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Verhaltenstherapie beim Hundetrainer oder Tierarzt?

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Hallo alle,

Nachdem Fritz sich an der Kralle verletzt und in der Nacht seinen Verband abgebissen hat, war ich vorhin zur Notfallsprechstunde bei einem anderen TA als der Haus TÄ. Erst mal war Fritz viel ruhiger als sonst (er mag seine TÄ leider überhaupt nicht) und ich habe gesehen, dass dort auch Verhaltenstherapie angeboten wird.

Momentan besuche ich ja mit ihm eine klassische Hundeschule, die ich letztes Jahr über "trainieren statt dominieren" gefunden habe.

Jetzt frage ich mich, welche Unterschiede es gibt zwischen dem klassischen Training in einer Hundeschule und einer Verhaltenstherapie beim TA.

Erst mal ganz allgemein und nicht auf mein Problem mit Fritz bezogen, das interessiert mich sehr. Habt ihr Meinungen und Erfahrungen, die ihr hier teilen wollt?

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Hab keine Ahnung und hab ich auch nocht nicht gehört, würde mich aber auch interessieren.

Bin mal gespannt ob da noch was kommt.

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Ich denke, eine Verhaltenstherapie arbeitet problemorientierter und damit intensiver.

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Ich habe sehr gute Erfahrungen bei einem Tierärzt hemacht, der sich auf Verhaltenstherapie spezialisiert hat.

 

Am Anfang stand eine gründliche Anamnese mit einem mehrseitigen Fragebogen, den ich vor der ersten Beratung ausgefüllt habe.

 

Zuvor hatte ich einen Termin mit einer Trainerin, die sehr nett war, bei der ich mich aber gegen weitere Stunden entschieden hatte.

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Ich hab das vor vielen Jahren mal in Anspruch genommen, als mein Großer in seine Pöbel-Stänker Phase gekommen ist. Bei mir war es so, dass ein Gesprächstermin vereinbart wurde, wo ich dann ganz in Ruhe das Problem und die Situationen beschrieben habe, in denen es aufgetreten ist. Der Arzt wollte dann von mir wissen, wie ich mich dann verhalte, was ich dann auch geschildert habe. Ich habe nämlich dann immer versucht, meinen  Hund zu beruhigen, und da lag auch das größte Problem, das wusste ich damals noch nicht. 

 

Er hat mir dann wärmstens empfohlen, damit aufzuhören und stattdessen ein Abbruchsignal zu trainieren, erst nur zu Hause, wenn er dann zuverlässig darauf reagiert, auch draußen anfangen, zuerst ohne das es einen Anlass gibt und dann eben langsam steigern, bis man es in den besagten Situationen zuverlässig nutzen kann. Lange Rede kurzer Sinn, ich hatte damit Erfolg und es war kein weiterer Termin mehr nötig :yes: Also ich fand das eine gute Sache und kann es auch weiterempfehlen. 

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Das hört sich gut an. Ich werde nach den Feiertagen mal dort anrufen und mich genauer informieren.

Jetzt sind es auch nur noch 2 Stunden in der Hundeschule, dann ist der Kurs vorbei und ich brauche danach bestimmt weiter Hilfe, da würde mich jetzt einfach mal etwas anderes interessieren.

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Ich fand es sehr hilfreich, in Ruhe alles schildern zu können und einen direkten Rat zu bekommen. Das kann man besser umsetzen als wenn man wirklich in die Situation reingeht und dann, während der Hund sich wie wild aufführt, gleichzeitig gesagt zu bekommen was falsch läuft. Den Rat, den ich in aller Ruhe bekommen habe, konnte ich besser umsetzen.

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Der Unterschied ist recht schnell erklärt. Trainer einer Hundeschule haben meist 2 Seminare besucht und drei Bücher gelesen. Tä mit Zusatzbezeichnung Verhaltenskunde haben etwa 2 Samstage Vorlesungen besucht.

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TÄ mit der Zusatzbezeichnung Verhaltenskunde sind häufig sehr speziell und intensiv ausgebildet. zB:http://www.struppi-co-verhaltenstherapie.de/13/dr.-barbara-schoening.htm

Sicher gibts schwarze Schafe, die sich diesbezüglich nicht so intensiv weiterbilden - aber ich würde da einfach nachfragen.

 

Hundevereinstrainer - da kenne ich kaum einen, der tatsächlich eine fundierte Ausbildung gemacht hätte und auch die Seminare, wenn sie denn besucht werden, sind ziemlich eingleisig und wenig umfassend, fundiert.

 

Hundeschultrainer haben meist eine konkrete Ausbildung, die sehr fundiert und breitgefächert ist und bilden sich laufend weiter.

zB:http://www.dogs-choice.de/Qualifikation.html

 

Bei bestehenden, massiven Problemen würde ich in jedem Fall einen guten TA mit Verhaltenskunde-Zusatz probieren.

Schon deshalb, weil ein guter TA viel mehr Wissen im Bezug auf evtl. Zusammenhang der Sympome mit gesundheitlichen Ursachen hat und ich kenne mehrere Fälle, bei denen nach jahrelanger Trainerodyssee erst der TA mit Verhaltenskunde feststellen konnte, wo das eigentliche Problem liegt.

Da wurden Hund und Halter jahrelang getriezt, kritisiert, verunsichert, mit Vorwürfen bombardiert "du musst nur richtig umsetzen, Du bist zu lasch, Du musst konsequent führen etc. " - und dabei hatte der Hund entweder chronische, unentdeckte Schmerzen, neurologische Störungen, hormonelle Störungen, usw.

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Danke für die Antworten. Ich werde auf jeden Fall am Dienstag bei dem Arzt anrufen und ihm schildern, worum es geht. Wenn hier Interesse besteht, kann ich dann gerne berichten :)

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