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Hundeforum Der Hund
Ina80

Jeder Hundetrainer sagt mir was anderes, ich bin richtig verzweifelt!

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Ich denke aber, dass Futter alleine nicht zwingend ausschlaggebend ist. Je nachdem, was der Hund ansonsten individuell wohltuend empfindet.

Ich bin mir zB fast sicher: Laika käme immer mal wieder zum engen Kontaktliegen auf der Couch "nach Hause". Nicky würde jagen und dann auch dringend Körperkontakt mit dem Menschen suchen, wenn er ruht. Wobei er da inzwischen auch Fremden gegenüber aufgeschlossen genug wäre, um "Fremdcouching" zu testen. Ob der regelmässig wieder hierher käme?

Vielleicht um die Nachbarskatze zu verjagen? Aber zu mir persönlich? Bin ich mir nicht sicher..

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Gerhard, das Experiment braucht man doch gar nicht, es gibt genügend Dorfhunde, die frei rumlaufen, mal nach den Hündinnen in der Umgebung schauen, die Katzennäpfe und Mülltonnen leeren, vielleicht ein bisserl stöbern gehen ... die kommen üblicherweise immer wieder nach Hause.

Jeder weiss, wo sie hingehören und sie selbst wissen es auch.

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Ich denke auch, dass der soziale Verband schon wichtig ist und die Vertrautheit Sicherheit gibt. Futter ist nebensächlich, denke ich..

"Zusammenleben" gehört für ein so soziales Tier wie den Hund doch zum Leben dazu.

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Gerhard, das Experiment braucht man doch gar nicht, es gibt genügend Dorfhunde, die frei rumlaufen, mal nach den Hündinnen in der Umgebung schauen, die Katzennäpfe und Mülltonnen leeren, vielleicht ein bisserl stöbern gehen ... die kommen üblicherweise immer wieder nach Hause.

Jeder weiss, wo sie hingehören und sie selbst wissen es auch.

Das ist nicht dass, was ich meinte. Die haben Freigang, aber keine wirkliche Alternative. Das ist Äpfel mit Birnen vergleichen.

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Also ich kenne einige Hunde, die genug Alternativen hätten und genau wissen, wo ihr Zuhause ist. Einige Bauernhofhunde beispielsweise, die auch die Nachbarshöfe besuchen gehen und als Kind hatten wir einen Dackel, der immer frei laufen konnte, ab und zu auch mal ne Nacht verschwunden war, aber ansonsten sehr eng an uns gebunden schien. 

Und eine Bracke fällt mir noch ein. Die hatten keinen Gartenzaun und der Hund lief täglich pünktlich zum Metzger um sich seine Wurtstsemmel zu holen - durchs ganze Städtchen, 14 Jahre lang. Gepennt hat er immer zuhause auf der Couch mit Frauchen.

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Ich hatte nicht wenige Hunde hier in Pension, wo die Besitzer im Vorfeld Probleme sahen. Nach deren Urlaubszeit waren die meisten enttäuscht, dass "ihr Hund" sie nicht weinend und halbtot begrüßte. Das erinnert mich an meine Kindheit. Ich war einige Male in Jugendfreizeit. Jedes Mal fragte meine Mutter hinterher, ob ich sie nicht vermisst habe. Ich sagte jedes mal nein. Dann kam immer die Frage, ob das Essen nicht schlecht gewesen wäre. Ich sagte nein. Unterm Strich weiss ich heute: meine Mutter wollte irgendwie, dass ich mich abnabele, aber sie konnte es dennoch nicht haben, dass es mir irgendwo besser ( oder gleich gut ) ging als Zuhause. Dieses Phänomen sieht man ja auch heute noch bei Eltern. Ist wohl grundsätzlich so bei uns. Einerseits will man seine Kinder zur Selbständigkeit erziehen und andererseits nicht los lassen.

Warum ich das schreibe? Weils nach meiner Beobachtung den meisten HH genauso geht. Hund soll zu anderen Menschen gehen, Hund soll mit anderen Hunden spielen, aber wenn wir rufen, dann sollen wir der Mittelpunkt sein. Wenn der Hund sich bei jemand anderem deutlich mehr freut als bei uns, dann sind wir enttäuscht. Wenn er lieber mit anderen spielt als mit uns, sind wir beleidigt. WIR lieben unseren Hund, also MUSS der verdammt noch mal auch uns lieben.

Auch so ein nicht seltenes Phänomen: viele HH behandeln ihren Hund absolut konträr zu seinem Wesen, nehmen aber immer in Anspruch, ihn ja so Dolle zu lieben. Wenn sie ihn so sehr lieben und der Hund dennoch psychisch starke Auffälligkeiten zeigt, warum geben sie ihn denn nicht woanders hin, wo er zufriedener sein kann? Oder anders rum: wenn ein HH sich entschließt, seinen Hund zu dessen Wohle abzugeben, warum werden die dann immer in der Luft zerrissen?

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Hmmmmm...
Wenn ich nicht da bin, ist Akuma ja dennoch in seiner vertrauten Umgebung, bei vertrauten Menschen, bekommt sein vertrautes Futter (denn ich, die "Mami", eine Glucke, kocht für ihren Hundeprinz vor)... und ist laut Berichten dennoch "unglücklich". Er ist antriebsloser, sofort umweltunsicherer, sucht nach mir/beäugt Menschen, ob ich es bin, lässt sich nicht so gut motivieren.

Ich denke doch, dass er mir gegenüber eine Zuneigung verspürt, die er den anderen gegenüber nicht in diesem Ausmaß hat und er würde mich, obwohl er verfressen ist, auch nicht gegen ein Steak eintauschen (freilich würd er sich das holen, wenn ihm das einer anbietet und da würde er wohl auch nicht auf mich hören, oder zumindest nicht freudestrahlend).
Ob das Liebe ist, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass ich seine absolute Bezugsperson bin, an der sein Selbstbewusstsein durchaus etwas geknüpft zu sein scheint.
 

Ich arbeite genau deshalb darauf hin, dass er unabhängiger von mir wird, weil es mir weh tut, wenn er leidet!

Yoma hingegen ist bereits so unabhängig, dass er sich in diese Situation fügt und keine Wesensveränderung zeigt. Ich glaube aber nicht, dass seine Zuneigung irgendwie schwächer ist.
Im Gegenteil, ich freue mich sehr, dass ich abwesend sein kann und der Hund das verträgt.

(So halte ich das auch mit Menschen, übrigens. Das Zusammengeklebe mag ich nicht)

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Gerhard, die meisten? 

Nein - die meisten erlebe ich echt nicht so, wie Du beschreibst. Einige - Ja - aber bei weitem nicht soooo viele.

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Wenn mein Hund mich mal eben links liegen lässt, weil der nette Herr auf der Wiese steht, der ihm seit vier Jahren jeden Tag nen Keks gibt (oder auch zwei ;)) ​, dann heisst das doch nicht, dass er "tauschen" würde. Er holt seinen Keks ab und läuft dann trotzdem mit mir heim, auch ohne, dass ich ihn rufe.

 

Hehe klar, zuhause wartet der Napf :-)

Wenn Hunde wegen nem Keks gleich mit "Fremden" mitlaufen würden hätte ich keinen einzigen Hund mehr.

Es gibt schon eine Art von "Beziehung" mit unseren Hunden die ich sehr schätze....aber Liebe? Dazu ist der Begriff wirklich zu schwammig.

Nicht greifbar, nicht messbar und nicht definierbar. mMn.

 

Man kann aber schon einiges tun damit einen der Hund "wertschätzt" und gerne bei einem ist. Bilde mir ein das merkt man dann auch am ganzen Verhalten.

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Was ist denn "Liebe" eigentlich? Kann sowas zwischen zwei unterschiedlichen Arten überhaupt vorkommen? Ist denn Zuneigung, Freundschaft, nicht ausreichend, um eine Beziehung zu jemandem oder etwas zu beschreiben?

 

Warum muss immer (im TV und auch immer wieder um einen rum) alles in Liebe ersticken?

Echte Freunde, wahre Bezuneigte sind doch auch gerne mit einander zusammen, erleben Dinge (schöne und nicht-so-schöne) und binden sich mehr oder weniger aneinander. Muss das noch weiter definiert werden, noch tiefer gehen als "Freundschaft"?

 

Freunde sind nicht gleich, sie gleichen sich manchmal aus, manchmal auch nicht. Sie haben keineswegs immer die gleichen Interessen und dennoch fühlen sie sich wohl in der Gesellschaft mit dem anderen. Sie können heiraten und umziehen und ja, manchmal friert die Beziehung dann etwas ein (oh, ich muss meine Freundin dringend mal wieder anrufen! :o ) aber oft genug ist es eben ausreichend, dass man sich einmal im Jahr sieht um zu wissen "Ja, doch - wir mögen uns immer noch und haben immer noch Gesprächsstoff".

 

Keiner stirbt ohne den anderen, auch wenn man sich hin und wieder - und manchmal auch sehr lange - vermisst.

 

Warum zum Geier REICHT das denn nicht mehr heutzutage? Wer hat denn behauptet, alles was nicht Liebe ist ist nichts mehr Wert?

 

Ich glaube, mein Hund und ich sind interspezifische Freunde. Wir erleben Dinge zusammen, und wir erfreuen uns an der Anwesenheit des anderen. Aber dennoch schläft mein Hund auch bei meinen Eltern gut, und würde auch (solange er nicht ALLEINE sein muss) bei guten Freunden (intraspezifisch diesmal ;) ) leben können ohne Traumata. Vermisst er mich? Ich denke schon, zumindest bis er merkt "Oh, die kommt echt nicht wieder" oder bis er mich vergessen hat. Verzehrt er sich vor Sehnsucht? Ganz sicher nicht (eher verzehrt er ne Pizza ;) ). Zwei Wochen Urlaub ohne meinen Hund hat dieser gut überstanden - allerdings hat er sich dennoch ein Loch in den Bauch gefreut, als ich wieder da war. So ganz egal bin ich ihm nicht, wie es scheint.

 

Freundschaften sind so wichtig, so viel wichtiger als dieses dämliche "Liebe"-Zeugs. Ja, man soll und darf und kann sich verlieben, aber ohne eine solide Freundschaft mit dem zukünftigen Partner ist es nichts als ein Strohfeuer. Heiß und aufregend, aber leider auch schnell wieder kalt und staubig, wenn die Nacht vorbei ist.

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