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Hundeforum Der Hund
Estray

"Ich regle das...."

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Mich wollte anfangs meine Maus auch überholen bei meinem Versuch andere auf uns zustürmende Hunde zu blocken.

Ich hab meine Maus mit einem seitlich ausgestelltem Bein daran gehindert an mir vorbei zu schießen. Nach drei Mal hatte sie es dann begriffen. Mittlerweile deute ich mit der Fußspitzen das Raus drehen meines Beines an, und meine Maus weiß direkt, dass sie hinter mir bleiben soll.

Bei uns gibt's nämlich kein Kommando fürs "hinter mir bleiben" .

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Also bei uns ist das so: Schicke ich einen Hund weg, weil ich nicht will, dass er mit uns spazieren geht (z.B. Hunde der Nachbarschaft oder am Strand Hunde von Bekannten), schickt Emma den Hund auch weg. Naja, zumindest versucht sie es, mit hinlaufen, wegstupsen (Nase in die Seite des Hundes stupsen) oder sich als Blockade dem Hund in den Weg stellen.

 

Schicke ich einen Hund weg, der Emma attackiert oder attackieren will oder wild auf ihr rumspielt, schickt sie den Hund nicht weg. Sie lässt mich machen und ist sichtbar erleichtert, dass ich mich darum kümmere (sie entspannt sich).

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Also bei uns ist das so: Schicke ich einen Hund weg, weil ich nicht will, dass er mit uns spazieren geht (z.B. Hunde der Nachbarschaft oder am Strand Hunde von Bekannten), schickt Emma den Hund auch weg. Naja, zumindest versucht sie es, mit hinlaufen, wegstupsen (Nase in die Seite des Hundes stupsen) oder sich als Blockade dem Hund in den Weg stellen.

Schicke ich einen Hund weg, der Emma attackiert oder attackieren will oder wild auf ihr rumspielt, schickt sie den Hund nicht weg. Sie lässt mich machen und ist sichtbar erleichtert, dass ich mich darum kümmere (sie entspannt sich).

Hört sich gut an :-).

Wie schickst du denn die Hunde weg? Ichhab da manchmal Probleme das Hunde doch sehr aufdringlich sind und ich schon etliche Male mit dem Fuß stampfen muss. Gibt es da effektivere Möglichkeiten?

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Ich muss da auch manchmal aufstampfen und streng sagen, dass sie wieder gehen sollen (bei den Hunden der Nachbarschaft oder von Bekannten).

 

Hunde, die Emma attackieren oder sie sonst irgendwie bedrängen schicke ich ziemlich rabiat weg, notfalls mit einem Tritt. 

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Es gibt ja unterschiedliche Situationen, wo ich als HuHa etwas für den Hund regeln muss:

 

- Kind kommt mit Getöse auf den angeleinten Hund zu, Hund knurrt - also wird das Kind flugs ausgebremst und nicht an den Hund rangelassen.

- dasselbe gilt für aufdringliche Hunde, die partout nicht locker lassen (hatte ich mit Bolle aber erst einmal)

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In vielen Fällen kann Bolle machen was er meint als Hund machen zu müssen, ich mische mich nur dann ein, wenn ICH (als Chefin :)) es für notwendig erachte.

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Ein Hund, der leinenaggressiv ist, ist das weil er mich nicht an kompetent ansieht? 

Hat das überhaupt was mit mir zu tun? 

Ursächlich in vielen Fällen - nein bis jein, und in vielen Fällen auch eindeutig ja, meiner Erfahrung nach.

Leinenaggression hat doch viele unterschiedliche Entstehungsgründe.

Ein Hund agiert und reagiert ganz einfach so, wie er es für sich am erfolgversprechendsten empfindet und gelernt hat, wenns darum geht, seine Bedürfnisse zu befriedigen. Hier Sicherheit/Unversehrtheit.

Das Thema ist in meinen Augen sehr komplex, sodass man das nicht einfach pauschal beschreiben kann.

 

Klar - man kann in jedem Fall pauschal Ausdrucksverhalten verbieten , indem man vermittelt:

Wenn Du so oder so agierst, reagierst, greife ich Dein Bedürfnis nach Unversehrtheit an, konsequent und stark genug, um Dir zu zeigen, dass das Verhalten, das ich bei Dir nicht dulde, 1. keinerlei Erfolg einbringt und 2. es Dir in jedem Fall unangenehme Folgen einbringt, wenn Du das Verhalten anwendest.

Auf der so geschaffenen Basis kann dann der Hund auch mit der Zeit  lernen, dass er es gar nicht nötig hat , sich aggressiv zu äußern, weil er erlebt, dass trotz seiner (erzwungenen) Reaktionslosigkeit, die anderen Hunde ihm nichts antun, bzw. sie sich wieder entfernen.

Kompetent erlebt einen der Hund aber erst dann, wenn er in seiner Befindlichkeit wahrgenommen wird.

Das muss nicht zwingend mit andere Hunde verscheuchen einhergehen (ausser es tritt ein absoluter Notfall ein, bei dem sicher ist, dass es zu einem beschädigenden Kampf kommen würde).

Als kompetent und vertrauenswürdig wird man bewertet, wenn man in der Lage ist, für Sicherheit und Bedürfnisbefriedigung zu sorgen. 

Das kann man auf unterschiedliche Arten "regeln".

Man kann das Unwohlsein intensiv werden lassen und dann agieren, indem man intensiv, auch massiv eingreift und damit letztendlich für Entspannung und Wohlgefühl sorgt - oder man kann auch frühzeitig erkennen, wodurch Unwohlsein entstehen wird und frühzeitig "regeln", dass das Unwohlsein gar nicht erst allzu intensiv wird..........und alle feinen Abstufungen dazwischen.

 

Das "regeln" ist für mich nur einer von vielen Bausteinen, die ich für wichtig halte.

Was bringt es zB. wenn ich alles regle - aber der Hund nicht die Chance bekommt, andere Verhaltensstrategien zu erlernen, die er anstatt der gewohnten Unerwünschten, selbständig anwenden kann?

Ok, man hat die Kontrolle. Aber ist Kontrolle haben sooooo wichtig? Was bringt das dem Hund?

Kann Kontrolle nicht auch anders ausgeübt werden?

Dass ein Hund natürlich in unserer Gesellschaft so geführt werden muss, dass er niemanden gefährdet, das ist selbstverständlich.

 

Aber alles zu regeln und zu kontrollieren ist nur EINE Möglichkeit, einen Hund gefahrlos zu führen.

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Mein Vasco zeigt Leinenaggression ...  :o

 

:kaffee:

 

Und zwar bei genau 2 Hunden; dem Einen begegnen wir zufällig 2-3 mal im Jahr (Berner Senn, wird immer an der Leine geführt), dem Anderen immer mal wieder (Jagdhund, wird immer angeleint am Fahrrad geführt).

 

Bei dieser Hundekonstellation stimmt irgend etwas an der Chemie nicht (also Chemie "Vasco-Berner Senn" und "Vasco-Jagdhund").

 

Vasco ist immer ausbremsbar, rennt also nicht ohne meine Zustimmung zu anderen Hunden hin (würde er aber, wenn ich seine "Frage", ob er hindarf, mehrfach übersehe, weil er das als stillschweigende Zustimmung interpretieren würde - und genau so habe ich ihn auch erzogen).

 

Deshalb kann ich ihn absolut zuverlässig noch vor einem Kontakt zu mir holen, deutlich Abstand nehmen, und dann den Berner oder Jagdhund komplikationslos passieren lassen.

 

Da kann ich supergut mit leben und sehe keinerlei Anlass, da irgendwie dran rumzuerziehen - frei nach dem Motto: Jeder Hund sollte seinen Lieblingsfeind haben ...

 

Das kann ich allerdings in diesem speziellen beiden Fällen genau deshalb, weil sich diese Aggression erst über mehrere Begegnungen entwickelt hat, und nicht sofort beim ersten Sichtkontakt.

 

Ansonsten erleben meine Hunde mich immer präsent - wenn wir gemeinsam unterwegs sind, dann bin ich immer in der Lage und bereit, bei Kontakten mitzuwirken.

 

Mal regel ich, mal meine Hunde - aber immer unter der obersten Vorgabe, dies ohne körperlichen und seelischen Schaden zu tun.

Da ich die Regeln der Menschenwelt kenne, achte ich darauf, dass die dafür nötigen Rahmenbedingungen vorhanden sind.

 

Macht mich das zum Chef?

 

Ich fühle mich nicht so  :rolleyes:

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Hallo Estray, ich gehe davon aus, dass mein Beitrag im "Verschiedene Vorgehensweisen bei in die Leine gehendem, bellendem Hund" gemeint ist?
Dann erkläre ich mal, wie ich das gemeint habe. 

Ob in Büchern zur Hundeerziehung, Gesprächen mit TÄ, anderen Hundehaltern und Hundetrainern, wurde mir immer wieder gesagt, ich solle meinem Hund zeigen, dass es nicht seine Aufgabe sei, vor mich zu gehen und Leute zu verbellen.

 

Vielleicht habe ich die ganzen Monate auch etwas ganz anderes darunter verstanden als das, was gemeint war. Aber ich habe irgendwie immer so verstanden, dass Fritz sehen soll, ich sehe die "Gefahr", behalte sie ihm Auge (jetzt habe ich ja zum Glück auch mal gemerkt, dass gerade dieses "im Auge behalten" eigentlich alles nur schlimmer gemacht hat) so dass er nicht in die Leine gehen und bellen muss.

hat natürlich auch nie geklappt und ich habe mich so oft gefragt, warum denn eigentlich nicht.  :D

 

 

 

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Den Spruch "Ich regle das" finde ich auch überflüssig.

 

Neulich wollte ein kleiner Terrier meine beiden großen Hunde angreifen. Ich wollte auch dazwischen und den Terrier wegschleudern, es also regeln. Aber: Erwischt ihr erst mal einen kleinen Terrier!

 

Und wenn bei mir mal Einbrecher kämen würde ich auch im Zweifelsfall meine Hunde vorschicken um das zu regeln anstatt mich selber in Gefahr zu geben.

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Ich habe mal vor Jahren meinem Hund eine Mutterkuh  vom Hals gehalten, die meinte er sei zu nahe an ihrem Kalb.

Der Spazierweg den wir gingen führt an einer Stelle kurz durch eine Koppel mit Galloways, also es gibt ein Tor, dann 4 m "Koppel", dann das nächste Tor. Da ist sehr selten mal ein Rind genau in diesem Durchgang, und ich hatte eine Lust wieder zurück zu gehen. Das Kalb hatte ich erst später gesehen, und die Kuh kam empört auf Lemmy zu, Kopf gesenkt und auf kuhisch drohend.

 

Ich hab ihr meine  flache Hand vor die Stirn geknallt (ist ja ordentlich Platz :D ) und ganz cool meinen Hund vorbei geführt. Und ich bilde mir ein (wie Tröte mit der Spike-Geschichte), dass Lemmy mich danach regelrecht anhimmelte.

 

Ich fand mich auch schon ziemlch kompetent in der Situation :D

 

 

Lemmy ist ja nun schon 15, und schafft so einiges nicht mehr was er früher geschafft hätte. Sich nervige Hunde vom Hals zu halten klappt zB nicht mehr immer. Irgenwann hab ich wohl was richtig gemacht, denn wenn er genervt wird kommt er jetzt zu mir und stellt sich neben/hinter mich, und überlässt mir das Feld.

Andererseits würde er aber sehr wohl mit mir gemeinsam noch auf Angriff gehen, wenn es scheint dass ich zu solchem blase.

Vor kurzem rannte uns plötzlich ein Aussi hinterher, weit weg von seinem Besitzer (ein Teenager, so ca 15 oder 16), und da wir mit Higgins ja eine nHund haben, der erst beißt und dann guckt was er zwischen den Zähnen hatte, sind wir mit ihm und Lemmy schon mal auf Abstand gesprungen. Butch, mit seinen Wackelbeinen und seiner eigentlich sehr hohen Sozialkompetenz, wurde für ein paar Meter mal eben als "Stopper" zurück gelassen. die meisten Hunde finden Butch ja nett, und auf die art kann man eine blöde Situation entzerren.

 

Nur wollte der Aussie Krawall, und so sprang ich selbstverständlich dem alten Butch bei um den Aussie auf Abstand zu bringen (klappte ganz gut, dann kam zum Glück auch Herrchen) - und musste auch gleich mal meinen Lemmy im Geschirr schnappen, denn der wollte ganz klar mitmischen (und so ne Prügelei mit drei Hunden wollte ich dann doch nicht.)

 

Also Lemmy traut mir schon sehr viel zu - aber das heißt ja nicht, dass er mich nicht nach Leibeskräften unterstützen würde, wenn er meint ich brauche Hilfe. An der Leine und im normalen Freilauf ist es völlig normal für ihn, sich meinen Richtungsvorgaben anzuschließen, und er traut mir zu Nervtiere zu verjagen (und Kühe). Aber wenn Attacke angesagt ist, steht er mir bei, und auch wenn das in der Situation nicht immer hilfreich ist, so finde ich das generell einen netten Zug an ihm :D

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