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Hundeforum Der Hund
Ina80

Jeder Hundetrainer sagt mir was anderes, ich bin richtig verzweifelt!

Empfohlene Beiträge

Sehe dieses Risiko auch.. Der Hund scheint nett zu sein, er hat bis jetzt noch nicht beschädigt. Aber irgendwann, wenn er weiter ständig in die Ecke gedrängt wird, seine Bedürfnisse nicht ausleben kann, wird die Frustration vielleicht zu groß sein.

Wissen kann das natürlich keiner von uns, aber es reicht doch, dass das Risiko besteht.

Natürlich ist es möglich, dass beide einen Weg hinaus finden, auch in dieser Kombination. Aber es wird der Halterin nochmal einiges abverlangen, ein weiter Weg sein. Sie sollte überlegen, ob sie die Kraft noch aufbringen kann. Und bereit ist, ihre Prinzipien und Handlungsweise in Frage zu stellen. in der Situation ist eine Abgabe des Hundes eine Möglichkeit, die bedacht werden sollte.

Nicht nachvollziehen kann ich dieses Bespasserin des Hundes Sache. Wo bitte wird dieser Hund bespasst?

Mir tun beide sehr leid, sehe das auch so, dass die Halterin durch die Aussagen der Trainer über ihren Hund extrem unter Druck gesetzt wurde/wird.

Sie hat auch nicht nur nach einer DVD gearbeitet, sondern war bei einigen Trainern, die auf diese Weise arbeiten.dass der Hund in Anwesenheit des einen Trainers "funktioniert" hat, aber auch nur dort, zeigt doch gut, dass die Halterin diese Arbeitsweise nicht umsetzen kann.

Es gibt keine Methode, die für alle Hunde und Halter passt. Auch wenn sie noch so individuell auf jeden Hund zugeschnitten werden soll, bleibt es eine Methode.

Eine ganz andere Sichtweise auf den Hund, wäre eine

Möglichkeit den Teufelskreis zu verlassen, aus dem Kämpfen zu kommen. Vielleicht wäre es eine große Erleichterung wenn die Halterin erfahren würde, dass der Hund eben nicht die Herrschaft übernimmt, wenn sie ihr Korsett aus Kontrolle und Korrekturen aufgibt und über das arbeitet, was für den Hund lohnenswert ist.

Denn natürlich ist jetzt auch viel Angst im Spiel. Nicht nur vor komplettem Kontrollverlust, sondern auch, weil der Hund schon nach ihr schnappt und gar keinen Respekt zu haben scheint. Das schließt aus "souveräner Führer" sein zu können, aber diese Angst zu verlieren ist eine große Herausforderung.

Mit nur besserer Schulung in komplett der gleichen Methode wird das nicht gelingen. Auch ein Mensch verknüpft, wird getriggert..

Ich weiß nicht, ob ich das verständlich geschrieben habe, leider liegt mir das nicht sehr..

All diese Aussagen erschließen sich aus dem Text der Halterin, ohne den Hund zu kennen und bezieht sich auf ihr Problem mit ihm. Kein Hund würde in der Situation harmonisch mit seinem Besitzer leben können.

Wodurch alles ausgelöst wurde, was das Problem auf Hundeseite ist, kann natürlich nur jemand beurteilen, der den Hund sieht.

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Karelii, so sehe ich das auch.

Ich vermittle ja selbst Hunde und nehme auch Problemfälle auf.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie diese Hunde sichtbar "aufatmen", wenn sie aus solch einer schwierigen Beziehung rauskommen.

 

Und viele Probleme lösen sich völlig von alleine, wenn der richtige Hundehalter gefunden wird.

 

Genauso habe ich Hundeanfängern dann einen wirklichen Anfängerhund vermittelt.

Da haben diese Menschen dann erfahren, wie schön und einfach es sein kann, einen Hund zu haben....

Es gibt so viele Hunde, die kann man ohne Bedenken einem Anfänger in die Hand drücken.

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Ich glaube, das liegt auch daran, dass man das richtige Gefühl für Hunde(Tiere) hat. Das ist ein Talent, dann braucht es auch keine Methode.

Man kann natürlich durch Erfahrung lernen und es ein Stück weit entwickeln. Hat man sehr wenig davon, ist es auf jeden Fall besser, sich von allen "aversiven Methoden" ganz fernzuhalten, weil man sonst sehr leicht ins Kämpfen kommt.

Und es gibt diese netten, entgegenkommenden Anfängerhunde, die kenne ich auch. Andere reagieren sehr stark auf "Fehler".

Sicher eine umstrittene Meinung.

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Grade ein Aussie, ein Hund, der mit wütenden Kühen klarkommt, wird eher weniger dazu geeignet sein. Kämpft man mit ihm, stellt er sich vielleicht dagegen, wie er es bei Kühen machen würde.

Nur reine Vermutung, kenne Aussies nicht so gut und nicht alle sind gleich.

Aber einem Anfänger würde wohl kaum jemand diese Rasse empfehlen.

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Hallo Ina80,

ich erkenne uns ein wenig wieder. Nach dem Verlust unseres Terriers blickten wir vor anderthalb Jahren in die Augen eines Welpen und es war um uns geschehen. Ohne sich vorab über die Rasse zu informieren, holten wir uns "Dynamit" in's Haus. Was soll schon passieren, viel anders kann es mit einer Mischung aus Jack-Russel und Jagdhund schon nicht sein...

Naja, wir wurden eines besseren belehrt. Nach ca. einem halben Jahr voller Verzweiflung, Gedanken aufzugeben, trafen wir zufällig eine Hundetrainerin, die auch Hausbesuche durchführt. Eine Hundeschule haben wir nie besucht. Die Trainerin führte erst mal eine Schulung mit Hundebesitzern durch - gewaltfreie Erziehung, Ernährung etc. In mancher Schulungsstunde war ich niedergeschlagen, weil ich das Gefühl hatte, bis dato gänzlich versagt zu haben.

Beim ersten Hausbesuch erkundigte sich die Trainerin, wie alt unser Hund war, als wir ihn holten. Wie das Umfeld war und ergründete mit uns die Probleme.

Sie hat uns gezeigt, wie wir erst mal das Vertrauen unseres Vierbeiners gewinnen. Dass ein Geschirr für uns die beste Variante ist. Das wichtigste,was wir lernen mussten, war, dass wir die Ressourcen (Futter, Spielzeug usw.) verwalten.

Es ist noch lange nicht alles "perfekt". Wir haben einen argen Kontolletti zu Hause und es gibt auch ab und an noch Rückschläge. Aber ich weiß jetzt besser damit umzugehen und kann immer auf unsere Trainerin zählen.

Ich würde sie auch jedem weiter empfehlen.

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Hallo Ina,

 

hier gab es ja schon viele nützliche und kluge Tipps,ich finde besonders was Kareli schreibt, hilfreich.

Ich kann im Forum unmöglich eine Ferndiagnose stellen,will dir aber ein bisschen Mut machen,weil ich mir vorstellen kann, wie es dir gerade geht. Darum erzähleich dir mal von Mowglis Anfängen.

Mowgli war mein erster eigener Hund.Ich bin mit Schäferhunden aus der DDR Leistungslinie großgeworden, und hielt mich super was für schlau und erfahren im Umgang mit großen starken Rassen. Dann holte ich mir Mowgli, einen Saarloos Wolfhund /Schäfermix. Und lernte,dass ich nichts weiss.

Der Anfang, die Welpenzeit lief eigentlich unkompliziert. Die Probleme fingen an,als er in die Pupertät kam. Mein kleiner Schmusebär entpuppte sich als zunehmend rüdenaggressiver Stinker mit ausgeprägter Leinenaggression. Mit Leinenaggression meine ich,dass der Mowgli mich,als er sechs Monate alt war, ins Bein biss, weil er eigentlich sich auf einen vorbeilaufenden Rüden stürzen wollte. Der flippte richtig schön aus an der Leine, mit seinen ausgewachsenen 45 Kilo ein Zuckerschlecken auf jedem Spaziergang. Auf der Hundewiese, wo wir jeden Tag waren, legte er mit sieben Monaten seinen ersten Staff flach, mit neun Monaten begann er den Chef der Hundewiese anzubaggern, von da ab mieden wir Hundewiesen. Ebenfalls zeigte er wunderbar ausgeprägten Jagdtrieb, mit einem Jahr killte er ein Nutria. Kurz und schmerzlos.

Um es kurz zu machen: Ich war völlig fertig. Wie du hörte ich ständig, dass ich nicht in der Lage sei, einen Hund zu erziehen. Wie du besuchte ich diverse Hundetrainer. was dort alles für Schrott gelehrt wurde, ich könnte Bücher darüber schreiben. Spruch Nr.1: Der Hund ist dominant, dem muss man mal so richtig zeigen,wer der Chef ist, der muss körperlich untergeordnet werden. Dh, gewürgt,Luft abgedrückt, Alpharolle etc.In einer HS wurde er dann mit Maulkorb in einen Rauferkampf geschickt, nachdem er an dünner Würgeschlinge an den ganzen Rüden vorbeigezerrt wurde. In dem Rauferkampf zeigte er was in ihm steckt, alle, Hundetrainer und Klienten waren sprachlos. Der Mowgli war so aufgedreht dass er, während er im Auto auf mich wartete, die Inneneinrichtung auffraß und aus der Dachluke raussprang, um mich aus einer gefährlichen Situation zu retten, wie ich heute weiss.

Es haben sich sage und schreibe sechs Vollpfosten von Hundetrainern die Zähne ausgebissen an ihm. Einer deren Lieblingssprüche war auch: Der will dich nur kontrollieren, wenn er dir überallhin folgt. Nach Nr. sechs hatte ich die Schnauze voll und beschloss, die Sache selbst anzugehen.Ich kaufte mir ein Halti, um überhaupt erstmal wieder eine Sicherheit beim Spaziergang zu bekommen. Ich schnappte mir seinen Hundekumpel,der sich 1a an der Leine benahm, und zusamen mit dessen Frauchen machten wir lange Spaziergänge. Immer wenn er er sich gut benahm, wurde überschwänglich gelobt. flippte er aus, musste er sich hinlegen ( Ruhezustand) bis er runterkam.

Es war eine lange Entwicklung. Ich glaubte am Anfang auch den Rudelführerchefmüll. Im laufe der Jahre dann wurde mir vieles klar. Der Mowgli war eine Kämpfernatur. Ein starker Hund. Sein oberstes Ziel und größtes Glück war, mich zu beschützen. Er wollte mich nie kontrollieren. Er liebte mich so sehr, dass er immer bei mir sein wollte.Bis zu seinem Tod folgte er mir überallhin im Haus,selbst als er kaum noch aufstehen konnte, wartete er vor dem Bad, bis ich fertig war, zum Morgenspaziergang, der nur noch eine Minute dauerte. Mowgli balancierte ständig zwischen der Welt der Wölfe und der der Haushunde. Ich war darin sein Fixpunkt, sein Ziel, sein Herz. Und als ich das mal begriffen hatte, nämlich was für einen tollen Charakter mein Hund hat,wurden wir ein Dreamteam, und Mowgli der wohl tiefenentspannteste Wolfshund den man sich nur wünschen konnte. Er begleitete mich überallhin,selbst in Hospize, Kindetrgärten und Altenheime. Er reiste mit mir bis ans Ende der Welt. das Jagen stellte er nach sechs Jahren ein. Einmal rettete er mir sogar das leben als sich eine zugedröhnte Irre mit einem Zaunpfahlauf mich stürzte. Sein Kämpferherz half ihm,viereinhalb Monate einer Krankheit die Zähne zu zeigen,an der andere nach sechs Wochen sterben. Wie dankbar war ich am Schluss für sein starkes Naturell! Zweifellos war er die große Liebe meines Lebens geworden. Und selbst jetzt noch, drei Monate nach seinem Tod, vergeht keine Minute, in der ich nicht an ihn denke.

 

Mowgli forever.

 

was ich dir damit sagen will: vergiss das Alphagedöns. Der Hund folgt dir, weil er deine Nähe braucht. Schmeiss die Hundebox weg, warum um Himmels willen ständig diese bescheuerte Box? Hast du das je bei Wölfen gesehen? Wenn unsere Hunde in einer neuen Umgebung aufgeregt waren, ließ ich sie im Bett schlafen und streichelte sie solange bis sie ruhig waren.Dann verlief die Nacht problemlos. Dasselbe mache ich mit Leon. Der darf,wann immer er will bei mir im Bett schlafen. Er hat noch nicht mal in der ersten Nacht nach seiner Mutter gewimmert. Seit Nacht zwei schläft erkomplett durch,auf seinem Patz, nur früh legt er sich wie eine Stola um meinen hals, um noch ein bisschen Nähe zu kriegen. Gib deinem Hund das, was er braucht. Wenn er Hundekontakte braucht, bestell dir ein paar Hundefreunde und lass ihn toben,solange bis er alle ist. Wenn er gerne hütet, lass ihn hüten.Suche einen Schäfer und frage ihn, ob er dort ein bisschen lernen kann.

Stelle auf der anderen Seite Regeln auf, die er absolut einhalten muss, sei konsequent. Beissen oder dich maßregeln ist tabu und wird sofort unterbunden.

Du machst soviel mit dem Hund, in meinen Augen kann das auch zuviel sein. Schaffe kleine Ruheinseln,wie sich am Springbrunnen in die Sonne setzen und Eis essen ( plus Schweineohren). Einfach eine halbe Stunde nichts tun, in Ruhe das Geschehen beobachten.

Lass ihn Hund sein, bau eine Beziehung mit ihm auf. Beobachte ihn, was möchte er dir sagen? was braucht er? Und was brauchst letzendlich du? Und lass ihn bitte nochmal gründlich gesundheitlich durchchecken. Verzweifle nicht. Aus der scheinbar wildesten Bestie kann sich dein absoluter Traumhund und liebster Freund auf dieser Erde entwickeln, wenn du ihn erkennst und den Schlüssel findest. Den Schlüssel findest du nur, wenn du ihn beobachtest, mit ihm in eine echte warmherzige Kommunikation trittst,und in ihm nicht mehr den Feind, sondern das liebebedürftige Wesen siehst, das er ist. Du musst stark sein, und liebevoll, konsequent und phantasievoll auf deinen Hund zugehen, er braucht dich. Und wenn du meinst, es gar nicht schaffen zu können: es gibt Aussiehalter  die Zweithunde aufnehmen oder verrmitteln, weiss jetzt gerad nicht mehr den Link,aber google mal. Und zeige jedem Hundetrainer der sagt, der Hund wolle dich nur kontrolieren, wenn er dir folgt, die rote Karte.diese Leute sind unfähig und gefangen in einem mittelalterlichen Paradigma, in welchem ihr Hund ständig die Weltherrschaft an sich reisst.

Viele Grüße, LeonderProfi.

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Kleiner Nachtrag: warum wehrst du dich so gegen Leckerchen? Leckerchen sind, sofern der Hund diese mag, ein großartiges Mittel der Belohnung. Gehst du ohne Honorar arbeiten? Freust du dich nicht, wenn dich ein Kollege oder Chef lobt?

Jede wissenschaftliche Lerntheorie sagt, dass Hunde über Belohnung besser und effizienter lernen als über Strafe. Nachhaltiger. Fang mit kleinen Sachen an. Freudiges Herankommen an die Leine wird belohnt. Leine überstreifen ohne rumzuzicken wird belohnt. Auf die Straße rausgehen ohne in die Leine zu springen wird belohnt. Markiere die Belohnung zuvor mit einem Clicker oder einem "Feeeeeeiiiin". Warum sollte der Hund irgendetwas für dich tun,wenn er nichts davon hat?

Ich würde bei dem Stand in dem ihr seid,auch über Handfütterung nachdenken. Und jede Futtergabe mit einer spielerischen Übung verknüpfen. Sitz, Platz, Schau zum Anfang,später mit Futterbeutel draußen Suchspiele veranstalten. Du schlägst zwei Fliegen mit einer Klappe: er lernt sich freudig auf dich zu konzentrieren,und dass du diejeige bist, die die Ressourcen zuteilt.

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Ich stimme leonderprofi voll und ganz zu. Ich kenne bisher keinen Hund, der die Weltherrschaft an sich reißen will. Klar leitet dich dein Hund, aber er macht es nicht aus bösartigkeit oder chefgedöns, sondern, weil er denkt, dass ihr sonst alle draufgeht ;)

Ich habe bei meinem Hund auch sehr viel falsch gemacht am Anfang als ich noch an dieses rudelführergedöns glaubte.

Ich hatte mir früher auch immer sagen lassen was ich tun soll und, dass Jessy doe Weltherrschaft will. Nein will sie nicht. Sie hat einfach einen eigenen Kopf und fühlte sich durchaus in der Lage darüber zu entscheiden, was für sie richtig ist, was durch meine Unsicherheit verstärkt wurde. Mit Strafen etc. Kam ich absolut nicht weiter. Im Endeffekt habe ich einen extrem verunsicherten Hund, der an der Leine und teilweise auch ohne, alle Hunde und manche Menschen am liebsten fressen würde. Sie ließ sich auch nicht mehr von mir überall anfassen, sie hatte enormen Stress in den Situationen, die vorher kein Problem waren etc.

Ich war verzweifelt und habe darüber gerätselt, wie es denn sein kann, dass ich so verdammt unfähig bin. Früher habe ich das Herz jedes Hundes erobert, egal ob Straßenhund, der sonst andere Menschen als fresschen ansieht oder ein Wachhund, oder oder...

Ich habe das ganze wissen was ich bisher hatte auf den Müll geworfen und habe angefangen auf mein Bauchgefühl zu hören und Verstand, dass die Erziehung gar nicht so vorrangig war in unserem Fall sondern die Beziehung und das Vertrauen.

Ich habe für mich das richtige Maß an positiver bestärkung und Korrektur gefunden, aber da ist jeder Hund M.M.n anders. Und nun läuft alles besser.

Es ist noch nicht alles perfekt, aber ich weiß jetzt wie ich mit den Situationen umgehen kann, sodass mein Hund versteht was ich von ihm will.

Es ist ein langer und harter Weg, denn man muss zuerst sich selbst therapieren, ruhig werden und sozusagen die sch***egal Haltung annehmen, gegenüber den anderen.

Ein guter Trainer könnte sicherlich auch helfen, ich kenne leider keinen, aber es sind ja hier genügend empfohlen worden.

Du solltest nur für dich selbst rausfinden ob du weitermachen möchtest, oder ob es zu viel ist.

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Kleiner Nachtrag: warum wehrst du dich so gegen Leckerchen? Leckerchen sind, sofern der Hund diese mag, ein großartiges Mittel der Belohnung. Gehst du ohne Honorar arbeiten? Freust du dich nicht, wenn dich ein Kollege oder Chef lobt?

Jede wissenschaftliche Lerntheorie sagt, dass Hunde über Belohnung besser und effizienter lernen als über Strafe. Nachhaltiger. Fang mit kleinen Sachen an. Freudiges Herankommen an die Leine wird belohnt. Leine überstreifen ohne rumzuzicken wird belohnt. Auf die Straße rausgehen ohne in die Leine zu springen wird belohnt. Markiere die Belohnung zuvor mit einem Clicker oder einem "Feeeeeeiiiin". Warum sollte der Hund irgendetwas für dich tun,wenn er nichts davon hat?

Ich würde bei dem Stand in dem ihr seid,auch über Handfütterung nachdenken. Und jede Futtergabe mit einer spielerischen Übung verknüpfen. Sitz, Platz, Schau zum Anfang,später mit Futterbeutel draußen Suchspiele veranstalten. Du schlägst zwei Fliegen mit einer Klappe: er lernt sich freudig auf dich zu konzentrieren,und dass du diejeige bist, die die Ressourcen zuteilt.

 

 

Der Vergleich Geld für Arbeit hinkt in meinen Augen, es sei denn man sieht seinen Hund als Arbeiter. Gibt genügend Leute, die trotz Geld für Arbeit ungern arbeiten gehen und sich auf ihre ehrenamtliche Arbeit am Wochenende freuen, wo sie nichts bezahlt bekommen. Und im Grunde ist Hund und Mensch nicht nur eine Arbeitsbeziehung, das ist eine Partnerschaftsbeziehung und in der 'Partnerschaft geht es nicht um Geld, sondern um Zuwendung/Verständnis/Füreinanderdasein etc. und die Beziehung ist tragfähiger als jede Arbeitsbeziehung.

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Damit will ich nicht sagen, dass man keine Leckerlies zum Training nehmen soll, aber dass eben nur Leckerlies auch nicht das Gelbe vom Ei ist.

 

Das Problem für manche Leute beim Korrigieren ist z.B. dass der Fokus nur noch beim Korrigieren liegt, die Zuwendung dabei dann viel zu kurz kommt. Es muss immer eine ausgewogene Balance bestehen, man muss immer versöhnlich sein und man darf nie mit Frust oder Wut im Bauch korrigieren, das sind Prinzipien, die automatisch richtig gemacht werden, sofern man mit Liebe im Herzen und mit dem Ziel vor Augen stressabbauend, zum Wohle des Hundes agiert. Agiert man aber mit der Vorstellung im Kopf, man muss der Chef sein, der Hund würde das Ruder an sich reißen etc. geht es in die Hose.

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