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Hundeforum Der Hund
Lemmy

"Köter", "Klöten" und Co - Wortwahl als Zeichen innerer Haltung?

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Ich zitiere aus einem anderen Thema:

 

 

Es heißt Hoden! Klöten ist so, wie wenn ich von Kötern statt Hunden spreche. Mir geht da jedesmal der Kamm hoch, wenn ich das Wort Köter höre, insbesondere, wenn Hundehalter das Wort benutzen. Mistvieh, Töle oder Monster ebenso. Sagt mir sehr viel über den HH. Und von daher ja, ich kann das schon nachvollziehen, was XYZ meint, aber weniger in Bezug auf Eier, sondern vor allem auf Klöten, wer den Ausdruck ständig benutzt, hat wohl ein Problem mit der Männlichkeit an sich. Wobei Eier für mich wie gesagt nicht ganz so schlimm sind. Normal wäre aber von Hoden zu sprechen.

 

 

Stimmt das? Also - bei einem selber stimmt das natürlich nie ;):P  - aber wenn man mal drüber nachdenkt... könnte da was dran sein?

 

Wenn ich "Köter" sage, was hin und wieder auch mal laut vorkommt, öfter aber in Gedanken, dann in der  Tat wenn ich mich gerade über einen speziellen Hund aufrege und ärgere. Heute zB konnte ich beobachten, wie ein Hundehalter seinen Weimaraner sofort beim Betreten des Parks ableinte, woraufhin der Hund erstmal in einen anliegenden Garten rannte, ein paar irre Runden drehte und auf Pfiff nicht kam (naja,... irgendwann kam er dann doch mal)

 

Normal wäre das nur am Rande ein Problem für mich - abgesehen von der Respektlosigkeit dem Gartenbesitzer gegenüber - aber den Rüden kenne ich ziemlich gut, und da ich mit Higgins ausnahmsweise unterwegs war und das eine wunderschöne Klopperei gegeben hätte, war ich ein klitzekleinwenig gereizt. :rolleyes:

 

Also brummte ich vor mich hin "Kann der Kerl seinen Drecksköter nicht mal angeleint lassen?"

Selbst bevor ich das hier las merkte ich dass der HUND nun wirklich nichts dafür kann, dass sein Besitzer so ein unaufmerksamer Dödel ist, aber im Kopfe war mir dennoch klar dass WENN der Hund sich in eine Keilerei mit meinen beiden verwickelt hätte, ich definitiv noch schlimmere Worte für den Hund gefunden hätte. Klar... wieder der falsche der die Worte abbekommen hätte, aber andererseits wäre mir das in dem Fall wohl herzlich egal gewesen.

 

"Klöten" sage ich durchaus auch gelegentlich. Nicht abwertend gemeint eigentlich, zumindest nicht bewusst. (Nein, ich habe kein Problem mit Hoden, weder deren Anblick noch deren Wirkung - EHRLICH!) Eier... naja, sowieso :ph34r: Zumal das ja sogar biologisch verkehrt ist :lol:

 

 

 

Also. Spiegelt nun die Wortwahl wirklich die innere Einstellung wider? Also - IMMER? Dass das bei einigen Menschen der Fall ist, sicher. Andererseits kann eben auch jemand im Eifer des Gefechts ein Wort benutzen - laut oder nur innerlich - das man niemals im normalen Umgang verwenden würde. Ist man dann doch innerlich also intolerant, sexistisch oder ähnliches, weil die Worte ja anscheinend im Zweifel doch zum Tragen kommen? :huh:

 

Ehrlich gesagt, ich weiß das nicht. Für mich würde ich eigentlich sagen "nein, so bin ich nicht"... aber 100% sicher bin ich mir jetzt auch nicht mehr, ob ich nicht vielleicht doch ein wenig "so" bin :mellow:

 

 

 

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Ich bin da ähnlich gestrickt wie du , Fritzi. "Blöder Köter" oder auch "Töle" kommt in Momenten wo ich sauer/verärgert/... bin vor (gedanklich als auch in laut) - und dann trifft es Bolle oder einen anderen Hund gleichermaßen.

Würde ich das immer sagen, dann wäre das absolut abwertend dem Hund gegenüber.

Klöten finde ich einfach nur ein witziges Wort, ist bei mir ähnlich wie Bömmel oder Glocken oder Eier oder Kronjuwelen. Das es richtigerweise Hoden heißt, ist mir auch klar und habe auch kein Problem damit.

 

In Summe denke ich schon, dass die generelle Wortwahl etwas von der inneren Einstellung widerspiegelt.

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Ich denke die Wortwahl spiegelt schon die innere Haltung aber für mich trifft das bei den genannten Worten nicht zu .

Wer findet den die Hoden egal welchen Säugetiers schön?

Klöten, Eier....nicht schön finde ich das Wort Brustwarze ich lass sie mir trotzdem nicht entfernen.

Was ich bedenklich finde ist das manch einer glaubt er hätte ein recht auf diskriminierende Sprache "Mohrenkopf.Behinderter ,Kanake ..."

Mich stört das Wort "fett" auch nicht trotzdem benutz ich es nicht.

Ich kenne auch speziell Frauen die über sich sagen sie haben einen fetten Arsch, daraus ergibt sich für mich nicht die Berechtigung mich auch so zu äußern.

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Also "Köter", "Töle" oder sonstige abwertende Begriffe hab ich noch nie über einen Hund gesagt. Ehrlich gesagt beschimpfe ich dann meistens eher die Hundehalter, das aber zu meinem eigenen Wohl auch nur innerlich. :D

Wenn meinen Hund draußen jemand "beschimpft", dann sag ich das auch. Kann es auch wirklich nicht leiden, wenn man abwertend über Tiere spricht.

 

Und naja, Klöten... Sag ich niemals, ich hab ja auch keine. Finde ich auch ehrlich gesagt nicht weiter schlimm, auch nicht abwertend. 

"Scheiß Flexileinen" hab ich schon öfter mal gesagt, zuletzt als mich die eines auf mich und Fritz (am Boden sitzend) zurasenden Neufundländers, der seinem Frauchen abgehauen ist, an der Schläfe getroffen hat- da hatte ich kurz Sternchen vor den Augen.

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Schwul, behindert, mädchenhaft (und so weiter) als Umschreibung für etwas, was einem missfällt, finde ich ganz, ganz furchtbar.

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Wer findet den die Hoden egal welchen Säugetiers schön?

 

Habt ihr schon mal einen aufgeschnittenen Hoden gesehen? Also... beim Tierarzt war das, ich hab damals Praktikum da gemacht. Wow, die sind wirklich total schön, die ganzen Samenstränge und weiß-der-Geier-was da drinnen so herumgeringelt ist. Mal so eben reingeworfen hier diesen Fakt :D

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Die von Pferden oder Bullen sind auch hübsch (groß)- und schmecken gut, dem Hund, nicht mir. :D

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Ok ich nehme es zurück :) wobei ich Pferde und Hunde Klöten auch okay finde .

Aber schön ?

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Vieles ist auch regional bedingt und nicht unbedingt abwertend gemeint. Manchmal sogar im Gegenteil.

"Klöten" empfinde ich z.B. nicht als abwertend.

Ich gebe zu, dass "Scheiße" vor allem auch als Verstärkung bei Adjektiven und Nomen bei mir sehr beliebt ist.

Es gibt einfach kein anderes Wort, dass bestimmte Sachverhalte so treffend beschreibt.

Aber was soll ich machen - ich bin halt Berlinerin*. :D

Vieles ist auch einfach Geschmackssache, man sollte es nicht überbewerten.

Was nicht heißt, dass keine abwertenden Ausdrücke gibt - die gibt es natürlich zu Hauf. Hier wurden ja schon einige genannt. Und auf die sollte man sich unter Berücksichtigung der Netiquette verzichten (und sonst am besten auch).

*obwohl ich "scheiße" und "Arschloch" von meiner Großmutter gelernt habe - und die war Bayerin. Die hatte Blumen im Garten, deren Blüten sich beliebig verdrehen ließen. Sie sagte immer: "Wenn ein netter Mensch kommt, wie dein Vater, drehe ich die Blüten nach vorne. Aber wenn ein Arschloch kommt, dann drehe ich sie nach hinten! "

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Wenn Männer die Brüste einer Frau als Titten, Möpse, Quarktaschen, Hupen, Apparate oder sonstwas bezeichnen, wie findet ihr das?

Ich nehme an, respektlos. Und das ist es auch.

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