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Hundeforum Der Hund
Nali

Jagen - wie hinterher verhalten?

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Nein auf keinen Fall unterbinden. Du hast ein kleines Wutzi dass toben muss und die Welt entdecken. Im Gegenteil: dein Hund soll lernen Frauchen = Vertrauen und Spaß.

 

Unter nimm mit ihr Dinge. Ihr könnt mal zusammen einen Hügel rauf, einen Bach erkunden, über einen Baumstamm balancieren.

 

Immer wieder ran rufen, aber eben nicht nur um "langweilige" Dinge zu machen, sondern um mal ein nettes Zerrspiel zu machen oder sich ein Leckerlie abzuholen.

 

Sitz, Bleib etc. sollst du natürlich auch üben, aber es sollte tatsächlich möglichst viel Spaß (aber konsequent sein) machen.

 

Konsequent sein heißt hier aber nicht "streng" sein, sondern auf die korrekte ausführung bestehen. Z.B. Hund steht aus dem Platz auf. Nicht beim nächsten mal strenger, sondern einfach den Hund immer wieder freundlich zurück bringen. Wenn es dann klappt - auch wenn es am Anfang nur 2 Sekunden sind- loben. Wenn ein Rückschritt kommt, z.B. Hund bleibt normalerweise 20 Sekunden liegen, wieder kürzere Einheiten bis es klappt. Immer mit einem Erfolgserlebnis aufhören.

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Okay, puh das beruhigt mich gerade etwas.

Genau, ja solche Dinge mache ich natürlich auch bereits , ich erkunde mit ihr von Anfang an die Umwelt und Stöckchenspiele machen wir auch gern. :)

Sie liebt auch jegliche Rampen, Hindernisse etc.

Aber je nach Spaziergang und wo wir gerade sind / was die Umgebung hergibt alles mal mehr und mal weniger. Jedes Mal ist nicht die volle Action von meiner Seite her angesagt, dann rast Nala wieder mehr.

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Danke für eure Antworten!

hunley: also machst du es ähnlich wie ich, nur dass du dich dann den Hunden ganz "normal" gegenüber verhältst, also so wie immer, als ob nichts gewesen wäre?

 

Nebelfrei: ja, das weiß ich! Und deshalb ja auch mein Post. Im Normalfall ist es ja so, dass ich die Vögel zuerst sehe und es mir dadurch gelingt, dass sie gar nicht erst hinläuft. Nur manchmal gibt es eben diese Situationen, wo es nicht möglich war oder ich eine Sekunde geschlafen habe. Oder was genau wolltest du sagen?

 

Damisi: du meinst also Schleppleine? Aber ist es nicht so, dass der Hund immer genau weiß, ob nun eine Leine dran ist, egal wie lang, oder nicht? Wenn sie an (langer) Leine bei mir läuft, startet sie die Versuche gar nicht erst, sondern schaut direkt zu mir, weil sie gelernt hat dass sie dann ein Leckerchen bekommt. Ich glaube sie würde an der Schleppleine dann nicht anders reagieren, eben weil sie weiß dass sie nicht völlig frei ist.

 

Du hast recht, ich dürfte eigentlich nur auf mich böse sein, nicht auf sie :mellow: 

 

 

Jein... natürlich bin ich aufgeregt und auch angesäuert, versuche aber dies unter Kontrolle zu halten. Die Hunde spüren dies (angeblich) zumal ich gegen die sonstige Gewohnheit ja nichts sage. Eine Trainerin hat mir dies so geraten, zumal schimpfen eher dazu führt, dass der Hund dann garnicht mehr kommt, oder sich dadurch sogar noch bestätigt sieht im Sinne von: Toll, Herrchen macht mit...

Um den Jagdtrieb besser kontrollieren zu können, arbeite ich regelmässig mit der Reinzangel, um hier auch entsprechende (Abbruch-) Kommandos zu verknüpfen.

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Viele meinen ja man müsste dann das zurück kommen belohnen. Bitte nicht.

 

Kleine Anekdote:
als mein Hund (damals schon 6) gerade ers bei mir eingezogen war - aus dem Tierheim - zeigte er mir erst gar keine Anzeichen von Jagdlust. Bis er mir dann eines Tages hinter zwei Hirschkühen her in den Wald davon lief, und 1,5 Stunden lang weg war.

 

Als ich ihn ENDLICH wieder hatte, fiel mir dermaßen mein Herz in die Hose, dass ich gar nicht anders konnte als ihn überschwenglichst zu loben.

 

 

Aber damit dir nciht auch das Herz auf Grundeis geht, wenn dein Wuff sich irgendwann mal länger verabschiedet (besch***enes Gefühl!!!) stimme ich hier den lauten Rufen zur Schleppleine herzhaft zu.

 

Kleiner Trost vielleicht: mein Hund fand früher Vögel auch ganz toll zum Jagen - inzwischen sind die nicht mehr interessant für ihn. (Alles Wild, also Rehe, Hirsche, Hasen etc leider doch... : <_< )

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Also bei Vögeln könnte der Hund ja inzwischen sogar schon gemerkt haben, dass er eh nicht groß hinterher kommt - in dem Fall würde es vermutlich reichen, den Rückruf zu festigen, die Schlepp ist da hilfreich. Bei uns fliegt nach dem Super-Rürkckruf-Wort bzw. wenn das richtig ausgeführt wurde immer der Ball. Bei allem Getier, was fliegen kann, haben wir da keine Probleme mehr.

 

Ich würde nach solchem kurzen jagen auch einfach anleinen (zumindest temporär), aber nicht lange ignorieren. Zum einen weil oft schwer zu sagen ist, ob der Hund den Zusammenhang herstellt, und zum anderen weil er dann beim nächsten Mal vll. lieber nicht mehr rankommt. Grundsätzlich hat man es als Halter schon vermasselt, wenn der Hund erst mal hinterher sprintet - kann passieren, aber für mich ist der Moment zum Trainieren in der Situation dann schon vorbei.

 

Belohnen würde ich, wenn der Hund sehr schnell wieder abdreht, bevor der Vogel z.B. wegfliegt. Ansonsten auch nicht. Wobei halt die Frage ist, wie man belohnen hier definiert. Wenn der Hund weg war und man freut sich sichtlich, dass er wieder da ist, find ich das jetzt bei den meisten Hunden nicht tragisch, der Hund merkt ja vermutlich eh, dass man erleichtert/fröhlich ist; was ich auf keinen Fall machen würde, wäre noch mal das Bällchen schmeißen oder die Leberwurst auspacken. ;)

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Natürlich, wenn der Hund abdreht (auch wenn er hinterher gerannt ist)loben wie blöd!! Ich meinte die Situation Hundi ist dann mal weg... und kommt irgendwann mal wieder. Da bin ich klar gegen ein Lob.

- und hat vorher den Rückruf ignoriert-

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Okay, ich werde mich ab jetzt echt zusammenreißen!

@lemmy: was für ein Alptraum! Da hätte ich ja richtige Panik gehabt, 1,5 Stunden :o Da wäre ich auch nur noch glücklich gewesen dass sie wieder da ist.

Richtig weg war Nala ein Glück noch nie, es ist wirklich immer nur paar Meter hinterher und dann fliegt Vogel weg und sie dreht um und läuft zu mir.

Mit dem Spielzeug zur Ablenkung wohin werfen ist natürlich echt eine gute Idee, muss aber natürlich auch sehr schnell passieren!

 

Die "Hoffnung", dass sie bald den Spaß dran verliert habe ich ja insgeheim auch :rolleyes: Aber da ich das ja jetzt noch nicht wissen und von ausgehen kann, muss ich natürlich üben, dass es trotzdem auch jetzt schon nicht mehr passiert. (allein den Vögeln zuliebe)

Von einer Katze und einem Kaninchen konnte ich sie bisher beide Male im Sprint zurückrufen. Beide Tiere waren absolut versteckt gewesen und von mir nicht sichtbar. Hab echt das Gefühl, es sind besonders die Vögel, die sie so reizen, warum auch immer <_<

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Die Hoffnung, dass die Vögel- Jagdlust vergeht, ist berechtigt. Die meisten Hunde kapieren schnell, dass sie nicht fliegen können.

 

 

Ein Hund darf nie hinter irgendwelchen Tieren, Vögeln, Menschen herlaufen. NIE

 

Man kann's aber auch übertreiben. ;)  

Ich schaffe mir ein Raubtier an und erwarte, dass es sich wie eine Schildkröte verhält? 

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Die Hoffnung, dass die Vögel- Jagdlust vergeht, ist berechtigt. Die meisten Hunde kapieren schnell, dass sie nicht fliegen können.

Man kann's aber auch übertreiben. ;)

Ich schaffe mir ein Raubtier an und erwarte, dass es sich wie eine Schildkröte verhält?

Es ist halt einfach so, dass Jagen/Hetzen selbstbelohnend ist. Wenn ein junger Hund immer wieder die Chance hat zu jagen, auch ohne 'Erfolg', gibt ihm das so einen Adrenalinschub, dass er eben auch eine Art Sucht entwickelt.

Nur, wenn man das unterbinden kann (dieser Hund ist ja noch jung) kann man davon ausgehen, dass es kein passionierter Jäger wird. Und dann kann man sich an ewiges Schleppleinentraining freuen. Je früher man eingreift, desto einfacher.

Längst nicht jeder Hund hört auf, nur weil er ziemlich sicher sein kann, dass die Enten wegfliegen, ist dennoch lustig...

Das ist das eine, ich will, dass mein Hund ohne Leine laufen kann, dann muss ich halt schauen, dass er keine Freude an der Jagd bzw am Hetzen hat.

Das zweite ist, dass es einfach nicht richtig ist, dass andere Tiere gehetzt werden, nur weil irgendwelche Menschen eine Hund möglichst 'natürlich' halten wollen.

Das dritte ist die Gefahr, dass zb ein Hund soweit rennt, bis er bei einer Strasse auf ein Auto trifft.

Schildkröten können übrigens recht fies sein, ich weiss von einem Fall, wo eine ihre WG-Kollegen fst totgebissen hat.

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Ich wollte mal ein kleines Update geben:

Seit dem beschriebenen Vorfall ist nichts mehr in der Richtung geschehen!

Ich gehe natürlich mit sehr wachsamem Blick durch die Gegend im Freilauf. Und zeige Nala meist spannende Sachen, wenn Vögel in Sichtweise kommen.

 

Aber ich habe auch noch folgende Methode trainiert:
Immer wenn ich sie an der Leine habe (3m) und ein Vogel auftaucht (oft aus nächster Nähe, sitzen direkt im Grünstreifen und haben keine Angst vor vorbeigehenden Menschen) bleibe ich stehen bzw. Nala auch meist von allein. Sie fixiert den Vogel. Ich warte. Und sobald sie sich einmal zu mir umdreht und guckt, breche ich in überschwängliches Lob aus, sie kommt begeistert zu mir, staubt Leckerli ab.

Mittlerweile dreht sie sich schon viel schneller zu mir um und jedes Mal lobe ich sie begeistert. Dafür, dass sie zu mir schaut, nicht mehr zum Vogel. Danach können wir ganz normal ohne Ziehen vorbei gehen.
Habe das Gefühl, das verfestigt sich bei ihr schon langsam.
So hoffe ich, dass sie die Vogelsichtung immer mehr mit mir verknüpft, dass es sich lohnt, besser zu mir zu kommen.

 

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