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Hundeforum Der Hund
Katrin1967

Stachelhalsbänder noch immer im Einsatz

Empfohlene Beiträge

Karin1967,

 

ich kann gut nachvollziehen, wie das für dich gewesen sein muss. 
 

Ich muss aber auch mal ein positives Wort für Schäferhundvereine abgeben. 

Da gibt es mittlerweile viele, die von diesen Methoden wie Stachler und Co. absehen. Wir sind selber Mitglied in einem, der sofort jeden Hundehalter vom Platz jagd, wenn er mit solchen Methoden ankommt.

 

Dagegen sollte man sich ab und an mal diverse Hundesportvereine anschauen. Wenn ich bei einem Hundesportverein vorbei komme, und sehe, dass alles nach außen verriegelt und blickdicht verrammelt ist, dann weiß ich schon Bescheid.

 

Als wir vor 3,5 Jahren angefangen haben am Jagdtrieb unserer Maus zu arbeiten, suchten wir eine Möglichkeit, wo wir eine freie Platznutzung bei Vereinszugehörigkeit bekommen wollten. In diesem Zusammenhang sind wir auf vielen Hundeplätzen unserer Umgebung gewesen, und haben uns Kurse angeschaut.

Gleich beim ersten sog. Hundesportverein (war früher mal ein Boxer-Club), griffen wir richtig in die Sch.... Als ich den Vorstand angerief, um mal wg eines Besuchs zu fragen, wurde mir schon am Telefon gesagt: "Ridgeback und Jagdtrieb? Da können sie nix machen. Da hilft nur Teletac. Mach ich bei meinen alle halbes Jahr mal drauf um meine Ridgis einzunorden, dann läuft das wieder ne Weile"  :o 
Ich war echt geschockt, dass jemand so was schon beim ersten Gespräch am Tele vom Stapel lässt. Und dieser Mensch züchten noch Ridgebacks im Dissi.  
Naja, ich dachte mir, dass ich den Verein trotzdem mal anschaue. Denn hätte ich da was in der Richtung gesehen, hätte ich mich nicht davor gescheut das OA anzurufen.
Also war ich bei einem OB-Kurs und danach noch ZOS dabei als Zuschauer, und hab auch diesen Menschen kennengelernt. Ich mag gar nicht weiter ins Detail gehen, wie sehr dieser Mensch mir unsympatisch war. Allen und jedem wollte er sein tolles Trockenfutter aufschwatzen, und propagierte auch wieder seine nicht erlaubten Erziehungsmethoden. Auf meine Einwände, dass Teletac ja verboten ist, reagierte er kaum. "Sie dürfen sich halt nicht erwischen lassen", und zeigte dabei auf die blickdicht abgehangenen 2m-Zäune im Eingangsbereich. Ich war in dem Moment so geschockt, dass ich nichts mehr sagen konnte. Und als ich beim ZOS dann den  fettesten, verschüchtersten, unmotiviertesten Ridgeback, den ich je gesehen habe, kennenlernte, hatte ich genug gesehen. 
Der Hammer war aber noch, dass dieser Verein im letzten Jahr noch eine Ridgeback Show vom VDH ausgerichtet hat.  :???

 

Interessanterweise sind wir auf der Suche nach einem Verein schlussendlich beim örtlichen Schäferhundverein gelandet. Die Trainer, und der Vorstand sind alle gegen sämtliche verbotenen Methoden. Und Leute die öffentlich zugeben, dass sie solche Methoden verwenden, dürfen direkt den Platz verlassen und nicht wieder kommen.

Außerdem haben so ziemlich alle fähigen Trainer aus der Vergangenheit den Weg von diesem Hundesprortverein in den Schäferhundverein gefunden, weil sie eben das nicht unterstützen wollten, was dort läuft. In diesem Verein wird komplett ohne schmerzzufügende Methoden gearbeitet, und die Leute haben Spaß an der Zusammenarbeit mit dem Hund. Blickdich vebunkert ist da auch nichts. Im Gegenteil, man kann sich ins Restaurant setzen, was nebendran ist, und den Leuten beim Training zuschauen. 

In den letzten Jahren hab ich auch ein paar Leute kennengelernt, die noch in anderen Schäferhundvereinen tätig sind. Auch von der Polizei waren Hundeführer dabei. Und vom Eindruck her, scheint das alles ganz ok zu sein, von dem was man aus Gesprächen mitbekommt. Viele Schäferhundvereine wollen dieses schlechte Image loswerden, und arbeiten aktiv daran. 
Das es immernoch Ausreißer und Ausnahmen gibt, ist klar. Regionale unterschiede gibts sicherlich auch sehr stark. Dennoch bleibt bei mir der Eindruck, dass auch Schäferhundvereine weg wollen von Stachler, E-Geräten usw.
 

 

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Ich verstehe gar nicht, wieso ein Stachelhalsband erlaubt ist. Ich sehe da sowas von keinen anderen Sinn drin als "Schmerz zufügen".

Beim Tele sehe ich das nichtmal so, denn das kann je nach Gebrauch einfach nur ein (und zwar extrem fein dosierbares und somit - wenn vom Halter gewollt - nicht schmerzhaftes) Signal auf Entfernung sein - wobei ich trotzdem für das Verbot bin, was aber nicht am Gerät, sondern am potentiellen Anwender liegt. Bin ja auch gegen frei verkäufliche Waffen, was auch nicht an der Waffe an sich liegt ...

Aber der Stachel hat doch gar keinen Sinn. bzw. ausschließlich den Sinn, durch Schmerzeinwirkung den Hund irgendwie bändigen zu können, oder? Wieso ist also das Stachelhalsband nicht verboten worden, als das Tele verboten wurde? Wäre doch ein (sinnvoller) Abwasch gewesen.

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Stachelhalsband ist doch verboten. Nur kaufen kann man es leider noch, da das nicht verboten ist.

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Nein, die "Krallenhalsbänder" sind nicht verboten.

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Warum bin ich dort hingegangen? Ganz einfach, ich wollte schauen, ob es überhaupt Sinn macht eine Hundeschule zu eröffnen.

Denn wenn der Bedarf fachlich abgedeckt ist, bräuchte ich mich nicht darum bemühen.

Ja, sicherlich, Krallenhalsbänder sind was anderes als Stachelhalsbänder. Für mich ist das völlig egal, verboten ist, was Tieren Schmerzen zufügt.

Im übrigen kenne ich auch Schäferhundevereine, die sehr gute Trainer haben. Denen ist es egal, ob Halsband oder Geschirr. Wichtig ist doch die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund.

Tut mir leid, aber ich habe überhaupt kein Verständnis für den Einsatz solcher "Erziehungshilfen" und zu meinem Glück sieht das die Amtstierärztin hier genauso.

Es mag sein, dass es auch einfacher ist Sachen nicht zu hinterfragen. Ich hinterfrage sie aber. Weil es Unrecht ist und auch nicht gesundheitsfördernd für das Tier .

Ein Hund ist ein Lebewesen, vom Menschen "produziert". Es hat ein Recht schmerzfrei sein Leben zu verbringen. Und wenn man als einzige Lösung im Umgang mit einem Hund ein Stachler (in welcher Form auch immer) oder Strom sieht, dann ist das erbärmlich.

In Österreich sind diese Dinger grundsätzlich verboten, selbst der Verkauf.

Mir ist es wichtiger Menschen mit Hunden zu sehen, wo ein "Miteinander" ist. Meiner Meinung nach gehört auch der Schutzdienst nicht in einen Hundeverein, sondern ausschließlich in die Hände der Profis. Polizei, Zoll, Nato, Militär, was auch immer.

 

Wer sagt denn, dass ich keine Hundeschule eröffnen darf? Ich finde es nur ein Unding, dass offensichtlich nur die Idee von Konkurrenz im Ort soviel kriminelle Energie auslösen kann. Da frage ich mich, ob ein solcher Mensch überhaupt die Reife hat einen Hund zu "führen".

Gewalt in einem solchen Ausmass gegen ein anderes Lebewesen....da schaue ich nicht weg. Da handle ich im Rahmen der mir legal zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.

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Ich finde es wichtig das man vor Ort was unternimmt,  das hast du ja gemacht. 

 

Es ist immer einfach hier im Forum zu schreiben und sich aufzuregen, aber am Ort des Geschehens stille zu bleiben. Ich würde das ansprechen, habe ich bei den Vereinen in denen ich zum Training war auch getan. Viele glauben den Trainern und nehmen alles erst mal hin. 

 

Da hilft es oft wenn man ein aufklärendes Gespräch führt. 

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Seh ich auch so. Wegschauen ändert nichts.....

 

Mir krampft sich der Magen zusammen, wenn ich das lese. Ich habe solche Szenen selbst schon erlebt, in Vereinen und Hundeschulen (!).

Da wird ein Hund an einem Kettenwürger ohne Stop in die Luft gezerrt, das ist lebensgefährlich und drum rum stehen Leute, die das ganz normal und angebracht finden.

 

:(

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Das ist sicherlich bei normalen Vereinen auch möglich. Bei einem solchen leider bringt das nichts. Ich habe ja so einige Fragen gestellt und keine Antwort bekommen.

Inzwischen weiss ich zum Beispiel, dass der Verein beim Veterinäramt schon bekannt ist und ich habe erfahren, dass auch Hundevereine ohne Genehmigung des Veterinäramtes keine Erziehungskurse für Nichtmitglieder anbieten dürfen. Der Trainer muss sich den selben Prüfungsaufgaben stellen, wie gewerbliche Trainer und er muss unterschreiben, dass schmerzhaft wirkende Trainingsmittel nicht benutzt werden. Und das darf er dann auch nicht zulassen, sonst gibt es eine Geldstrafe und auch den Verbot solche Kurse anzubieten.

Es hätte dort vor Ort nichts gebracht Diskussionen anzufangen, vermutlich hätte man mich vom Platz geschmissen.

Jetzt werden Sie wissen, dass da jemand hinschaut. Und ihre Auflagen erfüllen müssen. Wie andere Hundeschulen auch. Das ist ein kleiner Schritt, aber ein Anfang.

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Es hätte dort vor Ort nichts gebracht Diskussionen anzufangen, vermutlich hätte man mich vom Platz geschmissen. Jetzt werden Sie wissen, dass da jemand hinschaut.
So sensibel sind sie bestimmt nicht und sie werden sich auch nicht ändern, denn sie können und wissen es nicht besser.  

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Natürlich gilt das nicht ausschließlich für Schäferhundevereine. Es gibt auch da sehr sehr gute , wie auch sehr sehr schlechte andere Rasse- und Hundevereine.


Sie werden es mit Hilfe des Veterinäramtes lernen müssen. Da hatte ich wohl mit der Amtstierärztin hier Glück.

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