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Hundeforum Der Hund
Estray

Hundeetikette

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ich denke das ist zum großen Teil etwas, was Hunde lernen müssen. Erst durch Zurechtweisung von anderen Hunden lernen sie, wo die Grenzen des Erlaubten sind.

 

Das lese ich mit gemischten Gefühlen. Dem ersten Teil stimme ich weitgehend zu, obwohl auch da die Charaktere schon unterschiedlich sind - deshalb wichtige Betonung auf "zum großen Teil", keineswegs völlig. Aber dem zweiten Teil würde ich nicht so komplett zustimmen. Die Zurechtweisung ist eher der kleinere Bestandteil, wesentlich wichtiger ist das Vorbild der erwachsenen Hunde. Das habe ich schon so oft beobachtet, und die nettesten Hunde sind in der Regel nicht die, die besonders oft von anderen zurechtgewiesen wurden, sondern die, die besonders nette Vorbilder hatten. Zumindest meiner Beobachtung nach, oder wie haben ihr das bisher erlebt?

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Kinder lernen auch besser über Vorbilder als über Zurechtweisungen......

warum sollte das irgendwo anders sein?

Ich denke, die Zurechtweisung ist das letzte Mittel, wenn anderes nicht wirkt....

 

Vielleicht müssen wir wieder liebenswürdiger und "feiner" werden, um das bei anderen Spezies erkennen zu können......

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Fly ist bei Fremdhunden niemals aufdringlich, wendet den Kopf ab, um zu signalisieren, sie will keinen Kontakt, läuft Bögen und vieles mehr. Sie hält sich auch generell mehr im Hintergrund.

Minos kann das auch, wägt aber ab. ;)

 

Wir hatten in seiner Junghundezeit öfters Kontakt zu einem Border. Lucky fixierte sein Gegenüber gerne, legte sich dabei auch gerne hin, um dann auf den jeweiligen Hund zuzusprinten. DAS machte Eindruck. 

Auch später passierte es, dass Minos im jungen Alter von einer Border Hündin auf der Weide gehütet wurde. (Wir holten ihn dann natürlich sofort runter). Ein dritter und vierter Hund, wieder Hütehunde, begrenzten ihn ziemlich eindrucksvoll im Freilauf. 

 

Das sind jetzt nur mal ein paar Beispiele, die mir aus den letzten Jahren hängen geblieben sind. Das WAS die Hunde da mit Minos machten, war nicht höflich. Er fand das auch in dem Moment, allerdings fand er die Methode schon eindrucksvoll und kehrte den Spieß um und machte sich das zu nutze. 

 

Und da war ich in dem Moment schon beeindruckt, wie schnell ein Hund aus so einer Situation lernt und für sich anwendet. Beeindruckt rein vom Lerneffekt, nicht von der Maßnahme selber. 

 

Treffen wir also auf uns bekannte Hunde, ist Minos freundlich, höflich, lässt sich von kleineren Hunden auch anpampen, ohne dass er reagiert.

 

Treffen wir allerdings auf Fremdhunde-Rüden, deren Unsicherheit er bemerkt, kann es schon passieren, dass er zum Kotzbrocken wird. Aber Mutti hat ja immer noch ne Leine und dann ist Feierabend.

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Höfliches Verhalten wäre, wenn der andere Hund respektiert, wenn ein Hund aufzeigt, dass er Distanz möchte oder seine Ruhe oder eine Grenze zieht. Unhöfliches Verhalten ist, wenn der andere Hund diese Signale ignoriert und weiterhin aufdringlich ist und weiterhin die Distanz unterschreitet oder Grenzen. Manche Hunde können das aber nicht erkennen, oder wissen nicht was alternativ tun.  Es gibt sehr höfliche Hunde, die erkennen sofort, was das Gegenüber möchte, und es gibt Hunde, denen ist es einfach egal.

 

Ich hab einmal einen Hund gekannt, der war in der Tat geistig behindert. Bei der Erstbegegnung ist er sehr unhöflich in meine Hunde reingebrettert und hat auch gleich aggressiv mit Beißen reagiert, war erstmal TRARA im Rudel, was wir HH dann auch sofort unterbrochen haben, denn das hätte eine Rauferei gegeben. Dann hat mein Rudel aber recht schnell erkannt, der kann einfach nicht anders. Daraufhin sind sie alle immer selber auf größere Distanz geblieben. Wäre das ein normaler Hund gewesen, hätten sie von ihm die Distanz eingefordert, so haben sie ihn völlig ignoriert und in Ruhe gelassen und einfach nur einen riesen Bogen um ihn geschlagen. Genauso ging es der damaligen HH mit ihrem Rudel auch, als dieser behinderte Hund hinzu kam, auch da gab es erstmal Kloppe, aber die haben auch sofort verstanden, er kann nicht anders und sie haben ihn sofort in Ruhe gelassen und sind ihm aus dem Weg gegangen. Was sonst eben nicht der Fall gewesen wäre, da hätten sie ihn sich zurechterzogen. Für mich machen die Hunde da einen Unterschied, ob einer nicht kann (Welpen, alte, kranke, etc.) oder nicht will oder nocht nicht gelernt hat.

 

Und nicht jedes Wegversperren oder Knochenwegnehmen etc. ist unhöfliches Verhalten, das kann eben auch ganz gezieltes erzieherisches Verhalten sein, um vorhergegangenes unhöfliches Verhalten in die richtigen Bahnen zu lenken. Sehr oft hör ich, der Hund prollt, weil er z.B. den Weg versperrt. Es kommt immer drauf an, warum er das tut und bei wem er das tut, das können gezielte Maßnahmen sein, die ihren Sinn haben im Rudel. Unter fremden Hunden ist das aber etwas, was ich nicht unbedingt zulassen würde.

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Interessant, was du von diesem Hund berichtest - genau diese Erfahrung habe ich in Bezug auf den Krümel nämlich auch schon des öfteren gemacht. Gerade sehr sichere Hunde reagieren auf ihn ohne jedes "Erziehungsverhalten", sondern mit ganz viel Ruhe, eher etwas Abstand, und enorm viel Duldung. Als ich mir anfangs nicht ganz sicher war, ob er wirklich einfach nicht "normal" tickt, habe ich ihn ganz bewusst Hunden vorgestellt, von denen ich wusste, dass sie immer absolut angemessen reagieren. Und zu meiner Überraschung haben selbst die sonst eher strengen dieser Hunde, die andere schon mit einem Blick strammstehen lassen konnten, mit ganz ruhigem Stehenbleiben, Distanzvergrößerung, langsamen Bewegungen und voller Bandbreite an deeskalierendem Verhalten reagiert. Nicht einer hat auch nur schräg geguckt, geschweige denn irgendwie "abgemahnt".

 

Was natürlich keine Garantie ist, viele weniger sichere Hunde sind nämlich mit so einem Hund auch völlig überfordert und ruckzuck hätte man ein herrliches Knäul.

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Ja so ist es und vor allem, wenn sie den Hund noch nicht kennen und nicht einschätzen können und von ihm überrumpelt werden, wie es bei meinem im Erstkontakt war, war der Fehler der anderen HH, die war nämlich der Ansicht, dass der zuvor asoziale Hund nun im Rudel ja gelernt hat sich zu benehmen, dabei hat sich eben nur das Rudel auf ihn eingestellt. Danach wie gesagt, war es kein Thema mehr. Meine sind halt Mutterhündinnen und die wissen schon welche Hunde noch erzogen gehören und wo es einfach keinen Sinn hat. Genauso wie wir ja auch sehr nachsichtig sein können, wenn wir wissen, dass da keine Chance besteht, dass jemals gelernt wird, wie es richtig gehört, aber wo wir wissen, das kann "er" noch lernen, da bemühen wir uns eben auch mehr, es noch beizubringen.

 

Verlassen würde ich mich bei Fremdkontakten auf jeden nie darauf, dass die andern schon erkennen, dass der eigene Hund irreparable Defizite hat.

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Hm, ich halte Akuma nicht für geistig behindert, aber Hunde erkennen auch recht schnell, dass er nicht aus seinem Verhaltensmuster oder nur ganz schlecht rauskommt (und das sind keien Mutterhündinnen und auch keine Rudel, sondern ganz normale Hunde!). Viele Hunde kommen aber mit ihm gar nicht so schlecht klar und ganz viele Hunde finden ihn interessant. Ein Bogen wird nicht gemacht, im Gegenteil.

Höflich... nun ja. Auf Fremdhunde muss meiner Meinung nach theoretisch gar nicht "höflich" reagiert werden. Frontale Hundebegegnungen können Hunde zwar erlernen, aber es entspricht eigentlich nicht dem, was Caniden "gerne tun".
Ein deeskalierendes, konfliktvermeidendes Verhalten ist das Hochziel vieler Hundehalter und wird dann als "höflich" betitelt. Ob das unter Hunden wirklich so ist...?


Ich stimme überhaupt nicht zu, dass Hunde das nur durch Zurechtweisung erlernen bzw. universell so erlenen können. Es gibt Hunde, die bei Zurechtweisungen eben mit FIGHT reagieren, außerdem müssten manch andre Hunde von jedem Hund zurechtgewiesen werden, um zu "verstehen", was "allgemein" gefordert wird. Da Hunde aber alle unterschiedlich reagieren, ist das inkonsistent. Diese "Hunde-Benimmregeln" sind meiner Meinung nach total schwachsinnig - sie sind für den Menschen da, damit er weiß, was ein "Hund eigentlich tun sollte" und jeder Hund, der es nicht tut ist "unsozial", "aggressiv" oder gar "gestört".

Kein Hund muss bei der ersten Beschwichtigung ablassen, kein Hund muss ein höfliches im Bogen Annähern dulden.

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Ich denke, dass es eine Mischung aus "Zurechtweisung durch anderen Hund", Vorbildfunktion und menschlichem Eingriefen ist. Ich habe als HuHa ja nicht unbedingt und immer einen souveränen Hund an der Seite, der meinem Jungspund Manieren vorlebt. Also muss es auch anders gehen.

Daher sind mir Hundekontakte auch so wichtig, selbst wenn es bedeutet, dass Bolle mal eins auf die Fresse kriegt oder kriegen könnte - es darf natürlich nicht in einen Kampf ausarten.

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Sicher gibt es eine Hunde-Etikette. Nennt sich auch Sozialisierung. Je besser diese Sozialisierung im Welpen Alter gelaufen ist um so Besser ist der Umgang mit anderen Hunden im späteren Leben. 

 

Unser Setter legt größten Wert auf die Einhaltung der Form. 

 

Den Sozial Standart bringen sich Hunde gegenseitig bei. 

 

Menschliche Vorstellungen wie etwas zu laufen hat bringen Hunde eher durcheinander. Wenn etwas aus dem Ruder läuft liegt es wohl eher an Fehlern im Welpen alter.

 

Ich denke aber auch das es Unterschiede im Sozialverhalten auf Grund der Hunderasse gibt. Als Beispiel den Labbi. weil der Besondere Eigene Umgangsformen hat.  

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Gibt bestens sozialisierte Hunde, die später dennoch rüppelig und aggressiv werden................................................................................

Yoma hat ein ansehnliches Sozialverhalten (richtig toll ist es aber erst, seit er wrklich erwachsen im Kopf ist - also so seit einem Jahr ca.).... aber er hatd ie Vorstellung, dass er nach einer netten Begrüßung zwar am Hundehintern des Gegenübers schnuppern darf, das Gegenüber aber keinesfalls an seinem, obwohl das Gegenübe rnicht "unhöflich" war.

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