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Hundeforum Der Hund
gast

Jagdtrieb artet immer weiter aus

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Werde ich dann auch noch dazu machen.
Lieben Dank Gundi. 
 

 

 

 

 

Das Problem habe ich nicht mit dem Tervueren sondern mit dem Mali. 
Der Tervueren interessiert sich zwar auch für andere Tiere ist allerdings bei weiten nicht so schlimm wie der Mali. Ist bisher auch noch keinem Tier hinterher gegangen. 

Das merkwürdige bei dem Mali ist halt, dass sie manchmal so richtig extrem ist und es dann wieder irgendwann besser geht. Und ich habe auch das Gefühl, dass es von Jahr zu Jahr schlimmer wird, in den extremen Zeiten. Dass diese "Phasen" immer weiter ausarten. Dafür finde ich einfach keine Begründung. 

 

Ich habe sie nun schon fast 5 Jahre und habe sehr viel mit ihr gearbeitet. Schleppleine oder Flexi dran ist für mich ja gar nicht das Problem..

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Sehr parallel zu Schilddrüsenunterfunktionen läuft auch eine Nebennierenschwäche!

Die sind sich in manchen Punkten ähnlich, allerdings in manchem auch verschieden.

 

Nicht ausser Acht lassen würde ich auch das Junkietum, zu dem eben Mali's auch sehr neigen. Dann wäre es eine selbstbelohnende Ersatzhandlung, in der es ursprünglich um was ganz anderes ging. Je nach Stresslevel wird das schlimmer/besser (siehe NNR-Schwäche).

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Was nicht heissen soll das sie jetzt sauber ist. Sie macht tagsüber draussen und wenn es dunkel wird geht sie in die Waschküche. Im Oktober letzten Jahres fand ich in einem spanischen Parkhaus einen ausgesetzten kranken Rüden. Ich nahm ihn mit auf unsere Finca und pflegte ihn. Überflüssig zu erwähnen das ich ihn dann nicht in eine Perrera bringe; ich nahm ihn mit nach Deutschland. Er wird jetzt schätzungsweise 1 Jahr alt sein. Dieser kleine Rüde verdeutlicht mir jeden Tag, wie anders die Hündin ist. Aufgrund ihrer Unsauberheit war es von Anfang an etwas schwierig mit den Spaziergängen. Glaubt mir, ich habe alles versucht....irgendwann liess ich sie dann von der Leine damit sie sich löst, denn es gibt ja genügend Hunde, die dabei allein sein wollen. Nun...diesen Freigang nutzte sie aber eher zum Buddeln, gucken und schnüffeln. Das war so wichtig für sie das sie noch nicht einmal merkte, wenn ich mich entfernte. Ich las irgendwo, das ihr Verhalten mit fehlender Bindung zu mir zu tun haben soll. (Heute weiss ich, das das purer Schwachsinn ist) Aber vor 1 Jahr war ich ratlos und saugte jede Information auf die ich bekam. Um die Bindung zu stärken machte ich allerhand Spielchen mit ihr. In diesem einen Jahr ist sie -ohne anzugeben- DSDS-reif. Sie bringt mir Schlüssel und Schuhe, klingelnde Telefone, Leine, Spielsachen, Fressnapf, macht Licht an und aus, springt durch den HullaHupp-Reifen quer über den Wohnzimmertisch u.v.a.m. Versteht mich nicht falsch - mir bedeuten diese ganzen Kunststückchen nichts, -wegen mir braucht dieser Firlefanz kein Hund- aber es trägt letztendlich wohl doch dazu bei, das Beschäftigung die Bindung fördert. Nur eben zum Vergleich: der kleine Rüde kann gar nix! Der ist noch nicht einmal zuverlässig abrufbar, kann kein Platz und Sitz -und ist trotzdem kein Sorgenkind. Er hat hingegen Charakter, macht alles gern und ist absolut entspannt. Die Hündin hat nachts mehr Termine als Angela Merkel.... Aber mittlerweile konnte man mit den Hunden prima durch die Wälder ziehen. Ich war glücklich. Wir spielten viel, warfen Stöckchen, spielten Verstecken, kugelten uns die Abhänge runter und steckten 3 Nasen in Maulwurfshaufen. Wir hatten Spaß! Da war die Hündin ca 8 Monate alt. Bis dahin wusste ich noch nicht einmal das sie eine Stimme hat. Sie hat nie gebellt, sich auch nicht ausgiebig gefreut wenn man kam, war nicht traurig wenn man ging. Sie spielte wenig, kaute statt dessen lieber auf Kaminholz rum. Als der kleine Rüde kam wurde es etwas besser. Er forderte sie oft zu einem kleinen Spiel auf. Draussen spielte sie viel viel zu wild mit ihm. Da er ja körperlich behindert ist, musste ich häufig Einhalt gebieten. Auch mit anderen Hunden spielte sie zwar sanft bis normal, jedoch immer laut knurrend dabei. Die Hundebesitzer wollten das meist nicht und gingen mit ihren Hunden schimpfend weiter.... Ich fand das nie schlimm, denn ich weiss das an diesem Hund nix Böses dran ist und sie eben dieses Geknurre beim Spiel braucht. Draussen widmete sie sich unnatürlich lange weiter mit ihrer Buddelei. Sie buddelte und buddelte - trotz monatelanger Bindungsarbeit achtete sie dann weiterhin nicht auf mich. Ich musste sie immer von ihren Buddellöchern abholen. Das andere Drama fing auch mit ca. 8 Monaten an. Sie haute im Wald einfach ab! Einfach so! Ohne Vorankündigung - ohne Reh oder Wild - einfach so! Sie gab Versengeld und pirschte einfach los. Nach 1 Minute war sie wieder da. Ich war einerseits stumm vor Schreck, andererseits stumm vor Staunen. Was ich da sah, vermisste ich an diesem Hund seitdem er bei uns ist: Ich sah zum aller ersten Mal einen wirklich glücklichen Hund!!! Ich tröstete mich selber, redete mir ein das das sicher nur eine Ausnahme war und überhaupt...jeder Hund rennt gerne durch die Wälder. Und ich hatte ja auch gar kein Wild gesehen - sie ist bestimmt nur des Rennens wegen abgehauen. Tja...was soll ich sagen, ich sollte mich geirrt haben. Von nun an haute sie nur noch ab wann immer sich eine Möglichkeit bot. Wir haben hier kein eigenes Grundstück, kann zum Pipi machen aber die Wiese meines Nachbarn nutzen. Selbst hier am Haus ist es nicht mehr möglich, sie einfach nur zum Pipi machen raus zu lassen. Ich muss sie tatsächlich an die 5-Meter Leine nehmen. Im Wald ist sie nur noch angeleint.Auf Feldern auch. Praktisch hat sie gar keine Auslaufmöglichkeit mehr. Es gibt eine einzige große Wiese hier; dort schmeissen wir Frisbee oder Bälle. Sie spielt 2-3x mit. Sie kann auch apportieren. Mittlerweile fängt sie den Ball, legt sich hin und beisst ihn kaputt. Wir haben monatelang richtig gespielt - jetzt hat sie keine Lust mehr. Ganz bitter ist diese Scannerei. Der Hund kommt auf unseren Spaziergängen nicht zur Ruhe. Sie scannt nur noch. Da sie ja perfekt erzogen ist, springt sie aufgrund der Konditionierung nicht in die Leine. Sie lässt sich auch korrigieren - aber ich habe mittlerweile keine Lust mehr dazu, da ich sie in 1 Stunde bestimmt 500x korrigieren muss. Ich kann mich auch nicht beliebt machen. Lenke ich sie ab indem sie über einen Baumstamm laufen soll, (was sie perfekt beherrscht) stürzt sie über ihre eigenen Beine bloss weil sie zwischendrin scannen muss. In einem anderen Post wurde vorgeschlagen, das ich mich wichtiger machen soll. nur- was ist wenn ich dem Hund einfach nicht wichtig genug bin? Mein Hund liebt mich sehr, mutmasse ich zumindest, ( das zeigt sie mir auch hier zu Hause) Sie nimmt auch sicherlich gerne Leckerchen an; aber wenn sie keine bekommt ist es ihr eben auch egal. Somit scheidet die Freude bei der Dummyarbeit schon aus. Führarbeit, im Sinne von geistig-bei-mir-sein funktioniert praktisch tadellos, - theoretisch erinnert mich das Laufen an der kurzen Leine eher an gelangweiltes Mittratschen. Ich vermisse Eifer, Freude,Wille und Spaß. Außerem passiert es mir immer öfter das sie sich einfach hinsetzt und gar nicht mehr weiter laufen möchte. Eigentlich ist sie nur beim scannen hellwach und begeistert bei der Sache :-( Hier zu Hause ist es ähnlich. Sie macht alles was ich ihr sage. Aber genauso schleppend und bocklos wie sie draussen auftritt. Einzige Ausnahme: wenn sie dürfte würde sie mit Leidenschaft unseren Kater jagen. Wache Augen und einen aufmerksamen Blick hat sie nur, weil sie vermutlich denkt: "wo/wann kommt der Kater? Sie darf ihn nicht jagen und tut es auch nicht,-von daher ist es ja die beste Übung der Impulskontrolle. Aber sie liegt den ganzen Tag auf der Lauer und wartet darauf das er endlich um die Ecke biegt. Und das schon seit 1 Jahr.... Mein Rüde ist so begeisterungsfähig, hündisch neugierig und geistig immer bei mir. Auch wenn er nur ein Bruchteil der Kommandos beherrscht als wie die Hündin, ist er doch deutlich "mehr Hund" und mir immer zugewandt. Auch er läuft manchmal weg, meist zu anderen Hunden um zu spielen, doch habe ich bei ihm den Eindruck, das jedes Korrigieren oder Konditionieren Früchte trägt. Und ich könnte mit Leckerlis Purzelbäume schlagen,- meine Hündin würde nur gähnen und artig weiter scannen.... Ich finde dieses Verhalten belastend und es besorgt mich. In dem anderen Post schrieb Anja, das der Hund super konditioniert ist, aber nicht lebt. Das hat leider meine schlimmste Ahnung untermauert... Jetzt zum Beispiel liegt sie ganz alleine oben im Schlafzimmer. Sie ist immer da wo ich bin - warum geht sie alleine rauf? Habt Ihr Ideen? Habt Ihr Trost und Zuversicht ob sich das noch einmal legt? fragt mit ganz lieben Ostergrüßen eure Paula

      in Lernverhalten


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