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Hundeforum Der Hund
Ina80

Jeder Hundetrainer sagt mir was anderes, ich bin richtig verzweifelt!

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Mir wurde gesagt, ich sei zu weich für ihn, ich soll härter im Umgang werden und vor allem wenn ich was sage, es durchsetzen, egal wie, hauptsache ich habe das letzte Wort. Ich versuche ihn den ganzen Tag zu ignorieren. Streichele ihn nur noch wenn ich es will und ihn rufe. Schicke ihn für mind. 2 Stunden in seine Box, im Körbchen bleibt er ja nicht. Alles in Allem versuche ich zu agieren und nicht mehr zu reagieren und alles durchzusetzen wenn ich was will, auch wenn er schnappt. Ansonsten kriegt er nie Respekt, weil er glaubt, dass er der Chef ist. Aus dem Grund verbellt er das Fernsehen, flippt aus wenn es klingelt, schränkt Besuch ein und pöbelt und und und....

 

Ich finde es falsch, den Hund zu ignorieren und sehe auch nicht, wie das Einsperren in eine Box euch weiterbringen soll.

 

Nach meiner Ansicht gibt es keine geeignete Methode, um euch beide kompatibel zu machen.

Es gibt einfach keine Methode, die einen souveränen Menschen aus Dir macht. Genau das braucht ein Hund mit starkem Charakter aber.

 

Und Souveränität hat nichts mit Härte zu tun.

Das ist eine Eigenschaft, die mit Erfahrung, Gelassenheit, Vertrauen in sich selbst, eine Portion Humor, Selbstbewusstsein zu tun hat.

Probleme werfen einen souveränen Menschen nicht aus der Fassung, er behält einen kühlen Kopf und bleibt handlungsfähig.

Souveräne Menschen strahlen eine geistige Unabhängigkeit aus. Sie wirken und agieren unaufgeregt, sind sich ihrer selbst sicher.

 

So etwas lernt man nicht in einer Hundeschule, sondern im Leben.

 

Ich würde nicht noch mehr Zeit mit anderen Hundetrainern verlieren, sondern eine Entscheidung treffen, die Dir und dem Hund zu einem entspannten Leben verhilft.

Das ist nach meiner Ansicht nur mit einer Trennung möglich.

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Ich muss Bubuka recht geben. Der Hund braucht ein souveränes Herrchen. Das lernt man nicht in Büchern. Ich glaube nicht dass der Hund irgendwelche gesundheitlichen Probleme hat, er ist einfach zu 100% Aussie. Das Verhalten ist ziemlich das gleiche welches meine Aussiehündin an den Tag gelegt hat und weswegen sie euthanasiert werden sollte (nur das sie dann ernsthaft gebissen hatte). Wende dich doch bitte mal an Aussie in Not, da bekommst du bestimmt Hilfe. Vergiss bitte alle Hundetrainer und such dir Aussiehalter mit viel Erfahrung. Manche Züchter bieten auch Verhaltensberatung an, einfach mal googeln. Was die Souveränität betrifft kann ich Bubuka nur zustimmen. Dass du deinen Hund nun und Körbchen schickst oder ignorierst... das ändert wenig. Der Hund merkt das du ein "Fake" bist. Ein Besitzer der souverän ist reagiert in Situationen entsprechend. Er zeichnet sich dadurch aus das er für den Hund immer alles im Griff zu haben scheint und einen kühlen Kopf bewahrt. Er lässt sich nicht auf der Nase rumtanzen aber hat es nicht nötig überzogene Regeln aufzustellen oder gar "hart" oder streng zu sein, Konsequenz ist aber natürlich wichtig. Das lernt man aber nicht in der Hundeschule, sondern z.B. in dem man einen guten Mentor hat.

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Und lies dich bitte mal in positives Training wie Clickertraining ein. Fang an mit deinem Hund etwas zu machen, z.B. ihm Tricks beizubringen. Für nur "entspanntes spazierengehen" hast du dir die falsche Rasse ausgesucht ;-)

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Wie sieht denn der Tagesablauf aus?

Hat der Hund die Möglochkeit, sich einmal am Tag frei auszulaufen, evt. auch regelmässig mit Hundefreunden Kontakt zu haben. Nicht nur rumstehen, sondern gemeinsam spazierengehen, während die Hunde gemeinsam erkunden, mal toben können?

 

Dass das typisches Aussieverhalten ist, würde ich so nicht sagen. Es sieht für mich eher aus wie die typischen Symptome eines nicht ausgelasteten, dabei überforderten Hundes, der sich gar nicht richtig verhalten kann , weil er nie verstanden hat, was eigentlich von ihm gefordert wird.

 

Zu allererst würde ich aber körperliche Ursachen ausschließen! Es bringt rein gar nix, am Hund rumzuerziehen, wenn er es gar nicht leisten kann, auf Grund von beispielsweise SD-Unterfunktion, oder wie Mücke schrieb , einer anderen Krankheit.

 

Ich hab hier auch einen Fall von "sollte eingeschläfert werden" weil unerziehbar, unerzogen, beißt, hört nicht, stur, angeblich dominant, ständig unter Strom usw. mit Juckreiz, Allergien etc.

 

Und? 

Seit die Schilddrüsenunterfunktion behandelt wird, kann er endlich lernen. Das KONNTE er vorher gar nicht, so wie er gesollt hätte. . Der war nur am reagieren auf sämtliche Reize, die ihn überfordert hatten und durch die Korrekturen, die er deshalb erfahren hatte, war er auch noch Menschen gegenüber misstrauisch, ablehnend und bissig geworden.

Ignorieren war für ihn das Tüpfelchen auf dem i. Das hat den Rest seiner Bindungswilligkeit eliminiert und er bekam so auch kein ausreichendes Oxytozin mehr als gegenspieler für den Stress, den er ständig hatte.

 

Du willst keinen Leckerchen- konditionierten Hund?

Auch die Arbeit über Korrekturen ist nichts anderes als Konditionierung, aber eben, anstatt mit Belohnung, mit Bestrafung, bzw. Verhaltenshemmung.

Konsequente Umsetzung von Regeln - ja, das ist wichtig. Das geht auf unterschiedliche Arten.

 

Bevor Du aber nun anfängst, an dem Hund weiter rumzutrainieren, lass ihn bitte erst untersuchen. Es wäre unfair, den Hund nun über Korrekturen, Einschränkungen und Strafe zu bearbeiten, wenn er gar nicht anders könnte.

Was aber nicht schadet ist, einen Hund für Wohlverhalten - und sei es noch so selten - zu belohnen. Nicht bestechen, sondern Belohnen, das ist ein großer Unterschied. Selbst durchgedrehte Hunde nehmen wahr, wenn der Mensch SIE wahrnimmt und ihnen mitteilt: DAS war toll, das hast Du fein gemacht, so will ich das haben und das schafft Vertrauen und die Bereitschaft "zuzuhören".

 

Aber ohne einen individuell angepassten Tagesablauf bringt keinerlei Training dauerhaft Erfolg.Die Grundbedürfnisse müssen befriedigt sein, sonst steht der Hund , egal mit welcher Erziehungsform - trotzdem dauerhaft im Mangelempfinden und dadurch unter Stress.

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Typisches Verhalten eines "normalen" Aussies natürlich nicht. Aber typisches Aussie "Fehlverhalten". Kontrollieren, Schnappen, Fremde nicht rein lassen etc. Lies dir mal die Beschreibung von Notaussies durch die wegen Problemen abgegeben werden. Leider immer das gleiche.

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Was mir beim Lesen deiner Texte aufgefallen ist, ist die fehlende Freude am "Diskutieren" bzw. an der Auseinandersetzung bei Unstimmigkeiten zwischen dir und deinem Hund. Nein zu sagen und Nein zu meinen und die nachfolgenden Reaktionen seitens des Hundes dennoch stoisch und humorvoll zu ertragen und beim Nein zu bleiben. 

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Mach dich locker!

 

Das ist ein Hund, der dich überfordert und Spaß hat man da natürlich in aller Regel nicht. Der Leidensdruck ist hoch, das verstehe ich.

Aber es ist nur ein Hund und keine Atombombe.

 

Der gesundheitliche Check ist wichtig; die Hinweise hast du ja hier schon bekommen.

Aber du musst für dich als Mensch einen Weg finden, das gelassener zu sehen.

Gestresst, unruhig und verzweifelt wird sich nichts beheben lassen. 

 

Es ist anstrengend, ja. Es ist manchmal zum Heulen, ok.

Aber es ist nichts, warum du dich selbst verrückt machen musst.

 

Mach es dir (in allen Bereichen) so bequem, wie möglich.

Kauf dir einen Bauchgurt mit Equipment, fahr in die Pampa und lass den Hund schnüffeln, bis er tot umfällt.
Kommen Hunde in Sicht und er führt sich auf wie ein irrer: lass ihn halt. Muss dir weder peinlich sein, noch dich aktuell groß stören. Lass ihn bellen, in den schrillsten Tönen. Ist doch ok.

Es ist eben grade so. 

Scheiß drauf!

 

Ich habe ganz oft festgestellt, dass manche erst an den Punkt kommen müssen, wo sie die Unfassbarkeiten des täglichen kleinen Horrors akzeptieren und plötzlich läuft es besser.

Es löst sich nicht alles in Wohlgefallen auf. Aber man kommt besser damit klar und das färbt auf den Hund ab.

 

Hör auf Bücher zu lesen, DVDs zu gucken und nach Lösungen zu suchen, wie du den Hund in die Unterordnung kriegst.

Gönn dir und dem Hund mal ein bissl Ruhe vor Trainern und co.

(die medizinische Untersuchung ist wichtig; vllt ergeben sich hier interessante Befunde, vielleicht auch nicht)

 

Und wenn du dann an einem Punkt bist, wo du mit dir selbst wieder zufrieden(er) bist, obwohl der Hund ist, wie er ist, dann gehst nochmal entspannter an die Sache ran und suchst dir jemanden, der dich unterstützt.

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Ehrlich, nach Schilderungen im Netz, ohne überhaupt das (zu entstehende) Team gesehen zu haben, zur Abgabe zu raten ist schlicht unverschämt.

Es erinnert mich an die Ergüsse von B.E., die auch meinte zu erkennen, wann Hunde abgegeben werden sollten.

DAS GEHT GAR NICHT!

Offensichtlich sind Menschen, die sich selbst für souverän halten, nicht davor gefeit, sich gehörig selbst zu überschätzen.

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Och, das ist doch noch gar nix. Hier wird sogar oft zur Einschläferung geraten.  B)

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Ich komme aus dem Saarland, da gibt es keinen Aussie-Verein oder sowas. Ich habe anfangs die Hundeschulen und -vereine abtelefoniert und gefragt ob sie sich mit der Rasse auskennen. Als ich dort trainierte hat sich dann das Gegenteil rauskristalisiert, leider. Wie gesagt, ich habe bisher noch keinen richtig kompetenten Trainer finden können, der mir auch die Ursache für versch. Verhaltensweisen nennen kann

 

In dem Link, den ich gestern eingestellt habe, sind die Ansprechpartner der Landesgruppen aufgeführt.

Ich würde an deiner Stelle mal die Landesgruppe Süd/West anmailen und nach einer Ortsgruppe in deiner Nähe fragen. Viele Landesgruppen sind noch einmal in Ortsgruppen aufgeteilt, gerade bei großen Gebieten. Gibt es wirklich keine Ausbildung, dann wende dich mal an einen Züchter in deiner Nähe. auch er / sie werden dir weiter helfen.

 

Ich habe von 1999-2006 hier in einer Ortsgruppe des BCD (Beagle-Club Deutschland) die Ausbildung geleitet. Es kamen viele Leute, weil normale Hundeschulen einfach mit dem Beagle komplett überfordert waren. Den Jagdtrieb unterschätzten, die Dickköpfigkeit und selbstständiges Arbeiten als Ungehorsam abtaten. Die Leute hiermit dermaßen verunsicherten, das ein vernünftiges Miteinander kaum noch möglich war.

Das hat nichts mit fehlender Kompetenz zu tun, die Kenntnis über die  rassespezifischen Eigenschaften war einfach nur nicht vorhanden. Ein klein wenig auf die Rasse eingehen, die Ausbildung dem Wesen des Hundes angepasst UND dem Halter das nötige Selbstvertrauen zurück geben. Schon klappt das.

 

Es frustriert einfach, wenn selbst Hundeschulen am Hund verzweifeln. Teilweise reicht ein kleiner Schups in die richtige Richtung und der Rest kommt von alleine.

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