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Hundeforum Der Hund
Ina80

Jeder Hundetrainer sagt mir was anderes, ich bin richtig verzweifelt!

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Hallo liebe Forummitglieder,

 

da ich nicht mehr weiter weiß und anscheinend jeder Trainer nur Vermutungen anstellt und mir wirklich niemand sagen kann, was das Problem/Ursache wirklich ist und wie ich es beheben kann, schildere ich jetzt euch mein Anliegen.

 

Ich habe einen fast 2 Jahre alten Aussie-Rüden. Er versteht sich mir Gleichgesinnten und mit Menschen. Allerdings bin ich schon seit knapp 2 Jahren mit ihm im wahrsten Sinne des Wortes am RUMKÄMPFEN weil er von mir keine Grenzen annimmt, noch auf mich verlässlich hören will. Vorab sei gesagt, es ist mein erster Hund. Ich mache sicher Fehler, aber das ist wohl menschlich. Da mir aber wirklich alles am Herzen liegt, dass ich meinen Hund verstehe und er mich, versuche ich wirklich jeden Rat umzusetzen! Ich will dass mein Hund sich bei mir wohl und sicher fühlt, er sich unterordnet und einfach Hund sein kann und mich als Führer akzeptiert. Ich habe wirklich tausend Bücher, die ich in- und auswendig kenne, DVD`s von ANITA BALSER etc. Ich bin so bemüht, das kann mir niemand zum Vorwurf machen. Ich habe schon alles umgestellt in Bezug auf dem Umgang mit ihm, aber es fruchtet nix. Um jetzt alle Probleme aufzuführen, würde das den Rahmen sprengen. Bin mitlerweile schon beim 5. Trainer angelangt und wenn ich nach Monaten merke, ich werfe mein Geld nur raus und das Problem wird nicht gelöst und ich komme nicht weiter, suche ich mir einen anderen. Gibt es wirklich niemanden der Körpersprach eines Hundes deuten kann???? Ich will keinen mit Leckerlis konditionierten Hund, das bringt eh nicht in allen Situationen was. Seit November kann ich mit meinem Hund noch nicht mal mehr auf einen Hundeplatz gehen, ich bin dann abgemeldet, er schmeißt sich in die Leine und schnüffelt den kompletten Boden ab, egal was ich auch versuche es zu unterbinden, es geht gar nix mehr. Gestern wurde ich von der neuen Tainerin nach 10Minuten nach Hause geschickt, sie meinte das hätte keinen Sinn mit ihm zu arbeiten. Ich wollte Rally Obedience ausprobieren, weil ich dachte, das macht ihm Spaß da macht er vielleicht eher mit. Was war? Er hat sich beim Anblick der anderen Hunde aufgeputscht, nur noch gebellt und sich immer wieder hysterisch in die Leine geschmissen.

 

Jetzt habe ich schon die tollsten Meinungen gehört, warum er sich so verhält:

- Er ist an allem anderen interessiert, nur nicht an dir. Du bist für ihn langweilig.

- Er hat zu viel Energie, gib ihm weniger Proteine (ich barfe).

- Lass ihn kastrieren, der ist sexuell sehr motiviert wegen dem Schnüffeln.

- Er ist total unterfordert, den langweilt das alles hier.

- Er ist überfordert, sonder würde er sich nicht so festschnüffeln.

 

Ich bin am Ende, ich habe keine Kraft mehr und das Schlimme, es erscheint mir alles hoffnungslos, weil er so gar nix annimmt. Was für mich das Allerschlimmst ist, er kann ja noch nicht mal vernünftig an der Leine gehen, er bleibt nicht bei mir und zerrt mich von vorn nach hinten, von rechts nach links mit einer maßiven Kraft und das alles ruckartig, sobald er einen Geruch in die Nase bekommt. Ich habe solche Schmerzen seit fast 1 Jahr, meine Hände haben Schwielen, meine Schulter tut ständig weh und er reißt mir die Wirbel raus, sodass ich 2x im Monat beim Chiropraktiker lande. Seit doch mal ehrlich, wer macht sowas so lange mit? Trainer haben versucht mit mir daran zu arbeiten, aber es fruchtet nix, er macht mit mir den Molli. Es wurden ALLE Arten der Leinenführigkeit mit ihm konsequent und mind. 6 Wochen, täglich 2-3 x mit ihm geübt und es zeigt sich keine Besserung. Seit ein paar Wochen versuche ich es ständig mit Bewegungseinschränkung (wie Anita Balser), aber er lässt sich da keine Grenzen setzten. Er bleibt nach 3 Tagen jeweils 10 Stunden üben, noch nicht mal in seinem Körbchen. Er löst alle Signale selbständig auf und wenn ich mich dann durchsetzen will und ihn anfassen will, beißt er mir leicht in die Hände. Ich überlege ständig, ob es nicht besser wäre ihn herzugeben, weil er mit mir einfach nicht kann und das schmerzt sehr. Ich weiß nicht mehr weiter, ehrlich. Wie soll ich meinen Hund gehändelt bekommen wenn er ohne Leine ist, wenn ich ihn noch nicht mal an der Leine gehändelt bekomme? Er geht an keinem anderen Hund vorbei, ohne dass er mich mit seiner ganzen Körperkraft hinzieht und sich an meinen Beinen sogar wegdrückt! Er springt Leute an, wenn er eine Katze sieht, kriege ich ihn kaum noch gehalten, bei ihm setzt dann was aus, ich kriege keine Verbindung mehr. Wenn er schnüffeln will, was er fast nur noch tut beim Spazieren und ich weiter will, legt er sich einfach hin und er krallt sich mit dem Pfoten fest und legt sich mit dem ganzen Körper gegen mich, dass er schief hängt. Ist das normal? Ich will einfach nur mal entspannt rausgehen können, ohne Gezerre und Diskussionen und ohne Rumgeschnüffel.

 

Bitte nur lieb gemeinte Ratschläge, ich brauche keine Vorwürfe, das ändert ja nichts, OK?

 

 

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Kannst Du mal genauer berichten, wie jeder einzelne Trainer vorgegangen ist?

Irgendwie hört sich das alles sehr chaotisch an - ohne konkrete Linie. 

Du hast alles umgestellt - den Umgang mit ihm.

Wie war der zuvor, wie ist er jetzt?

Wie sieht Euer Tagesablauf aus?

Hast Du ihn vom Züchter und wie alt war er, als Du ihn genommen hast?

Weißt Du evtl. wie sich Wurfgeschwister von Deinem Hund verhalten - oder könntest Du Kontakt herstellen?

Wo lebst Du und welche Trainer konkret hast Du bisher "ausprobiert"?

Hundeschule - Mobile Trainer oder Hundevereine?

Mehr Infos wären aufschlussreicher.

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Hui. Ein ganzer Haufen Dinge, die sich da ansammeln bei euch.

 

Wie Duoungleich schreibt klingt es auch für mich erstmal sehr chaotisch, euer "ich habe alles probiert" könnte in der Tat ein Teil des Problems sein. Ich kann mir vorstellen, dass deine Verzweiflung das Arbeiten mit deinem Hund auch nciht gerade erleichtert.

 

Ich habe auch ein paar Fragen, erstmal nicht auf die Methoden die schon probiert wurden bezogen:

 

Wie lang ist eure Leine?

Geschirr oder Halsband?

 

Was ist für dich jetzt elementar das Wichtigste in eurem Leben? Für mich liest es sich, als sei dein Hauptproblem (weil es dich auch körperlich schädigt) erstmal der Spaziergang, stimmt das?

Wie ist er im Haus, wenn ihr nichts macht?

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Wieviel Freilauf und wieviele freie Hundekontakte hat Dein Hund?

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 Er bleibt nach 3 Tagen jeweils 10 Stunden üben, noch nicht mal in seinem Körbchen.

 

Wie darf ich mir das vorstellen, 10 Stunden pro Tag üben? Welche Erwartung an ihn hast du nach 3 Tagen Körbchen-Training?

 

Wie viel schläft er tagsüber bzw. in 24 Stunden?

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Wieviel Freilauf und wieviele freie Hundekontakte hat Dein Hund?

Elementare Frage.

Ich fürchte kaum bis gar nicht. Daher möglicherweise die Leinenaggression.

 

 

In welcher Gegend wohnst du denn, dass dir evtl. der ein oder andere Forennutzer einen Trainer  empfehlen kann, mit Schwerpunkt auf Verhaltenstherapie / Kommunikation?

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Ich will keinen mit Leckerlis konditionierten Hund, das bringt eh nicht in allen Situationen was

ware aber mal ein Anfang....

 

Du willst einen Hund der sich unterordnet, du willst die Führung übernehmen, aber du kämpfst mit deinem Hund.

du lässt dir von niemand einen Vorwurf machen weil du dich ja standing "bemühst"

 

Warum hast du dir einen Aussie geholt? Wurde er dir als familienfreundlicher, sich selber erziehender Begleithund verkauft? Das hab ich nämlich schon öfter gelesen. Manche Züchter machen das.

Ein Aussie ist ein selbstständig denkender und handelnder Hütehund der eine immense Menge Enegie hat, der eine halbwegs artgerechte Beschäftigung braucht und der in einem füheren Leben an Rindern gearbeitet hat. Jetzt überleg ma. Ein Hund der Rinder treibt soll sich von einem Menschen was sagen lassen? Es gibt mehr als einen Grund warum ich keinen Aussie hab.

 

Punkt 1: Auslastung (ich mags eigentlich nicht, aber in dem Fall wohl unumgänglich):

Was machst du mit deinem Wuff. Der braucht kein RallyO, das ist dem zu wenig.

Mach Suchspiele, Dummyarbeit, Longieren oder ZOS mit ihm, Der muß die Chance haben Nase, Hirn und Bewegungsapparat gleichmäßig auszulasten.

 

Das was du Verhalten an der Leine das du beschreibst ist nich toll. Du schreibst aber euch du hast eine DVD von Anita Balser. Wenn's die richtige ist: arbeit danach. Setz deinem Hund eine klare rote Linie. Das mußt du als Führungsperson machen. Und wenn du nach ihrer Methode arbeiten möchtest dann mach doch Einzalstunden bei ihr. Das kostet zwar mehr, aber das Geld ist sicher nicht rausgeworfen.

 

Anderer Blickwinkel aufs Problem: Proteine -Barf: Barfen heißt ja nicht automatisch was über die Zusammensetzung des Futters. Es gibt Hunde die auf Weizen und/oder Mais mit Hibbeligkeiten reagieren. Das könnte ein Ansatzpunkt sein

Auch die Schilddrüse kann bei über- oder unterfunktion "Fehlverhalten" auslösen

 

Aber generell hört sich das für mich einfach nach einem unterforderten, vor Kraft und Erengie strozendem jungem Hütehund an

 

 

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In welcher Ecke in D ist das?

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Im Profil steht "Illingen/Saar"

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Ich denke, dass es schlichtweg unmöglich ist, dir digital einen Ratschlag zu geben. Die Problematik, die du schilderst, ist in meinen Augen derart komplex, dass selbst mit Wissen um dich und den Hund herum es für jeden hier schwierig wird, dir zu helfen.

Einen solchen Hund und das Mensch-Hund-Team muss man schlichtweg in Aktion und in Interaktion sehen, um sich überhaupt ein Urteil bilden zu können.

 

Ich lese aus deinem Beitrag heraus, dass dein Hund dir überhaupt nicht zuhört. So wirst du mit ihm auch in Zukunft nicht kommunizieren können.

Ich lese aber auch heraus, dass du völlig verzweifelt bist und eigentlich am Ende deiner Kraft. Das überträgt sich natürlich auch auf den Hund, weil du nicht mehr souverän bist bzw. auch nicht mehr sein kannst.

 

Du kannst in meinen Augen eigentlich nur die Entscheidung treffen, ob du noch mal einen Versuch wagen möchtest (es sollte vielleicht einer der letzten sein, denn je mehr und je unterschiedlicher an dem Hund herum gedoktert wird, umso schlimmer wird werden) oder ob du den Hund tatsächlich abgeben möchtest. Da habe ich übrigens nach deiner Schilderung Verständnis für und ich finde es absolut nicht schlimm, sich einzugestehen, wenn man etwas absolut nicht hinkriegt und völlig überfordert ist.

 

Schau dich mal hier um:

http://www.institut-feltmann.com/das-institut/

 

Ich kenne Frau Feltmann seit 14 Jahren, habe selber 2002 Welpentraining und mehrere Seminare bei ihr absolviert und bin restlos begeistert. Sie macht auch Einzeltraining bei sich in Bayreuth.

Ich bin mir absolut sicher, dass sie dir helfen kann.

 

Viel Glück und auch Mut für deine Entscheidung, wie auch immer sie ausfällt.

 

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