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Hundeforum Der Hund
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Hunde bekommen meist keinen Schlaganfall - Vestibularsyndrom

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Da es immer noch nicht hinreichend bekannt ist, dass es Schlaganfälle in der Regel beim Hund nicht gibt, mache ich diesen Thread auf.

Ich hoffe, dass damit das Thema noch mehr Verbreitung findet.

Leider werden immer noch Hunde eingeschläfert aufgrund der Diagnose "Schlaganfall", obwohl sie eigentlich keinen Schlaganfall haben.

 

Es gibt eine Störung im Innenohr, das sogenannte Vestibularsyndrom. Meistens sind alte Hunde betroffen.

Die Symptome sehen erschreckend aus und erinnern an die Symptome eines Schlaganfalls.

Aber sie sind harmlos und gehen in der Regel ohne Behandlung wieder weg.

 

Ich zitiere hier mal einen Tierarzt, welcher die Unterschiede erklärt.

 

Zitat:

Warum ist es wichtig zu wissen, dass ein Vestibulärsyndrom kein Schlaganfall ist?

Beim Vestibulärsyndrom ist die Schädigung deutlich geringer und die Aussicht auf Heilung wesentlich besser!

Ein Schlaganfall stellt eine schwerwiegende Erkrankung dar. Er ist dadurch gekennzeichnet, dass eine zum Gehirn führende Schlagader (=Arterie) durch einen Thrombus verstopft und so ganze Bereiche des Gehirns nicht mehr mit Blut und Sauerstoff versorgt werden. Das Ausmaß der Schädigungen im Gehirn, die Ausfälle der motorischen und sprachlichen Fähigkeiten, sowie die Aussicht auf Heilung oder zumindest Besserung sind stark davon abhängig, welche Gehirnbereiche getroffen wurden und wie lange diese nicht durchblutet wurden.

 

Demgegenüber verursacht der Ausfall des Gleichgewichtsorgans nur eine vergleichsweise harmlose Beeinträchtigung. Außerdem tritt in den allermeisten Fällen bei einem Vestibulärsyndrom innerhalb von 72 Stunden eine wesentliche Verbesserung des Zustandes ein. Manche Hunde behalten zwar eine leichte Kopfschiefhaltung zurück, gewöhnen sich aber schnell an den einseitigen Ausfall des Gleichgewichtsorgans, so dass sie nach kurzer Zeit wieder normal laufen und fressen können. Auch das Augenzittern und die Übelkeit verschwinden in der Regel innerhalb weniger Tage – im selben Maße kehrt der Appetit zurück.

 

Die Prognose dafür, dass der Hund innerhalb weniger Tage wieder ein normales Leben als Familienmitglied führen kann, ist beim Vestibulärsyndrom gut bis sehr gut!

 

Echte Schlaganfälle sind beim Hund sehr selten!

Während das Vestibulärsyndrom bei Hunden häufig vorkommt, sind echte Schlaganfälle sehr selten! Dies liegt daran, dass Gefäßerkrankungen und die Bildung von Thromben beim Hund quasi nicht vorkommen.

 

http://www.tierarztpraxis-am-schlagbaum.de/vestibularsyndrom.php

Es gibt da noch ein Syndrom, das die meisten Tierärzte nicht kennen und oft als Schlaganfall diagnostiziert wird, obwohl die neurologischen Ausfallerscheinungen binnen 24 Std. verschwinden, die sog. Transitorische ischämische Attacke, TIA - das sollte man aber zum Anlaß nehmen, medikamentös zu behandeln und zwar mit einem ACE-Hemmer und ggf. magenverträglichem Aspirin. 

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@Jannis, Dein Link ist schon bekannt.  Meine Information aus der Tierärztlichen Schule Hannover ist dagegen AKTUELLER als dieser Link und zwar gerade mal 2 Tage alt. Die Tierärztin, mit der ich darüber sprach sagte auch, daß das mit der Häufigkeit der Schlaganfälle noch nicht so bekannt sei. Ein Hund kann daher genauso häufig einen Schlaganfall bekommen, nach NEUESTER Erkenntnis wie ein Vesti-Syndrom. Wenn Du das nicht glaubst, dann erkundige Dich selbst in der Tierärztlichen Hochschule.

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Mal eine Frage in die Runde -

 

der 9 jährige Ridgeback von Freunden hatte im Februar laut TA einen "leichten Schlaganfall".

 

Vorgeschichte: in der Nacht hatte der Hund massiven Stress weil in der Nachbarschaft randaliert wurde. Er kam über Stunden nicht zur Ruhe.

 

Symptome: lag morgens auf dem Bett und konnte nicht mehr auftstehen, um seinen Kopf alles nass vom massiven Speichelfluss.

Er konnte den Kopf etwas anheben, die eine Gesichtshälfte hing komplett wie gelähmt.

Beim TA wurde er aufgestellt und kippte immer zu einer Seite um.

Er bekam Blutverdünner und innerhalb weniger Stunde verbesserte sich der Zustand wieder richtung Normalzustand.

 

Ich habe ihn gestern gesehen, er ist wieder ganz der Alte.

 

WAS war das nun?

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Das muss im MRT abgeklärt werden. Einfach auf Verdacht kann auch ein Tierarzt Quatsch erzählen.

Allerdings, ist er der Alte, war es ein durch Stress ausgelöster epileptischer Anfall. Von Schlaganfällen gibt es so keine Normalzustände wie Du beschreibst.

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Das war mit Sicherheit kein Schlaganfall, die Symptome sind dann nicht über Nacht weg. Ein Schlaganfall kan zwei Ursachen haben, entweder ist ein Gefäss verstopft oder es ist zu einer Blutung gekommen. Aber dennoch sollte man jetzt schon aufpassen, dass der Hund keine Blutdruckspitzen mehr bekommt, dann könnte es einer werden. Die Humanmediziner wissen m.E. darüber bedeutend mehr als Tierärzte und sie wissen auch, wie man sowas behandelt.

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Mal eine Frage in die Runde -

der 9 jährige Ridgeback von Freunden hatte im Februar laut TA einen "leichten Schlaganfall".

WAS war das nun?

Beim Menschen nennt man das wohl eine 'Streifung' (kann man googeln), eine kleine ischämische Störung durch einen Verschluss eines Gefässes. Wenn das Gefäss klein ist und sich der Pfropf wieder auflöst, ist es gut möglich, dass keine Schäden zurückbleibn. Daher war der Blutverdünner wohl die richtige Methode, er hat geholfen den Pfropf zu lösen.

Nachtrag: aus www.fragile.ch

Die transitorisch ischämische Attacke (TIA) oder Streifung, wie sie auch genannt wird, ist eine vorübergehende neurologische Störung. Ursache ist eine kurzzeitige Durchblutungsstörung einer bestimmten Hirnregion oder der Netzhaut.

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Die Besitzerin ( Krankenschwester) meinte auch es kam rüber wie eine "Ischämische Attacke".

Also wird es das vielleicht tatsächlich gewesen sein?

 

 

Frage ist halt - wie geht man in Zukunft mit ihm um? Kann man da irgendwas machen?

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Ich bin nicht medizinisch besonders bewandert, aber für mich tönt es absolut so.

Wichtig dabei ist, ja auch schnell zu handeln, damit nicht zuviel abstirbt, also erst behandeln, nicht erst noch MRT und so

Die gleiche Methode wird ja auch zT beim Herzen gemacht, da kenn ich mich besser aus (Lyse-Therapie), beim Herzen gibt es allerdings mit der Kathetertechnik auch andere Methoden.

http://www.t-online.de/ratgeber/gesundheit/krankheiten/id_61987834/lyse-therapie-bei-schlaganfall-jede-minute-zaehlt.html

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Die Besitzerin ( Krankenschwester) meinte auch es kam rüber wie eine "Ischämische Attacke".

Also wird es das vielleicht tatsächlich gewesen sein?

 

 

Frage ist halt - wie geht man in Zukunft mit ihm um? Kann man da irgendwas machen?

ACE-Hemmer plus Blutverdünner, aber wirklich ausreichend dosiert. Hunde haben eine sehr hohe Medikamentenverträglichkeit, man kann nicht aufs Kilo runterrechnen. Faustformel: Ein Hund, auch wenn er klein ist, benötigt die selbe Menge wie ein erwachsener Mann.

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