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Hundeforum Der Hund
Juline

Impulskontrolle verbraucht

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nach Müde kommt doof

als Minos noch jünger und ich Übungen mit ihm machte, nach einiger Zeit spielte er auf einmal "wilde Sau".

Genau :D

 

In der Welpengruppe hieß das immer nach müd kommt blöd  ^_^

Der Krümel hat nur ein sehr eng begrenztes Budget

Woher kommt das? Du hast ja schon öfters von ihm berichtet, sorry ich hab`s nicht mehr in Erinnerung, was der Grund dafür ist...?

Ich kenne das vor allem von Hunden, bei denen in der Prägungsphase einiges schief gelaufen ist, Reizarmut, Deprivation etc. Da ist ja meist das ganze Stressbewältigungssystem nicht das, was es sein sollte.

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Vielleicht hast du Recht, aber irgendwie kann

Ich mich damit nicht so richtig anfreunden. Also bin ich der Grund:-).

Ich hab eher den Gedankengang das sie unbeschwerter Leben könnte ohne das Wachen.

Belästigen tut sie zum Glück auch niemand mehr.

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Juline, ich finde Deine Beobachtungen auch toll!

Leider können viele Hundehalter diese Zusammenhänge oftmals nicht erkennen und wundern sich dann nicht einmal darüber, wenn sie sich damit weitere Baustellen aufmachen, weil sie nie drauf kämen, DAS sie sich damit  weitere Baustellen selber produzieren, wie zB. extrem "temperamentvolle Hunde" mit geringerer Frustrationstolleranz und niedrigerer Reizschwelle. Muss nicht so sein - ist aber leider oft der Fall. Und der HH meint, sein Hund "ist" halt so, obwohl er ihn selber dahinein treibt.

 

Wenn ich zB bei meinem Nicky auf einem Spaziergang das Kontingent zu sehr aufgebraucht habe, dann kommt er heim und muss erstmal seine spinnerten 5 Minuten abagieren. Kommt das mehrmals hintereinander vor, dann löster immer leichter aus und konzentrierte Arbeiten wäre nur noch mit hohem Druck möglich - was es noch schlimmer machen würde.

Schnell käme man da auf den Gedanken, wenn man nicht wüsste, wie er tickt, er sei stur, ignorant, sehr temperamentvoll usw.....aber der KANN nicht anders, wenn er sein kleines Budget aufgebraucht hat.

Hängt sicher mit den ersten Lebensmonaten und der reizarmen Aufzucht zusammen - aber auch das Muttertier ist da schon ziemlich ungünstig veranlagt.

Wird zwar immer besser...laaangsam.....aber man kann da nix rein oder rauszwingen, was nicht vorhanden ist.

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Mir ist der Zusammenhang besonders bei den Welpen aufgefallen.
So viele Besis schleifen das arme Ding den ganzen Tag herum, üben Sitz und Platz und Komm und Bleib, spielen Ball und und und.... und wundern sich dann, wenns Welpchen irgendwann austickt :(

Dann gehen sie in den Hundeverein oder in eine Hundeschule und fragen, wie sie ihm das "austreiben" können :mellow:

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Mir ist der Zusammenhang besonders bei den Welpen aufgefallen.

So viele Besis schleifen das arme Ding den ganzen Tag herum, üben Sitz und Platz und Komm und Bleib, spielen Ball und und und.... und wundern sich dann, wenns Welpchen irgendwann austickt :(

Dann gehen sie in den Hundeverein oder in eine Hundeschule und fragen, wie sie ihm das "austreiben" können :mellow:

Genau. Und dann ist man leider schnell in der Schiene drin mit dem "Grenzen aufzeigen und durchsetzen", aversiv einfordern und die Spirale spiralisiert sich schön weiter.....

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Bei Emma war das mal im ersten Jahr. Ich hatte mir eine Schleppleine besorgt, da sie damals die Angewohnheit hatte, plötzlich und ganz schnell nen Hang raufzulaufen, da oben auf der Stelle rumzuspringen, nochmal zu laufen, um dann wiederzukommen. Wäre ja nicht tragisch gewesen, hätte ich a) nicht Kimba im Kopf gehabt (Meisterin des Jagens) und wäre sie B) oder ebenfalls a) nicht einmal hinter einem Kaninchen  her gerannt, dass bei ihrem Gehoppse wohl vor Schreck aus dem Busch sprang. 

 

Also kam die lange Leine und sie musste mit meinem Tempo zurechtkommen. Das war für sie echt anstrengend, denn sie ist so eine trabende Vorläuferin. Nach einer Weile rannte sie erstmal wie eine Irre durch den Garten, wenn wir vom Spaziergang zurückkamen. Oder buddelte erstmal rum o.ä.

 

Das hat sich direkt geändert, als ich sie morgens erstmal flitzen ließ, dann nur noch ab und zu anleinte (wenn der Radius zu groß wurde) und ansonsten freilaufen ließ. 

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Das mit den Spaziergängen und "Dampf ablassen" kenne ich auch.

Wir hatten heute eine Situation als wir unseren Jogging weg gelaufen sind. Sehr enger Waldweg, rechte Seite gehen Felsen nach oben und linke Seite Felsen nach unten. Wir laufen um die Kurve und ich sehe ca. 15 m vor uns einen Hund + Halterin die am Handy telefoniert. Ich erstmal angehalten, Emma gestoppt. Der Hund fing an zu bellen und kam etwas auf uns zu...die Halterin immer noch am Handy telonieren. Mittlerweile hat ein weiterer Jogger zu uns aufgeschlossen und traute sich auch nicht an dem Hund vorbei. Wir warteten zu dritt. Die Halterin vom anderen Hund beendete nun mal ihr Telefonat kam aber nicht an ihren Hund ran. Ich ging mit Emma ein Stück zurück....der andere Jogger kam auch schon mit uns. Das Ende vom Lied-wir sind dann umgedreht und irgendwie anders gelaufen. Dir Halterin bekam ihren Hund nicht an die Leine. Ich hatte ehrlich gesagt auch keine Lust mehr, auf dem 1 m breitem Weg an denen vorbei zu laufen. Das kam noch nie vor, das wir bei der Jogging Runde umdrehten. Emma war etwas verwirrt. Aber ganz ruhig und superlieb, die ganze zeit übrigens frei:-).

Aaaaaber: ca. 5 min. Später raste sie den Wald hoch ca . 20 m und kam wieder zu mir geflitzt, im affentempo:-). Das war auch eindeutig Luft ablassen von der Situation vorher. Einfach das angestaute von sich schütteln.

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Bei Emma war das mal im ersten Jahr. Ich hatte mir eine Schleppleine besorgt, da sie damals die Angewohnheit hatte, plötzlich und ganz schnell nen Hang raufzulaufen, da oben auf der Stelle rumzuspringen, nochmal zu laufen, um dann wiederzukommen. Wäre ja nicht tragisch gewesen, hätte ich a) nicht Kimba im Kopf gehabt (Meisterin des Jagens) und wäre sie B) oder ebenfalls a) nicht einmal hinter einem Kaninchen  her gerannt, dass bei ihrem Gehoppse wohl vor Schreck aus dem Busch sprang. 

 

Also kam die lange Leine und sie musste mit meinem Tempo zurechtkommen. Das war für sie echt anstrengend, denn sie ist so eine trabende Vorläuferin. Nach einer Weile rannte sie erstmal wie eine Irre durch den Garten, wenn wir vom Spaziergang zurückkamen. Oder buddelte erstmal rum o.ä.

 

Das hat sich direkt geändert, als ich sie morgens erstmal flitzen ließ, dann nur noch ab und zu anleinte (wenn der Radius zu groß wurde) und ansonsten freilaufen ließ. 

Und nun stelle man sich so einen Hund in der Stadt vor, mit einer "der Hund geht neben oder hinter mir-Führung" oder auch nur ziehend in der Leine hängen, bis ins Auslaufgebiet, während eine Menge Reize auf ihn einprasseln und er angeprollt wird usw. Wundert das noch, wenn da "Leinenaggressionen" entwickelt werden?.......die dann wiederum unterbunden wird.......

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Woher kommt das? Du hast ja schon öfters von ihm berichtet, sorry ich hab`s nicht mehr in Erinnerung, was der Grund dafür ist...?

Ich kenne das vor allem von Hunden, bei denen in der Prägungsphase einiges schief gelaufen ist, Reizarmut, Deprivation etc. Da ist ja meist das ganze Stressbewältigungssystem nicht das, was es sein sollte.

 

Da es bei ihm von Anfang an so war kann ich nur raten. Ich gehe aber davon aus, dass es eine Kombination aus Genetik und Frühprägung ist. Genetik liegt nahe, weil er gesundheitlich ohnehin eine Menge Baustellen mitbringt und bei zu viel Stress auch schon abends kleine Krampfanfälle hatte. Und auf Frühprägung lässt schließen, dass er zu Beginn extrem handscheu war, fremde Menschen wie auch fremde Hunde super gruselig fand; und außerdem lässt mich auch das, was ich bei der Züchterin gesehen habe, auf einen Erziehungsstil schließen, den ich mal eher "klassisch" nennen möchte. Zusammengerollte Zeitungen an allen strategisch wichtigen Stellen zum Beispiel...

 

Aber natürlich kann ich nur spekulieren, wirklich wissen werde ich es wohl nie. Was auch gar nicht die entscheidende Frage ist. Viel wichtiger ist ja, wie gehe ich sinnvoll damit um? ;)

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