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Hundeforum Der Hund
Ina80

Jeder Hundetrainer sagt mir was anderes, ich bin richtig verzweifelt!

Empfohlene Beiträge

Komisch, solche Hunde die für eine bessere Ressource mal eben ihre Bezugsperson wechseln habe ich noch nie erlebt.

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@Gerhard: Echt? Liebe beinhaltet "Begehren"??

 

Witzig, dass von Hundehaltern immer wieder ihren Hunden das Gefühl abgesprochen wird, das ihre Bindung zu uns ausmacht, und in dem sie uns tausendfach überlegen sind: Sie lieben selbst den letzten Arsch bedingungslos. Man kann zu seinem Hund furchtbar sein, und der Hund wird trotzdem Liebe empfinden. Xmal erlebt.

Stockholmsyndrom

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Ich halte die Aussage "Liebe beinhaltet Begehren " für ausgemachten Unsinn.

Was empfinden den Eltern (normalerweise) gegenüber ihren Kindern?

Sollte das nicht auch "Liebe ohne Begehren " sein?

Ich denke es gibt einige Arten von Liebe. Und mindestens eine Art davon wird wohl auch vom Hund aus zum Menschen gehen...

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Das Wort Liebe ist schon im Zusammenhang mit Menschen auf unterschiedliche, nicht greifbare Weise definiert....puuuuhh...und dann das Liebesgelaber auch noch auf die Hunde übertragen?

Ich bin mir sicher, dass Hunde zB ihre vertrauten Menschen, von denen sie in ihren Bedürfnissen wahrgenommen und angemessen beantwortet werden, denen sie vertrauen, weil sie beständig und berechenbar sind, mit denen im Laufe der Zeit eine ganz spezielle Kommunikation möglich ist, weil der Mensch lernt, den Hund zu lesen und der Hund den Menschen, anders wahrnehmen und durch sie auch andere Emotionen ausgelöst bekommen, als durch Fremde oder weniger eng verbundene Menschen.

 

Sicher gibts Hunde, die beim besseren Ressourcengeber schnell ihren Menschen vergessen - aber ist da tatsächlich bereits eine innige Verbundenheit entstanden gewesen?

Ist JEDER Hund überhaupt noch fähig, eine so enge Bindung einzugehen? Bindungsverhalten ist ja ähnlich wie beim Menschen, also gehe aich davon aus, dass es bei Hunden ebenso Bindungsstörungen geben wird, die eine so innige Beziehung gar nicht zulassen.

 

In ganz vielen Fällen , denke ich, wird das, was eigentlich Abhängigkeit oder sogar Hörigkeit ist, mit "Liebe" vom Hund zum Menschen verwechselt.

Und ebenso wird oft hündisches Normalverhalten, wie zB. eigenständig Jagen, mit "der liebt mich nicht genug" in einen Topf geworfen.

Auch wir Menschen, finde ich, lügen uns häufig selber in die Tasche, wenn wir davon sprechen, jemanden zu lieben.....

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Ich denke schon,dass man sowohl bei Menschen als auch bei Hunden von Liebesvermögen sprechen kann. Glücklich ist,wer das erleben darf.

Ich selbst habe telepathische Erlebnisse mit meinem ersten Hund gehabt. Er hat mir mal das Leben gerettet, er folgte mir in gefährliche Gegenden, er wäre für mich gestorben.

 

Er hat mich nie verlassen und ich ihn auch nicht.

Mowgli forever.

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Telepathisch? Wie genau lief das ab?

Ich glaube, mein Terrorkrümel würde auch "für mich sterben", wenn uns zB ein wildes Tier angreifen würde. Aber nicht, weil er mich "so liebt", sondern weils seinem Wesen entspricht, bei Gefahr zu fighten.

Und ein Hund, der anders gestrickt ist, und bei Gefahr Flucht als Strategie wählt - liebt der seinen Menschen weniger?

Finde ich ziemlich vermessen...

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Ich halte die Aussage "Liebe beinhaltet Begehren " für ausgemachten Unsinn.

Was empfinden den Eltern (normalerweise) gegenüber ihren Kindern?

Sollte das nicht auch "Liebe ohne Begehren " sein?

Ich denke es gibt einige Arten von Liebe. Und mindestens eine Art davon wird wohl auch vom Hund aus zum Menschen gehen...

Na ja, man sieht genug Kinder wo man sich fragt, wie Eltern sowas lieben können. Und trotzdem tun sie es. Ist das nicht eher instinktive Arterhaltung? Und ja, wenn man der gängigen Meinung in psychologischen Publikationen glauben soll, dann ist eine Art Begehren tatsächlich ein Bestandteil. Wobei Begehren ja nicht grundsätzlich etwas mit Sexualität zu tun hat. Ein Mann kann ja auch ein bestimmtes Auto abgöttisch lieben ;-)

Komisch, solche Hunde die für eine bessere Ressource mal eben ihre Bezugsperson wechseln habe ich noch nie erlebt.

Nö, wechseln nicht unbedingt, aber vergessen schon. Oft genug erlebt.

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ich denke, dass jeder Hund ein Individualist ist wie wir. Und folglich jeder seine Liebe anders ausdrückt. :) wenn also eine Angstsituation für den Hund entsteht, dann braucht er eben von seiner Bezugsperson ganz viel Liebe.

 

Eines von vielen telepathischen Erlebnissen mit Mowgli: Als ich seine Krebsdiagnose bekam ( lymphdrüsenkrebs, Lebenserwartung ohne Chemo ein paar Wochen), war ich in einem Schockzustand.

Ich musste an dem Abend ein Konzert spielen, und konnte kaum spielen.

An diesem Abend war er bei einem Freund, wo er auch immer gern war und meistens sehr ausgeglichen. Dieser erzählte mir, dass der Hund abends gegen acht Uhr plötzlich unruhig wurde und raus wolte. Er zerrte meinen Freund durch das ganze Viertel bis zu meiner Haustür, was er noch nie getan hatte. Er konnte sich gar nicht beruhigen.

Um acht Uhr abends war Konzertpause und ich war vollkommen ausfgelöst. Verzweifelt. Meine Welt brach völlig zusammen.

 

Als ich nachts zu meinem Freund zurück kam, rannte der Hund die Treppe runter, schnappte meinen Arm und hielt ihn mit seinem Fang umklammert. Er wollte mich gar nicht mehr loslassen.

Ja,d er Mowgli hatte über die große Entfernung die totale Verzweiflung gespürt und wollte zu uns nach Hause, um mich zu suchen.

Und wenn du das "vermessen" weggelassen hättest, hätte man eine ganz normale Kommunikation beginnen können.

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Ich glaube, mein Terrorkrümel würde auch "für mich sterben", wenn uns zB ein wildes Tier angreifen würde. Aber nicht, weil er mich "so liebt", sondern weils seinem Wesen entspricht, bei Gefahr zu fighten.

Du hast es genau richtig in Anführungszeichen gesetzt. Das "für uns" ist der Nebeneffekt "für uns". Nicht die primär gewollte Veranlassung für einen Hund. Das Thema wird im Diensthundebereich seit Jahrzehnten diskutiert und gerade da gibt es mehr als genug Beispiele. Der Hund würde - um bei deinem Beispiel zu bleiben - primär sich! wehren und sekundär den HH. Wobei da die Grenzen fliessend sein können. Aus dem Rudelnaturell heraus ist ein Hund alleine auch nichts mehr wert. Oder anders herum gesagt: gemeinsam ist man stärker. Selbstlos würde das aber wohl meist nicht geschehen. Und da ist für mich auch ein weiteres Argument. Das Wort Liebe beinhaltet für mich beim Menschen auch eine gewisse Selbstlosigkeit. Vielleicht wird daher auch bei vielen Menschen oft von Liebe geredet, aber wenn´s drauf ankommt, ist schluss mit Lustig. Wie viele Beziehungen halten nicht, weil man nur meint, man würde lieben.

Was man m.E. auch bei solchen Diskussionen fast immer nicht beachtet: welche andere Möglichkeiten haben die Hunde denn? Wir erziehen sie ja auch, in dem wir sie mehr oder weniger auf uns fixieren. Sie kennen es doch nicht anders.

Ich sehe das ähnlich ( ist anders, ja. Ist mir auch klar!) wie bei Kindern. Wenn sie klein sind, sind sie absolut auf die Eltern fixiert ( bleibt ihnen ja auch nichts anderes übrig ), aber mit zunehmenden Alter, lösen sie sich immer mehr und rebellieren sogar teilweise. Wer kennt als Eltern nicht irgendwann den dummen Spruch: "ich hasse dich". Oft natürlich nur so dahin gesagt. Aber irgendwann beginnen sie ihr eigenes Leben und die Eltern werden nicht mehr zum Mittelpunkt. So in etwa ist es bei Hunden. Wenn sie anderes kennen lernen, dann können sie auch anders entscheiden. Und da würde bestimmt so mancher HH hinten dran stehen.

Man müsste mal ein Experiment machen. Alle Hunde eines überschaubaren Dorfes mal kommen und gehen lassen, wie sie möchten und Futter an verschiedenen Stellen im Ort zur freien Verfügung aufstellen. Da wäre ich aber mal gespannt wie viele Hunde nach kurzer Zeit überhaupt noch nach Hause kämen. So viel zu Liebe.

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Wenn mein Hund mich mal eben links liegen lässt, weil der nette Herr auf der Wiese steht, der ihm seit vier Jahren jeden Tag nen Keks gibt (oder auch zwei ;))​, dann heisst das doch nicht, dass er "tauschen" würde. Er holt seinen Keks ab und läuft dann trotzdem mit mir heim, auch ohne, dass ich ihn rufe. Ich kann ihm das Keks-Abholen auch untersagen, aber mein Gottchen, die beiden (der Herr und mein Hund) freuen sich halt. Da werde ich doch nicht eifersüchtig oder denke gar, mein Hund würde mich gegen den Keks-Geber eintauschen. Das wäre doch wohl armselig, wenn ich denken würde, dass mein Hund nur wegen des Futters / einem warmen zu Hause / Streicheleinheiten / Sicherheit bei mir bleibt.

 

Ich habe nun wirklich (glücklicherweise) einen Hund, der sich auch in jedem anderen halbwegs zu ihm passenden Haushalt schnellstens einleben würde - aber ich denke, eine ähnlich intesive Beziehung zu erreichen, wie wir sie haben, braucht trotzdem Zeit. Um sich gut kennen zu lernen, auch mal bescheidene Situationen durchzustehen und belastbares Vertrauen aufzubauen, braucht es nun mal Zeit.

 

Und das macht halt den Unterschied - da kommen Gefühle (die ich beim Hund nun nicht zwingend LIEBE nennen würde, ist ein zu menschlicher und schwammiger Begriff in meinen Augen) hinzu, die langsam gewachsen sind. Wie in menschlichen Beziehungen auch, tiefe Liebe empfindet man (ich) nicht zu jemandem, den man eben gerade kennen gelernt hat oder 3 Monate kennt.

Und ich verlasse meinen Mann auch nicht, weil ein Krösus mich anbaggert - obwohl der bessere Ressourcen zu bieten hätte...

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