter mit einer Frau getroffen, die hatte zwei Ridgebacks, die sind auch immer stundenlang im Wald unterwegs gewesen, obwohl der Rüde sogar schon einige Jahre auf dem Buckel hatte, auch so treff ich immer mal RB, die durchaus von selbst spazieren gehen und das auch gerne.

 

Ich mag RB sehr, weil die genauso wie Chis eine höhere Individualdistanz beanspruchen und ausgesprochen höflich mit meinen Zwergen agieren, sprich, die sind nicht aufdringlich, reagieren auf den Wunsch meiner Zwerge, Distanz zu wahren (1-2m) etc. Also das Gegenteil vom Labbi sozusagen :D.

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Jetzt habe ich mal mehrere Fragen dazu:

 

ich habe gelernt, dass Hunde, gerade Rüden, aber nicht nur, durch Pfoten auf den Rücken des Anderen legen oder die Schnauze über den Rücken oder aufreiten und "Rammel"bewegungen ihre Dominanz den anderen Hunden gegenüber aus drücken wollen.

Dieses Aufreiten hat nichts mit Sexualtrieb zu tun?

 

Und ich kenne Hunde, die so sehr verwöhnt sind, dass sie erwarten, wie als Welpe weiter getragen oder ähnliches zu werden.

Vielleicht deshalb einiges seines Verhaltens?

Auch wenn er gut springen kann, ins Auto will er weiter gehoben werden?

 

Ich kann da super falsch liegen, deshalb meine Fragen.

 

Und meine Hunde wollen auch nicht immer raus, vor allem wenn es regnet  und für sie zu früh ist.

(vor allem meine sehr eigenständige Hündin)

 

Nachtrag: meine Hunde können , wenn sie es wollen, von 18.00 Uhr-10.00 Uhr des nächsten Tages sich einfach verweigern raus zu gehen.

Null Bock, Köpfe werden gehoben, ich werde böööse angekuckt und es wird weiter gepennt.

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In unserer alten Hundegruppe (HuSchu) war auch ein RR - wenn Bolle schon "schwierig" war, dann war der RR extrem schwierig. War auch bislang der einzige Hund mit dem Bolle aneinander geraten ist.

Vor Jahren hatten wir auch einen RR in der Gruppe (da hatten wir noch Jacki), dieser RR war sehr gelehrig, fidel und das genaue Gegenteil von "stur".

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Also erstmal scheint ja dieser RR zu dick zu sein, daß wird seine "Bequemlichkeit" noch steigern.

Soweit ich weiß sollten RR Rüden um die 40Kg wiegen.

Und das mit dem ins Auto reinheben lassen , nicht Raus wollen zu "Unzeiten" oder bei Regen,

daß kenne ich von vielen Ridgebacks, da muß der Halter eben ausdauernder und schlauer sein

als sein Hund. ( Was nicht immer einfach ist ;) )

Ich mag die Ridgebacks eben genau wegen ihrer "Eigenständigkeit" , aber ich mag ja auch Windhunde. :lol:

Natürlich könnte es auch ein Gesundheitliches Problem geben , oder von allem Etwas....schwer zu sagen.

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Ich dachte, der ist vielleicht krank, Herzfehler oder sowas.

War auch mein erster Gedanke. Ist das Herz mal geschallt worden? Normales Abhören reicht nicht, um manche Herzerkrankungen zu diagnostizieren.

Bekommt der Hund oft Zwiebeln (in Essensresten) oder Knoblauch? Könnte auch eine Ursache sein.

Weißt du, mit was er gefüttert wird?

Überhaupt, ist mal großes Blutbild gemacht worden?

Ich finde nicht, dass sich das NUR nach Sturheit und Unerzogenheit anhört.

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Da würde ich auch ein Herzproblem mutmaßen, Herzultraschall wäre sicher eine gute Methode, da Licht ins Dunkle zu bringen.

60kg für einen Ridgeback-Rüden sind ganz sicher zu viel. Wir haben hier einen sehr großen Rüden, der wiegt gerade mal knapp über 40kg.

In meiner Nachbarschaft ist ein Ridgeback-Züchter, der ist hier regelmäßig mit 6-8 seiner erwachsenen Hunde unterwegs und alle Hunde sind sehr agil und bewegungsfreudig, diese Hunde sind überhaupt keine Schlaftabletten ;)

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